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01. August 2018 – 16:06
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"Fragen Sie mich in vier Wochen noch mal", antwortete QTA-Chef Thomas Bösl vor einigen Tagen auf die Frage, wie er die Vergütungsmodelle der großen Veranstalter für das nächste Geschäftsjahr bewerte. Das war klar – schließlich steckt sein Kooperationsverbund mitten in den Verhandlungen mit den Handelsherren über die eine oder andere Zahl und gemeinsame Aktivitäten. Eines konnte Bösl allerdings schon sagen: "Luftsprünge vor Freude habe ich nicht gemacht."

Stabile Kontidionen bei Thomas Cook, DER Touristik und FTI

Das wäre – unabhängig von Bösls sportlichen Qualitäten – auch ungewöhnlich gewesen. Denn ein Sprung nach vorn sind die Provisionen für das Geschäftsjahr 2018/19 aus der Sicht des Vertriebs nicht. Die bestmögliche Variante hieß: Stillstand. Allenfalls noch Thomas Cook konnte mit der Rückkehr von Aldiana ins Vergütungsmodell und mehr Hotel-Incentives ein paar Pünktchen sammeln. Bei FTI und DER Touristik bewegt sich zum neuen Geschäftsjahr so gut wie nichts. Die Münchener hatten allerdings bereits im Vorjahr, ähnlich wie Schauinsland, die Umsatzstaffeln angezogen und bei DER Touristik hatte die Zusammenlegung der Provisionsmodelle der Kölner und der Frankfurter Filiale für Veränderungen gesorgt.

Wohl auch deshalb haben beide Unternehmen beschlossen, in diesem Jahr nicht für neuen Diskussionsstoff zu sorgen. Schauinsland hatte schon vor Jahresfrist verkündet, dass die Vergütungstabelle für zwei Jahre gelten sollte.

Höhere Umsatzhürden bei Tui und Alltours

Ein selbstbewusstes Bekenntnis zu höheren Umsatzhürden kommt aus Hannover. Der Marktführer erhöht – zum ersten Mal seit fünf Jahren, wie Vertriebschef Michael Knapp betont – die Umsatzbarriere zum Erreichen einer bestimmten Provisionshöhe in allen Bindungsstufen um jeweils eine Stufe. Je nach Umsatzvolumen liegen zwischen den einzelnen Stufen zwischen 50.000 und 250.000 Euro. Die Umsatzhürden zum Erreichen der Zehn-Prozent-Marke von 175.000 Euro und zum Eintritt in die Grundprovision, die zusätzliche Einnahmen auf der Basis des so genannten Value-Anteils ermöglicht und bei 225.000 Euro liegt, bleiben gegenüber dem aktuellen Geschäftsjahr unverändert. Um in den Genuss des so genannten Wachstumsincentives in Höhe von drei Prozent zu gelangen, müssen Reisebüros im nächsten Geschäftsjahr mindestens fünf statt wie bisher drei Prozent Mehrumsatz generieren.

Alltours verabschiedet sich unterdessen von der 2014 eingeführten „Zehn-Prozent-ab-der-ersten-Buchung“-Strategie, mit der kleine Reisebüros umworben wurden. Zudem liefert das neue, auf zwei Jahre festgelegte Modell höhere Umsatzhürden. So gibt es nun erst ab 200.000 Euro Umsatz und nicht wie bisher ab 160.000 Euro elf Prozent.

Die Argumente bleiben dieselben

Die Argumentation der Veranstalter bleibt dieselbe wie jedes Jahr. Wachsende Umsätze führen automatisch dazu, dass immer mehr Reisebüros in höhere Umsatzstufen vorrücken. Die Vertriebskosten steigen damit. Um konkurrenzfähig zu bleiben müsse man die Vergütungsstufen der eigenen Umsatzentwicklung anpassen. Schließlich sei der Margendruck groß – besonders bei Produkten,, die man nicht exklusiv vermarkte. Darauf verweisen die Unternehmen auch dann, wenn sie gerade mal nichts verändern – so wie FTI-Geschäftsführer Ralph Schiller, der seine stabilen Konditionen angesichts anhaltenden zweistelligen Wachstums als "Dank an die Vertriebspartner" bezeichnet. Werden die Daumenschrauben hingegen, wie in diesem Jahr bei Tui, angezogen, dann erfolgt dies stets unter ausdrücklicher Erwähnung zusätzlicher Umsatzchancen für den Vertrieb, beispielsweise durch ein zusätzliches Angebot an Hotels, für die es Zusatzvergütungen gibt, oder durch eine allgemeine Portfolio-Ausweitung.

Das ist betriebswirtschaftlich völlig nachvollziehbar. Allerdings ist bei den Reisebüros – wie allerdings auch bei den Veranstaltern – der Arbeitsaufwand gerade im vergangenen und in diesem Jahr deutlich gestiegen. Airline-Pleiten, Flugzeitenänderungen, Flugausfälle und die neue Rechtsprechung mit zusätzlichen Informationspflichten und mehr Bürokratie bilden einen Cocktail, der dem stationären Vertrieb auch bei stabilen Provisionen mehr Arbeit und damit auch höhere Kosten aufbürdet. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund forderte QTA-Chef Bösl Veranstalter und Airlines bereits im Januar auf, "ihre wichtigsten Vertriebspartner besser zu unterstützen und Leistungen finanziell anzuerkennen“. Viel zu sehen ist davon in den aktuellen Vergütungsmodellen nicht.

Christian Schmicke

 

01. August 2018 – 15:13

Noch ist nur die Elbe an manchen Stellen für die Schifffahrt gesperrt, doch auch Rhein und Donau haben nach der langen regenlosen Zeit der letzten Wochen sehr niedrige Wasserstände. Das macht Anbietern von Flusskreuzfahrten Sorgen. Die großen Anbieter Nicko Cruises und Phoenix Reisen sind derzeit nicht auf der Elbe unterwegs. Nicko Cruises plant zum Beispiel im Sommer keine Elbe-Kreuzfahrten, weil sie "in den Sommermonaten meist anfällig ist für Niedrigwasser". Ebenso hält es Phoenix Reisen. 

Auf dem Rhein und auch auf der Donau ist die Lage bedrohlich. "Wir sind deshalb in engem Austausch mit unseren Reedereien und beobachten den Wasserstand sehr genau", so ein Sprecher von Nicko Cruises. Je nach Tiefgang des betroffenen Schiffs kann es in den kommenden Tagen zu Umroutungen von Schiffen aufgrund des Niedrigwassers kommen. Etwaige Routenänderungen erfolgen dann kurzfristig in Absprache mit der Reederei, so der Nicko-Sprecher weiter.

Noch sind alle Schiffe unterwegs

Auch bei Phoenix Reisen sind alle Kreuzfahrtschiffe unterwegs. "Bei uns konnten bislang alle Fahrten auf Rhein und Donau wie geplant stattfinden", erklärte ein Sprecher auf Anfrage. Man beobachte sehr genau die Wetterlage und die Pegelstände der Flüsse. Zudem stehe Phoenix Reisen in ständigem Kontakt zu Reedereien, Häfen, Liegeplätzen und den zuständigen Ämtern, um schnell und flexibel reagieren zu können. An der Donau zwischen Straubing und Regensburg ist die Lage kritisch. Die Schifffahrt durch den Donaudurchbruch ist wegen Niedrigwasser vorübergehend eingestellt. Nötigenfalls werden an Problemstellen Busse eingesetzt, so der Phoenix-Reisen-Sprecher. Umbuchungen werde es aber erst dann geben, wenn eine Flusskreuzfahrt ganz abgesetzt werden müsse.

Kleinere Maßnahmen, die jetzt schon teilweise an Rhein und Donau ergriffen werden, sind etwa veränderte Liegeplätze und geringere Fahrgeschwindigkeiten. Die Zeitpläne werden entsprechend angepasst. 

THo

 

01. August 2018 – 13:49
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Anfang August 2008 flog die erste Maschine des Großraumfliegers für die Golfstaaten-Airline von Dubai nach New York. Das war natürlich nicht der erste kommerzielle Linienflug des Airbus A380 – den hatte Singapore Airlines bereits im Oktober 2007 durchgeführt, und zwar mit 18-monatiger Verspätung gegenüber den ursprünglichen Plänen.

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So war Emirates zwar nicht der erste Kunde für den Doppelstöcker, wohl aber mit weitem Abstand der größte. 104 Maschinen des Typs fliegt der Carrier aus Dubai bereits, 58 weitere sind bestellt. Ohne Emirates, darüber sind sich die Fachleute einig, hätte Airbus die Produktion des A380 längst einstellen müssen. Dieses Szenario war angesichts einer anhaltenden Absatzflaute des Supervogels bei den anderen großen Airlines seit 2014 Gegenstand der Diskussion.

Retter in der Not

Diese Debatte erstreckte sich über lange Monate, bis Emirates Anfang des Jahres den Kauf von 36 weiteren Flugzeugen bekannt gab. Damit sei die Produktion für mindestens zehn weitere Jahre gesichert, erklärte Airbus-Verkaufschef John Leahy. Die nackten Zahlen unterstreichen diese Aussage. Zum Vergleich: Der zweitgrößte A380-Kunde Singapore Airlines betreibt 21 Maschinen dieses Typs, drei weitere sind bestellt. Und Lufthansas A380-Flotte nimmt sich mit 14 Exemplaren noch bescheidener aus.

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Dass Emirates so viele der Großraumflieger beschäftigen kann, liegt vor allem an der Rolle von Dubai als Hub, über den die Airline den Verkehr von Nordamerika und Europa nach Asien, Ozeanien und Afrika sowie in umgekehrter Richtung streut. Voll besetzt bietet der A380 durchaus Kostenvorteile. Nach Herstellerangaben verbraucht er pro Passagier und pro 100 Kilometer nur drei Liter Kerosin. Die Betriebskosten sollen rund 20 Prozent unter denen bisheriger Großraumflugzeuge liegen. Allerdings wird es nicht leichter, die großen Maschinen auszulasten, denn die Konkurrenz ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Neben Etihad und Qatar Airways verfolgt auch Turkish Airlines eine ähnliche Strategie wie Emirates. Und mit der Fertigstellung des neuen Großflughafens in Istanbul Ende Oktober wird die türkische Fluggesellschaft ihren Expansionskurs auf den Routen zwischen Europa und Asien nochmals verschärfen.

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Auch für die deutsche Wirtschaft ist die Liaison zwischen Emirates und Airbus nicht ganz unwichtig. Neben Düsseldorf, Frankfurt und München fliegt die Golfstaaten-Airline ab Ende Oktober auch von Hamburg mit dem A380. Das gefällt Konkurrenten wie Lufthansa nicht, weil sie sagen, Emirates fliege mit staatlichen Subventionen aus Dubai. Emirates-Chef tim Clark meint dagegen: „Die A380 fördert Tourismus und Handel, wo auch immer sie hinfliegt, indem sie weiteren Verkehr und eine steigende Nachfrage stimuliert.“

Standort Deutschland

Last but not least werden auch größere Teile des A380 hierzulande gebaut. Deutschland liefert das vordere und hintere Rumpfteil sowie das Seitenleitwerk. Cockpit, Flugsteuerung und Mittelteil kommen aus Frankreich. Großbritannien steuert die Tragflächen und Spanien das Heck bei. Zusammengebaut wird das Flugzeug im französischen Toulouse. Die Inneneinrichtung wird schließlich im Airbus-Werk Hamburg-Finkenwerder eingebaut, wo der Supervogel auch lackiert wird.

Christian Schmicke

 

01. August 2018 – 08:02
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Die FTI-Gruppe schafft neue Anreize für Reisebüros. Während das Provisionssystem weitgehend bleibt wie bisher, gibt es mit den „PROFIsions-Wochen“ und dem „Meeting Point Hotels-Bonus“ zusätzliche Verdienstmöglichkeiten für den Vertrieb.

Sonderprovision für die Destination der Woche

Die FTI „PROFIsions-Wochen“ belohnen Engagement und Expertenwissen mit 20 Prozent Provision. Diese neue Vertriebsaktion rückt jede Woche eine andere Destination in den Fokus, die besonders beratungsintensiv ist. E-Learnings, Webinare und Videos machen Expedienten fit für die Kundenberatung.

Für alle Neubuchungen in die jeweilige Destination der Woche erhalten Reisebüros eine einmalige Sonderprovision von 20 Prozent, unabhängig von der regulären Provisionsstaffel der Agentur. „Wir möchten mit der Aktion Spezialwissen vermitteln“, sagt Richard Reindl, Director Sales & Trademarketing. „Wer sich auskennt und das in Buchungen umsetzt, wird sofort belohnt.“

Bonus für FTI-Hotelmarken

Wie die Wettbewerber belohnt FTI künftig Buchungen der eigenen Hotelmarken. Für alle Umsätze gibt es im kommenden Geschäftsjahr einheitlich ein halbes Prozent extra auf die reguläre Grundprovision ab einem FTI-Gruppenumsatz von 100.000 Euro.

„Mit mehr als 60 Häusern in neun Destinationen, die über rund 14.000 Zimmer verfügen, können Reisbüros ihren Kunden nicht nur eine sehr breite Auswahl an Meeting-Point-Hotels bieten, sondern sich auch gleichzeitig eine attraktive Zusatzprovision sichern“, so Richard Reindl.

Neben der Hauptmarke Labranda hat FTI sein Portfolio erweitert. Die Hotelmarken Design Plus mit je einem Vertreter auf Gran Canaria und an der türkischen Ägäis, die Premium-Marke Kairaba, die Budget-Häuser Lemon & Soul sowie ein internationales Clubkonzept ergänzen die FTI-eigene Hotelwelt.

Buchungen zweistellig im Plus

„Wir wollen uns bei unseren Vertriebspartnern bedanken, sie weiterhin am Erfolg teilhaben lassen“, sagt Ralph Schiller, Managing Director der FTI-Gruppe, zur Vergütung für das kommende Jahr. „Im Veranstaltergeschäft verzeichnen wir für die aktuelle Sommersaison sowohl beim Umsatz als auch bei der Anzahl der Gäste ein zweistelliges prozentuales Wachstum.“ Auch der Winter sei gut angelaufen.

31. Juli 2018 – 16:18
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Nachdem es in Tadschikistan am 29. Juli rund 100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Duschanbe im Bezirk Danghara zu einem Überfall auf eine Gruppe von ausländischen Fahrradfahrern kam, hat das Auswärtige Amt seine Sicherheitshinweise für das Land überarbeitet. Bei dem Überfall, zu dem sich die Terrororganisation IS bekannte, starben zwei US-Bürger, ein Niederländer und ein Schweizer. Drei weitere Personen der Gruppe wurden leicht verletzt.

IS reklamiert Tat für sich

Die Fahrradfahrer waren zunächst von einem Pkw angefahren und anschließend auch mit Messern angegriffen worden, daher und angesichts der Selbstbezichtigung des IS schließen die ermittelnden Behörden einen terroristischen Tathintergrund nicht aus. Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, so wörtlich "besonders wachsam und vorsichtig zu sein". Aufgrund von verstärkten und voraussichtlich andauernden Kampfhandlungen im Großraum Faizabad rät es bis auf weiteres von Reisen in den tadschikischen Grenzbezirk Ischkaschim ab. Fahrten nahe der Grenze zu Afghanistan sollten "nur nach vorheriger Information über die aktuelle Sicherheitslage und unter größtmöglicher Umsicht" durchgeführt werden.

Alle Angreifer tot

Nach dem Überfall waren die Behörden offenbar zunächst von einem Autounfall ausgegangen und hatten mit einem Großaufgebot in der Region Danghara nach den mutmaßlichen Unfallverursachern gefahndet. Laut Agenturmeldungen unter Berufung auf das Innenministerium stürmte bei der geplanten Festnahme ein Mann mit einer Axt auf einen Polizisten und verletzte diesen schwer. Bei dem anschließenden Zugriff seien alle vier mutmaßlichen Täter im Alter zwischen 18 und 26 Jahren getötet und mehrere Mitglieder der verbotenen „Wiedergeburtspartei“ festgenommen worden.

Im mehrheitlich muslimischen Tadschikistan geht der seit 1992 autoritär regierende Präsident Emomali Rachmon hart gegen religiösen Fundamentalismus, aber auch gegen gemäßigte Muslime vor. Extremistische Gruppen wie der IS werben unterdessen gezielt um Kämpfer aus der verarmten zentralasiatischen Bergregion.

Beliebtes Wander- und Kletterziel

Ein touristischer Hotspot ist Tadschikistan nicht. Das gebirgige Land mit seinen über 5.000 Kilometer hohen Bergen ist aber touristisch vor allem bei Wanderern und Kletterern beliebt. Zahlreiche deutsche Veranstalter haben Reisen nach Tadschikistan im Programm, die zuweilen mit dem Besuch von Usbekistan kombiniert werden.  Auch der Bezirk, in dem sich der Überfall ereignete, wird von deutschen Reisegruppen frequentiert, zum Beispiel von Studiosus. Der Veranstalter will nun zügig entscheiden, ob die nächsten geplanten Reisen am 10. Und 17. August stattfinden können. Unabhängig davon räume Studiosus den Reisenden für beide Termine ein Recht auf kostenlose Stornos oder Umbuchungen ein, heißt es auf der Website.

 

31. Juli 2018 – 15:11
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Schon im vergangenen Jahr waren entsprechende Pläne bekannt geworden. Nun macht die einstige japanische Hauptstadt, die wegen ihrer zahlreichen buddhistischen Tempel, Gärten, Kaiserpaläste, Shintō-Schreine und traditionellen Holzhäuser zu den wichtigsten touristischen Anziehungspunkten des Landes gehört, ernst. Vom 1. Oktober an erhebt die Stadt im Westen der japanischen Hauptinsel Honshu eine Übernachtungssteuer. Dabei wird die Bettensteuer nicht nur in Hotels, sondern auch in den traditionellen japanischen Herbergen (Ryokan) sowie in privat vermieteten Unterkünften (Minpaku) fällig.

Die Höhe der Abgabe richtet sich nach dem Zimmerpreis und gilt pro Person und pro Nacht. Für Zimmer unter 20.000 Yen, gut 150 Euro, werden 200 Yen zusätzlich eingehalten, das entspricht 1,53 Euro. Für Übernachtungen zwischen 20.000 und 49.999 Yen, also zwischen 150 und 380 Euro, sind es 500 Yen (3,82 Euro) und ab 50.000 sind es zusätzliche 1000 Yen (7,60 Euro).

Touristisch im Aufwind

Japan erlebt aktuell einen Touristenboom und Kyoto ist die Stadt, die wohl am meisten davon profitiert. Über 55 Millionen Besucher pro Jahr reisen derzeit in die alte Kaiserstadt. Die Einnahmen aus der neuen Steuer sollen die touristische Infrastruktur verbessern helfen. Dazu gehören Informationsschalter, eine effizientere Verkehrsplanung, mehrsprachige Verkehrsschilder oder ein besser ausgebautes Wifi-Netzwerk.

Die Steuer wird auf der Rechnung separat ausgewiesen und entweder direkt in die Übernachtungsgebühr inkludiert oder zusätzlich vor Ort erhoben.

In Tokio oder Osaka gibt schon länger Touristensteuern, in Tokio seit 2002, in Osaka seit 2017, aber die Gebühren werden nur bei Übernachtungen in Hotels fällig. Beide Städte planen allerdings eine Ausweitung auch auf private Anbieter, ähnlich wie in Kyoto.

AF

 

31. Juli 2018 – 14:53

Vor zwei Jahren war es das Samsung S 7 Mobiltelefon, dessen Akku zu schnell überhitzte und Feuer fing. Die Fluggesellschaften verboten daraufhin die Mitnahme dieses speziellen Geräts, Samsung nahm schließlich alle Mobiltelefone mit den fehlerhaften Batterien vom Markt. Nun ereigneten sich in den letzten zwölf Monaten auf Flügen der Lufthansa mehrere Vorfälle mit Ersatz-Akkus für Handys, Laptops oder Tablets, genannt Powerbanks. Auch andere Airlines waren schon wiederholt davon betroffen. Diese Akkus werden an der Steckdose aufgeladen und geben dann die richtige Ampere-Menge an das Mobilgerät ab. Zuletzt hatte eine dieser mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgestatteten Powerbanks am 23. Juni in einem Airbus A340 auf dem Flug von San Diego nach Frankfurt Feuer gefangen. Der Crew gelang es, das Feuer schnell zu löschen, der konnte wie geplant zu Ende geführt werden.

Genauere Infos

Doch die Zwischenfälle bewogen die Lufthansa-Group nun, mit einer Informationskampagne ihre Fluggäste über die Regeln im Zusammenhang mit Lithium-Akkus ausgestatten Geräten aufzuklären. Fakt ist: Ersatzbatterien, Powerbanks und E-Zigaretten dürfen nur im Handgepäck mitgeführt werden, um die Brandgefahr im Frachtraum zu reduzieren. Erlaubt sind außerdem nur zwei Ersatzbatterien mit jeweils maximal 160 W/h im Handgepäck. Die Akkus müssen einzeln gegen Kurzschluss geschützt sein, das geht zum Beispiel mit einem Klebeband über den Kontaktflächen.

Dieses wird den Flugpassagieren nun über Ansagen am Gate mitgeteilt. Außerdem werden sie vor dem Flug per E-Mail informiert, welche Gegenstände sie im Handgepäck mitführen dürfen. Die Home-Print-Bordkarte enthält einen entsprechenden Hinweis, ebenso wie die Bildschirmschoner der Check-in-Kioske und Self Bag Drop-Automaten. Ab sofort gibt es an den Flughäfen für Austrian Airlines, Lufthansa und Swiss zudem einheitliche Aufsteller mit Hinweisen auf verbotene und gefährliche Gegenstände im aufgegebenen Gepäck und Handgepäck.

AF

 

31. Juli 2018 – 14:19
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Nahezu täglich befasst sich angesichts der anhaltenden Streiks bei Ryanair jemand mit der Frage, welche Möglichkeiten Passagiere haben, wenn sie von den daraus resultierenden Flugausfällen betroffen sind. Dabei widersprechen die Auffassungen einander bisweilen deutlich. Während etwa das Fluggastrechteportal Airhelp jubiliert, nach den Streiks im Juli stünden Ryanair-Passagieren 33 Millionen Euro an Entschädigungen zu, kommt die kürzlich vom Fluggastportal Flightright übernommene Plattform Flugrecht zu einem ganz anderen Ergebnis. "Die Rechtsprechung zu regulären Streiks ist bisher eindeutig auf Seiten der Airlines", schreibt der Betreiber an Reise vor9. Mit anderen Worten: Es besteht kein Anspruch auf Entschädigung.

Völlig unstrittig ist lediglich, dass Fluggäste im Fall der Flugannullierung, Nichtbeförderung oder bei Verspätung von mindestens fünf Stunden die Möglichkeit haben, zwischen der Erstattung des Flugpreises und anderweitiger Beförderung zu wählen. Darauf weist das Luftfahrt-Bundesamt hin. Zudem sei die Fluggesellschaft verpflichtet, die Betreuung der Passagiere entsprechend der Wartezeit zu gewährleisten und angemessene Kosten für eventuelle Übernachtungen zu übernehmen, außer, die Passagiere wählen die Kostenerstattung. Dies sei Teil der Verordnung EG 261/2004 und gelte auch bei Streiks.

BGH definiert Streiks als außergewöhnliche Umstände

Komplizierter ist die Lage beim Thema Schadenersatz. Ryanair hatte ihren Kunden gleich nach beginn der Streiks schon mitgeteilt, dass sie keine Entschädigung erwarten könnten. Denn die Annullierungen seien durch "außergewöhnliche Umstände hervorgerufen" worden, so die Fluggesellschaft. Gemäß EU-Recht müsse die Airline nicht zahlen, wenn die Gewerkschaften "unvernünftig und völlig außerhalb des Einflussbereiches der Airline handeln".

Zumindest die bisherige Rechtsprechung in Deutschland sieht das genauso. Der Bundesgerichtshof hat 2012 und 2014 entschieden, dass ein rechtmäßiger Streik der Mitarbeiter eines Luftfahrtunternehmens ein außergewöhnlicher Umstand ist. Allerdings entschied der Europäische Gerichtshof im Fall der wilden Streiks bei Tuifly, als sich Mitarbeiter massenhaft krank gemeldet hatten anders und erklärte, der unangekündigte Streik des Airline-Personals befreie die Fluggesellschaften nicht von ihrer Pflicht, Passagiere zu entschädigen.

EuGH sieht Airlines in der Pflicht

Auf das EuGH-Urteil berufen sich diejenigen, die von einer Entschädigungspflicht für Ryanair ausgehen. So hat etwa Reiserechtler Ronald Schmid "erhebliche Zweifel", ob die bisher in Deutschland überwiegende Rechtsprechung zu diesem Thema noch zu halten ist. "Aus der Entscheidung des EuGH zum wilden Streik bei Tuifly lassen sich durchaus gewichtige Argumente dafür herleiten, dass die Rechtsprechung des BGH einer Überprüfung durch den EuGH nicht standhalten könnte", schreibt er.

Ähnlich argumentiert Airhelp: “Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist für sämtliche Gerichte in der EU verbindlich und betrifft alle gleichermaßen – auch Ryanair“, meint das Portal. Alle Streiks von Airline-Personal würden nach geltendem EU-Recht nicht länger als außergewöhnliche Umstände verstanden, die die Airlines von ihrer Pflicht befreien, eine Entschädigung in Höhe von bis zu 600 Euro pro Person zusätzlich zur Umbuchung oder Erstattung ihres Tickets auszuzahlen. Dafür werde man "wenn nötig, auch vor Gericht ziehen".

Genau da liegt der Knackpunkt, denn der EuGH müsste im konkreten Fall entscheiden, ob zulässige Streiks die Airlines von der Entschädigungspflicht befreien oder nicht. Und dafür muss erst einmal der Klageweg beschritten werden.

Christian Schmicke

31. Juli 2018 – 13:59
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Für viele Kunden ist die Meinung anderer Urlauber wichtig. Doch nicht immer sind Hotelbewertungen echt. Reisebüros können sich hier auf die Trusted Reviews in Traveltainment Bistro Portal verlassen: 1,7 Millionen Hotelbewertungen für 15.000 Hotels von Urlaubern, die nachweislich dort waren.

Schon bei der Hotelsuche in Bistro Portal leisten die Trusted Reviews den Reisebüros wertvolle Hilfe. Denn mit wenigen Klicks werden Häuser mit schlechteren Noten erst gar nicht angezeigt. Und das geht so: Der Button Hotelbewertung in der Suchleiste der Beratungsmaske öffnet ein Menü mit Filtermöglichkeiten auf Grundlage der Kundenbewertungen.

Die Suche über die Gesamtbewertung legt fest, welchen Durchschnitt alle Bewertungen eines Hotels mindestens haben müssen, um in der Hotelliste angezeigt zu werden. Steht der Schieberegler beispielsweise auf 5.0, erscheinen nur Hotels, die mindestens einen Gesamtbewertungsdurchschnitt von 5 (von maximal 6) haben.

Die Suche über die Weiterempfehlungsrate findet Hotels, die mindestens 80, 90 oder sogar 100 Prozent aller Gäste weiterempfehlen. Die Weiterempfehlungsrate sagt oft mehr aus als die Durchschnittsnote.

Die Suche über die Anzahl der Bewertungen pro Hotel legt fest, wie viele Hotelbewertungen mindestens für ein Hotel vorliegen müssen, damit es in der Hotelliste angezeigt wird. Als Faustregel gilt, dass sich ab zehn Bewertungen ein recht verlässliches Stimmungsbild über ein Hotel ablesen lässt.

Eine weitere Option ist die Suche über die Zielgruppe. Sie findet ausschließlich Hotels, die von der ausgewählten Zielgruppe bewertet wurden. Ist als Zielgruppe zum Beispiel Familie ausgewählt, zeigt die Hotelliste nur Hotels an, die Familien bewertet haben.

Wem diese Filtermöglichkeiten noch nicht ausreichen, der kann alle Filter auch beliebig miteinander kombinieren. Außerdem kann gezielt mit Kriterien gesucht werden, die dem Urlaubssuchenden besonders wichtig sind, beispielsweise eine großzügige Poollandschaft und eine gute Kinderbetreuung.

30. Juli 2018 – 15:31
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In der Urabstimmung über den Manteltarifvertrag  und den Vergütungstarifvertrag für die Piloten von Ryanair haben sich 96 Prozent der Teilnehmer dafür ausgesprochen, ihre Forderungen mit Hilfe von Streiks durchzusetzen. Diese sollen "aus Rücksichtnahme auf die Passagiere mindestens 24 Stunden vorab angekündigt" werden, erklärt die Pilotengewerkschaft Cockpit. Zudem räumt die Arbeitnehmervertretung der Airline noch eine Möglichkeit ein, Arbeitskämpfe zu vermeiden. "Wir geben Ryanair eine allerletzte Frist bis zum 6. August, um doch noch ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Leider ist dies bislang nicht erfolgt, und auch die Gespräche am vergangenen Freitag blieben ohne den erhofften Fortschritt", sagt Ingolf Schumacher, Vorsitzender Tarifpolitik bei der Gewerkschaft.

Ryanair habe in den Verhandlungen seit Januar dieses Jahres "auf Zeit gespielt", wirft Schumacher dem Management vor. Wenn nun auch das Signal der Urabstimmung nicht ernst genommen werde, seien Streiks unvermeidlich. Ryanair solle "endlich den Geisterfahrerkurs gegen alle Gewerkschaften des Cockpit- und Kabinenpersonals in ganz Europa beenden", so der Gewerkschaftsvertreter.

Die Pilotenvereinigung fordert von der Fluggesellschaft den Abschluss von Tarifverträgen, die bislang noch nicht existieren. Bisher seien dabei allerdings "keine substantiellen Verhandlungsfortschritte" erzielt worden, heißt es von Gewerkschaftsseite. In der vergangenen Woche drohte das Unternehmen den Mitarbeitern mit Versetzungen und Stellenstreichungen in Irland, wo die Piloten und das Kabinenpersonal bereits mit Streikmaßnahmen begonnen hatten, aber auch in Deutschland.

 

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