Touristische Airlines legen im Sommerflugplan kräftig zu
Zum Sommerflugplan übertreffen die Ferienflieger hierzulande nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft das Vor-Corona-Niveau um fast ein Drittel. Insgesamt wächst das Sitzplatzangebot von und nach Deutschland gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent, erreicht aber noch nicht das Volumen des Sommers 2019.

iStock Jag_cz
Die touristischen Airlines legen in diesem Sommer deutlich zu
Kreuzfahrt-Fans aufgepasst: nicko-cruises-Woche in Counter vor9
Einmal mit dem Schiff rund um den Globus. nicko cruises schickt die VASCO DA GAMA wieder auf Weltreise – 175 Tage als Ganzes oder einzeln in elf Routen buchbar. Was Expis darüber wissen sollten, lesen sie in unserer neuen nicko-cruises-Woche auf Counter vor9. Jetzt beim Gewinnspiel mitmachen und Kreuzfahrt von nicko cruises gewinnen!
Der Sommerflugplan, der am Sonntag startete, verdeutlicht laut BDL, dass touristische Ziele vor allem im Süden Europas gefragt sind. Als zugkräftig erwiesen sich touristisch geprägte Gebiete im Mittelmeerraum sowie in Ost- und Südosteuropa, so der Verband. Die touristischen Airlines überschritten das Vor-Corona-Niveau mit einer Recovery von 131 Prozent deutlich, so der BDL. Ihr Marktanteil von 16 Prozent sei aber zu klein, um entscheidenden Einfluss auf die Gesamtentwicklung zu haben.
Für den Wirtschaftsstandort Deutschland wichtige Verbindungen litten nach wie vor unter einer schleppenden Erholung, stellt die Lobbyorganisation fest. Mit einer Erholungsrate von insgesamt 90 Prozent werde das Vor-Corona-Niveau weiterhin nicht erreicht. Von Ende März 2025 bis zum Ende der Feriensaison werden laut BDL auf allen Flügen von, nach und in Deutschland 137,7 Millionen Sitzplätze angeboten.
Weniger Kapazität Richtung West- und Nordeuropa
Das Angebot für die Anbindung des Wirtschaftsstandorts Deutschland in Richtung West- und Nordeuropa stagniere oder sinke, stellt der BDL fest. Die Langstrecke wachse nur geringfügig mit zwei Prozent und erreiche 96 Prozent des Vorkrisenniveaus. Auf den Strecken, wo viele Fluggäste an Drehkreuzen außerhalb Europas in Richtung Asien umsteigen, sei die Recovery-Rate mit 103 Prozent ausgeprägt. Das bestätige, dass diese Flugverbindungen gefragt seien, weil sie günstiger seien als europäische Drehkreuze. Klimapolitische Regularien der EU, die zulasten europäischer Airlines gingen, verteuerten Umstiege an europäischen Luftdrehkreuzen, klagt der Verband.
Beim innerdeutschen Luftverkehr laufe die Erholung nach wie vor schleppend und konzentriere sich fast ausschließlich auf die Zubringerfunktion zu den Drehkreuzen Frankfurt und München. Der innerdeutsche Verkehr liege bei 53 Prozent des Vor-Corona-Niveaus. Besonders das Angebot auf den dezentralen Strecken, die nicht die Drehkreuze Frankfurt oder München als Start oder Ziel hätten, erhole sich lediglich auf 20 Prozent des Niveaus von 2019. Gegenüber dem Vorjahr gingen diese Verkehre um zwölf Prozent zurück.
Christian Schmicke