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14. August 2018 – 17:43
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Die genauen Umstände sind noch nicht geklärt. Ein 50-jähriger Deutscher ist am vergangenen Wochenende vor der niederländischen Ferieninsel Texel bei einem Badeunfall ums Leben gekommen. Er hatte versucht, seinen Sohn zu retten, der beim Schwimmen in Not geraten war. Während der Junge überlebte, konnten herbeieilende Helfer, den Vater nicht mehr wiederbeleben. Der Mann hatte mit seiner Familie auf der niederländischen Insel Urlaub gemacht.

Der Tod durch Ertrinken ist nicht so selten, wie viele Menschen glauben. Allein in Deutschland sind in diesem Jahr bislang über 280 Menschen ertrunken. Die meisten davon – fast 90 Prozent – in Binnengewässern wie Seen, Bächen und Kanälen. Im vergangenen Jahr waren es im selben Zeitraum 37 Tote weniger, so die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Der Grund für den deutlichen Anstieg ist das heiße Sommerwetter in diesem Jahr. Umgekehrt lagen die Zahlen im vergangenen Jahr so niedrig, weil der Sommer so mies war. Die Statistik zeigt: je schöner das Wetter, desto mehr Menschen gehen baden und umso höher liegt die Zahl der Opfer. Das zeigen die Zahlen für die Jahre 2016 und 2017. Insgesamt starben 2017 404 Menschen durch Ertrinken, die meisten im Juni mit 69 und Juni mit 55. 2016 gab es 547 Tote, im August starben 92 Menschen im Wasser. In den Wintermonaten ertrinken naheliegenderweise deutlich wenige Menschen.

Todesfalle Binnengewässer

Dass im Meer nicht mehr Menschen ertrinken, liegt an der Überwachung der Strände durch Rettungsdienste (in Deutschland der Wasserrettungsdienst Küste). Deshalb sind ungesicherte Binnengewässer auch deutlich gefährlicher. Ein Schild "Baden verboten" hilft nicht. Wenn dennoch jemand baden geht ist im Notfall einfach niemand da.

Während in Deutschland das Baden im Meer relativ sicher ist, passieren in anderen Ländern deutlich mehr Badeunfälle an der Küste. Zum Beispiel die kanarischen Inseln. Dort ertranken im vergangenen Jahr 93 Menschen, die meisten davon (67 Prozent) Ausländer. Die meisten Toten gab es auch hier im August mit 13 Toten.

Immer mehr Kinder können nicht schwimmen

Die Ursachen für den nassen Tot sind vielfältig, viele lassen sich auf Selbstüberschätzung, fehlende Kenntnis über die möglichen Gefahren und mangelndes Schwimmvermögen zurückführen. Letzteres ist ein wachsendes Problem, denn in Deutschland können mehr als die Hälfte der Grundschüler nicht richtig schwimmen. Bei einer immer älter werdenden Gesellschaft spielt es auch eine Rolle, dass Senioren schnell die Kraft ausgeht, hinzu kommen Herzprobleme und Diabetes, die aus dem Badevergnügen einen Notfall machen können.

Es gibt einige klassische Baderegeln, die man beachten sollte. So wird empfohlen, direkt nach dem Essen nicht ins Wasser zu gehen. Ein leerer Magen ist allerdings auch nicht gut, da Schwimmen viel Kraft kostet. Wie so oft ist ein Mittelweg die beste Lösung. Man sollte auch nicht erhitzt ins kalte Wasser springen, das belastet das Herz und kann bei unerkannten Herzerkrankungen zu Problemen führen. Zudem sollte man sich immer gut informieren, am Meer über Strömungsverhältnisse, Ebbe und Flut sowie mögliche Gefahren, das Letztere gilt im Prinzip auch am See, Bach oder Teich.

Und falls jemand Hilfe benötigt, ist es für einen unerfahrenen Schwimmer nicht leicht, einen Ertrinkenden zu retten. In der Panik klammern sie sich hilfesuchend an den Körper des Retters, so dass beide ertrinken können. Nicht umsonst lernen Rettungsschwimmer genau, wie sie sich einem Ertrinkenden nähern sollten, wie sie sich auch einem Klammergriff befreien können und vieles mehr.

Im Zweifelsfall ist es besser so schnell wie möglich Hilfe zu holen und dem Menschen in Not Schwimmhilfen ins Wasser zu werfen, an die er sich klammern kann.

10 wichtige Regeln

Egal, ob man an der Küste Urlaub macht oder am heimischen See ins kühle Nass springt, die Baderegeln des DLRG sollte man immer beachten:

  1. Baden Sie nur, wenn Sie sich wohlfühlen. Duschen Sie sich kühl ab, bevor Sie in das Wasser steigen.
  2. Gehen Sie niemals mit vollem oder sehr leerem Magen baden.
  3. Nichtschwimmer sollten nur bis zum Bauch in das Wasser gehen.
  4. Rufen Sie nicht um Hilfe, wenn Sie nicht in Gefahr sind. Helfen Sie Menschen, die Ihre Hilfe benötigen.
  5. Überschätzen Sie Ihre Kräfte nicht.
  6. In Gewässern, auf denen Schiffe und Boote fahren, sollten Sie nicht baden.
  7. Verlassen Sie bei Gewitter sofort das Wasser und suchen Sie ein festes Gebäude auf.
  8. Werfen Sie keinen Abfall in das Wasser, sondern halten Sie die Gewässer sauber.
  9. Aufblasbare Schwimmhilfen unterstützen nicht Ihre Sicherheit im Wasser.
  10. Springen Sie nur in ein Gewässer, wenn Sie sich sicher sind, dass es frei und tief genug ist.
14. August 2018 – 16:26

Auch Reiseverkäufer haben die heißen Wochen hinter sich gebracht. Wir wollten diesmal wissen, ob wegen des Rekordsommers Langeweile am Counter herrscht. Wie laufen die Buchungen, was ist besonders beliebt und was sind Ladenhüter? Ein Rundruf von Reise vor9:

"Spanien ist weiterhin ein Selbstläufer"

Kwiatek gabiGabi Quiatek, Reisebüro Quiatek, Dortmund
"Anders als im Vorjahr haben wir am Counter mitten in den Sommerferien so viel zu tun, dass wir abends fast auf dem Zahnfleisch gehen. Und das nicht nur wegen des Kundenandrangs, sondern auch wegen der kräftezehrenden Hitze. Spanien ist weiterhin ein Selbstläufer und erfreulicherweise nehmen die Last-Minute-Bucher die teils sehr hohen Preisen ohne Diskussionen hin. Dabei muss allerdings erwähnt werden, dass ein Riesenteil der Arbeit darauf entfällt, Gäste online einzuchecken, Reklamationen wegen verspäteter Flüge anzunehmen und sich mit Warteschleifen bei Airlines und Veranstaltern herumzuschlagen."

"Spanien, Griechenland und auch Bulgarien laufen super"

Schweizer BirgitBirgit Schweizer, Reisebüro Schweizer, Waldenbuch: "Ich kann mich nicht beschweren. Es kommen seit Wochen Buchungen am laufenden Band rein, die Kunden warten teils schon vor dem Büro. Und die meisten wollen kurzfristig verreisen, ab sofort bis Anfang September. “Der Umsatz stimmt im Juli, sowie auch in den ersten Tagen des Augusts. Trotz meiner Liebe zur Türkei (ich war gerade selbst dort im Urlaub), kann ich die Kunden aktuell leider nicht überzeugen. Spanien, Griechenland und auch Bulgarien laufen dagegen super."

 "Insgesamt läuft das Last-Second-Geschäft schlechter als im Vorjahr."
Ralf Engelhardt Reisebüro Engelhardt Hildesheim: "So und so - manche Kunden möchten zum Baggersee, und dann stellen sie fest daß dieser hoffnungslos überlaufen ist oder von Blaualgen befallen. Andere wollen auch spontan noch einige Tage wegfliegen." 

"Kein Run auf Last-Minute-Reisen"

Klinger SabineSabine Klinger, Reiseland Agentur, Varel: "Bei uns werden trotz der Hitze auch noch kurzfristige Reisen ins Mittelmeer oder Ägypten gebucht. Es gibt keinen Run auf Last-Minute-Reisen, auch Urlaub in Deutschland ist zurzeit weniger gefragt. Immerhin kamen zu Beginn der Schulferien sehr viele Anfragen für die Ostfriesischen Inseln."

SSB

14. August 2018 – 14:57

Die Maßnahme großer Veranstalter, Einzelleistungen mit oder ohne Verknüpfung mit einem sogenannten Servicepaket mit Sicherungsscheinen auszustatten, ist juristisch keineswegs unumstritten. Das geht aus einer Einschätzung des Bundesjustizministeriums hervor. Durch die neuerdings mögliche Haftungsbegrenzung der Kundengeldabsicherung auf 110 Millionen Euro pro Geschäftsjahr müsse gewährleistet sein, dass "der gesamte Betrag zur Absicherung derjenigen Reisenden zur Verfügung steht, die in den gesetzlichen Anwendungsbereich des Reiserechts fallen", erklärt eine Sprecherin. Wenn Kunden einer gewillkürten Pauschalreise, auf die die Veranstalter den Sicherungsschein ausgedehnt haben, ebenfalls eine Insolvenzsicherung über einen Kundengeldabsicherer versprochen werde, könne dies nicht den Betrag verringern, der für die Absicherung der gesetzlich geschützten Reisenden zur Verfügung stehe, erklärt die Sprecherin weiter. Dann müssten die Veranstalter gegebenenfalls Zusatzversicherungen aushandeln.

Zuletzt hatte der Vorstand des Deutschen Reisepreis-Sicherungsvereins (DRS), über den die Kundengelder von Tui, DER Touristik und, als Tochter des DRS-Mitglieds Deutsche Bahn, auch die von Ameropa abgesichert sind, erklärt er werde keine Sicherungsscheine für gewillkürte Pauschalreisen und mit einem Servicepaket verknüpfte Einzelleistungen herausgeben. Denn diese Konstrukte fielen nicht in den Rahmen der gesetzlichen Kundengeldabsicherung, auf die der Verein laut Satzung festgelegt sei. Die Stellungnahme des Bundesjustizministeriums scheint diese Position zu bestätigen.

Christian Schmicke

 

14. August 2018 – 10:00
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Am heutigen Dienstag um 20:15 Uhr nimmt das ZDF in der Reihe „ZDFzeit“ die „Aida prima“ und die „Mein Schiff 5“ unter die Lupe. Die tester wollen nach Angaben des Senders herausfinden, wie die Schiffe in Sachen Preis, Ausstattung und Erholung abschneiden. Zudem wurden 130 Urlauber nach ihren Erfahrungen gefragt. Außerdem befasst sich der Beitrag mit den Auswirkungen des “Massentourismus auf dem Meer”. Dabei geht es unter anderem um Umweltschutz und die Arbeitsbedingungen auf den Schiffen.

13. August 2018 – 17:51
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Datensicherheit auf Reisen ist im Zeitalter überall nutzbarer digitaler und mobiler Antworten ein ebenso wichtiges wie heikles Thema. Dass es zwar in den Köpfen der Reisenden angekommen ist, aber nur selten durch vorsichtigen Umgang mit E-Mails und Internet angemessen berücksichtigt wird, zeigt eine Studie im Auftrag des Geschäftsreisedienstleisters Carlson Wagonlit Travel. In ihr kommen immerhin diejenigen zu Wort, die explizit dienstlich und geschäftlich, also professionell, unterwegs sind.

Lediglich 35 Prozent aller Geschäftsreisenden sind demnach zuversichtlich, dass sie die Datensicherheit ihres Arbeitgebers auf Reisen nicht gefährden. Von europäischen Business Travellern wird die Sache noch skeptischer beurteilt. Fast drei Viertel fühlen sich in Sachen Datensicherheit unwohl. Von den amerikanischen Kollegen hegt dagegen nur jeder Zweite Zweifel am richtigen Umgang mit Daten (54%).

Diebstahl, offenes W-Lan und Phishing Mails

Zu den Situationen, in denen Reisende am meisten über die Offenlegung von Unternehmensdaten besorgt sind, gehören der Diebstahl oder Verlust des Laptops oder anderer mobiler Geräte (29%), die Nutzung von öffentlichem Wi-Fi (21%) und das Arbeiten mit dem Laptop oder anderen mobilen Geräten (9%). Weitere Schwachstellen, über die sich die Befragten Sorgen machen, sind die unbeabsichtigte Weitergabe von Firmendokumenten (9%), der Zugriff auf E-Mails des Unternehmens (8%), das Öffnen einer unsicheren Datei oder Webseite (8%) und die Entsorgung von Papierdokumenten (6%).

Diese Bedenken sind nicht nur hypothetisch: Nahezu die Hälfte der Geschäftsreisenden hat in der Vergangenheit schon einmal bei der Internetnutzung eine mögliche Sicherheitsverletzung begangen. Weitere 37 Prozent gaben zu, bereits eine Datei von einem nicht bekannten Absender heruntergeladen zu haben. Der gleiche Prozentsatz hat schon einmal eine Phishing-E-Mail geöffnet.

Schulung tut not

Immerhin ergreifen die meisten der Geschäftsreisenden direkt Gegenmaßnahmen, wenn sie eine Verletzung der Datensicherheit bemerkten. 37 Prozent der befragten Reisenden gaben an, ihr Gerät sofort abgeschaltet zu haben, 25 Prozent meldeten es ihrem Unternehmen und 34 Prozent informierten die IT-Abteilung ihres Unternehmens. Insgesamt konnten 62 Prozent der Befragten bestätigen, dass sie wissen, wie man eine Phishing-E-Mail richtig meldet.

Hausaufgaben machen müssen dabei offenbar nicht nur die Reisenden, sondern auch ihre Arbeitgeber. Denn nur 20 Prozent der Geschäftsreisenden erklärten, dass sie von ihrem Unternehmen regelmäßig über Daten- und Internetsicherheit informiert werden. Und nur 34 Prozent erhalten zumindest eine Anleitung was sie nicht tun sollten.

 

13. August 2018 – 15:26
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Endlich hat die türkische Regierung einen Ausweg aus der sich zuspitzenden Währungs-, Finanz- und Wrtschaftskrise gefunden: Kritische Berichterstattung zu Themen wie dem dramatischen Verfall der Landeswährung wird einfach unter Strafe gestellt. Entsprechende rechtliche Maßnahmen gegen negative Kommentare zur Wirtschaft in Nachrichten und sozialen Netzwerken würden eingeleitet, bestätigte das türkische Innenministerium. Das ist leider, ebenso wie die Entwicklung, angesichts derer die tükische Regierung mal  wieder unverhohlen Zensur betreiben will, alles andere als ein Scherz.

Dreh- und Angelpunkt der aktuellen Krise ist der Wertverfall der türkischen Lira. 46 Prozent ihres Werts hat sie (Stand Montagmittag) binnen eines Jahres gegenüber dem Euro eingebüßt. Knapp 27 Prozent waren es allein im vergangenen Monat und die jüngsten Strafzölle der USA heizen den Verfall weiter an.

Reisen werden billiger

Für die Tourismusbranche ist der Wertverlust einer Währung eigentlich eher eine gute Nachricht. Für Besucher aus anderen Währungsräumen sinken die Preise – am unmittelbarsten bei den Nebenkosten, auf die der Währungsverfall direkt in dem Maße durchschlägt, wie er nicht von der Inflation durch Preiseerhöhungen ausgeglichen wird. In der zweiten Stufe schlägt sich der Kursverlust auch in niedrigeren Preisen für Übernachtungen und Pauschalreisen nieder. Selbst wenn die Verträge in harter Währung ausgehandelt worden sind, sorgt der Wettbewerb spätestens nach dem Ende der Hochsaison dafür.

Die Hoteliers können damit meist recht gut leben, sofern sie nicht in größerem Ausmaß von Importen für Speisen, Getränke und sonstigen Güter abhängig sind. Schließlich werden ihre Angestellten, der größte Kostenblock, in nationaler Währung bezahlt.  Gute Voraussetzungen also, um den Tourismus boomen zu lassen.

Furcht vor Verwerfungen

So ähnlich funktioniert das Spiel in der Regel, wenn man weitere Effekte, wie steigende Zinsen und Risiken für die Rückzahlung von Krediten, außen vor lässt. Doch die Rechnung geht nur auf, so lange sich keine Panik breit macht. Und genau das deutet sich mittlerweile an. Nicht nur bei der türkischen Bevölkerung, die die Inflation von aktuell 15 Prozent hautnah zu spüren bekommt. Auch der Euro ist angesichts der intensiven Handels- und finanzwirtschaftlichen Verflechtungen zwischen der Türkei und der EU unter Druck geraten.

Aktien von Tui und Thomas Cook verloren am Montag gut drei Prozent. Von Analysten wurde der Kursverlust mit der Lira-Krise in Verbindung gebracht. Die Angst vor einem wirtschaftlichen Kollaps in der Türkei überwiege die positiven Effekte billiger Türkei-Reisen, heißt es.

Auch für die Reiseaktivitäten selbst birgt die Situation Risikopotenzial. Zwar ist es vielen Badeurlaubern herzlich egal, was Präsident Recep Tayyip Erdoğan innenpolitisch tut, solange er nur seine eigenen Landsleute verhaftet und ohne Rechtsgrundlage festhält. Ängste wie die, aus den Geldautomaten könnte auf einmal kein Geld mehr fließen, zeigt dagegen unmittelbare Wirkung, und seien sie auch noch so diffus. Das zeigten nicht zuletzt die – inhaltlich freilich völlig anders gelagerten – Ereignisse im Zuge der griechischen Finanzkrise 2015, als viele Touristen das Land aus Angst vor den Folgen eines Austritts aus der Eurozone links liegen ließen. Das Beispiel verdeutlicht freilich auch: Sobald das unmittelbare Bedrohungsszenario  vorbei ist, kehren die Besucher in Scharen wieder zurück.

Christian Schmicke

13. August 2018 – 15:11

Großfamilien oder kleine Gruppen mit mehr als sechs Reisenden lassen sich mit der Toma-Maske im Amadeus Tour Market in einem Rutsch buchen. So gehen Reisebüros vor: Erfassen Sie zunächst die ersten sechs Reisenden und blättern dann mit Aktion "+" und "ENTER" auf die nächste freie Seite.

Toma Praxistipp mehr als 6 Personen Abb 1

Toma Praxistipp mehr als 6 Personen Abb 2

Hier können Sie nun die weiteren Reisenden für Ihren Buchungsvorgang eingeben und sofern erforderlich erneut mit Aktion "+" auf die 3. und letzte Seite vorblättern. Sie können so bei vielen Veranstaltern bis zu 18 Reisende in einem Vorgang buchen. Um auf die vorigen Seiten zurück zu blättern, verwenden Sie den Aktionscode "-". Auf welcher Seite Sie sich befinden, sehen Sie rechts oberhalb des Leistungsteils.  

Nach Eingabe aller Leistungen können Sie die Buchung wie gewohnt mit Aktion B abschließen. Bitte beachten Sie, dass die Nutzung dieser Funktion abhängig vom Veranstalter ist.

Diesen Praxistipp hat Amadeus Germany für die Leser von Reisevor9.de bereitgestellt.

13. August 2018 – 13:25
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Das gilt in touristischer Hinsicht zumindest für den Quellmarkt Deutschland. Hierzulande scheint sich das Ende des lang anhaltenden touristischen Wachstums spanischer Zielgebiete zu bestätigen. Im Juni ging die Zahl deutscher Besucher nach Zahlen des spanischen Statistikinstituts gegenüber dem Vorjahresmonat um 14 Prozent auf gut 1,2 Millionen zurück. Noch dramatischer präsentierte sich im Jahresvergleich der Rückzug der Schweizer Urlauber. Ihre Zahl lag laut offizieller Statistik um 17 Prozent unter der im Juni 2017.

Auch für das komplette erste Halbjahr ist der Trend eindeutig: 5,7 Prozent weniger Deutsche und 10,5 Prozent weniger Schweizer als im Jahr davor bereisten die Iberische Halbinsel und die spanischen Inseln in den ersten sechs Monaten 2018.

Andere Quellmärkte kompensieren das Minus

Dabei ist bemerkenswert, dass die Entwicklung in den Quellmärkten Deutschland und Schweiz keineswegs einen allgemeinen Trend widerspiegelt. So weist der wichtigste Quellmarkt, Großbritannien, lediglich ein Minus von zwei Prozent für das erste Halbjahr und von einem Prozent für den Reisemonat Juni auf. Und dies, obwohl das schwache britische Pfund Reisen in EU-Länder teurer gemacht hat.

Unterdessen schicken sich andere Herkunftsländer an, die Lücke aus dem deutschen Markt zu schließen. So stieg die Zahl der Einreisen aus den Niederlanden, Russland und Portugal von Januar bis Juni gegenüber dem Vorjahr um jeweils mehr als zehn Prozent. Aus den USA kamen sogar gut elf Prozent mehr Besucher.

So steht unter dem Strich für die erste Jahreshälfte ein Gästeplus von 1,6 und für den Monat Juni von 1,3 Prozent. Unter den Reisezielen erlebten Madrid und Valencia mit jeweils rund fünf Prozent mehr Besuchern das kräftigste Wachstum, während sich die Kanaren mit rund zwei und die Region Katalonien mit rund einem Prozent weniger Gästen zufriedengeben mussten. Auf den Balearen blieb die Zahl der Einreisen mit plus 0,4 Prozent relativ stabil.

Christian Schmicke

 

10. August 2018 – 16:49
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Reiserechtler Ernst Führich hat zu den Maßnahmen der Veranstalter, mit denen sie Einzelleistungen durch die Hinzugabe von Servicepaketen zu "echten" Pauschalreisen erklären oder "gewillkürte Pauschalreisen" daraus machen, eine ziemlich klare Meinung. "Die sogenannte 'gewillkürte Pauschalreise' ist für mich eine Irreführung des Verbrauchers. Was die Großveranstalter hier seit Anfang Juli produzieren, ist nicht nur ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht, sondern auch gegen das gesetzliche Leitbild der EU-Pauschalreiserichtline", erklärt er auf Anfrage von Reise vor 9. "Dieses Chaos muss beendet werden", fordert der Jurist.

Er sehe "weder für das Konstrukt der 'gewillkürten Pauschalreise' noch für das Aufpeppen von Hotelaufenthalt oder Flug durch ein Servicepaket als zweite, für eine Pauschalreise notwendige Reiseleistung, eine tragfähige Rechtsgrundlage", so Führich, und fügt hinzu: "Langsam haben das auch die Kundengeldversicherer gemerkt."

Anhaltende Debatte

Seit Wochen gärt der Streit um die Frage, ob die seit der Einführung des neuen Reiserechts geübte Praxis, Einzelleistungen durch Herausgabe eines Sicherungsscheins wie Pauschalreisen abzusichern oder sie über ein Servicepaket aus Reiseleitung, Krisenhilfe und elektronischem Reiseführer zu "echten" Pauschalreisen zu deklarieren, juristisch korrekt ist. Zwar hatten bereits bisher viele große Veranstalter Hotelbuchungen mit Sicherungsscheinen versehen, doch durch die neu entstandene Flut an zusätzlichen Sicherungsscheinen bekommt die Debatte neue Brisanz.

Vergangene Woche meldete sich dann der Deutsche Reisepreis-Sicherungsverein zu Wort, über den die Kundengelder von Tui, DER Touristik und, als Tochter des DRS-Mitglieds Deutsche Bahn, auch die von Ameropa abgesichert sind. Dessen Vorstand erklärte kurzerhand, er werde weder die eine noch die andere Variante mit Sicherungsscheinen ausstatten. Denn in sein Leistungsspektrum falle lediglich die Absicherung der Kundengelder innerhalb des vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Rahmens, und der greife bei den neuen Bausteinprodukten nicht. Ein interessanter Vorgang angesichts der Tatsache, dass die Produkte, um die es geht, seit dem 1. Juli bereits verkauft werden.

Wer behält Recht?

Die Veranstalter zeigten sich von dem Schritt des DRS überrascht und erklärten, dass sie ihre Regelungen für rechtmäßig hielten. Dass die betroffenen Veranstalter auf die Kampfansage verwundert reagierten, überrascht viele Brancheninsider allerdings. Denn der Umstand, dass das abzusichernde Geldvolumen durch die neuen Konstrukte noch einmal deutlich gewachsen ist, hatte bei den Versicherern bereits im Vorfeld der Einführung des neuen Reiserechts für Verstimmung gesorgt. Allerdings war diese Tatsache in der emotional geführten allgemeinen Debatte um neue Pflichten und Formulare etwas untergegangen.

Im stationären Vertrieb jedenfalls sorgt das Hin und Her um den Status der Einzelleistungen nachvollziehbarerweise für Verunsicherung. Und für die Veranstalter könnte die Infragestellung ihrer Praxis zur Folge haben, dass sie ihre Bausteine künftig über zusätzliche, freiwillige Versicherungen absichern müssen. So mancher im stationären Vertrieb hätte indes gar nichts dagegen, die verbundenen Reiseleistungen, wie vom Gesetzgeber vorgesehen, auch als solche zu verkaufen. Denn die Hoffnung der Veranstalter, dass mit den von ihnen eingeführten Lösungen alle Probleme gelöst seien, erwies sich als Irrtum. Wer heute beispielsweise ein Hotel über DER Touristik und einen Mietwagen über Tui bucht, kauft damit zwei Pauschalreisen – für ein und dieselbe Reise. Wenn das nicht erklärungsbedürftig ist…

Christian Schmicke

 

10. August 2018 – 15:05
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Wegen einer technischen Überprüfung des Antriebssystems, auf deren Notwendigkeit der Hersteller hingewiesen habe, muss die Reederei die geplante Reise vom 8. bis zum 15. September von und nach Mallorca absagen. Das teilte Aida Cruises Kunden und Vertriebspartnern in einem Schreiben mit. Auch der damit verbundene Zustieg in Barcelona am 7. September müsse abgesagt werden, heißt es.

Die Reederei erklärt, dass der Reisepreis inklusive bereits gebuchter Bordleistungen, Ausflüge und Transaktionskosten zurückgezahlt werde. Über Aida gebuchte An- und Abreisepakete würden durch die Reederei storniert. Wenn Kunden sich bereits eine individuelle An- und Abreise organisiert hätten, würden entstandenen Storno- sowie Umbuchungskosten gegen Vorlage eines Beleges erstattet.

Als Trostpflaster erhalten betroffene Kunden auf eine neue Reise mit einer Dauer von bis zu 14 Tagen eine Ermäßigung von 50 Prozent auf den Kreuzfahrtanteil. Den Reisebüros entgehen im Zuge der Reiseabsage keine Provisionen. Sie bekommen sowohl für die bisherige als auch für die neue Buchung mit dem ermäßigten Reisepreis die volle Vergütung. Verfallene Punkte im Bindungsprogramm "Expiclub“ sollen ebenfalls gutgeschrieben werden.

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