20. November 2018 – 12:41
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Zehntausende Kunden der insolventen Air Berlin warten laut einer Vorab-Veröffentlichung des Wirtschaftsmagazins "Capital" noch immer auf Erstattung ihrer bezahlten Flugtickets. Demnach liegen insgesamt 13,6 Millionen Euro seit mehr als einem Jahr auf einem Treuhandkonto, das eigens als Sicherheit für Kunden eingerichtet worden, die noch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens einen neuen Flug gebucht hatten und erwarteten, dass Airberlin weiterfliegen werde. Bislang sind laut "Capital" erst zwei Millionen Euro von diesem Konto erstattet worden. Treuhänder und der Insolvenzverwalter hätten dies bestätigt, heißt es. Als Grund für die schleppende Abwicklung habe Airberlin zum Teil strittige Rückzahlungsverfahren, beispielsweise mit Kreditkarten-Anbietern, oder bislang nicht eingegangene Erstattungsanträge genannt.

20. November 2018 – 07:15

Bei der Lufthansa-Tochter kommt es am heutigen Dienstag zu Behinderungen, nachdem die Gewerkschaft Verdi das Kabinenpersonal am Flughafen Düsseldorf zu einem Warnstreik aufgerufen hat. Laut Eurowings fallen dadurch 18 Flüge aus.

Die Flugbegleiter der Fluggesellschaften Eurowings und LGW legen seit 4:30 Uhr die Arbeit nieder. Der Ausstand soll bis 12:30 Uhr andauern. Der Arbeitskampf beschränke sich auf den Flughafen Düsseldorf, heißt es dazu von Eurowings. Flüge von anderen Airports seien nicht betroffen. Auch am Standort Düsseldorf gehe man davon aus, "die weit überwiegende Mehrheit ihrer Flüge durchführen zu können". Wie es heißt, wird dort mit der Streichung von 18 Verbindungen gerechnet.

Verhärtete Fronten

Laut Verdi hatten sich die Fronten speziell im Tarifkonflikt mit der Eurowings-Airline Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW) in den vergangenen Wochen verhärtet. Die LGW sperre sich gegen weitere Verhandlungen mit der Gewerkschaft, heißt es. Damit eskaliere eine monatelange Tarifauseinandersetzung um die frühere Airberlin-Airline. Bei den Verhandlungen geht es laut Verdi um eine Beschäftigungsgarantie und die Gehälter für die rund 350 Flugbegleiter der LGW. Der Eskalation sei eine geplatzte Verhandlung Ende Oktober um einen Sozialplan für etwa 200 Flugbegleiter an der Station Tegel vorausgegangen. Die Airline plane, die in Berlin stationierten Flugzeuge im nächsten Jahr abzuziehen und sei nicht bereit, einen tariflichen Sozialplan zu vereinbaren. Des Weiteren hätten die Arbeitgeber erklärt, nicht über die Vergütung oder andere Themen verhandeln zu wollen und hätten Verhandlungstermine der Gewerkschaft abgelehnt, heißt es in einer Mitteilung vom Sonntag.

"Wahlkampftaktik"

Eurowings stellt die Situation anders dar. Der Streikaufruf erfolge, obwohl Eurowings bereits die nächsten Gesprächstermine mit Verdi vereinbart hätte, teilt die Airline mit. Das sei „für niemanden mehr nachvollziehbar“, kritisiert Eurowings Geschäftsführer und Personalchef Frank Bauer. „Mit ihrer wiederholten Eskalation und dem Aufbau einer künstlichen Droh- und Druckkulisse verspielt Verdi zunehmend ihren Ruf als verlässlicher Sozialpartner“, poltert Bauer. Konkreten Lösungen für die Mitarbeiter habe sich Verdi „bislang aus wahlkampftaktischen Gründen verweigert, weil sie sich bei Eurowings im Wettbewerb mit anderen Gewerkschaften befindet“, so der Eurowings-Personalchef.

19. November 2018 – 16:50
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Die Reederei rüstet ihre Schiffe mit einem Antrieb mit flüssigem Biogas (LBG) aus. Dabei handelt es sich um ein fossilfreies, erneuerbares Gas aus organischen Abfällen. Bis 2021 plant Hurtigruten, mindestens sechs Schiffe mit Biogas und Batterieantrieb zu betreiben, kombiniert mit LNG.

Mit der Einführung von Biogas als Treibstoff werde Hurtigruten das erste Kreuzfahrtunternehmen sein, das Schiffe mit fossilfreiem Treibstoff antreibt, sagt CEO Daniel Skjeldam. Erneuerbares Biogas sei eine saubere Energiequelle und gelte derzeit als der umweltfreundlichste verfügbare Kraftstoff. Biogas wird bereits in kleinem Umfang im Verkehrssektor, beispielsweise in Bussen, als Kraftstoff eingesetzt. Nordeuropa und Norwegen verfügen über eine große Fischerei- und Forstwirtschaft, bei denen eine konstante Menge an organischen Abfällen anfällt. Hier liege die Chance bei der Biogasproduktion weltweit führend zu werden, glaubt der Hurtigruten-Chef.

Für 2019 plant Hurtigruten die Indienststellung des weltweit ersten hybridbetriebenen Expeditionsschiffes "Roald Amundsen", das speziell für den nachhaltigen Betrieb in sensiblen Gewässern wie in der Antarktis gebaut wird. Auf der norwegischen Kleven Werft lässt Hurtigruten derzeit drei Hybrid-Expeditionssschiffe bauen – neben der "Roald Amundsen" die "Fridtjof Nansen" und eine dritte, noch namenlose Schwester. Sie sollen 2019, 2020 und 2021 ausgeliefert werden. Insgesamt veranschlagt die Reederei Investitionen im Volumen von 850 Millionen US-Dollar, um die "weltweit umweltfreundlichste Kreuzfahrtreederei" zu werden. Abschließendes Ziel sei es, die Schiffe völlig emissionsfrei zu betreiben, sagt Skjeldam.

19. November 2018 – 16:14
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Rationale motoive sind bei Kaufentscheidungen nicht alles. Das führt zu scheinbar irrationalen Entscheidungen von Kunden. Zumindest entspricht ihre Wahl nicht der datengetriebenen Vorhersage. Algorithmen können diesen Aspekt der Kaufentscheidung nicht berücksichtigen. Wie man dennoch erfolgreich verkauft, beleuchtet die Amadeus-Studie "Warum es wichtig ist, Motive von Reisenden zu verstehen".

Die Gründe, warum sich Kunden für eine Reise entscheiden, sind vielfältig. Eher durchdachte, rationale Motive kollidieren mit einem komplexen Netz unterschwelliger sozialer und emotionaler Impulse. Während die rationalen Motive im Kundengespräch schnell ermittelt werden können, sind die unterschwelligen Impulse schwer zu ergründen. Sie beruhen, heißt es in der Studie, auf persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen, die man gar nicht mehr bewusst wahrnimmt. Um sie herauszufinden, benötigt man Einfühlungsvermögen und Geschick. Früher reichte es, eine Reise für den Kunden anhand von sozio-ökonomischen und geografischen Kriterien für einen bestimmten Zeitraum oder für eine Destination zu suchen.

Heute genügt das nicht mehr. Ein junger Reisender benötigt vielleicht ein billiges Flugticket und eine günstige Unterkunft, doch wichtiger ist ihm das Gefühl von Abenteuer und Erfüllung. Die Segmentierung im Reisesektor verhindert allerdings oft, dass die Wünsche des Kunden erfüllt werden können. Deshalb fordert die Studie eine stärkere Vernetzung zwischen Reiseveranstaltern und Reisebüros, um den Kunden zu inspirieren und das gewünschte Erlebnis zu liefern. Wenn Reiseberater dann noch unterschwellige persönliche Motive, individuelle Eigenheiten und feine Zwischentöne im Gespräch wahrnähmen oder auch scheinbar irrationales Handeln verstünden, steige die Chance, dass Reisebüros inspirieren, überzeugen und loyale Kunden gewinnen könnten.

Lernen von Luxuskonsumgütern

Von der Luxusmarke Louis Vuitton kann die Reisbranche lernen. Denn bei Luxusgütern werden Kaufentscheidungen häufig aus unterschwelligen Motiven heraus getroffen. Die Marke Louis Vuitton verkauft einen Lifestyle und einen Anspruch, der weit über Koffer, Gepäck und Accessoires hinausgeht. Die Marke steht für ein Lebensgefühl, "Tradition und ‘Savoir-faire’". Louis Vuitton verstehe genau, was seine Kunden antreibe, motiviere und was sie wertschätzten. Wichtig sei, dass Louis Vuitton "über die traditionelle Segmentierung basierend auf sozio-ökonomischem Status, Geschlecht oder Ort hinausgeht", so die Studie. Der Konzern schaffe für seine Kunden unvergessliche Erlebnisse. Ähnlich gehen viele andere Unternehmen inzwischen vor. Auch in der Reisebranche hätten Marken wie Airbnb ihre Unternehmen darauf aufgebaut, erklärt die Amadeus-Studie.

Thomas Horsmann

 

19. November 2018 – 15:30

Der Reisebüroverband hat eine Petition online gestellt, in der er einen verpflichtenden Schutz der Kundengelder bei Airline-Insolvenzen fordert. Erreicht diese bis zum 17. Dezember mindestens 50.000 Unterschriften, stehen die Chancen gut, dass das Thema vor dem Petitionsauschuss des Deutschen Bundestages behandelt wird.

Mit seiner Petition gegen die Gesetzgebung zur Pauschalreiserichtlinie war der VUSR Anfang 2017 knapp gescheitert, hatte aber in der Branche für einiges Aufsehen gesorgt und die Diskussion angefacht. Nun versucht sich der Verband erneut an einer Bundestagspetition. Bei der Petition 85358 geht es um die Forderung nach einem verpflichtenden Schutz von Kundengeldern gegen Airline-Insolvenzen.

Der europäische Luftfahrtmarkt habe sich seit der Airtberlin-Pleite "mehr als nur instabilisiert", heißt es zur Begründung. Daher sei "in absehbarer Zeit mit weiteren Insolvenzen zu rechnen". Es sei deshalb "zwingend erforderlich, dass die durch die Fluggesellschaften vereinnahmten Kundengelder, die teilweise bis zu 12 Monate und mehr im Voraus bezahlt würden, gesetzlich abgesichert werden – analog den Kundengeldern bei Pauschalreisen".

Geltendes Recht schützt Verbraucher unzureichend

Die Argumentation gegen eine entsprechende Gesetzesnovelle, die davon ausgehe, dass die Flugreisenden bereits nach geltendem Recht geschützt seien, da die Solvenz eines Luftfahrtunternehmens der staatlichen Kontrolle unterliege, sei "schlichtweg ungenügend", so der VUSR. Nicht jedes Luftfahrtunternehmen habe seinen Sitz schließlich innerhalb des Geltungsbereiches der Verordnung. Außerdem habe die staatliche finanzielle Aufsicht die Insolvenzen von Gesellschaften wie Spanair, Airberlin, Monarch oder Alitalia keineswegs verhindert.

Der Handlungsbedarf sei "mehr als drängend", folgert der Verband. Denn kein gewerblicher Vertrag zwischen Kunden und Unternehmen falle "so eklatant zum Nachteil" der Kunden aus, wie der zwischen Luftfahrtunternehmen und Passagieren. Kunden müssten für ihren Flug berteits weit im Voraus zahlen, dies sei eine "unmittelbare Folge eines juristisch umstrittenen Urteils des Bundesgerichtshofs vom 16. Februar 2016".  Das werkvertragliche Prinzip, dass vor der Zahlung erst die Leistung, nämlich der Flug, erbracht werden müsse, werde durch dieses Urteil ausgehebelt. Normal sei dies im Werkvertragsrecht nicht, schließlich würden auch Handwerker nicht vor der Erbringung ihrer Leistung bezahlt. Es sei daher "mehr als fair, dass die oft monatelang im Voraus gezahlten Kundengelder abgesichert werden".

VUSR hofft auf 50.000 Unterschriften

Die Petition ist seit heute online und kann bis zum 17. Dezember unterzeichnet werden. Erreicht sie mindestens 50.000 Unterschriften, das sogenannte Quorum, wird über sie, wie es der Deutsche Bundestag auf seiner Website formuliert, "im Regelfall im Petitionsausschuss öffentlich beraten". Die Organisation, die die Petition eingericht habe, werde zu dieser Beratung eingeladen und dürfe sein Anliegen persönlich vor den Abgeordneten des Petitionsausschusses vorbringen.

Die Forderung nach einer verpflichtenden Absicherung von Kundengeldern gegen Airline-Insolvenzen steht nach den jüngsten Pleiten sowohl auf Bundesebene als auch auf europäischer Ebene im Raum. Im Januar hatte der Europäische Touristikverband Ectaa die EU-Kommission aufgefordert, "effiziente Maßnahmen zu ergreifen, um europäische Fluggäste gegen Airline-Pleiten abzusichern". Auch im DRV wird das Thema intensiv diskutiert. Insgesamt konnte sich der Verband bislang lediglich dazu durchringen, eine Neuregelung zu befürworten, wenn diese „wettbewerbsneutral“, also möglichst weltweit oder mindestens EU-weit festgelegt würde. Die Vertriebsvertreter innerhalb des Verbandes unterstützen dagegen eindeutig eine verbindliche Absicherung. Auch der Mittelstandsverband ASR befürwortet dies.

 

19. November 2018 – 14:17
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Das Portal chartert das 2.400-Gäste-Schiff "Norwegian Pearl" für einen Kurztrip vom 12. bis 16. August von Barcelona nach Ibiza und über die französische Stadt Sète zurück in die katalanische Metropole. Herzstück des Trips ist ein34-stündiger Aufenthalt im Hafen von Ibiza, bei dem an Bord Party gefeiert wird und Ausflüge in die Clubs der Insel auf dem Programm stehen. Der Trip inmitten der Hochsaison soll Partypublikum an Bord locken und an Bord, aber auch an Land voll auf die Anforderungen der Clubbing-Szene eingestellt sein.

Als weiteren Partner neben NCL hat sich Ehoi-Chef Detlev Schäferjohann die Frankfurter Event-Agentur Big City Beats an Bord geholt, die in Frankfurt seit 2013 das Musikfestival "World Club Dome" veranstaltet und bereits für die für die programmatische Gestaltung der "World Club Cruise" I und II auf der "Mein Schiff" verantwortlich zeichnete.

Verjüngungskur für Kreuzfahrten

Wenn es gut läuft, soll die "WCD Cruise Edition" gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen, in dem sie ordentlich Geld einspielt, ein jüngeres Publikum aufs Kreuzfahrtschiff bringt als normalerweise und darüber hinaus die Präsenz von NCL in den deutschsprachigen Märkten steigert. Die Reederei kann das durchaus gebrauchen, denn sie hat ab 2019 keine Abfahrten von Hamburg aus mehr im Programm.

Reisebüros können an dem Event mitverdienen, wenn sie sich zum Partnerprogramm von Ehoi anmelden oder indem sie eigene Gruppenkontingente anfragen (E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Sie erhalten von der ersten Buchung an zehn Prozent Provision.

19. November 2018 – 08:00
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Zwar wuchs der Online-Vertrieb im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut stärker als der stationäre Verkauf. Aber auch die oft totgesagten Reisebüros konnten zulegen und ihre Zahl bleibt derzeit offenbar konstant. Die Vorsitzende des Reisebüroverbandes VUSR mit knapp 400 Mitgliedern, Marija Linnhoff, schlägt dennoch Alarm.

Das Gespräch führte Christian Schmicke

Nach allen bisher vorliegenden Marktforschungsdaten ist 2018 für die Reisebüros trotz aller Erschwernisse ein ziemlich erfolgreiches Jahr. Ist die VUSR-Vorsitzende mit dem Stand der Dinge endlich mal zufrieden?
Linnhoff:
Klar, viele Reisebüros haben trotz enormer Hindernisse durch Datenschutzgrundordnung, Pauschalreiserichtlinie, Flugchaos und die Provisionspolitik einiger Veranstalter tolle Arbeit geleistet  und ihre Umsätze steigern können. Aber das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir vor massiven Umwälzungen stehen, für die die Reisebüros noch nicht gerüstet sind, und dass die Mehrarbeit, die den Reisemittlern aufgezwungen wurde, immer noch nicht vergütet wird.

Welche Umwälzungen meinen Sie?
Unsere Position als Handelsvertreter, die es im europäischen Umfeld nur in Deutschland und so ähnlich in Österreich gibt, steht massiv unter Druck, zumindest mittelfristig. In diese Richtung haben sich ja auch einige Vertreter von Veranstaltern in letzter Zeit geäußert. Das rüttelt an den Grundfesten unseres Geschäftsmodells.

Was ist zu tun?
Zum einen gilt es, den Handelsvertreterstatus solange wie möglich zu verteidigen und sowohl mit Veranstaltern als auch Kooperationen im Gespräch zu bleiben, um wenigstens in diesem Punkt an einem Strang zu ziehen. Außerdem müssen die Reisebüros sich dafür rüsten, neue Wege in Sachen Vermittlung zu beschreiten. Denn meiner Ansicht nach werden die Veranstalter irgendwann die Provisionen streichen, so wie es zuvor die Airlines getan haben.

Falls es so käme – wie könnten sich Reisebüros darauf vorbereiten?
Wir sehen ja gerade erste Ansätze, wie etwa den Einbau des Versicherungspakets Q+ in die Reservierungssysteme durch die QTA? Die Grundidee, dass auch die letzten Reisebürokollegen jetzt lernen, Serviceentgelte bei den Kunden zu kassieren, ist völlig legitim und nicht neu, ein guter Ansatz, aber ganz und gar nicht ausgereift. Es darf doch nicht so weit gehen, dass ich zum Beispiel einem Stammkunden erst eine Versicherung verkaufen muss, die er vielleicht gar nicht benötigt, um ihm dann ein eventuell sogar berechtigtes Serviceentgelt in Rechnung zu stellen. Serviceentgelte sollten und müssen für den Kunden erkennbar sein als der Verdienst für die getane Arbeit, wie etwa Sitzplatzreservierungen.

Sind Servicegebühren der Königsweg?
Nein, nur ein notwendiges Mittel. Meines Erachtens müsste der Vertrieb viel unabhängiger von der Großindustrie agieren. Viele Reisemittler, die ihr Handwerk beherrschen, tun dies ja auch bereits. Wenn sich zum Beispiel mehrere Büros zusammentun, könnte man zum Beispiel selbst als Veranstalter agieren und den Flug bei irgendeinem Anbieter „A“ und das Hotel bei einem Veranstalter „B“ oder auch bei einer Bettenbank dazu kaufen.

Sind die Ketten und Kooperationen darauf eingestellt?
Bei den Ketten beobachten wir durchaus Ansätze. Die Kooperationen wären unter grundlegend veränderten Bedingungen vermutlich eher als Auslaufmodell zu sehen, wenn sie sich nicht langsam aber sicher auf die neuen Herausforderungen einstellen.

16. November 2018 – 14:15
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Bei Aida Cruises verzögert sich die Auslieferung der "Nova" erneut. Statt wie zuletzt geplant am 2. Dezember kann das Schiff nach aktuellem Stand erst am 19. Dezember auf seine erste planmäßige Reise starten. Zuvor waren bereits einige Vorpremierenfahrten im November ausgefallen.

Wie die mit dem Bau des Schiffes beauftragte Meyer-Werft in Papenburg mitteilt, brauche man "einfach noch etwas Zeit, um das Schiff für die ersten Gäste vorzubereiten". Das neue Kreuzfahrtschiff sei ein "ein besonders komplexer und innovativer Prototyp".  Die Fertigstellung habe sich weiter verzögert, und man arbeite nun „mit Hochdruck daran, alle Arbeiten und Tests bis zum 30. November erfolgreich abzuschließen“. Am Freitagabend soll die "Nova" vom niederländischen Eemshaven zur nächsten Probefahrt auf der Nordsee starten.

Laut Aida Cruises sind folgende Reisen von der Verzögerung betroffen:

Jungfernfahrt "Von Hamburg nach Gran Canaria", 13 Tage, 02.–15.12.2018
Jungfernfahrt "Von Hamburg nach Teneriffa", 10 Tage, 02.–12.12.2018
Reise "Von Hamburg nach Lissabon", 6 Tage, 02.–08.12.2018
Reise "Von Lissabon nach Gran Canaria", 7 Tage, 08.–15.12.2018
Reise "Kanaren & Madeira 4" ab/bis Teneriffa, 7 Tage, 12.–19.12.2018
Reise "Kanaren & Madeira 3" ab/bis Gran Canaria, 7 Tage, 15.–22.12.2018"

Kunden, deren Reise ausfällt, erhalten ihr Geld zurück. Für eine bis zum Jahresende gebuchte Alternativreise bietet die Reederei ihnen 50 Prozent Preisermäßigung auf den Kreuzfahrtanteil an, wenn die Buchung bis zum Jahresende erfolgt. Reisebüros behalten die Provision für Buchungen auf die ausgefallenen Reisen und sie erhalten für Ersatzbuchungen ebenfalls die volle Provision.

16. November 2018 – 13:45
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Das Lufthansa-Vielfliegerprogramm Miles & More bekommt einen neuen Chef. Sebastian Riedle, derzeit Senior Director Online Sales der Lufthansa Group, wird vom 1. Januar an Geschäftsführer. Er folgt auf Roland Adrian, der das Unternehmen verlässt.

Der 40-jährige Diplom-Betriebswirt Riedle startete seine Laufbahn 2002 im Marketing von Germanwings und wechselte nach weiteren Stationen 2007 ins Lufthansa-Marketing. Führungserfahrung sammelte er im Controlling und Vertrieb, wo er laut Lufthansa "seine ausgeprägten und umfassenden kaufmännischen Fähigkeiten in ver­schiedenen Management-Positionen unter Beweis stellen konnte".

16. November 2018 – 10:09
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Australien sucht einen Botschafter für sein Aussie-Specialist-Programm, der seinen Kollegen live vom fünften Kontinent berichtet. Bewerben kann sich jeder Reisebüromitarbeiter, auch wenn er noch nie Down Under war. Wichtiger ist Jonathan Schönau von Tourism Australia, dass der „Aussie Specialist Ambassador“ Fantasie und Begeisterung mitbringt und auch vermitteln kann.

Dazu sollen Expedienten ein kurzes Video einreichen. Maximal zwei Minuten, in denen die Bewerber überzeugend rüberbringen, warum Australien so einzigartig ist und sie der beste Australien-Botschafter wären. Hier sind Witz und Kreativität gefragt, sagt Schönau. Ob Crocodile Dundee, Wein im Supermarkt oder Koalas im Zoo – Ansätze für Australien findet man auch bei uns überall.

Wer in seinem Video auf die Themen Natur, Kultur, Food oder Aboriginals eingeht, hat bessere Karten. Keine Angst, niemand erwartet tiefgreifende Australien-Kenntnisse. Bewerber brauchen auch noch keine fertigen Aussie-Specialists sein. Allerdings müssen sie sich schon mal für die Fernschulung registrieren und anmelden, um ihre Bewerbung einzureichen.

Der Aussie Specialist Ambassador aus Deutschland bleibt nicht alleine. Tourism Australia sucht in allen wichtigen Märkten Expis als Botschafter, die dann gemeinsam auf Tour gehen. Der deutsche Gewinner wird zusammen mit einem Kollegen aus den USA und einem aus Neuseeland Australien erkunden. Ziele sind News South Wales, Canberra und Westaustralien.

Am 23. März geht’s los. Zehn Tage Down Under, ausgestattet mit einer Action-Kamera Gopro und begleitet von einer professionellen Film-Crew. Denn die Counter-Kollegen in der Heimat sollen die Australien-Abenteuer in den sozialen Netzwerken hautnah miterleben.

Und jetzt lasst Euch was einfallen! Einsendeschluss für das Bewerbungsvideo ist der 31. Dezember: https://www.aussiespecialist.com/de-de/about/asp-ambassador-program.html

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