17. Dezember 2018 – 12:13
badeurlauberistock-magda

2018 waren die Deutschen gut 1,7 Milliarden Tage auf Ausflügen und längeren Reisen unterwegs. Dieser Wert markiert rund 1,8 Prozent oder rund 30 Millionen Tage mehr als 2017. Das hat der Tourismusindex des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) ermittelt. Für 2019 prognostiziert der BTW weiteres Wachstum auf einem ähnlichen Niveau wie 2018: Der Verband und die Marktforschungsgesellschaft GfK rechnen für das Gesamtjahr 2019 mit noch einmal rund 1,7 Prozent mehr Reisetagen.

BTW-Präsident Dr. Michael Frenzel räumt allerdings ein, dass man "auch um die politischen und konjunkturellen Unwägbarkeiten" wisse. Wie es international in Sachen Brexit, Handelszölle oder Ukraine-Konflikt weitergehe, sei unsicher. Die Wirtschaftsweisen hätten ihre Konjunkturprognose für 2019 zuletzt auf 1,5 Prozent gesenkt. Frenzel: "Sollte sich die Konjunktur auf mittelfristige Sicht weiter abkühlen, könnte dies nachlaufend auch unsere Branche treffen."

Laut BTW verzeichneten in diesem Jahr besonders Badeurlaube verzeichneten ein "deutliches Wachstum". Mehr als 355 Millionen Reisetage hätten die Deutschen im Laufe des Jahres am Strand oder am See verbracht – zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Im Trend hätten in diesem Jahr auch Einkaufs- und Shoppingreisen gelegen, auf denen die Deutschen sogar 24 Prozent mehr Tage verbrachten als 2017. Weniger Zeit als im Vorjahr waren die Bundesbürger laut Tourismusindex hingegen auf Studien, Sprach- und Pilgerreisen, Wellnessreisen sowie Reisen in die Berge unterwegs.

16. Dezember 2018 – 11:53
ice-4

Die Mitarbeiter verlangen höhere Löhne, das Verkehrsunternehmen muss Milliarden in seine Infrastruktur investieren und der Bund als Gesellschafter will dringend Strukturreformen sehen. Immerhin: Mit der Verkehrsgewerkschaft EVG, deren Mitglieder am vergangenen Montag mit einem Warnstreik den Zugverkehr lahmlegten, hat sich der Staatskonzern nun geeinigt. Damit sind weitere Warnstreiks abgewendet.  Die Einigung sieht eine Lohnerhöhung von insgesamt 6,1 Prozent in zwei Stufen vor. Zum 1. Juli sollen die Löhne um 3,5 Prozent steigen, ein Jahr später noch einmal um 2,6 Prozent. Zudem erhalten die Beschäftigten im Februar eine Einmalzahlung von 1000 Euro. 

Lokführergewerkschaft droht mit "streikähnlichen" Maßnahmen

Die Lokführergewerkschaft GDL hat die Tarifgespräche dagegen erneut für gescheitert erklärt. Gewerkschaftschef Claus Weselsky begründete dies am Freitag damit, dass die Bahn nicht bereit sei, einen bereits gefundenen Abschluss zu unterzeichnen. Deshalb habe die GDL nun entschieden, ihrerseits nachzulegen. "Wir verlangen vom Arbeitgeber nunmehr ein weitaus verbessertes Angebot", so der GDL-Chef, der zugleich Konsequenzen androhte. Zwar bleibe es dabei, dass in der Weihnachtszeit und bis zum Jahreswechsel nicht gestreikt werde. Die GDL werde aber die Kollegen darüber informieren, "dass dieser Arbeitgeber alles andere als zuverlässig ist". Es könne daher sein, dass die Lokführer, die hunderte von Überstunden angehäuft hätten, "von ihrem Recht Gebrauch machen, in Freizeit zu gehen". Die Auswirkungen dieser Maßnahmen könnten "einem Streik vergleichbar sein".

Regierung fordert Neuordnung der Führungsstruktur

Nun verstärkt auch noch die Bundesregierung den Druck. "Die Bahn braucht eine Neustrukturierung. Wir erwarten, dass der Vorstand der Bundesregierung bis März ein entsprechendes Konzept vorlegt", sagte Enak Ferlemann, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, der "Welt am Sonntag". Erste Ergebnisse wolle man bereits bei einem Termin im Januar hören. Es gehe vor allem darum, die Führungsstrukturen zu straffen und die Unternehmensteile zu ordnen oder zu verschmelzen.

Der Staatssekretär kritisierte, dass die einzelnen Gesellschaften des Konzerns gegeneinander arbeiteten. Vorstände und Aufsichtsräte der Vorstände der einzelnen Konzernteile entschieden "aneinander vorbei und zum Teil auch gegen die Interessen der anderen DB-Gesellschaften“. Unter dem Dach der Holding sind derzeit mehrere Unternehmen gesammelt, zum Beispiel DB Regio, DB Fernverkehr und DB Cargo. Und Ferlemann legte nach. Die Managementebene unterhalb des Vorstands blockiere effiziente Führungsstrukturen, erklärte er. "Beschlüsse des Vorstands bleiben dort hängen und dringen nicht zu den Mitarbeitern durch, die sie umsetzen sollen. Und Kritik und Anregungen der Belegschaft schaffen es durch die Lehmschicht des mittleren Managements nicht bis an die Konzernspitze".

Halbe Milliarde für Berater

Zudem sieht sich der Bahnvorstand mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zahlte sie von 2015 bis 2018 mehr als eine halbe Milliarde Euro für externe Berater. Allein in diesem Jahr sollen es über 150 Millionen Euro gewesen sein. Bahn-Chef Richard Lutz habe deshalb die Notbremse gezogen. Der Konzernvorstand habe für das kommende Jahr eine starke Reduzierung von Beratungskosten beschlossen, "die einen Budgetdeckel von 100 Millionen Euro" vorsehe, zitiert "Bild am Sonntag" einen Konzernsprecher.

15. Dezember 2018 – 14:23

Rund 600 Neukunden habe Bewotec in diesem Jahr an die Reisebürosoftware My Jack angeschlossen, berichtet Bernhard Koller. Das sei für die 1988 gegründete Software-Schmiede ein absoluter Spitzenwert und erhöhe die Zahl angeschlossener Agenturen auf rund 3.500, so der Gründer und Gesellschafter. Mittlerweile werde die Bewotec-Technologie auch von immer mehr Ketten genutzt. Dazu zählte etwa der Thomas-Cook-Vertrieb, die Karstadt Reisebüros, Reisecenter Alltours, der Kooperationsverbund DTPS oder das mobile System Solamento.

Koller Bernhard Bewotec

Becher Michael Bewotec

Berhard Koller, Michael Becker – Foto: Bewotec

Einen Schub habe dem Unternehmen vor allem der Wechsel vom bisherigen System Jack plus auf My Jack im Jahr 2013 gebracht, sagt Mitgesellschafter Michael Becher. Im Unterschied zum Vorläufer arbeite My Jack mit einem zentralisierten Datenbestand und ermögliche so in hohe Maße automatisierte Prozesse – von Marketingaktivitäten wie Kundenmailings und Welcome-back-Schreiben bis hin zur digitalen Unterschrift unter die vorvertraglichen Informationen. Auch im Backoffice und der Buchhaltung habe die Umstellung eine deutliche Reduzierung des Arbeitsaufwandes gebracht, versichert Becher.

Im nächsten Schritt wollen die Bewotec-Chefs für erweiterte Darstellungsmöglichkeiten derjenigen Veranstalter in ihrer Reisebürosoftware sorgen, die, wie etwa Tui Cruises, die Veranstalter-Software Da Vinci nutzen. Bei My Jack wiederum stehe der Ausbau der Funktionen im Bereich Digital Signage, also die Verknüpfung von Inhalten mit Videos, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Keine Airline-Schnittstellen für My Jack

Während Bewotec das Veranstaltersystem Das Vinci mittlerweile mit Direktschnittstellen zu rund 20 Airlines versorgt und diesen so GDS-Gebühren erspart und sie auf NDC-Content zugreifen lässt, steht ähnliches bei My Jack vorerst nicht auf dem Plan. Touristisch orientierte Reisebüros, die den Schwerpunkt der Bewotec-Kundschaft bildeten, bevorzugten die Flugbuchung über Veranstalter und Consolidators, ist Koller überzeugt. Deshalb sei die Integration von Direktschnittstellen für Nur-Flug-Buchungen uninteressant. Aus demselben Grund stehe auch keine Einbindung von Schnittstellen zu Hotelgesellschaften auf dem Programm.

Ein Cent pro Buchung für Schule in Malawi

Zum 30. Firmenjubiläum haben Koller und Becher außerdem einen guten Vorsatz gefasst: Sie wollen im nächsten Jahr Alt-Touristiker Reiner Meutsch und seine Initiative „Fly & Help“ unterstützen. Dabei belassen sie es nicht dabei, ihre Kundschaft zu Spenden aufzurufen, sondern sie engagieren sich mit eigenen Mitteln. Pro Buchung über Myjack und Davinci will Bewotec je einen Cent aus seiner Marge an Fly & Help abführen. Nutzer der Systeme können zudem nach eigenem Ermessen einen individuellen Betrag von einem, drei, fünf Euro oder mehr pro Monat spenden.

Bis Ende des Jahres sollen so 50.000 Euro zusammenkommen. Geplant ist zunächst der Neubau einer Schule im ostafrikanischen Malawi. Die Spendenaktion startet im Januar. Im März sollen dann die Bauarbeiten in Malawi beginnen und bis Ende 2019 abgeschlossen werden. Weitere Schulbauten sollen folgen. Das Projekt in Malawi werde nur der Auftakt für eine langfristige Zusammenarbeit mit Fly & Help sein, kündigen die Bewotec-Chefs an.

13. Dezember 2018 – 17:30
carnivalmardi-gras

Nicht jedem Kreuzfahrtunternehmen wird das Bild vom schwimmenden Rummelplatz gut gefallen. Andererseits tun vor allem die großen US-Reedereien vieles dafür, dass ihre Schiffe diesem Klischee entsprechen. So kündigte Carnival Cruises am Donnerstag die erste Achterbahn an Bord eines Kreuzfahrtschiffes an. Auf dem rund 240 Meter lange Kurs im hinteren Teil des für 2020 geplanten Neuzugangs "Mardi Gras" erreichen die elektrisch angetriebenen Achterbahnwagen bis zu 65 Stundenkilometer und befinden sich zwischenzeitlich fast 60 Meter über dem Wasser. Außerdem verspricht die Reederei Adrenalin-Fans eine "rennwagenartige" Beschleunigung.

Die "Mardi Gras" ist für 5.200 Passagiere ausgelegt und fährt von Port Canaveral in Miami aus, nur eine Autostunde von den Rummelplätzen der Walt Disney World und der Universal Studios an Land entfernt. Ein Video mit Impressionen von dem Ritt gibt es hier.

 

13. Dezember 2018 – 16:12
bootsfahrt-in-einem-kanu-auf-dem-flussistockcameris

In einem Appell an den Bundestag fordern acht Wassersport- und Tourismusverbände, mehr Geld in die marode Infrastruktur auf den deutschen Freizeitwasserstraßen zu investieren. Die Unterzeichner beklagen in ihrem Schreiben, dass die im Wassertourismuskonzept des Bundesverkehrsministeriums versprochen Mittel für "Projekte zum Erhalt der vorwiegend touristisch genutzten Nebenwasserstraßen" nicht im Haushalt eingestellt worden seien. Erste Schleusen müssten bereits geschlossen werden, ganze Wassersportreviere seien vom Netz abgeschnitten. Um den drohenden Infrastrukturkollaps zu vermeiden und Deutschland auch künftig als wassertouristische Destination erfolgreich zu positionieren, müsse jetzt gehandelt werden, heißt es in dem Brief.

Umsatzbringer für strukturschwache Regionen

Der Präsident der Deutschen Tourismusbundes, Reinhard Meyer, hält die durchgängige Befahrbarkeit des Bundeswasserstraßennetzes für nicht mehr gewährleistet. Nicht nur Paddler, Segler und Motorbootsportler hätten nun das Nachsehen, sondern auch ländliche und strukturschwache Regionen, in denen der Wassertourismus wesentlich zum Lebensunterhalt beitrage. "Hier muss es endlich zu einer auskömmlichen Finanzierung der Nebenwasserstraßen kommen", fordert ADAC Vizepräsident, Kurt Heinen. Wassertourismus und Wassersports hätten laut einer Studie im Jahr 2016 allein an den Binnenwasserstraßen jährlich rund 4,2 Milliarden Euro Umsatz generiert und 66.000 Menschen den Lebensunterhalt gesichert.

"Hoher Stellenwert"

Das Verkehrsministerium hatte ursprünglich schon 2016 finanzielle Hilfe versprochen, passiert ist aber nichts. Die derzeit verfügbaren Mittel reichten nicht einmal aus, dem Substanzverlust der Schleusen und Wehre wirkungsvoll zu begegnen, so die Unterzeichner des Schreibens. Konkret wollen die Verbände einen eigenständigen Haushaltstitel für Nebenwasserstraßen und ein Sonderinvestitionsprogramm, um akut drohende Schleusensperren zu verhindern.

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes schätzt die Zahl von Sport- und Freizeitbooten auf fast eine Million. An besonders attraktiven Wasserstraßen habe sich ein intensiver Fremdenverkehr für Kurz- und Langzeiturlauber entwickelt. Die Fahrgastschifffahrt habe hieran einen großen Anteil. "Die Zahl von mehr als 800 Fahrgastschiffen mit rund 200.000 Plätzen belegt den hohen Stellenwert dieses Schifffahrtszweiges und des dazugehörigen Fremdenverkehrs", schreibt die Behörde auf ihrer Website.

Andreas Förster

13. Dezember 2018 – 14:42

Der britische Billigflieger muss Kunden, die einen Flug stornieren, keine Steuern und Gebühren zurückerstatten. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt/Main. Die in Luton, England ansässige Airline Easyjet darf also bei Verträgen mit deutschen Kunden das britische und walisische Recht anwenden, das eine Erstattung ausschließt, befanden die Richter.

Tatsächlich könne Easyjet bei einer Kündigung durch den Passagier sogar auf Vertragserfüllung bestehen und den vollen Flugpreis einbehalten, so das Gericht. Ausgehend vom Maßstab des englischen und walisischen Rechts verstoße die Klausel nicht gegen Gesetze zum Schutz der Verbraucherinteressen.

Ausländisches  Recht gilt

Nach englischem Recht ist es zulässig, Steuern und Gebühren nicht zurückzuerstatten, wenn der Fluggast den Flug storniert hat, obwohl die Aufwendungen der Fluggesellschaft gar nicht erst entstanden sind. Generell kann nun eine ausländische Fluggesellschaft in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) festlegen, das auf Beförderungsverträge, die in Deutschland abgeschlossen werden, ausländisches Recht anwendbar ist.

Geklagt hatte die Wettbewerbszentrale, die auch Verbraucherinteressen wahrnimmt. Sie ist der Ansicht, dass die Verbraucher durch die Klausel, Steuern und Gebühren nach Stornierung nicht zu erstatten, unangemessen benachteiligt werden. Das Landgericht Frankfurt hatte der Klage noch stattgegeben. In der Berufung wurde die Klage nun abgewiesen.

Das Urteil kann beim Bundesgerichtshof angefochten werden.

Andreas Förster

13. Dezember 2018 – 14:23
zahn-markusolimargeschaeftsfuehrer-marketing-vertriebfoto-olimar

Angesichts der Rückgänge für sein Stammland ist der Spezialist mit einem Umsatzwachstum von einem Prozent durchaus zufrieden, so Geschäftsführer Markus Zahn. Die Urlaubskarawane ziehe wieder von West nach Ost, das become Portugal zu spüren. Für Reisebüros hält Olimar ein Bonbon bereit: Künftig gibt es auf alle Flüge die volle Provision.

Das Jahr sei zwar gut angelaufen, doch zum Sommer hin war das Buchungsplus weitgehend abgeschmolzen, sagt Zahn. “Und Last-Minute fand in diesem Jahr nicht statt.” Das habe mit dem Jahrhundertsommer in Deutschland zu tun, der viele Deutsche zu Hause bleiben ließ. Die Verlagerung vom westlichen ins östliche Mittelmeer bekam Olimar auch in Spanien zu spüren. Dort verzeichnete der Veranstalter ein Minus von vier Prozent. Dennoch konnte Olimar den Umsatz insgesamt um ein Prozent auf 86,2 Millionen Euro steigern. Die Zahl der Gäste erhöhte sich um ein halbes Prozent auf 137.000.

Punkten mit Sonderwünschen und voller Flugprovision

Im neuen Touristikjahr kommt Olimar seinen Agenturen bei der Provision entgegen. Künftig gibt es für alle Flüge die volle Provision. Bisher war dies nur für Pauschalreisen mit Charterflügen der Fall. Auf den Fluganteil dynamisch produzierter Trips und reine Flugtickets gibt es bislang nur sechs Prozent. Beim Verkauf helfen soll die freiwillige Insolvenzabsicherung aller Einzelleistungen von Olimar.

Beim Produkt setzt Olimar weiter auf Portugal, das 70 Prozent des Geschäfts ausmacht. Der Spezialist will das Hinterland weiter erschließen und hat dort neue Rund- und Erlebnisreisen zusammengestellt. Neue Zielgebiete sind derzeit nicht geplant.

Dafür baut Zahn seinen Concierge-Service aus, von dem auch Reisebüros profitieren. Olimar erfüllt bei Anruf Sonderwünsche, ändert Rundreisen ab, reserviert Tische im Restaurant, bucht Ausflüge oder besorgt Eintrittskarten für Events. Dafür verlagt Olimar ein Vermittlungsentgelt zwischen 10 und 50 Euro. Darauf und auf die Leistung selbst erhalten Reisebüros die volle Provision.

Thomas Hartung

13. Dezember 2018 – 13:42
blecharczyknarthanairbnb

"Wir wollen mit den Städten in einen Dialog treten, die Fakten klarstellen und dann gemeinsam überlegen, welches Modell effektiv ist und dabei Homesharing nicht einschränkt", sagt Nathan Blecharczyk, Mitgründer von Airbnb, im Interview mit dem "Handelsblatt". Das Portal war in den vergangenen Jahren immer wieder mit Städten in Konflikt geraten, weil diese es für zunehmende Wohnraumknappheit und steigende Mieten verantwortlich machen. Die lukrative Möglichkeit, Wohnungen an Touristen oder Geschäftsreisende zu vermieten, veranlasse zahlreiche Wohnungseigentümer, ihre Immobilie nicht mehr regulär zu vermieten, klagen die Kommunen.

Urteil zwingt Airbnb zur Herausgabe von Vermieterdaten

Dass die Kooperation zwischen Airbnb und den Städten auf wackeligen Füßen steht, verdeutlicht ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichts München vom Donnerstag. Dieses verurteilte Airbnb nun, Daten zu Vermietern von vermittelten Wohnungen an die Landeshauptstadt München herauszugeben. Die irische Muttergesellschaft hatte gegen die Herausgabe der Daten geklagt und damit argumentiert, dass dies nach dem für sie geltenden irischen Recht nicht erforderlich sei.

Die Stadt München hatte zuvor mehrere Betreiber von Wohnungs-Plattformen im Internet aufgefordert, ihr bestimmte Daten zur Verfügung zu stellen, um unerlaubte Wohnungsangebote ausfindig zu machen. Zu diesen Daten gehört neben Namen und Adressen auch die Buchungsdauer der angebotenen Wohnung. Ohne Ausnahmegenehmigung darf in München eine private Wohnung nicht länger als acht Wochen innerhalb eines Kalenderjahres vollständig vermietet werden. Dadurch soll vermieden werden, dass zu viele Wohnungen dem angespannten Wohnungsmarkt entzogen werden. Nun muss Airbnb die von Blecharczyk angekündigte Kooperationsbereitschaft auf richterliche Anordnung unter Beweis stellen.

Ohnehin erwartet Blecharczyk nicht, dass sich die Probleme mit den Städten schnell lösen lassen. "Ehrlich gesagt glaube ich, dass es Jahre braucht, um zu zeigen, dass wir das Richtige getan haben und dass wir bei den Herausforderungen der Städte auf der richtigen Seite stehen“, sagte er dem "Handelsblatt". Ihm sei klar, dass es für die Sharing Economy Regeln geben müsse. Airbnb wolle "dabei mithelfen" und arbeite daher "gemeinsam mit den Städten". Aber damit das wirklich effektiv sei, brauche man eine "faktenbasierte und sachliche Diskussion".

Bis Juli soll Airbnb fit für die Börse sein

Unabhängig von den Konflikten befindet sich Airbnb hierzulande weiter auf Wachstumskurs. Allein in den letzten zwölf Monaten hätten 3,6 Millionen Menschen Airbnb genutzt, um nach Deutschland zu reisen, so Blecharczyk gegenüber dem "Handelsblatt". Umgekehrt seien sieben Millionen aus Deutschland heraus über Airbnb in die Welt gereist. Auch über 550 "Entdeckungen", also Auflüge und Events, lassen sich nach seinen Worten mittlerweile in Deutschland über Airbnb buchen. Seit dem Start des Bereichs im vergangenen Jahr seien 11.000 Buchungen zustande gekommen.

Im Juli nächsten Jahres solle das Unternehmen für die Börse fit sein, kündigt der Firmenchef an. Ein genaues Datum für den Börsengang habe man sich aber noch nicht gesetzt.

13. Dezember 2018 – 11:32

Gerade wenn Kunden noch unentschlossen sind, ist die attraktive und maßgeschneiderte Präsentation der Angebote nach ihrem Besuch im Reisebüro entscheidend. Die Live Beratung in Traveltainment Bistro Portal gibt die Möglichkeit, Kunden nach dem Beratungsgespräch durch eine personalisierte Angebots-Website von einer Buchung zu überzeugen. Verschiedene Optionen zur Anpassung der Katalogbeschreibung und des Angebotsfotos lassen Gestaltungsspielraum – so verändern Sie mit wenig Aufwand Details, die den Ausschlag zur Buchung geben können.

Ein Beispiel aus der Praxis: Familie Tanner möchte ein paar Tage in Paris verbringen, die Eltern sind jedoch unsicher, ob eine Städtereise auch ihrer siebenjährigen Tochter gefällt. Sie haben Ihren Kunden im Gespräch empfohlen, ein Hotel in der Nähe des Disneyland Paris zu wählen und Sightseeing mit einem Freizeitparkbesuch zu verbinden – daran hatten die Tanners noch gar nicht gedacht. Ihr Vorschlag könnte sie überzeugen.

Sie sind nun dabei, die persönliche Angebots-Website für die Tanners in der Live Beratung zu erstellen und haben bereits verschiedene Angebote aus Bistro Portal übertragen. Unter der Angebotsliste sehen Sie im Register Details für jedes Hotel verschiedene Optionen.

Bistro Liveberatung Angebote 1

Beim ersten Hotel fällt Ihnen auf, dass ein bestimmter Veranstalter besonders ausführliche Beschreibungen und ansprechendes Bildmaterial liefert. Sie können die Ihren Kunden angezeigte Katalogbeschreibung schnell und einfach ändern, indem Sie unter Katalogbeschreibung im Drop-down-Menü Hotelbeschreibung von: diesen Veranstalter auswählen und auf Übernehmen klicken. Das Angebot wird nun entsprechend markiert.

Bistro Liveberatung Angebote 2

Auf der Kunden-Angebotsseite informiert anschließend ein Hinweis den Kunden über die geänderte Hotelbeschreibung. Sie möchten außerdem das Angebotsfoto nutzen, um die Familie Tanner von der Familienfreundlichkeit des Hotels zu überzeugen. Klicken Sie hierzu unter Angebots-Vorschau auf Ihr favorisiertes Bild, es wird mit einem blauen Rahmen markiert

Bistro Liveberatung Angebote 3

Bestätigen Sie Ihre Änderung mit einem Klick auf Übernehmen. So ersetzen Sie in wenigen Schritten die Außenaufnahme des Hotels durch Minnie Maus im Disneyland. Dieses Bild erscheint nun in Groß auf der persönlichen Angebotswebsite und überzeugt bestimmt auch das jüngste Mitglied der Familie Tanner.

Bistro Liveberatung Angebote 4

Das Modul Live Beratung in Traveltainment Bistro Portal ist kostenpflichtig.

Diesen Praxistipp hat Traveltainment für die Leser von Reisevor9.de bereitgestellt.

 

13. Dezember 2018 – 08:43

Für den Branchenprimus TUI schien 2018 die Sonne: Der Reisekonzern hat seinen Umsatz um 5,3 Prozent auf 19,5 Milliarden Euro gesteigert. Auch der Gewinn ist gestiegen, um 7,6 Prozent auf 730 Millionen Euro. Das operative Ergebnis stieg sogar zweistellig.

Konzernchef Fritz Joussen sieht sich damit in seiner Strategie bestätigt. Er setzt vor allem auf eigene Hotels und Kreuzfahrtschiffe. „Mehr als 70 Prozent unseres Ergebnisses kommen heute aus den selbstgestalteten Urlaubserlebnissen. Dadurch können wir uns deutlich vom Wettbewerb differenzieren.“

Die Region Zentral, zu der auch der Quellmarkt Deutschland gehört, ist ebenfalls gewachsen. Dort wurden Reisen für 6,5 Milliarden Euro verkauft, ein Plus von 8,7 Prozent. Das bereinigte Ergebnis der Region verbesserte sich um 25 Prozent auf 89 Millionen Euro.

Konzernweit setzt Joussen auch 2019 seinen Fokus auf mehr Gewinn. Das bereinigte Ebita soll um mindestens zehn Prozent wachsen. Was die Buchungen betrifft, ist das neue Jahr allerdings weniger positiv angelaufen. Für den bevorstehenden Winter liegen sie „knapp auf Vorjahresniveau“.

Thomas Hartung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Zu den Datenschutzbestimmungen ... Zustimmen