10. Dezember 2018 – 19:50

Große und mittlere Reiseveranstalter kommen ohne Fremdvertrieb nicht aus, zeigt die Strukturanalyse von Touristikprofessor Torsten Kirstges. Anbieter mit mehr als 150 Mitarbeitern generierten mindestens zwei Drittel ihres Umsatzes über Reisebüros. Je kleiner ein Veranstalter ist, desto mehr wird direkt verkauft.

Fremdvertrieb für drei Viertel der Anbieter ohne Bedeutung

Dabei zeigt sich, dass sich die Anteile der Vertriebswege in den vergangenen zehn Jahren nicht dramatisch verändert haben. Der Anteil des Fremdvertriebs, also über Mittler, die nicht dem Veranstalter gehören, ist demnach sogar von 18 auf 20 Prozent gestiegen. Allerdings lag er vor 20 Jahren noch bei 35 Prozent.

Fast drei Viertel der Veranstalter gibt an, dass fremde Reisebüros nicht einmal 20 Prozent ihres Umsatzes bringen. Jeder vierte Anbieter verkauft überhaupt nicht über Reisebüros. Nur 15 Prozent sagen, Agenturen generieren mehr als die Hälfte ihres Geschäfts.

90 Prozent der Veranstalter verkaufen im Web

Das Internet konnte sein Kuchenstück von 36 auf 42 Prozent vergrößern. Dazu zählt Kirstges den Verkauf über die eigene Homepage, Internet Booking Engines (IBE), per E-Mail, Mobile und Apps. Rund 90 Prozent der befragten Veranstalter lassen Kunden direkt im Internet buchen. Mehr als ein Drittel von ihnen erzielt über die Hälfte ihres Umsatzes online. Die gilt allerdings nur für die vielen kleinen Anbieter. Mittlere und große Veranstalter tun sich deutlich schwerer mit dem Online-Verkauf, mitunter liegt der Anteil bei nur fünf Prozent.

Rückläufig sind die „sonstigen“ Kanäle wie eigene Reisebüros, Messen oder Direktmailings. Der Sonstige-Anteil fiel in zehn Jahren von 36 auf 38 Prozent. Diese Vertriebswege sind allerdings für große wie kleine Veranstalter gleichermaßen wichtig.

Zahlen von 274 Veranstaltern ausgewertet

Kirstges hat in seiner „Strukturanalyse des deutschen Veranstaltermarktes 2018“ die Antworten von 274 Anbietern aller Größenordnungen erfasst. An der Studie nahmen Ein-Mann-Unternehmen ebenso teil wie Veranstalter mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Die Analyse kann in Buchhandlungen (ISBN:  978-3-935923-31-6) oder direkt beim Autor Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! für 59 Euro inklusive Versand bestellt werden.

Thomas Hartung

10. Dezember 2018 – 17:35

Ein Reiseportal muss vor Vertragsabschluss neben dem Flugpreis auch eventuell anfallende Extrakosten für Gepäck angeben, hat das Oberlandesgericht Dresden. Die Preise sind selbst dann zu nennen, wenn das Gepäck nicht auf dem Portal, sondern nur direkt bei der Airline zugebucht werden kann. Dieses Urteil hat der Verbraucherzentrale-Bundesverband (VZBV) gegen Invia Flights Germany durchgesetzt, die unter anderem Ab-in-den-Urlaub und Fluege.de betreiben.

„Billig-Airlines verlangen oft hohe Preise für Zusatzleistungen, die bei anderen Gesellschaften im Flugpreis enthalten sind“, sagt Kerstin Hoppe, Rechtsreferentin beim VZBV. „Die Aufgabe eines Gepäckstücks ist mitunter so teuer wie der Flug selbst. Ein echter Preisvergleich ist deshalb nur möglich, wenn alle Kosten genannt werden.“

Die Richter schlossen sich der Auffassung der Verbraucherschützer an, dass das Portal damit gegen die Luftverkehrsdienste-Verordnung der Europäischen Union verstößt. Diese schreibt vor, dass bei Flugpreisen auch die Kosten für wählbare Zusatzleistungen anzugeben sind. Die Angaben müssen klar, transparent und eindeutig bereits am Beginn jedes Buchungsvorgangs erkennbar sein. Die Mitnahme größerer Gepäckstücke, so die Richter, sei für viele Fluggäste von wesentlicher Bedeutung. Ihre Angabe sei daher von zentraler Bedeutung.

Das Oberlandesgericht stellte außerdem klar: Wie viel die Airline für das Gepäck berechnet, muss der Vermittler auch angeben, wenn der Kunde die Gepäckaufgabe für den ausgewählten Flug nicht auf dem Portal mitbuchen kann. Mitzuteilen seien die Kosten, die am Tag des Vertragsabschlusses bei der Fluggesellschaft für den Flug erhoben werden.

OLG Dresden vom 13.11.2018, Az. 14 U 751/18

10. Dezember 2018 – 11:05
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Drei Buchstaben verunsichern derzeit die Reisebüros: NDC. Doch was bedeutet die „New Distribution Capability“ für den Vertrieb wirklich? Fragen an Uta Martens, Geschäftsführerin von Amadeus Germany:

Reisebüros haben NDC bisher eher als Bedrohung erlebt. Zu Recht?

Aus unserer Sicht nicht. NDC ist weder gut noch böse, sondern ein neues Datenformat. Fluggesellschaften wollen mit der Hilfe dieses neuen Datenformates unter anderem ihren Passagieren besser zugeschnittene Angebote machen, mehr verkaufen und schneller auf Marktgegebenheiten reagieren. Der Vertriebsweg Reisebüro ist für den Verkauf dieser neuen Angebote ausdrücklich vorgesehen.

Airlines können dann aber auch steuern, wer was verkaufen kann.

Das ist technisch richtig und teilweise auch heute schon gelebte Praxis. Airlines wünschen sich jedoch auch Vertriebsreichweite, und diesen Wunsch können wir gemeinsam erfüllen. Unsere Aufgabe ist es, die NDC-Angebote von Airlines für Reisebüros verfügbar zu machen.

Was bedeutet NDC für den Vertrieb?

Dass Reisebüros besser auf persönliche Vorlieben ihrer Kunden eingehen und mit Hilfe der Airline-Partner perfekte Angebote zur Verfügung stellen können. Angebote, die ein Reisender nicht ausschließlich auf einer Airline-Webseite, sondern auch über den Reisebürovertrieb erhält. Unter anderem durch NDC wird dies technisch ermöglicht.

Zum Beispiel?

Es geht sehr viel um den Verkauf von Zusatzleistungen. Es gibt ja heute schon Ancillary Services, die wir alle kennen – Gepäck, Sitzplatzauswahl und Essen – und die Reisebüros verkaufen können. Künftig können das noch viele andere Leistungen mehr werden.

Wie sieht es auf der Vertriebsseite aus?

Die Tests mit ersten Reisebürokunden laufen jetzt an. Im ersten Quartal nächsten Jahres werden wir ihnen die ersten NDC-Angebote verfügbar machen können. Welche Reisebüros sich unserem NDC-X-Programm angeschlossen haben, ist bekannt.

Auf Reisebüroseite sind nur Geschäftsreiseanbieter dabei.

Das stimmt nicht ganz. Travix aus Amsterdam betreibt zum Beispiel Online-Portale wie CheapTickets und Flugladen. Außerdem gibt es weitere interessierte Vertriebspartner, über die wir noch nicht sprechen können.

Wann werden alle Reisebüros für die NDC-Angebote freigeschaltet?

NDC-Angebote werden in der Amadeus Selling Platform Connect für alle Reisebüros verfügbar sein. Wir gehen davon aus, dass die Nutzer im zweiten Quartal nächsten Jahres mit der NDC-Oberfläche arbeiten können. Das ist der Plan, und wir sind gut unterwegs.

Wird die NDC-Oberfläche zusätzlich Geld kosten?

Es ist noch zu früh, dazu verbindliche Aussagen zu machen.

Das ganze Interview mit Uta Martens lesen Sie im aktuellen Reise vor9 Magazin.

08. Dezember 2018 – 18:56
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Die britische Tui Airways steht im neuesten Ranking des Kompensationsanbieters mit knapp 80 Prozent des heute erreichbaren Optimums bei den CO2-Emissionen wie im Vorjahr auf Platz eins. Platz vier geht an die deutsche Schwester Tuifly mit 78 von 100 Punkten. Auf Rang sechs landet die deutsch-türkische Sun Express. Mit Condor schaffte es ein weiterer deutscher Ferienflieger auf Rang neun unter die Top 10.

Unter den großen Linienfluggesellschaften führt international die chilenisch-brasilianische Latam das Ranking mit moderner Flotte und hohen Auslastungen an. Sie liegt in der Gesamtwertung auf Platz zwei. Innerhalb der EU folgen die spanische Air Europa auf Platz 12 und KLM auf Rang 17. Platz drei in der Gesamtwertung erreicht China West Air. Damit setzt sich die Regionalfluglinie laut Atmosfair als erste chinesische Airline dauerhaft in der Gruppe der besten Airlines fest. Von den Top 50 effizientesten Airlines der Welt kamen 14 aus Europa und 10 aus China. Lufthansa landet im Gesamtranking nur auf Platz 66.

Weit entfernt von klimaneutralem Wachstum

Zu den wenigen wachsenden Airlines mit konstanten CO2-Emissionen gehören Thai Airways, Finnair, American Airlines und All Nippon Airlines. Insgesamt sei man von dem Ziel, das Wachstum im Luftverkehr klimaneutral zu gestalten, noch ziemlich weit entfernt, sagt Dietrich Brockhagen, Geschäftsführer von Atmosfair. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Effizienzsteigerungen der Airlines weltweit derzeit allein noch nicht zum 1,5 Grad oder 2 Grad Ziel führen", erklärt er. "Wir brauchen neue, synthetisch und CO2-neutral hergestellte Treibstoffe und weitere Maßnahmen für die Klimawende im Flugverkehr."

Weltweit wuchsen die CO2-Emissionen der Airlines mit fünf Prozent, während die geflogenen Kilometer um gut sechs Prozent zulegten. Die notwendige Entkopplung von Verkehrswachstum und CO2-Emissionen sei damit weiter nicht in Sicht, so Brockhagen.

Der Atmosfair Airline-Index bewertet die CO2-Emissionen von Fluggesellschaften nach beförderten Passagieren und Flugkilometern. Die besten Ergebnisse erreichen laut Atmosfair Fluggesellschaften, die modernes Fluggerät einsetzen, das gut zur zu befliegenden Entfernung und dem Passagieraufkommen passt, viele Sitze darin unterbringen und dann sowohl Sitze als auch den Frachtraum gut auslasten.

07. Dezember 2018 – 17:36
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Seit Monaten torpediert die RS Reisen & Schlafen GmbH Reisebüros mit Abmahnungen wegen angeblicher oder tatsächlicher Verletzung von Informationspflichten, fehlenden Angaben zum Handelsregister, fehlender Datenschutzerklärung sowie fehlendem Hinweis auf die Online-Streitschlichtungsplattform der EU und der entsprechenden Verlinkung zur OS-Plattform. Dafür versucht das Unternehmen Abmahnkosten zu kassieren, die sich zunmächst auf einen vierstelligen, später noch auf einen mittleren dreistelligen Betrag beliefen.

Nach Angaben der Kanzlei des Anwalts Niklas Plutte sind mittlerweile mindestens 236 Abmahnungen aktenkundig. Plutte hat seine Bestandsaufnahme nach eigener Aussage mit Hilfe von Kollegen und des DRV erstellt. Weil davon auszugehen ist, dass zahlreiche Betroffene keinen Anwalt einschalteten, dürfte die Dunkelziffer noch deutlich höher liegen. Die Abmahnungen erfolgten zunächst durch den Leipziger Rechtsanwalt Joachim Pollack, in jüngerer Zeit auch durch die Hamburger Anwaltskanzlei Schulenberg & Schenk. Beide sind nach den Ergebnissen einer Internetrecherche intensiv im Bereich massenhafter Abmahnungen unterwegs.

Undurchsichtige Verbindungen

Geschäftsführerin von RS Reisen & Schlafen ist laut Impressum und Handelsregister Petra Wesche. Eine Frau gleichen Namens ist zudem Vorstand der Lekkerding AG. Das Unternehmen mit Sitz im nordrhein-westfälischen Wegberg wirbt in einer Broschüre aus dem Jahr 2014 um Investoren für einen Bordellbetrieb als sichere Anlage mit großem Potenzial: "Die Lekkerding AG investiert in einen wachsenden Markt mit einem enormen Entwicklungspotential. In kaum einer anderen Branche stehen die Zukunftsschancen so positiv, ganz besonders innerhalb unseres Schwerpunktmarktes entlang der westlichen Grenzen Deutschlands. Hier befinden sich die Länder, deren strenge Auflagen an dort ansässige Mitbewerber auch zukünftig eine steigende Anzahl von Gästen zu uns locken wird."

Ob es sich um dieselbe Person handelt, ist bislang unklar. Auch eine Gesprächsanfrage von Reise vor9 an Petra Wesche zu den Abmahnungen und der zugrundeliegenden Motivation blieb bisher unbeantwortet.

Verdacht auf Rechtsmissbrauch

Zahlreiche mit den Fällen betrauten Rechtsanwälte gehen bei den Abmahnungen vom Tatbestand des Rechtsmissbrauchs aus. So zitiert Niklas Plutte einschlägige Gerichtsurteile, nach denen von einem Missbrauch auszugehen sei, wenn das beherrschende Motiv des Gläubigers bei der Geltendmachung des Unterlassungsanspruchs sachfremde Ziele sind. Als typischen Beispielsfall eines sachfremden Motivs nenne das Gesetz ausdrücklich das Gebührenerzielungsinteresse.

Eine Vor-Ort-Recherche des Fachmagazins "FVW" hatte im Somer ergeben, dass sich am vermeintlichen Firmensitz des Unternehmens kein Reisebüro befinde. Unter der Anschrift am Hamburger Ballindamm seien stattdessen ein Fitnessstudio, ein Schmuckhandelsunternehmen sowie ein sogenanntes Business Center anzutreffen.

Zweifelhafte Website-Inhalte

Eine Website des Unternehmens RS Reisen & Schlafen gibt es allerdings. Sie wird offenbar ab und zu aktualisiert, enthält jedoch keinerlei konkrete Reiseangebote. Unter der Rubrik "News" heißt es in einem Eintrag vom 30. August, RS habe mittlerweile "über zehn Fahrten regelmäßige Transporte mit Geschenken und Dingen des täglichen Gebrauchs (von Augentropfen bis Zahnbürste) für bedürftige Kinder nach Moldawien finanziert und organisiert“. An wen diese konkret gegangen sein sollen, bleibt ungeachtet einiger Fotos das Geheimnis des Verfassers der Meldung. Ebenso verhält es sich mit weiteren "News", die von einem "touristischen Beratungsauftrag" und von einem "Einstieg in den lukrativen Busreisemarkt", den RS Reisen & Schlafen vollziehe, berichten. In keinem der Fälle wird angegeben, um wen es sich bei den vermeintlichen Partnern handeln soll. Stattdessen kündigt das Unternehmen, ebenfalls ohne Details zu nennen, an, im ersten Halbjahr 2019 Tochtergesellschaften in mehreren Ländern Osteuropas gründen zu wollen. Insgesamt wirkt die Website wie ein Dummy.

Auf seiner Startseite wirbt das Unternehmen mit "Individualreisen" und "Asienreisen", die "ab Sommer 2018" starten sollten. "Nutzen Sie unser Kontaktformular, damit wir mit Ihnen gemeinsam Ihren Traumurlaub planen können“, heißt es dort. Allerdings berichtet ein Leser von Reise vor9, der selbst einen Veranstalter betreibt, in einem Schreiben an die Redaktion, er habe "über Freunde bei RS-Reisen eine lukrative 25.000-Euro-Reise anfragen lassen". Eine Antwort sei darauf nie gekommen. Er werte dies als Beleg dafür, "dass hier kein Reiseveranstalter tätig ist, sondern nur ein Gebühreneinzugsinteresse vorliegt".

Klage läuft

Rita Jung, Inhaberin des Reisebüros Top Travel in Garching, erhielt auf die Schilderung ihres Falles durch Reise vor9 hin zahlreiche Zuschriften und Anrufe von Leidensgenossen, wie sie am Telefon berichtet. Viele der Betroffenen hätten gezahlt, ohne juristischen Beistand zu konsultieren, erzählt sie. Sie hoffe, dass durch die erneute Berichterstattung Bewegung in die Angelegenheit komme. Der DRV, dem Reisebüroinhaberin Jung nicht angehört und der sie deshalb auch nicht vertritt, unterstützt derzeit ein Reisebüro mit Juristen bei einer Klage, die sich gegen RS Reisen & Schlafen richtet. Das Verfahren laufe, erklärt der Verband auf Anfrage.

Christian Schmicke

 

07. Dezember 2018 – 13:36
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Nach dem Abgang von Hakan Bakar hat Anex Tour Murat Kızılsaç zum Geschäftsführer des Pauschalreiseveranstalters erklärt. Der 47-Jährige firmierte bereits seit einigen Wochen als Co-Geschäftsführer. Er übernimmt die Aufgabe als Teil seiner Position als Chef von Anex Tour Europe und der in Tschechien, Slowenien, Polen und Ungarn aktiven Marke Orex Travel.

Kızılsaç, der 1971 in Istanbul geboren wurde und dort Tourismus und Hotelmanagement sowie BWL studierte, startete seine Karriere 1988 und arbeitete zunächst für diverse DMCs, bevor er 2008 ins Veranstaltergeschäft einstieg. Seit 2011 ist er in der Anex Group tätig. 

06. Dezember 2018 – 17:21
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Das Votum der elfköpfigen Jury war knapp, aber eindeutig: Svenja Kluge heißt die Walflüsterin 2019 der Dominikanischen Republik. Die 26-jährige Münchnerin wird sich für drei bis vier Wochen auf der Halbinsel Samaná, im Nordosten der Dominikanischen Republik, für die Buckelwale einsetzen und von ihren Erlebnissen in den sozialen Medien erzählen.

„Svenja erfüllt sämtliche Kriterien am besten und ist damit die ideale Botschafterin der Wale. Neben ihren Einsätzen in zahlreichen Naturprojekten, überzeugte sie uns mit ihrer Erfahrung im Tourismus, wo sie unter anderem als Grafikdesignerin, Foto- und Videografin tätig ist“, freut sich Petra Cruz, Europa-Direktorin des Tourist Boards der Dominikanischen Republik. Und zum ersten Mal kommt die Walflüsterin aus der Reisebranche. Svenja arbeitet bei Holiday Extras.

Ingesamt 67 Kandidaten hatten sich in den vergangenen Wochen als Walflüsterer beworben, 53 Frauen und 14 Männer. Zunächst mussten sie die Community im Netz überzeugen, warum ausgerechnet sie beim Walschutz in der Dominikanischen Republik helfen sollten. Innerhalb von zwei Wochen ergab sich aus rund 7.600 Likes eine Shortlist mit acht Bewerbern, die dann von einer fachkundigen Jury nach zehn verschiedenen Kriterien benotet wurden.

Die neue Walflüsterin Svenja wird ihren Traumjob auf Samaná zwischen Januar und März 2019 antreten. Ihre Erlebnisse teilt sie im Walflüsterer-Blog, auf Facebook und Instagram mit der Walflüsterer-Community. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Begleitung auf Bootstouren und das Registrieren der gesichteten Meeressäuger. Alljährlich bietet die Region Samaná ein einzigartiges Naturspektakel: bis zu 5.000 Buckelwale besuchen die Bucht vor der Nordküste der Dominikanischen Republik, um sich zu paaren und ihre Jungen zur Welt zu bringen.

Die Online-Kampagne des Tourist Boards der Dominikanischen Republik wird in Zusammenarbeit mit Walschutzorganisationen vor Ort und dem Reiseveranstalter Meiers Weltreisen durchgeführt. Reise vor9 ist B2B-Medienpartner.

Das Gewinner-Video von Svenia und die Bewerbungen aller Kandidaten stehen ebenfalls auf der Walflüsterer-Seite im Netz.

06. Dezember 2018 – 17:15
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Die Idee sei ihnen an einem Novemberabend bei einem guten Rotwein gekommen, sagen Michael J. Kumor, Geschäftsführer von Arte Reisen, und Arnold Kühn, Chef des Veranstalters Die Eisenbahn Erlebnisreise. Ausgangspunkt seien Erinnerungen an unvergessliche Reiseerlebnisse gewesen. Und diese Erlebnisse aus zusammen 70 Jahren Touristik-Erfahrung wollten beide allesamt zu einem Trip der Superlative verknüpfen.

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"Queen Mary2" vor New York Foto: ARTE – Agentur für Reisen – Tourismus und Exklusivität

Herausgekommen ist eine exklusive "Weltumrundung auf Höhe Null", die vom 20. Juni bis 15. September stattfinden soll. Das Besondere an dieser außergewöhnlichen Reise sind nicht nur ihre Ziele: Allesamt Sehnsuchtsorte, magische Landschaften, mächtige Ozeane und exotische Metropolen, wie die beiden Initiatoren versichern. Vor allem aber bekommt hier der Ausspruch „Der Weg ist das Ziel“ einen neuen Sinn. Denn gereist wird auf Schiffen der Luxusklasse, wie der "Queen Mary 2" oder der "Maasdam", in Luxuszügen wie dem "Golden Eagle" des Trans-Sibirien Express, dem "Kyushu Seven Stars Train" in Japan oder dem koreanischen Luxuszug "Haerang".

Golden Eagle Transsib Eisenbahn erlebnisreise
"Golden Eagle", Transsib – Foto: Die Eisenbahn Erlebnisreise

Bei der 87 Tage langen Weltumrundung auf höchstem Niveau wird nicht ein einziges Mal das Flugzeug benutzt. Dafür wird ein spezielles Rahmenprogramm mit Ausflügen geboten, eigene Waggons oder Abteile auf den Zugstrecken, Übernachtungen in Fünf-Sterne Hotels und Verpflegung in exquisiten Restaurants. Zum Service gehören sowohl eine deutschsprachige Reiseleitung als auch der Koffertransfer von der Haustür und während der gesamten Reise. Maximal 18 Gäste können bei dieser einmaligen Weltumrundung dabei sein.

 

 

Hautnah Blauwale im Pazifik
Ganz nah kommen die Blauwale an Bord der "Maasdam" auf der nördlichen Pazifik-Rout – Foto: ARTE – Agentur für Reisen – Tourismus und Exklusivität
 
Die exklusiv-nostalgische Tour hat freilich ihren Preis. Stolze 94.425 Euro kostet das Erlebnis pro Person in der Doppelkabine und Doppelzimmer mit Verpflegung. Für Reisebüros, die die passende Kundschaft haben, eine attraktive Sache. Denn sie erhalten auf den Grundpreis zehn Prozent Provision.
 
Informationen zum Routing, Übernachtungen und Verkehrsmitteln finden Reiseprofis hier.

 

Für weitere Infos stehen Arte Reisen, Telefon: 02159 2077 oder Die Bahn Erlebnisreise, Telefon 0211 9296660 zur Verfügung.

 

06. Dezember 2018 – 16:25

Grund sind die erfolgreichen Verhandlungen von Vertretern der Protestbewegung "Gelbe Westen" ("Gilets Jaunes") mit der französischen Ministerin für Überseedepartements und -Territorien sowie dem Präsidenten der Region. Seit dem 17. November lief auf der Insel wegen der Massenproteste gar nichts.

Laut Réunion Tourisme hat sich die Zahl der Straßensperren verringert, die Protestveranstaltungen werden weniger. Der Flughafen La Réunion Roland Garros hat seinen normalen Betrieb wieder aufgenommen. Die Flugpläne haben sich wieder normalisiert. Viele Schulen, Geschäfte und Unternehmen, die während der Unruhen geschlossen waren, seien wieder geöffnet, so das Fremdenverkehrsamt. Die Notmaßnahmen der Regionalregierung seien aufgehoben.  

Grund für die massiven Proteste der "Gelbwesten" auf La Réunion sind fünf Problembereiche: teures Wohnen, zu wenig Arbeitsplätze, geringe Kaufkraft, mangelnde Transparenz und Streichung der Steuerschulden kleiner und mittlerer Unternehmen. Auslöser der Unruhen, die auch im Mutterland zu schweren Ausschreitungen bei Demonstrationen der Gelben Westen führten, war die geplante Treibstoffabgabe. Die ist nun für ganz Frankreich vom Tisch, zudem wurden die Benzinpreise auf der Insel gesenkt.

Der Präsident der Region, Didier Roger, und Ministerin Annick Girardin haben versprochen, dass die Budgets der Region und der Gemeinden angehoben werden. "Gelbwesten“ und die Regionalregierung haben weitere Treffen vereinbart.

Thomas Horsmann

 

06. Dezember 2018 – 15:54

Immer mehr Kunden wünschen sich zusätzlichen Komfort für ihren Flug in der Economy-Kabine, zum Beispiel mehr Beinfreiheit. Viele Airlines bieten für diesen Fall Premium-Economy-Class-Tarife an, für die je nach Airline unterschiedliche Buchungsklassen gelten. Um den günstigsten verfügbaren Flugpreis für die Premium Economy Class zu ermitteln, empfiehlt sich in der Command Page der Amadeus Selling Platform oder Selling Platform Connect folgende Vorgehensweise:

Nachdem Sie einen Flug in der Economy-Klasse gebucht haben, können Sie mit Hilfe der Funktion „Best Pricer“ (FXB) auf den günstigsten verfügbaren Tarif in der Premium-Economy-Klasse umbuchen. Hierfür verwenden Sie die Option KW (K=Kabine, W=Kürzel für die Premium Economy):

Amadeus Pricing Premium Economy FXB1

Der gebuchte Tarif wird automatisch auf den günstigsten verfügbaren Premium-Economy-Tarif umgebucht. Der Preis wird im PNR anhand eines TST-Elements gespeichert:

Amadeus Pricing Premium Economy FXB2

Variante FXB mit Zubringer bzw. Anschlussflug für den interkontinentalen Flug: >FXB/KW,+. In diesem Fall erfolgt eine Umbuchung auf den günstigsten verfügbaren Taif für die Premium-Economy-Klasse auf der Langstrecke und die Economy Class auf den Zubringer- bzw. Anschlussflügen.

Weitere Informationen finden Sie im Amadeus Service Hub unter dem Titel "How to price a PNR by cabin option (/K)" oder in der Command Page unter >HE FXB.

Diesen Praxistipp hat Amadeus Germany für die Leser von Reisevor9.de bereitgestellt.

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