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23. Juli 2018 – 11:36

Es gibt zig Helferprogramme, die dafür zu Diensten stehen, doch Windows selbst bietet für alle Versionen ein bordeigenes Tool, das kostenlos und effektiv die Arbeit übernehmen kann: die Datenträgerbereinigung. Man findet sie über die Systemeinstellung oder per Eingabe des Begriffs in die Windows-Suche. Nach Auswahl der Festplatte und Aktivierung der Suche werden die verschiedenen Dateitypen angezeigt, die gelöscht werden könnten. Temporäre Dateien, wie temporäre Internet-Dateien, temporäre Setup-Dateien oder temporäre Offline-Dateien können fast immer bedenkenlos gelöscht werden, genau wie Offline-Webseiten oder heruntergeladene Programmdateien. Alte, selten genutzte Dateien können von Windows komprimiert werden, um Platz zu sparen. Und wenn man schon mal beim Putzen ist: Beim Blick auf die installierten Programme in der Systemsteuerung findet man in den meisten Fällen welche, die man noch nie oder selten gebraucht hat und solche, die man wegen besserer Lösungen nicht künftig nicht mehr brauchen wird. Mit ein paar Klicks lassen sich die Ressourcenfresser sicher deinstallieren.

22. Juli 2018 – 14:38
turkishflagarmagan-tekdoner

Die Behörde hat die 2017 verschärften Reisehinweise für Touristen und Geschäftsreisdende nach dem Ende des Ausnahmezustands abgemildert. Unter anderem wurden die Warnungen vor Notstandsregelungen, wie dem 14-tägigen Polizeigewahrsam ohne Vorführung bei einem Haftrichter vor einer möglichen bis zu siebenjähriger Untersuchungshaft gestrichen. Die Warnung vor Festnahmen wurde auch ganz generell etwas abgeschwächt. Während bisher die Rede davon war, dass die Wahrscheinlichkeit von Verhaftungen "deutlich angestiegen" sei, lautet die Formulierung nun: "Es ist weiterhin von einem erhöhten Festnahmerisiko auszugehen." Die aktualisierte Version mahnt Reisende zwar weiterhin zur Vorsicht. Sie enthält aber bereits seit Mai nicht mehr die Warnung, es sei mit willkürlichen Festnahmen "in allen Landesteilen der Türkei einschließlich der touristisch frequentierten Regionen" zu rechnen.

Die Bundesregierung hatte die Reisehinweise vor gut einem Jahr als Reaktion auf die Festnahme des Menschenrechtlers Peter Steudtner und die vorherige Inhaftierung deutscher Journalisten in der Türkei verschärft. Insgesamt waren nach dem gescheiterten Putschversuch 2016 mehr als 20 Festnahmen deutscher Staatsbürger aus politischen Gründen erfolgt. Im September 2017 folgte eine weitere Verschärfung mit einer konkreten Warnung vor Festnahmen in Urlaubsorten wie Antalya.

20. Juli 2018 – 15:07
jochen-szech

Anfang Juli kündigte die Union Reiseversicherung (URV) an, Veranstaltern das Inkassounternehmen Noshow Consumer Travel Rights auf den Hals zu schicken, um Zahlungen zum Ausgleich von Schäden einzutreiben. Der Versicherer wirft ihnen vor, unangemessene Stornostaffeln eingeführt zu haben und damit Kunden sowie im Falle der Schadenregulierung auch die Versicherungen zu kräftig zur Kasse gebeten zu haben.

Grundlage für den ungewöhnlichen Schritt ist ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) aus dem Jahr 2014, mit dem er die Veranstalter verpflichtete, ihre Stornostaffeln am durchschnittlich entstehenden Schadensvolumen auszurichten. Pauschalierte Stornostaffeln, die bis zu 100 Prozent der Reisekosten reichen, wären demnach rechtswidrig. So interpretiert jedenfalls der Versicherer das Urteil.

Keine Festlegung auf bestimmte Staffeln

Mittlerweile haben die Veranstalter von den Geldeintreibern offenbar tatsächlich Post erhalten. Das geht aus einer Stellungnahme des Mittelstandsverbandes ASR hervor. Der Verband habe den Vorstoß der URV gegen die Stornopauschalen zahlreicher Veranstalter rechtlich überprüft, heißt es darin, und sei "zu einer anderen Betrachtung" gelangt als diese. "Der BGH hat keinesfalls den Veranstaltern insgesamt vorgegeben, dass nur bestimmte Stornosätze zulässig sind – und das wird er auch nicht tun", so ASR-Präsident Jochen Szech. Er habe lediglich gefordert, dass die wirtschaftliche Erfordernis, also die Kosten abzüglich ersparter Aufwendungen in den Stornokosten abzubilden sei. Dies könne aber von Veranstalter zu Veranstalter durchaus sehr unterschiedlich sein. Der BGH, so der ASR-Präsident weiter, habe ausdrücklich offen gelassen, ob der Veranstalter dafür seine Kalkulation offenlegen müsse.

Der Verbandschef bemängelt, dass die URV mit ihrem aktuellen Vorgehen die Veranstalter unter Generalverdacht stelle. "Stornostaffeln sind und bleiben erlaubt; sie müssen natürlich wirtschaftlich begründbar sein. Aber – wie im Falle von ASR-Mitgliedern geschehen – ein Inkassobüro zu beauftragen, wenn noch gar keine Forderung erhoben wurde, ist von Inhalt und Stil her nicht akzeptabel", erläutert Szech die Position der Veranstalter. Zwar habe man "grundsätzlich Verständnis dafür, dass die Versicherer handeln müssen, wenn die Prämieneinnahmen aus den Reiserücktrittsversicherungen die Schadenshöhe nicht ausreichend abdecken". Doch das sei "zuallererst eine interne kaufmännische Aufgabe", so Szech. Die Versicherer sollten "ihre Hausaufgaben machen".

Veranstalter unter Druck

Zugleich erklärt der ASR-Präsident, der selbst den Veranstalter Go East Reisen betreibt, die Veranstalter gerieten in Sachen Stornokosten selbst immer stärker unter Druck. "In den letzten Jahren sind die Forderungen von Airlines und Hotels gerade an mittelständische Veranstalter immer dreister geworden, was Stornos anbetrifft", berichtet er. "Vor allem Spezial-Veranstalter sehen sich oft mit einer Forderung von 100-Prozent-Stornokosten durch ihre ausländischen Partner konfrontiert." Hier solle man gemeinsam ansetzen und nicht den Veranstaltern die Rolle des schwarzen Schafes zuschieben.

Christian Schmicke

20. Juli 2018 – 14:03
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2009 machte sich Dana Albers als mobile Reiseverkäuferin selbstständig. Im Interview erzählt die Touristikerin, die keiner Vertriebsorganisation angehört, von den Vorzügen und Herausforderungen ihres Jobs.

Das Gespräch führte Christian Schmicke

Sie sind seit fast zehn Jahren als mobile selbstständige Reiseverkäuferin aktiv. Was gab damals den Ausschlag, dass Sie sich dafür entschieden haben?
Albers:
Die Freiheit, die damit verbunden ist. Meine Eltern haben mir Selbständigkeit vorgelebt und ich wollte einfach mein eigenes Ding machen. Die Rechnung ist aufgegangen und ich kann mich noch immer über jede einzelne Buchung und über jeden glücklichen Urlauber freuen.

Welches waren beim Start die größten Hürden, die Sie überwinden mussten?
Erst einmal galt es, den richtigen Geschäftspartner zu finden. Der mobile Vertrieb steckte damals ja noch in den Kinderschuhen und die Auswahl war nicht sehr groß. Und dann gab es eine Vielzahl von Dingen, die getan werden mussten – Agenturverträge abschließen, Buchungsprogramme einrichten, Büroausstattung designen, Homepage erstellen. Einzeln betrachtet sind das alles machbare Dinge, aber in der Summe dauern sie ziemlich lange; vor allem, wenn man keine 08/15-Lösungen haben will.

Ohne eigenes Ladenlokal fehlt die Laufkundschaft. Wie gewinnt man im mobilen Vertrieb neue Kunden?
Es ist nützlich, wenn man beim Start ein persönliches Netzwerk hat, auf dem man aufbauen kann. Von da an geht es in erster Linie um die Qualität der Arbeit. Das beginnt bei einer individuellen, emotionalen und bildhaften Beratung mit persönlicher Ansprache und setzt sich im Service fort. Die Kunden wissen es zu schätzen, wenn man ihnen möglichst viel organisatorischen Aufwand abnimmt. Der Rest kommt dann etwas vereinfacht gesagt von selbst – neue Kunden gewinne ich vor allem durch Empfehlungen.

Und wie halten Sie bestehende Kunden?
Auf dieselbe Weise, und indem ich mich regelmäßig in Erinnerung rufe. Kunden, die sich gut aufgehoben fühlen und Vertrauen haben, schätzen es durchaus, wenn man sie gelegentlich aktiv anspricht. Social Media haben das in den letzten Jahren sehr erleichtert. Sie ermöglichen es, sich unkompliziert in die Köpfe zu bringen und Inspirationen zu geben.

Als mobile Reiseverkäuferin sind Sie Einzelkämpferin und können nicht auf Spezialistenwissen von Bürokollegen zurückgreifen. Wie schafft man es, sich auf dem Laufenden zu halten und sein Zielgebietswissen immer wieder zu verbessern?
Das ist tatsächlich eine Herausforderung und erfordert einigen Aufwand. Aber ich mache meinen Job ja nicht zuletzt, weil ich selber gerne reise. Also bin ich regelmäßig unterwegs, nehme an möglichst vielen Famtrips und Reisebüroinfoabenden teil. Dabei kann ich einerseits mein Fachwissen auffrischen und treffe zudem viele Kollegen, mit denen ich mich austausche.

Ihre Website kommt ohne Buchungsfunktion und konkrete Angebote aus und setzt im wesentlichen auf Inspiration. Warum haben Sie sich dafür entschieden?
Ich kann mich nicht täglich um Angebotseinstellungen kümmern. Dazu würde ich IT-Hilfe benötigen, und das ist mir zu aufwendig. Mit Online-Marketing bin ich natürlich aktiv, aber im direkten Online-Vertrieb nicht.

Haben sich die Rahmenbedingungen für Ihre Arbeit in den vergangenen Jahren stark verändert?
Im Großen und Ganzen hat sich gar nicht so viel verändert. Durch die Pleiten der letzten Jahre bin ich in der Wahl der Partner vorsichtiger geworden, obwohl ich selbst glücklicherweise gar nicht stark davon betroffen war. Ansonsten arbeite ich nach wie vor sehr gerne mit kleineren spezialisierten Nischenveranstaltern zusammen, die sehr viel Herzblut in ihre Produkte legen. Aber auch die Zusammenarbeit mit den großen Partnern ist nach wie vor gut.

Könnten Sie sich heute noch vorstellen, wieder in einem klassischen Reisebüro zu arbeiten?
Nein! Ich genieße die Freiheit sehr, arbeiten zu können, wo ich möchte, wann ich möchte und mein eigener Chef zu sein. Manchmal vermisse ich zwar den täglichen Austausch mit den Kollegen, aber das versuche ich eben durch die Teilnahme an Infoveranstaltungen auszugleichen.

Die komplette Geschichte zum Thema mobiler Reisevertrieb lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Reise vor9 Magazins. Wussten Sie schon, dass jedes Reisebüro ein Abonnement kostenlos erhält? Wenn Ihre Agentur noch nicht im Verteiler ist, einfach eine E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

20. Juli 2018 – 13:35

Rund 310 deutsche Unternehmen der Reisebranche sind Partner der weltweit agierenden Shopping Community, darunter Tui, Alltours, L’Tur, Opodo oder Condor. Aber auch Reisebüros nutzen die Mitgliedschaft bei Cashback World zur Kundenbindung, wenn auch eher im kleineren Rahmen. Laut Geschäftsführer Guido van Rüth sind es im Moment 140. Sie setzen dabei auf den Kontakt zu den derzeit 200.000 Konsumenten in Deutschland, die über die Shopping-Community einkaufen.

Die registrierten Mitglieder von Cashback World erhalten, wenn sie bei einem Partnerunternehmen einkaufen, sowohl Geld zurück (Cashback), als auch Shopping Points, ähnlich wie bei Payback. Die Punkte können sie auf der Shopping-Plattform für spezielle Deals von Partnerunternehmen einlösen. Die Kunden können auf drei verschiedene Arten bei den Partnerunternehmen einkaufen: über die Shopping-Plattform im Internet, über die Cashback-Karte direkt im Laden und über eine App, mit der man nicht nur einkaufen kann, sondern auch Partnerunternehmen in der Nähe findet.

Kundenkarten mit Umsatzpotenzial

Um Reisebüros wirbt der Anbieter unter anderem mit dem Argument der Neukunden-Gewinnung, Möglichkeiten zur Intensivierung der Kundenbindung und zusätzlichen Umsatzchancen. Angelockt werden sollen die Kunden durch Rabatte zwischen einem und fünf Prozent. Als Kundenbindungsinstrument will Cashback World den Reisebüros individuell gebrandete Cashback-Karten schmackhaft machen, die diese an ihre treuen Kunden vergeben können. Zudem erhält das ausgebende Reisebüro bei jedem Einkauf des Kunden über eine von ihm ausgegebene Karte ein Prozent vom Umsatz.

„Durchschnittlich macht eine aktive Karte 300 Euro Umsatz pro Monat“, berichtet van Rüth. Multipliziere man das mit 500 Karten, die ein Reisebüro als ersten Satz an Stammkunden ausgebe, könne es auf eine Zusatzeinnahme von bis zu 1.500 Euro monatlich kommen, rechnet er vor. Zuvor will der Anbieter von seinen Partnern allerdings Geld sehen. Ein normales Reisebüro ohne Online-Shop würde einmalige Installationskosten von 699 Euro bezahlen. Hinzu kommen monatliche Kosten von 30 Euro für Wartung und Aktualisierung der Angaben auf der Plattform.  

Die optimistische Rechnung des Cashback-World-Geschäftsführers kann das Berliner Reisebüro Erlebnisreisen aus eigener Erfahrung nicht bestätigen. Dennoch rechne sich die Zusammenarbeit mit Cashback World, sagt Geschäftsführerin Manuela Enzmann. Das Reisebüro ist seit 2015 Partnerunternehmen und fährt regelmäßig Aktionen mit Rabatten von einem Prozent. In Ausnahmefällten könnten es auch mal fünf Prozent sein, sagt Enzmann. Lieber als der Preisnachlass sei es ihr aber, Gutscheine herauszugeben. Das Reisebüro hat zudem 500 Cashback-Karten an Stammkunden herausgegeben und nimmt damit laut Enzmann pro Jahr insgesamt etwa 2.000 Euro ein. Das ganze Programm sei kein Selbstläufer, aber wenn man sich regelmäßig darum kümmere, dann funktioniere es auch, sagt Enzmann.

THo

 

19. Juli 2018 – 18:29
dennis

Der Tourismuskaufmann hat die Premierensendung der RTL-Kuppelshow überstanden und von "Bachelorette“ Nadine Klein, um deren Gunst er mit zunächst 20 Geschlechtsgenossen buhlt, die format-übliche Rose als Zeichen der Zuneigung erhalten. Doch kaum ist der Erstrundenerfolg geglückt, da machen bereits böse Gerüchte die Runde. Denn das für seine tiefgründige Berichterstattung berühmte Portal "Promiflash" berichtet unter Berufung auf Insider-Informationen, Dennis sei vor kurzem auf Mallorca gesichtet worden,  und zwar mit Freundin!

"Ziemlich teilnahmslos"

Auch um eine stichhaltige Beweisführung sind die investigativ recherchierenden Kollegen nicht verlegen. Sie wollen beim Start der Serie am Mittwoch erkannt haben, dass Dennis seltsam distanziert gewirkt habe. "Obwohl der 1,95 Meter große Hottie eigentlich voll in das Beuteschema von Bachelorette Nadine Klein fällt, wirkte er in Folge eins noch ziemlich teilnahmslos. Anders als viele seiner Kuppelshow-Kumpanen machte sich der Reise-Fan keine Mühe, ein Einzelgespräch mit der gebürtigen Münchnerin zu bekommen", schreibt die Promi-Gazette, und: "Die Quelle will wissen, dass der Badner bereits während der Dreharbeiten ein Girlfriend zu Hause sitzen hatte." Selbst die Möglichkeit, dass sich Dennis erst nach Abschluss der Dreharbeiten, die bereits vor einigen Wochen stattfanden, verliebt haben könnte, wäre damit widerlegt, wenn es denn so wäre.

"Erstunken und erlogen"

In Social-Media-Kanälen wie der Facebook-Gruppe "Genervte Reisetussis" wird das derzeit wohl heikelste Thema der Reisebranche heiß diskutiert. Dennis dementiert dort, dass er eine Freundin habe – das sei alles "erstunken und erlogen", schreibt er, und "schlimm". Mindestens bis nächsten Mittwoch, ist es nun an der Fangemeinde über das Seelenleben des Kollegen zu spekulieren. Wir bleiben am Ball.

19. Juli 2018 – 15:41

Große Hitze hier, sintflutartige Regenfälle dort: in Europa sind die Kontraste in der Witterung erheblich und machen vielen Regionen zu schaffen. Die Hohe Tatra, ein bei Urlaubern beliebtes Gebirge im slowakisch-polnischen Grenzgebiet, ist derzeit von massiven Überschwemmungen betroffen. Infolgedessen mussten am Donnerstag sowohl in Polen als auch in der Slowakei hunderte Dorfbewohner und Touristen in Sicherheit gebracht werden.

Im Süden Polens evakuierten Einsatzkräfte mehrere Pfadfindercamps und Herbergen. Viele Wanderwege in der bekannten Ferienregion um Zakopane wurden gesperrt. Auch auf der slowakischen Seite der Hohen Tatra war die Feuerwehr seit Mittwochabend im Großeinsatz. Allein in der Gemeinde Stara Lesna wurden nach Angaben der Feuerwehr rund 270 Menschen aus Wohn- und Ferienhäusern in Schulgebäuden notdürftig einquartiert. Ein Gebirgsbach war über die Ufer getreten und hatte mehrere Straßenzüge überschwemmt.

Auch andere Teile Polens waren von Starkregen und heftigen Windböen betroffen. Landesweit stürzten Bäume um, Dutzende Häuser wurden beschädigt. Die Feuerwehr rückte nach eigenen Angaben zu mehr als 1.500 Einsätzen aus.

AF

19. Juli 2018 – 15:29

Sintflutartig ergießt sich der Regen, den der Tropensturm Son-Tinh (der „Gott des Berges“ auf Vietnamesisch) mit sich bringt, über das nördliche und nordöstliche Thailand. Noch bis übers Wochenende soll der Sturm, der zuletzt über dem südchinesischen Meer noch an Stärke zunahm, in Thailand wüten, warnte das örtliche Meteorological Department.

Am Mittwochabend war Son-Tinh im nördlichen Teil Vietnams und in Südchina erstmals auf Land getroffen, die örtlichen Behörden warnen vor möglichen Überschwemmungen und Erdrutschen in den nördlichen Provinzen Ha Tinh, Nghe An, Thai Binh und Thanh Hoa bis einschließlich Freitag. In der südchinesischen Metropole Hainan kam es zu Flugverspätungen an den internationalen Flughäfen Haikou Mailan (HAK) und Sanya Phoenix (SYX),

In der Nacht zu Donnerstag sorgte Son-Tinh für heftige Niederschläge in einigen Teilen Nord-Thailands. Es kam zu zahlreichen Überflutungen. Wegen der heftigen Regenfälle musste der Nong-Han-Staudamm in der Provinz Sakon Nakhon teilweise geöffnet werden, um Wasser abzulassen. Es ist das wichtigste Wasserreservoir der Region im Nordosten Thailands. Ein Jahr zuvor war der Damm im Juli gebrochen und es flossen Millionen Kubikmeter Wasser über die Dörfer und Felder. Auch in anderen Provinzen wirkt sich der Sturm auf die Bewohner aus, in der Provinz Phitsanulok, die einen Verkehrsknoten zwischen dem eigentlichen Norfden und der Zentralregion um die Hauptstadt Bangkok bildet, wurden Straßen und Reisfelder teilweise überflutet und zerstört.

Durch die starke Strömung des Flusses Nam Phong im gleichnamigen Nationalpark verursachte Erdrutsche zerstörten mehrere Häuser in Ufernähe. Im Süden des Landes sind unterdessen die Ausläufer des intensiver werdenden Südwest-Monsuns bis in den Golf von Thailand schon jetzt spürbar. Die Meteorological Department warnte die Bewohner an der Süd- und Ostküste und der Central Plains Region, sich gegen den Sturm zu wappnen, der bis Sonntag andauern und Thailand damit fast komplett überqueren soll. An der Küste sei mit bis zu drei Meter hohen Wellen zu rechnen. Boote sollten in den Häfen bleiben.

AF

 

19. Juli 2018 – 14:43
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Eine erneute IT-Panne hat bei British Airways am Flughafen London-Heathrow am Mittwoch und Donnerstag für zahlreiche Verspätungen und Flugausfälle gesorgt. Rund 7.000 Fluggäste waren davon in London betroffen, etwa 3.000 mussten über Nacht auf ihren Flug nach London warten.  

Die Pannenserie begann mit einem Feueralarm an dem Londoner Flughafen, der zur Folge hatte, dass der Kontrolltower für rund 45 Minuten geschlossen und der Flugbetrieb unterbrochen wurde. Erst danach trat der IT-Fehler auf, der laut British Airways auf einen externen Dienstleister zurückzuführen war und mehrere Airlines betroffen haben soll.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sei das Problem gelöst worden, teilte British Airways am Donnerstag mit und entschuldigte sich für das Flugchaos. Der Betrieb sei wieder angelaufen. Allerdings könne es im Tagesverlauf noch zu weiteren Verzögerungen kommen.

Im Mai 2017 war die britische Fluggesellschaft von einer umfangreichen IT-Panne heimgesucht worden, die ihre Flieger weltweit am Boden bleiben und rund 75.000 Passagiere stranden ließ.

19. Juli 2018 – 13:18
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"Technisch läuft die Sache ganz okay", sagt QTA-Sprecher Thomas Bösl zu den Erfahrungen der ersten Wochen mit dem neuen Pauschalreiserecht. Allerdings habe der Ansatz einiger Veranstalter, Einzelleistungen zum Teil auf den letzten Drücker noch durch die Hinzufügung eines Servicepakets zu Pauschalreisen zu machen, für Verunsicherung bei den Reisebüros gesorgt. Als Beispiel nennt er den Fall, dass eine zur Pauschalreise mutierte Einzelleistung zusammen mit einer anderen Einzelleistung eines anderen Anbieters gebucht werde. "Eigentlich müsste es sich bei der Einzelleistung mit Zusatzleistungen, die nun bei diversen Veranstaltern eine Pauschalreise ist, wenn sie mit einer externen Einzelleistung kombiniert wird, um eine verbundene Reiseleistung handeln", so Bösl. Allerdings habe der Gesetzgeber verbundene Reiseleistungen, bei denen das Reisebüro nicht in die Veranstalterhaftung gerät, wenn es sie korrekt ausweist, explizit als eine Kombination von Einzelleistungen definiert. Das schaffe Unsicherheiten im Hinblick auf die Ausgabe der korrekten Informationsblätter.

Für unüberwindbar hält Bösl diese Hürde aber nicht. Es gehe jetzt darum, dass die Veranstalter das Problem lösten und für die Herausgabe der korrekten Information sorgten, sagt er. "In zwei Wochen werden wir wissen, was die Veranstalter abschließend tun", so der QTA-Chef. Ob das Thema damit erledigt sei, werde sich zeigen. Insgesamt seien die QTA-Büros gut vorbereitet in die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen gestartet, unterstreicht Bösl. Dafür habe sich der hohe Schulungsaufwand, den die QTA über Monate betrieben habe, gelohnt.

Christian Schmicke

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