22. Oktober 2018 – 13:51
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Der Sturm hat sich in den vergangenen Tagen immer weiter verstärkt. Nach jüngsten Prognosen nähert er sich auf einem nördlichen Kurs der Küste. Demnach erreicht er in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Stundenkilometern südlich von Mazatlán im Bundesstaat Sinaloa das mexikanische Festland. Fast zeitgleich erreicht Tropensturm „Vicente“ mit etwas südlich von Puerto Vallarta die Pazifikküste; allerdings mit deutlich geringeren Windgeschwindigkeiten, die bei maximal 75 Stundenkilometern liegen dürften. Beide Wirbelstürme ziehen anschließend weiter landeinwärts und bringen dem Westen und Norden Mexikos neben heftigen Winden starke Niederschläge.

22. Oktober 2018 – 12:41
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Die Tui-Clubmarke Robinson hat wieder einen zweiten Geschäftsführer. Tobias Neumann übernimmt die vakante Position und leitet die Marke gemeinsam mit Bernd Mäser. Neumanns Berufung lässt sich als Sparmaßnahme im Bereich der Führungsposten interpretieren. Denn der 44-Jährige wird die Funktion zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben als Director Distribution von Tui Hotels & Resorts wahrnehmen. 

Erik Friemuth, Managing Director Tui Hotels & Resorts, begründet die Doppelrolle mit den Vorzügen, die eine personelle "Schnittstelle zur übergeordneten Distributionseinheit der Hotelsparte der Tui Group" habe und kündigt an, Neumann werde "die Vertriebseinheiten von Robinson schlagkräftig aufstellen und den eingeschlagenen Wachstumskurs weiter vorantreiben".

Innerhalb der Geschäftsführung von Robinson übernimmt Neumann die Ressorts Marketing & Vertrieb, Pricing & Trading, und Operations. Vorgänger Mike Schwanke hatte den Posten Anfang des Jahres nach knaopp einjähriger Tätigkeit verlassen. Mäser, der die Rolle interimsweise übernommen hatte, konzentriert sich nun wieder auf die Bereiche Finanzen/Recht, IT, Technik/Einkauf, Unternehmenskommunikation, Personal und Projektentwicklung.

Neumann studierte Jura an der Universität Hannover sowie Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsakademie Bad Harzburg. Bereits seit 2004 ist er für Tui aktiv, ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Strategie-Projekten des Konzerns. In seiner aktuellen Rolle bei Tui Hotels & Resorts ist er für den internationalen Vertrieb der drei Marken Robinson, Tui Blue und Tui Magic Life verantwortlich.

21. Oktober 2018 – 19:59
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Nach einer technischen Störung hing die "Aida Aura" seit Dienstag im Hafen von Mindelo auf der Kapverden-Insel São Vicente fest. Zu dem Defekt war es auf dem Weg von Madeira zu den Kapverdischen Inseln gekommen. Dies habe dazu geführt, dass warme Speisen nur noch eingeschränkt zubereitet werden konnten, erklärte die Reederei. Antrieb und Klimaanlage seien hingegen nicht betroffen gewesen. Für die rund 1.000 Passagiere habe zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden.

Die mehrtägige Verzögerung resultierte daraus, dass zur Behebung des Schadens Techniker aus Deutschland eingeflogen werden mussten, samt Ersatzteilen und Kabeln. Für den verlängerten Aufenthalt in Mindelo habe Aida Cruises den Gästen ein "vielseitiges Programm" angeboten und sie zu "interessanten Ausflügen auf São Vicente und zu benachbarten Inseln eingeladen", berichtet ein Sprecher auf Anfrage von Reise vor9. Zudem habe die Crew für die Gäste an Deck gegrillt und die Passagiere seien in verschiedene Restaurants an Land eingeladen worden.

Am Sonntagmorgen konnte das Schiff seine Reise schließlich fortsetzen. Es werde am Donnerstag den Hafen von Salvador da Bahía in Brasilien erreichen, teilt Aida Cruises mit. Man arbeite derzeit an einer Aktualisierung des weiteren Reiseverlaufes. Dieser werde Anfang der Woche veröffentlicht.

 

19. Oktober 2018 – 16:53
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Für Lufthansa, Air France/KLM, IAG und Easyjet rutschten die Börsenkurse am Freitag kräftig ab. Die Gründe sind vielfältig. Neben gestiegenen Treibstoffpreisen, Personalmangel bei Piloten und Flugbegleitern kostete das Flugchaos der vergangenen Wochen die Fluggesellschaften viel Geld. Und die Pleitewelle der vergangenen Wochen verschlechtert die Stimmung der Analysten weiter.

Mit kräftigen Kursschwankungen und hohen Verlusten entließen die Börsen Europas Fluggesellschaften ins Wochenende. Lufthansa-Aktien verloren am Freitag mehr als fünf Prozent, in ähnlichem Umfang büßten die Papiere von Air France/KLM, Easyjet und der British-Airways- und Iberia-Mutter IAG an Wert ein. In geringerem Umfang verloren auch Ryanair-Papiere.

Neben einem allgemein eher negativen Börsenklima spielen dabei vor allem branchenspezifische Faktoren eine Rolle. Immer mehr Analysten senken den Daumen. So sehen sich Fluggesellschaften laut dem Investmenthaus Mainfirst aktuell mit einem "toxischen Mix" konfrontiert, der Profitabilität und Rentabilität bedroht. Ursachen seien der starke Kapazitätsausbau im Wintergeschäft, zunehmend unsichere Nachfrageperspektiven und steigende Treibstoffkosten, schrieb Analyst Johannes Braun in einer am Freitag vorliegenden Branchenstudie.

Eine Airline nach der anderen streckt die Segel

Zum negativen Klima trägt auch bei, dass in den vergangenen Wochen eine Airline nach der anderen die Segel streckte. In Europa schlitterte zunächst die niederländische VLM Airlines in die Pleite, danach folgten die Schweizer Regionalairline Skywork, die dänisch-lettische Billigairline Primera Air, dann den Charteranbieter Small Planet Poland und zuletzt Cobalt Air aus Zypern. Small Planet Deutschland fliegt noch, steht aber unter Insolvenzschutz und blickt in eine ungewisse Zukunft. Die deutsche Azur Air, die als Carrier für den Veranstalter Anex Tour dienen sollte, stellte den Betrieb ein und entließ ihre Mitarbeiter.

Ein Grund dafür liegt in massiv gestiegenen Treibstoffpreisen. Rohöl der Nordseesorte Brent verteuerte sich innerhalb eines Jahres um 38 Prozent, der Preis für Kerosin kletterte zeitgleich. Das steigert die Kosten, die im Schnitt rund 20 Prozent der Gesamtkosten einer Airline ausmachen. Hedging-Geschäfte können das Risiko zwar verringern. Doch nicht jede Fluggesellschaft besitzt die liquiden Mittel dafür.

Teufelskreis aus Personalmangel und Flugchaos

Zugleich treibt Personalmangel die Kosten und drückt auf das operative Geschäft. So fehlen den Fluggesellschaften Flugbegleiter und Piloten. Dadurch steigen tendenziell die Löhne. Und last but not least kostete das Flugchaos der vergangenen Monate die Unternehmen jede Menge Geld. Sie mussten Ersatzmaschinen mit Crews anmieten, Überstundenzuschläge bezahlen und die Passagiere entschädigen.

Branchenexperten warnen bereits vor weiteren Pleiten und Fusionen – darunter nicht nur Lautsprecher wie Ryanair Michael O’Leary, der wie in schöner Regelmäßigkeit so auch jetzt ein weiteres Airline-Sterben ankündigte. Davon könnten große Carrier-Verbünde wie die Lufthansa Group, Air France/KLM oder IAG profitieren, die wiederholt ihr Interesse an Zukäufen bekundet hatten.

Christian Schmicke

19. Oktober 2018 – 14:18
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Dort wo sich Massen von Urlaubern drängen, hat die Verwaltung bei der Steuerung der Touristenströme versagt, sagt Professor Harald Zeiss. Für den Geschäftsführer des Instituts für nachhaltigen Tourismus liegt das klar auf der Hand: "Overtourism ist nichts anderes als Undermanagement." 

Werden die schönen Plätze der Welt, die alle besuchen wollen, nicht gemanagt, sorgen die Besuchermassen für Müll, Lärm, Gedränge und Geschubse. Das mögen weder Besucher noch Bewohner. "Erwartung und Wirklichkeit stimmen nicht mehr überein", erklärt Zeiss. Der Hotspot wird zum Problemfall. Hier wird es für die Reiseindustrie kritisch, denn es gibt bereits Listen mit Top-Destinationen, die man meiden soll. Bei "Fodor’s No List 2018" werden unter anderem Venedig, der Taj Mahal im indischen Agra und Amsterdam aufgeführt.

Als Ursachen von Overtourism hat Tourismusexperte Zeiss unter anderem Billigfluggesellschaften, Kreuzfahrtschiffe und die boomende Sharing Economy mit ihrem Paradebeispiel Airbnb ausgemacht. Auch Internet und soziale Medien tragen dazu bei, indem gepostete Geheimtipps in kurzer Zeit zum Massenziel werden. Großen Einfluss habe auch der Megatrend Authentizität. Er sorge dafür, dass Reisende nicht im Hotel residieren wollen, sondern in privaten Unterkünften, um vermeintlich so wie die Bevölkerung zu leben. Ein Trend, der die Urlauberströme der Kontrolle entzieht.

Bündel von Maßnahmen sind nötig

Um die Lage zu entspannen, versuchen die Hotspots die Besucherzahlen zu verringern. So limitiert Barcelona Hotels und Unterkünfte, Venedig führt Zugangsbeschränkungen ein und Dubrovnik begrenzt den Zugang auf 5.000 Touristen. "Doch diese Beispiele zeigen die Hilflosigkeit der Verwaltung", so der Tourismusexperte. Denn nur auf eine Regulierungsmöglichkeit zu setzen, reiche nicht aus. Vielmehr sei ein Gesamtpaket erforderlich: Regulierung des Zugangs, höhere Steuern zu Lasten der Leistungsträger, Regulierung des Angebots an Unterkünften, Einsatz der Einnahmen aus Steuern und Gebühren zu Gunsten der Bevölkerung und proaktive Kommunikation, um Touristen besser zu verteilen. Dazu müssten Urlauber wissen, was es sonst noch alles in einer Region zu sehen gibt.

Als positives Beispiel führte Prof. Zeiss Amsterdam an, das jährlich von 18 Millionen Touristen besucht wird. Overtourism sei dort Wahlkampfthema gewesen. Hauptproblem seien die Partytouristen, die Lärm und Müll verursachen. Die Stadtverwaltung versucht durch Kommunikationsmaßnahmen, die Besucherströme zu verteilen. So werden der Strand von Zandvoort als Amsterdam Beach und das Schloss Muiderslot als Amsterdam Castle beworben. Reiseführer sollen ihre Gruppen in andere Stadtviertel leiten. Wohnungsvermietungen werden im kommenden Jahr eingeschränkt, Apartments dürfen nur noch 30 Tage im Jahr an Reisende vermietet werden. In der Innenstadt werden keine neuen Hotels genehmigt. Die Gästetaxe wird erhöht, Stadt-Ranger sollen für Ordnung sorgen und saftige Strafen für Verstöße kassieren. Einige Straßen im Rotlichtviertel werden künftig für bestimmte Zeit geschlossen. Das Kreuzfahrtterminal soll aus der Stadt verlegt werden.

Infratsruktur für attraktive Regionen

Auch der Grünen-Bundestagsabgeordnete Markus Tressel hält eine Steuerung und nachhaltige Entwicklung des Tourismus für notwendig, um langfristige Erfolge zu erzielen. Denn eine Destination sei nur dann attraktiv, wenn ihre Umwelt intakt sei und sie gute Lebensbedingungen biete. "Das Ziel ist, die Attraktivität der Destination zu erhöhen, ohne sie zu zerstören", sagte Tressel, der Mitglied des Tourismusausschusses des Bundestags ist. Wenn es Probleme durch Overtourism gebe, müsse man regulierend eingreifen, das schade jedoch auch der Destination. Besser sei es, frühzeitig Strategien für nachhaltigen Tourismus zu entwickeln und zum Beispiel mit aktivem Destinationsmanagement, die Leute aus der Stadt zu locken und die Tourismusströme zu entzerren. Gefordert seien Bund, Länder und Kommunen, aber auch Verbände und Leistungsträger des Tourismus und die Medien. "Es ist wichtig, dass Zukunftsfragen des Tourismus thematisiert und diskutiert werden", fordert der Grünen-Politiker. Derzeit boome der Tourismus in Berlin, München, Hamburg, an Nord- und Ostsee, aber in attraktiven Regionen wie etwa dem Harz laufe wenig. Dies könne zum Beispiel mit Infrastruktur-Maßnahmen gesteuert werden. Überlaufene Hotspots würden dadurch entlastet und andere Regionen gefördert. Wenn man weitere attraktive Destinationen in Deutschland aufbaue, würden die bestehenden Anziehungspunkte entlastet, glaubt Tressel. Um Investitionen für den Tourismus zu erleichtern, fordert er eine Tourismus-Förderbank nach österreichischem Vorbild vor. Sie könnte die touristischen Leistungsträger mit den nötigen Krediten versorgen.

Thomas Horsmann

19. Oktober 2018 – 13:44
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Thomas Cook hat sich für die Ausbaupläne in der Hotellerie eine erste Fremdfinanzierung in Höhe von 40 Millionen Euro bei der griechischen Piräus Bank gesichert. Damit und mit weiteren erhofften Mitteln sollen notleidende Hotels aufgekauft und in Anlagen der Eigenmarken umgewandelt werden.

Im März hatten der Konzern und die Schweizer Hotelinvestmentgesellschaft LMEY Thomas Cook Hotel Investments gegründet, um nach dem Vorbild anderer Touristikunternehmen den Aufbau einer eigenen Hotelleriesparte voranzutreiben, die sich nicht, wie bisher überwiegend geschehen, auf Franchisemodelle beschränkt. Nun hat sich das Joint Venture bei der griechischen Piräus Bank eine erste Fremdfinanzierung im Volumen von 40 Millionen Euro gesichert.

Wie es heißt, soll das Geld für "Investitionen in Hotelimmobilien auf den wichtigsten Märkten von Thomas Cook für Sun & Beach-Urlaub im Mittelmeerraum verwendet" werden. Wegen des griechischen Kreditgebers konzentriert sich die Finanzierungsrunde allerdings auf die griechischen Inseln. Ziel sei es, "leistungsschwache, in Not geratene und unterinvestierte Hotels zu erwerben und in Eigenmarkenhotels zu verwandeln". Dazu sei diese "erste Tranche der Finanzierung ein wichtiger Schritt", sagt der Chef von Thomas Cook Hotels & Resorts, Enric Noguer. Nun sollten weitere Mittel beschafft werden, um weitere Immobilien im Mittelmeerraum zu erwerben.

Thomas Cook Hotel Investments umfasst derzeit Hotelimmobilien auf Rhodos, Kreta, Mallorca, Ibiza und dem spanischen Festland. Im Winter sollen rund sieben Millionen Euro das Hotel Sunwing Kallithea auf Rhodos investiert werden und im Sommer 2019 ist die Eröffnung eines Hauses der Marke Casa Cook auf Ibiza geplant.

18. Oktober 2018 – 16:06

 

Unter den Top Ten der Service Champions in Deutschland für das Jahr 2018 sind gleich sechs Unternehmen aus der Reiseindustrie. Spitzenreiter über alle Branchen ist Steigenberger. Aida landet auf dem dritten Platz, gefolgt von Hilton (4) Maritim (5), TUI (7) und Kempinski (8).

Für das Ranking des Dienstleisters Service Value wurden 1,5 Millionen Kundenbewertungen für über 3.000 Unternehmen ausgewertet. Dabei wird die Reiseindustrie in viele einzelne Segmente aufgefächert.

Unter den stationären Reisebüros schieben sich die Alltours Reisecenter an die Spitze, vor Lufthansa City Center und den DER Reisebüros. Unter den Reiseportalen gewinnt Opodo von Expedia und Holidaycheck.

Bei den Reiseveranstaltern verweist Platzhirsch TUI Alltours und Thomas Cook auf Platz zwei und drei. Unter den Kreuzfahrtreedereien lässt Aida Tui Cruises und Celebrity hinter sich. Auf dem Fluss gewinnen 1AVista, Phoenix und A-Rosa.

Lufthansa, Condor und – weit abgeschlagen – Tuifly führen die Fluggesellschaften an. Düsseldorf schlägt Frankfurt und München unter den großen Airports.

Die gesamte Liste und alle Branchenauswertungen finden Sie auf der Website von Service Value.

Thomas Hartung

 

18. Oktober 2018 – 15:09
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Der Reiseveranstalter Bentour verbessert sein Provisionssystem. Ab dem 1. November erhalten Reisebüros für alle Buchungen mindestens elf Prozent Provision. Bislang waren Last-Minute-Angebote und Special Offer davon ausgenommen, dafür gab es zehn Prozent. „Wir möchten unsere Provisionslogik vereinfachen und darüber hinaus ein Zeichen für die Branche setzen“ sagt Christian Hauk, Direktor Marketing & Vertrieb bei Bentour.

Zusätzlich zur Grundprovision zahlt Bentour an seine Reisebüros eine leistungsbezogene Staffelprovision. In der Spitze können Agenturen bis zu 13 Prozent Provision erreichen.

Umsatz überspringt dreistellige Millionen-Marke

Bentour arbeitet in Deutschland mit rund 5.000 Reisebüros zusammen, die dem Veranstalter in diesem Jahr ein zweistelliges Umsatzwachstum beschert haben. „Wir knacken die dreistellige Millionen-Marke“, freut sich Hauk. Bentour wird das Touristikjahr 2017/18 Ende Oktober mit 120.000 Gästen abschließen.

„Reisebüros sind unser wichtigster Vertriebspartner und erster Vertriebsweg“, sagt Bentour-Manager Hauk. „Wir sind überzeugt davon, dass auch in Zukunft Reisen vor allem im Reisebüro gebucht werden und unsere Kunden dort die kompetente Beratung schätzen. Daher ist für uns selbstverständlich, die Arbeit des Reisebüros auch entsprechend zu vergüten.“ Mit den meisten Reisebüro-Ketten und -Kooperationen hat der Reiseveranstalter separate Vereinbarungen geschlossen.

Thomas Hartung

17. Oktober 2018 – 17:49
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Von der Aktion haben in diesem Sommer bereits 15.000 Jugendliche profitiert, nun sollen weitere 12.000 hinzukommen. Im Zuge ihres Jugendreise-Programms spendiert die EU-Kommission weiteren jungen EU-Bürgern zum 18. Geburtstag Interrail-Tickets. Die Teilnehmer bekommen die Fahrkarten für Bahn, Fähre oder Bus geschenkt, Unterkunft und Verpflegung müssen sie selbst bezahlen. Das Programm soll ihnen einen Blick über den Tellerrand ermöglichen. Es geht auf eine Idee von Europa-Aktivisten zurück, jedem EU-Bürger zum 18. Geburtstag ein Interrail-Ticket zu schenken, um die Menschen mit dem Kontinent und unterschiedlichen Kulturen vertraut zu machen.  Die Reisenden sollen als "Botschafter" von ihren Erlebnissen berichten, etwa über soziale Medien oder bei Vorträgen in ihrer Schule.

EU-Bildungskommissar Navracsics erklärte in Brüssel, er habe viele fantastische Geschichten von Teilnehmern gehört. Er sei froh, diese Erfahrung jungen Menschen auch im kommenden Jahr anbieten zu können. Für 2019 können sich junge Menschen zwischen dem 29. November und dem 11. Dezember für die Tickets bewerben. Voraussetzung ist, dass sie Ende dieses Jahres 18 Jahre alt sind.

17. Oktober 2018 – 16:19

Wenn der ägyptische den russischen Präsidenten trifft, ist das für die Touristik meist kein großes Thema. Doch seit 2015 ist das anders, denn der Absturz eines russischen Passagierflugzeugs über dem Sinai veranlasste Wladimir Putin, den Flugverkehr in das Land zunächst komplett zu stoppen. Erst seit April gibt es wieder Verbindungen zwischen Moskau und Kairo. Vorausgegangen war dem ein Treffen zwischen Putin und dem ägyptischen Präsidenten Abdel-Fattah El-Sisi im Dezember 2017, bei dem die Wiederaufnahme des Flugverkehrs vereinbart worden war.

Am Mittwoch trafen Putin und Sisi im russischen Sotchi zusammen. Im Vorfeld hatte der ägyptische Präsident seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass es schon bald wieder Flüge von Russland zu weiteren ägyptischen Flughäfen geben werde. Neben der Syrien-Krise sollten die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern Kernthema der Gespräche sein.

Für die Touristik, auch die hiesige, ist das deshalb wichtig, weil die Russen bis zu dem Absturz im November 2015 allein für rund 60 Prozent des Touristenaufkommens im Land der Pharaonen verantwortlich zeichneten. Durch das Versiegen der Besucherströme aus Russland entstand für die Veranstalter aus den übrigen Quellmärkten eine komfortable Situation, denn der Wegfall der Nachfrage stärkte ihre Verhandlungsposition. Kehren nun die Charterflieger aus Russland zurück, könnten sich die Spielregeln in den Badeorten am Roten Meer wieder deutlich verändern. Mit den sehr niedrigen Preisen der vergangenen Jahre wäre es dann vorbei. Über konkrete Ergebnisse der Gespräche liegen bislang noch keine Informationen vor. Man habe über Handel, Investitionen, Tourismus und andere Angelegenheiten des gegenseitigen Interesses gesprochen, heißt es lediglich in einer Meldung der staatlichen ägyptischen Nachrichtenagentur Al Ahram zu einem Treffen zwischen Sisi und dem russischen Premierminister Dimitri Medwedew.

Christian Schmicke

 

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