15. September 2016 – 08:00
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Für die Dependance des australischen Erlebnisreisespezialisten Intrepid Travel im bayerischen Holzkirchen ist Ende Oktober Schluss. Die Geschäfte des Veranstalters in allen europäischen Märkten sollen dann von der Europa-Zentrale in Großbritannien aus geführt werden, kündigt Michael Edwards an, der Intrepid in Europa, Nahost und Afrika leitet. Dort hat das Unternehmen erst in diesem Monat neue Räume im Londoner Stadtteil Brixton bezogen.

Für die Vertriebspartner und Kunden im deutschen Markt sollten aus der Schließung der hiesigen Vertretung keine negativen Folgen entstehen, versichert Edwards. Der Grund für die Schließung liege auch keineswegs in einem schwachen Geschäft. Im Gegenteil: "Die Nachfrage nach Erlebnisreisen mit nachhaltigem Konzept ist weltweit allein im vergangenen Jahr stark gewachsen", versichert der Intrepid-Manager. Vielmehr sei es heute nicht mehr erforderlich, in jedem einzelnen Markt mit einer Repräsentanz physisch vertreten zu sein, denn die technologischen Rahmenbedingungen für Reiseveranstalter hätten sich seit der Eröffnung der ersten Europa-Niederlassungen vor fast 20 Jahren "dramatisch geändert".

"Deutschland ist sehr wichtig für uns und wir werden auch von London aus kräftig in unser Wachstum investieren", sagt Edwards. "Wir arbeiten weiterhin eng mit dem Vertrieb zusammen und werden die Kontakte zu den Reisebüros stärken, indem wir das Team für das Vertriebsmarketing in Deutschland personell verstärken", kündigt er an. Die so genannten Business Development Manager betreuen wichtige Partner weiterhin von Deutschland aus. Die gesamte Kundenbetreuung wird dagegen aus London heraus erfolgen – mit deutschsprachigen Mitarbeitern, wie Intrepid Travel betont. Mitarbeiter des Teams in Holzkirchen stehen vor der Wahl, ins Vereinigte Königreich zu wechseln oder sich einen anderen Job zu suchen. Barbara Glanz, die das Büro als Gerneral Manager Central Europe leitete, wird weiterhin von Deutschland aus für das Unternehmen altiv sein.

Die Intrepid Group hatte im vergangenen Jahr eine 2012 geschlossene strategische Partnerschaft mit Tui in Großbritannien beendet. Seitdem gehört das Unternehmen wieder den australischen Gründern Geoff Manchester und Darrell Wade.

14. September 2016 – 18:37
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Der Berliner Reiseveranstalter Geoplan übernimmt das gesamte deutschsprachige Geschäft des Asien- und Myanmar-Spezialisten AsiaTrips, der zuvor unter den Namen Antares Asien-Reisen und Myanmar-Reisen firmierte. Die Marke Asia Trips soll weitergeführt werden. Wer im Internet den Auftritt des Hamburger Anbieters sucht, gelangt jetzt bereits zu einer Geoplan-Website, auf der am linken oberen Rand des Bildschirms das Asia-Trips-Logo zu sehen ist. Geoplan fungiert nun auch als Ansprechpartner für bestehende Privatkunden und Reisebüropartner von Asia Trips. Das komplette Reiseangebot von Asia Trips soll auch unter Geoplan-Regie erhalten bleiben, verspricht Geschäftsführer Tobias Büttner. Für ihn liegt der Reiz der Übernahme nicht zuletzt in der Erwartung, die Vertriebskontakte in Norddeutschland zu erweitern. Den Vertriebsprofis verspricht er "persönliche Ansprechpartner, eine unkomplizierte und unbürokratische Zusammenarbeit". Umsätze werden mit einer Basisprovision von 10 Prozent vergütet.

14. September 2016 – 10:47
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Von Donnerstag an müssen Autofahrer bei der Anfahrt auf den größten deutschen Airport womöglich Geduld mitbringen. Grund ist die Sperrung des Straßentunnels Unterschweinsteige für den Bau eines neuen S-Bahn-Tunnels, der den Büro-Stadtteil Gateway Gardens besser an die umgebenden Städte anbinden soll. Die Sperrung ist keine Sache von wenigen Tagen − sie wird sich nach Auskunft der Planer voraussichtlich bis Juni nächsten Jahres hinziehen. Die Deutsche Bahn, die für das Projekt verantwortlich ist, will in Abstimmung mit der Stadt Frankfurt und dem Nahverkehrsbetreiber Hessen Mobil "großräumige Umleitungen" einrichten.

Wichtigster Ratschlag für Reisende: Nicht dem Navi, sondern der jeweiligen Beschilderung folgen. Als Faustregel gilt, dass Terminal 1 über die B43 angesteuert werden sollte, während Terminal 2 am besten über die A3 erreichbar ist. Autofahrer aus Richtung Köln oder Wiesbaden können dagegen weiterhin über die B43 zum Terminal 2 fahren.

Wie stark sich die Umleitungen auf die Anreisezeit auswirken werden, dazu gibt es unterschiedliche Annahmen. Die Deutsche Bahn gibt sich gelassen. Sie rät Autofahrern lediglich, "etwas mehr Zeit einzuplanen". Doch es gibt auch sorgenvollere Einschätzungen. Denn bereits bei einer kurzzeitigen Sperrung des Tunnels im August war es zu einem echten Verkehrschaos gekommen. Auf der A3 und der A5 bildeten sich lange Staus. Auf der B43 sollen sogar Taxi-Fahrgäste ausgestiegen sein, um zu Fuß noch rechtzeitig zu ihrem Flughafen-Terminal zu gelangen. Die Bahn erklärt dazu, der Grund für die dramatischen Auswirkungen der Sperrung habe im August in einer unzureichenden Beschilderung gelegen. Dieses Problem sei mittlerweile ausgeräumt.

13. September 2016 – 15:05
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Da der Start des neuen Hauptstadtflughafens weiterhin in den Sternen steht, hatten die Berliner Stadtplaner eigentlich ausreichend Zeit, um sich mit den Auswirkungen des neuen Airports (BER) auf den innerstädtischen Verkehr der Metropole zu beschäftigen. Eine vom Berliner "Tagesspiegel" veröffentlichte "Verkehrsuntersuchung zur Verkehrsanbindung des Flughafen BER", in der die Auswirkungen des neuen Flughafens simuliert wurden, führt hingegen zu beunruhigenden Ergebnissen.

So prognostizieren die Gutachter, dass die zum Flughafen führende Stadtautobahn A113 und auch die A100 wegen der zusätzlichen Verkehrsströme schon zur Eröffnung des Flughafens an Belastungsgrenzen stoßen werden, was zu langsamen Geschwindigkeiten, Staus und Ausweicheffekten führe. Dies werde nicht nur für Passagiere, sondern auch für Anwohner von angrenzenden Haupt- und Nebenstraßen zu einer Belastung. Um zum Flughafen zu gelangen, müssten die Fluggäste deutlich mehr Zeit als heute einplanen. Insbesondere zu Stoßzeiten sei eine deutliche Zunahmen der Reisezeiten zu erwarten, heißt es.

Für das Gutachten haben die Experten zwei Szenarien simuliert. Eines geht von 30 Millionen, das andere von 40 Millionen Passagieren aus, die im Jahr 2020 erwartet werden. Wenn 60 Prozent mit dem Auto an- oder abreisten, seien täglich 100.000 bis 131.000 Fahrzeuge vom oder zum Flughafen unterwegs. Schon heute kommt es auf der A113 und der A100 oft zu Staus. Um etwa vom Dreieck Funkturm zum Airport zu gelangen, müssten Autofahrer derzeit im Schnitt knapp 22 Minuten, in den Spitzenzeiten rund 29 Minuten aufwenden. Bei einem jährlichen Fluggastaufkommen von 30 Millionen Passagieren seien Reisezeiten von bis zu 49 Minuten zu erwarten. Bei jährlich 40 Millionen Passagieren müsse man gar von einer glatten Stunde ausgehen.

In der Konsequenz bedeute die Überlastung der Verkehrswege nicht nur höhere Fahrzeiten für einen Großteil der Verkehrsteilnehmer in der Stadt, einen höheren Schadstoffausstoß und mehr Lärmbelastung. Auch für den Flughafen selbst führt die schlechte Erreichbarkeit wohl zu Wettbewerbsnachteilen.

Für Entlastung könnte der öffentliche Nahverkehr sorgen. Allerdings müsste dazu der Takt, in dem die Züge und Busse fahren, weiter verdichtet werden. Doch haben Berlin und Brandenburg gegenüber den Baugenehmigungsbehörden nach Informationen des „Tagesspiegel“ ausgeschlossen, dass bis 2019 zusätzliche Züge für die Strecken zum neuen Flughafen bestellt werden. Dies sei eine Bedingung gewesen, um das akute Brandschutz- und Genehmigungsproblem um den Bahnhof und das Terminal lösen zu können.

12. September 2016 – 13:10
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Bei Tui ist ein weiterer Neuzugang von der Mobilfunkfirma Vodafone zu verzeichnen. Heike Heimann (47) wechselt im Oktober in die Geschäftsführung des Tochterunternehmens Atraveo mit Sitz in Düsseldorf. Sie soll sich bei dem Ferienhausanbieter, der unter anderem das Portal Tuivillas.com betreibt, um die Bereiche Personal, Finanzen und Recht kümmern. Der Firmengründer und bisherige Mitgeschäftsführer Marcus Hültenschmidt ist aus der Geschäftsleitung ausgeschieden, nachdem Tui seine Gesellschafteranteile im Juni übernommen hatte. Er verlasse das Unternehmen, "um nach langen Jahren intensiver Arbeit dem Privatleben einen höheren Stellenwert einzuräumen", heißt es aus Hannover. Heimann leitet Atraveo zusammen mit dem langjährigen Geschäftsführer Dirk Froelje. Sie war zuletzt bei Vodafone Deutschland Personal-Direktorin.

Seit der frühere Vodafone-Deutschland-Chef Friedrich Joussen im Oktober 2012 die Führung der Tui AG übernahm, wechseln regelmäßig Manager aus der Mobilfunkbranche zu dem Touristikkonzern. Prominente Beispiele sind etwa Tui-Deutschland-Chef Sebastian Ebel und Politik-Chef Thomas Ellerbeck.

12. September 2016 – 12:06
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Einer Falschinformation sind offenbar zahlreiche Medien aufgesessen, die in den vergangenen Wochen berichteten, die kambodschanische Regierung plane zum 1. September die Einführung eines Drei-Jahrs-Visums für Touristen und Geschäftsleute. Während dieser Zeit seien beliebig viele Einreisen erlaubt, hieß es.

Die kambodschanische Botschaft in Berlin zeigt sich von der angeblichen Ankündigung überrascht. Zwar gebe es entsprechende Änderungen tatsächlich, heißt es auf Nachfrage. Allerdings beträfen diese ausschließlich japanische Reisende. Für Deutschland und Europa seien entsprechende Pläne nicht bekannt.

12. September 2016 – 08:15
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Ganz genau weiß heute noch niemand, ob und für welche Anwendungen sich die neue Technologie durchsetzt. Aber die Soft- und Hardware-Entwickler der Elektronikproduzenten lassen nichts unversucht, um ihre Virtual-Reality-Brillen in den Markt zu drücken. Dass auch die Touristik mit den aufwändigen Spielzeugen experimentiert, ist nicht ganz neu. Bereits im vergangenen Jahr machten einige Exemplare in den Reisebüros von Thomas Cook die Runde. Nun ist auch DER Touristik auf den Zug aufgesprungen. Zusammen mit dem Elektronikriesen Samsung will die Reiseparte von Rewe "neue, visuelle Formate in der Darstellung buchbarer Reisen" entwickeln, die "Urlaub vor und nach der Reise neu erlebbar" machen sollen.

Die 3D-Brillen werden durch Kopfbewegungen gesteuert und sollen Kunden "einen gefühlten 360 Grad-Rundgang durch Hotels, Kreuzfahrtschiffe und Urlaubsziele" ermöglichen. "Mit der neuesten Virtual Reality-Technik wird man in Länder und Reisen eintauchen können, wie dies kein Katalog ermöglichen kann", schwärmt DER-Touristik-Chef Sören Hartmann. Er glaubt, die VR-Brillen seien "ein Durchbruch im Reisevertrieb und der Beginn einer neuen Entwicklung", die "für das hoch emotionale Produkt Reise ganz neue Möglichkeiten" eröffne. Getestet wird das Ganze im „DER Concept Store“, einem Vorzeige-Reisebüro in der Berliner Friedrichstraße. Wenn die Technologie bei den Kunden ankommt, soll sie in den 2.100 Vertriebsstellen, die mit DER Touristik verbunden sind, weiter verbreitet werden.

08. September 2016 – 15:34
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Unister hat den Versand von Newslettern zu Werbezwecken wieder aufgenommen. Er war gestoppt worden, nachdem bekannt geworden war, dass das Unternehmen auch millionenfach Mails an Adressen verschickt hatte, deren Besitzer dem nicht ausdrücklich zugestimmt hatten. Dies verstieß gegen das Datenschutzgesetz. Unisters Insolvenzverwalter Lucas Flöther sagt, er habe daraufhin eine "Task Force" eingesetzt, um gemeinsam mit dem externen Datenschutzbeauftragten Frank Hillmer die Vorwürfe zu prüfen. Die Überprüfung habe ergeben, dass bei rund 14 Millionen der Kundendaten eine Einwilligung der Kunden rechtssicher vorliege. Diese Kunden erhalten laut Flöther nun wieder Mailings. Die Prüfung der übrigen Adressen dauere noch an, heißt es. Laut Medienberichten handelt es sich dabei um mehr als 13 Millionen Kundendaten.

Zu den massiven Vorwürfen, die in diesem Zusammenhang gegen Unister im Raum stehen, erklärt Flöther, die Untersuchung und die anschließende juristisch einwandfreie Wiederaufnahme des Newsletter-Versandes zeigten, "dass wir das Insolvenzverfahren dazu nutzen, Fehler aus der Vergangenheit mit einem entschlossenen Selbstreinigungsprozess zu beseitigen".

07. September 2016 – 15:22
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In den vergangenen Tagen ließ Lufthansa eine Erfolgsmeldung in Sachen "Direct Connect" auf die andere folgen. Alle sollten dieselbe Botschaft transportieren: Die vor einem Jahr eingeführte "Distribution Cost Charge" (DCC) in Höhe von 16 Euro pro Ticket für GDS-Buchungen hat dazu geführt, dass sich immer mehr Reisebüros, Ticketgroßhändler, Veranstalter, Firmenkunden und Geschäftsreisedienstleister direkt an die Buchungssysteme der Airline binden. Die Fluggesellschaft verweist dabei auf Großkunden wie Siemens und Volkswagen sowie Veranstalter wie Thomas Cook und Tui Suisse als Neuzugänge mit Direct-Connect-Anbindung. Nun seien "nahezu alle bedeutenden touristischen Partner in Deutschland" und 1.500 Iata-Agenturen weltweit direkt angebunden oder stünden "im engen Austausch zur Entwicklung einer Schnittstelle". Das sei "ein großer Schritt auf unserem Weg in eine neue Vertriebslandschaft in der Airline-Industrie", verkündete Vertriebschef Jens Bischof. Ein wichtiger Partner ist dabei ironischerweise GDS-Anbieter Amadeus. Dessen Tochterunternehmen Ifao trieb die Entwicklung der Schnittstellen für Siemens und VW mit voran.

Wie hoch der auf diesem Weg generierte Lufthansa-Umsatz tatsächlich ist, bleibt freilich offen. Dennoch stellt sich aus der Sicht des touristischen Vertriebs und der Veranstalter ebenso wie der Travel Manager die Frage: Wie konnte es dazu kommen? Denn vor Jahresfrist war der Aufschrei gegen DCC noch ebenso laut wie einmütig. Geschäftsreiseanbieter und Vertreter der Touristik, kündigten an, dass die Gebühr zu massiven Verschiebungen im Markt zu Lasten der Lufthansa führen werde. "Die deutschen Unternehmen ziehen ihre Konsequenzen aus der von der Lufthansa Group Anfang September 2015 eingeführten Distribution Cost Charge und prüfen nicht nur verstärkt alternative Buchungsmöglichkeiten, sondern wechseln auch bewusst und gezielt zu anderen alternativen Fluganbietern", verkündeten der Deutsche Reiseverband und der Geschäftsreiseverband Deutsches Reisemanagement (VDR) Mitte Dezember gemeinsam. Fast 75 Prozent der befragten Reisebüros, Ticketgroßhändler und Reiseveranstalter hätten bei einer Trendabfrage berichtet, "dass sich das Buchungsverhalten ihrer Kunden durch die Einführung der Lufthansa-DCC verändert hat" so DRV-Vorstand und BCD-Travel-Chef Stefan Vorndran. Über 40 Prozent hätten sogar angegeben, dass sich das Verhalten stark bis sehr stark verändert habe.

Doch schon damals war die zur Schau gestellte Empörung inklusive Drohkulisse allenfalls ein Teil der Wahrheit. Denn während sie sich noch öffentlich echauffierten, führten alle großen Akteure hinter den Kulissen bereits Gespräche mit Lufthansa über die Schaffung von Schnittstellen zu ihren Buchungssystemen und auch darüber, wer die Kosten dafür tragen sollte. Denn so recht trauen wollte der Einheitsfront gegen DCC niemand. Was wäre, wenn die anderen klammheimlich Direktanbindungen schaffen würden, man selbst aber weiterhin auf die teureren GDS-Buchungen angewiesen bliebe? Mittlerweile sind offenbar in beachtlichem Umfang Fakten geschaffen worden. Und auch mit Einsatz des neuen Iata-Datenstandards NDC kommt Lufthansa voran, wie das im August vorgestellte Pilotprojekt mit der Last-Minute-Tui-Beteiligung L'Tur zeigt. Deren-Kunden können nun bei der Buchung Zusatzleistungen wie Lounge-Voucher oder Extragepäck gleich mitbestellen. Das war bisher ausschließlich über die Lufthansa-Website möglich. 

07. September 2016 – 12:09
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An das geflügelte Wort von der Krise als Chance glaubt offenbar die türkische Charterfluggesellschaft Corendon Airlines. Ihr Deutschland-Repräsentant Thomas Braun kündigt an, Corendon werde das Deutschland-Geschäft zum Sommer 2017 kräftig ausbauen. Insgesamt sollen 430.000 Flugsitze unter die Leute gebracht werden. Drei Jahre nach dem Start im deutschen Markt soll es 50 wöchentliche Verbindungen von Deutschland und der Schweiz nach Antalya geben. Geplante Abflughäfen sind von April an Dresden, Erfurt, Hannover, Nürnberg, Paderborn, Berlin-Tegel, Düsseldorf, Karlsruhe, Leipzig, Stuttgart und Zürich. Von Juni an will der Ferienflieger die Anzahl der Verbindungen durch tägliche Flüge ab Nürnberg und Hannover weiter steigern. Und auch zusätzliche tägliche Flüge mit einer in Düsseldorf stationierten Maschine seien geplant, sagt Braun.

Um wirklich daran zu glauben, dass sich diese Kapazitätsplanung aufrechterhalten lässt, muss man schon Optimist sein. Denn im laufenden Jahr musste Corendon die ursprünglich geplante Kapazität von insgesamt 417.000 Sitzen um knapp ein Viertel zurückfahren. Brauns Planungen basieren nun auf zwei Prämissen. Erstens darauf, dass sich die aktuell schwache Nachfrage nach Türkei-Reisen bis zum nächsten Sommer erholt. Und zweitens darauf, dass andere Airlines in der kommenden Saison ihre Flüge aus Deutschland nach Antalya stark einschränken werden. Bereits in diesem Jahr haben die deutschen Ferienflieger massiv Kapazitäten von der Türkei ins westliche Mittelmeer und auf die Kanaren verlagert. Dadurch könnte eine Angebotslücke entstehen, spekuliert der Deutschland-Repräsentant. Und diese Lücke will er zu Preisen auf dem Vorjahresniveau und mit Frühbucheraktionen füllen.

Corendon Airlines betreibt gegenwärtig elf Boeing 737-800. Zusätzlich fliegen noch drei Boeing 737-800 für Corendon Dutch Airlines, die im Jahr 2010 unter niederländischer Registrierung gegründet wurde, um auch Destinationen außerhalb der Türkei von den Niederlanden aus anfliegen zu können.

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