06. November 2018 – 17:12
anyamuellereckert

Die Reisebüroorganisation aus Geschwand hat den Umsatz im auslaufenden Geschäftsjahr nach eigenen Angaben um 10,4 Prozent gesteigert. Besonders gut hätten sich innerhalb des Veranstaltersortiments die sogenannten „Fairplay-Partner“ entwickelt, die zweistellige Provisionen von der ersten Buchung anzahlten, erklärt Geschäftsführerin Anya Müller Eckert. Schmetterling vermittelte im vergangenen Geschäftsjahr mit rund 4.000 Vertriebsstellen europaweit Reiseleistungen im Volumen von 2,27 Milliarden Euro.

06. November 2018 – 16:41

 

Kreuzfahrt durchs Mittelmeer oder doch lieber Badeurlaub auf Mallorca? Die Wahl von Unterkunft und Ziel des nächsten Urlaubs will wohl überlegt sein. Mit der Live Beratung von Traveltainment Bistro Portal können Expedienten ihren Kunden die Entscheidung erleichtern: Das Modul erzeugt nämlich eine Webseite mit allen Angeboten aus dem Beratungsgespräch – auch bei  unterschiedlichen Reisearten wie Kreuzfahrt oder Pauschalreise.

Ein Beispiel: Nach einem gelungenen Skiurlaub plant Familie Jäger ihre nächste Sommerreise. Die Vorstellungen der Familienmitglieder gehen jedoch weit auseinander: Vater und Tochter möchten möglichst viele Ziele in kurzer Zeit sehen und denken an eine Mittelmeerkreuzfahrt. Mutter und Sohn hingegen würden lieber an Land bleiben und favorisieren einen klassischen Badeurlaub auf Mallorca. Passende Angebote zu den unterschiedlichen Ansprüchen hat der Expedient schnell gefunden, doch Familie Jäger steht eine Entscheidung bevor, die sie am besten in aller Ruhe von zuhause aus trifft. Und hier kommt die Live-Beratung ins Spiel.

In Traveltainment Bistro Portal sucht der Expedient zunächst über das Modul Cruise nach Kreuzfahrtangeboten im Mittelmeer. Mit einem Klick auf den Button Zu Live Beratung hinzufügen im Register Vakanz überträgt er die Angebote in die Live Beratung. Dort erstellt er mit den übertragenen Angeboten eine neue Beratung für Familie Jäger.

Bistro Liveberatung Kombi Hotel Schiff 1

 

Anschließend sucht der Expedient in der Bistro Portal Beratungsmaske Pauschalreisen nach Angeboten für einen Badeurlaub auf Mallorca. Auch diese überträgt er in die Live-Beratung, hier per Rechtsklick auf ein Angebot und dann über die Option Angebot zur Live Beratung hinzufügen. Im Register Live-Beratung fügt er anschließend die Angebote zu Familie Jägers Beratung hinzu.

Bistro Liveberatung Kombi Hotel Schiff

 

In der Beratung erzeugt ein Klick auf Veröffentlichen schließlich die Angebotswebseite für Familie Jäger. Haben die Jägers den Link zur Webseite erhalten, können sie dort alle Kreuzfahrt- und Pauschalreiseangebote aus dem Beratungsgespräch miteinander vergleichen und entscheiden, ob der Urlaub auf hoher See oder an Land stattfinden wird.

Bistro Liveberatung Kombi Hotel Schiff 3

Die Module Live-Beratung in Traveltainment Bistro Portal und Cruise sind kostenpflichtig.

Diesen Praxistipp hat Traveltainment für die Leser von Reisevor9.de bereitgestellt.

 

 

 

06. November 2018 – 15:58

16 Wald- und Buchbrände entlang der beliebten südafrikanischen Touristenstrecke konnten bislang nicht gelöscht werden. Betroffen ist die gesamte Länge der Outeniqua-Berge im Hinterland der Gartenroute, die zwischen Mossel Bay und Port Elisabeth verläuft.

Die Brände waren vor drei Woche auf Grund der langanhaltenden trockenen Witterung ausgebrochen. Am vergangenen Wochenende hatten starke Winde und hohe Temperaturen dazu geführt, dass die Feuer außer Kontrolle gerieten. Laut der südafrikanischen Zeitung "Times-Live" verbrannten 92.000 Hektar Wald- und Buschland. Etwa 20 Häuser, Sägewerke und Pinienplantagen wurden in dem dünn besiedelten Gebiet zerstört. Am Wochenende mussten 2.000 Einwohner kleinerer Ortschaften evakuiert werden. Insgesamt starben neun Menschen, darunter sechs Kinder, so die Zeitung. Inzwischen seien die meisten Brände gelöscht und es werde bereits mit Aufräumarbeitern begonnen. Leichter Regen begünstigte die Löscharbeiten. Auf der Gartenroute kommt es dennoch immer wieder zu Rauchbelästigung. Einzelne Abschnitte der Küstenstraßen N2 wurden aus Sicherheitsgründen vorübergehend für den Verkehr gesperrt. Eine nachhaltige Entspannung der Lage ist derzeit nicht in Sicht.

Studienreisespezialist Studiosus teilt mit, dass die Feuer den Veranstalter bislang nicht zu größeren Änderungen der Reisepläne gezwungen hätten. "Abgesehen von kleineren Verzögerungen im Tagesablauf konnten wir alle unsere Programme auf der Gartenroute wie geplant durchführen“, so Studiosus. Da die Behörden nicht mit einem schnellen Ende der Buschfeuer rechneten und Straßensperrungen nicht ausgeschlossen seien, könnte es insbesondere in der Region um den östlich von Knysna gelegenen Storms River zu Verzögerungen in einzelnen Tagesprogrammen kommen, informiert der Reiseveranstalter. Bei Bedarf würden die Routen angepasst. "Nach aktuellem Lage-Stand gehen wir jedoch grundsätzlich davon aus, dass wir die Region wie bisher ohne größere Einschränkungen besuchen können", so Studiosus. Es bestehe daher auch weiterhin kein Recht auf kostenlose Umbuchung oder Stornierung von gebuchten Südafrika-Reisen.

 

Von den Feuern seien keine Touristen und auch keine Guest Houses unmittelbar betroffen, teilt das South African Tourism Board  auf Anfrage mit. Reisende können sich im Fall von Waldbränden bei den jeweiligen Touristen Informationszentren informieren. Im Fall von Knysna wäre das beispielsweise Knysna Tourism.

 

Thomas Horsmann

06. November 2018 – 15:12
sperlulrichpuchmueller

Uli Sperl, zuletzt Group Commercial Director der Thomas Cook Group, verlässt das Unternehmen Ende des Jahres, um „eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen“, wie der Konzern mitteilt. Sperl, der knapp 19 Jahre für Thomas Cook arbeitete, war zuletzt unter anderem für das Cook-eigene Produktportfolio und den Hoteleinkauf verantwortlich.

Seine Aufgaben übernimmt Christian Funk zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben als Leiter Ancillaries, also Zusatzverkäufe, und des Premium-Produkts. Er berichtet weiterhin direkt an Chris Mottershead, Leiter des Bereichs Produkt & Operations der Thomas Cook Group.

 

06. November 2018 – 15:00
helmreichlars

Die Kette, die zum Burghausener Konglomerat RT Reisen gehört, hat Anfang November fünf weitere Reisebüros übernommen und damit die Zahl der Eigentumsbüros auf 172 gesteigert. Zum Franchise-Bereich der Kette mit Sitz in Hamburg zählen derzeit 143 Partner. Bereits Anfang des Jahres hatte Reiseland drei Reisebüros gekauft.

Sämtliche Mitarbeiter der fünf Büros würde übernommen, kündigt Reiseland-Geschäftsführer Lars Helmreich an. In vier der neuen Reiseland-Büros hätten sich die bisherigen Geschäftsführer aus Altersgründen zurückziehen wollen, erläutert der Kettenchef. Diese blieben ihren früheren Büros für eine Übergangszeit als Büroleiter erhalten. Bei einem weiteren Büro plane die Inhaberin, die Welt jenseits des Counters besser kennenzulernen. Sie wolle auswandern.

Mit dem Kauf der Büros würden "weitere weiße Flecken auf der Filialen-Landkarte geschlossen", sagt Helmreich. Die Neuzugänge liegen in Kappeln an der Schlei, Hamburg-Eppendorf, Hannover-Vahrenwald, Bretten und Schwäbisch-Gmünd. Sie sollen nun in den kommenden Monaten mit Schulungen und Unterstützung aus der Hamburger Zentrale mit dem neuen Arbeitgeber vertraut gemacht werden.

06. November 2018 – 14:41
easyjetwrightelectric

Der britische Billigflieger hat mit dem US-amerikanischen Startup Wright Electric eine Vereinbarung über den Bau von elektrisch angetriebenen Passagierflugzeugen getroffen. Zunächst soll bis 2019 ein neunsitziger Kurzstreckenjet mit bis zu 500 Kilometern Reichweite entstehen. Er soll auf der Strecke London-Amsterdam eingesetzt werden.

Damit will die Fluggesellschaft den Schadstoffausstoß ihrer Flugzeuge stark verringern. Easyjet habe den CO2-Ausstoß pro Passagier und Kilometer schon jetzt um 32 Prozent im Vergleich zum Jahr 2000 verringert, teilte die Airline mit. Mit neuen Flugzeugen des Typs A320 neo von Airbus sollen Lärmemissionen um 50 Prozent und die Luftverschmutzung um weitere 15 Prozent gesenkt werden.

Easyjet-Partner Wright Elektrik hat erst kürzlich ein neues Antriebskonzept patentieren lassen, das für Kurzstreckenjets dieser Art geeignet ist. Wie weit die Entwicklung des neuen Flugzeugs gediehen ist, geht aus der Mitteilung jedoch nicht hervor. Bereits seit März 2017 arbeitet das Startup an einem rein elektrisch angetriebenen Flugzeug für 150 Passagiere. Wright Electric und Kooperationspartner Axter Aerospace haben bereits eine zweisitzige Tecnam im Einsatz. Darauf aufbauend soll das Prototyp-Antriebssystem für das neunsitzige Flugzeug etwa viermal so stark sein, wie das System des zweisitzigen Flugzeugs. „Der technische Fortschritt beim Elektrofliegen ist wirklich aufregend und es geht schnell voran, von den Zweisitzer-Flugzeugen, die bereits fliegen, bis zum Neunsitzer, der im nächsten Jahr abheben wird. Künftig werden wir nicht mehr ausschließlich von Flugzeugtreibstoff abhängig sein“, sagte Easyjet-CEO Johan Lundgren.

Thomas Horsmann

06. November 2018 – 13:25
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Bis zu 20 Millionen britische Urlauber könnten sich im nächsten Sommer von Reisezielen innerhalb der EU abwenden, wenn über die Bedingungen des Austritts des Landes aus der Europäischen Union keine Übereinkunft erzielt wird. Das geht aus einer Umfrage hervor, die der World Travel Market, die weltweit zweitgrößte Reisemesse nach der ITB, durchgeführt hat.

Ein "No-Deal-Brexit"-Szenario würde demnach vor allem die Sonnenziele britischer Urlauber, wie Spanien, Griechenland, Portugal und Italien, treffen. Denn ohne ein Abkommen müssten die Briten 60 Euro für ein Schengen-Visum bezahlen, um in die EU einreisen zu dürfen. 58 Prozent der Befragten erklärten, sie würden unter diesen Umständen ihre Reisepläne überdenken. Selbst wenn sie von der Visumpflicht ausgenommen würden, müssten britische Reisende ab 2020 unter dem neuen Einreisesystem ETIAS eine gebührenpflichtige Einreiseerlaubnis beantragen, deren Kosten sich allerdings nur im einstelligen Euro-Bereich bewegen sollen.

Sorge wegen höherer Kosten und schwacher Währung

Unabhängig davon, ob es zu einem Deal kommt, gehen 40 Prozent der Briten davon aus, dass der Brexit ihr Reiseverhalten beeinflussen wird. Rund ein Drittel fragt sich besorgt, ob man nach dem Brexit in europäischen Destinationen noch erwünscht ist. Nicht ganz unwichtig dürfte für die weitere Entwicklung der Nachfrage auch die Währungsparität sein. Experten gehen für den Fall eines No-Deal-Brexits davon aus, dass sich der Kurs des britischen Pfundes gegenüber dem Euro weiter abschwächt.

Chance für Non-Schengen-Destinationen

Weil Reisen innerhalb Europas immerhin drei Viertel der rund 46,5 Millionen jährlichen Auslandsreisen der Briten ausmachen, hätten größere Verschiebungen für die Reiseländer unmittelbare Auswirkungen. So ist Großbritannien etwa für Spanien noch vor Deutschland bislang der wichtigste Quellmarkt. Für den Quellmarkt Deutschland könnte die Entwicklung durchaus Vorteile bringen. Schließlich würde ein Rückgang des britischen Marktes die in den vergangenen jahren erfolgsverwöhnten spanischen Hoteliers in Sachen Preisbildung zu Zugeständnissen zwingen.

Während die EU-Reiseländer der Entwicklung mit Sorge entgegenblicken, könnten andere davon profitieren. Schließlich würde sich im Hinblick auf Länder wie die Türkei, Ägypten, Tunesien oder Marokko nichts verändern. Aber auch Ziele wie die Vereinigten Arabischen Emirate könnten von den Unsicherheiten im Zuge der Brexit-Verhandlungen profitieren.

Christian Schmicke

 

06. November 2018 – 05:00
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Dazu hat der größte Automobilclub Europas seine gesamten Campingaktivitäten in dem Start-up zusammengefasst. Die neue Internetplattform mit derzeit 9.000 Campingplätzen und 25.000 Bewertungen soll ab sofort Campingplätze für Camper leichter vergleichbar machen. Eine Buchungsfunktion ist für das kommende Jahr geplant.   

Insgesamt hat die Entwicklung der neuen Plattform, die offizielle "Pincamp powered by ADAC" heißt, nur elf Monate gedauert. "Im Januar wurden wir als internes Start-up gegründet, um die Digitalisierung des Campinggeschäfts voranzutreiben", erklärt Uwe Frers, Geschäftsführer der ADAC Camping GmbH. In der Startup-Hauptstadt Berlin wurde ein Team aus 25 Onlineprofis aufgebaut, die das ganze Projekt von Anfang an digital durchdacht haben. Unterstützt wird das Berliner Team von 14 Kollegen aus der Print-Redaktion in München. "Damit kombinieren wir die Stärken eines Start-ups mit den Assets der ADAC SE, etwa der Reichweite, dem Brand, dem Content und dem persönlichen Know-how über die Plätze."

Vorerst kein Reisebüro-Zugang

Das Online-Portal "ADAC Campingwelt" geht mit dem Launch von Pincamp.de in diesem auf. Die neue Plattform wurde so aufgebaut, dass Camping-Interessierte durch News, Reiseberichte, Interviews und Fahrzeug-Tipps inspiriert werden, erläutert Frers. Neben Porträts von 9.000 Campingplätzen und 8.000 Reisezielen sind derzeit 25.000 Bewertungen von Campern verfügbar. Insgesamt strebt das Start-up eine europaweite Abdeckung an, d. h. es sollen möglichst viele der insgesamt 26.000 Campingplätze abrufbar sein. Neben der Buchungsfunktion, die 2019 geplant ist, sollen im kommenden Jahr zahlreiche Services für den B2B-Bereich eingebaut werden. Buchungsmöglichkeiten für Reisebüros sind zunächst noch nicht vorgesehen. "Grundsätzlich ist das sehr spannend, da wir alle Vertriebskanäle nutzen wollen. Im Vordergrund steht im Moment aber der weitere Aufbau des Portals", erläuterte Uwe Frers. Spätestens zur ITB seien Gespräche mit der Reisebürobranche geplant, um die Möglichkeiten auszuloten. 

Echtzeitbuchungen ab 2019

Für Camper ist die Nutzung von Pincamp kostenlos. Geld will das Startup mit den Platzbetreibern verdienen, die einen messbaren Mehrwert erhalten und dafür entsprechend bezahlen sollen. Zum Start bekommen die Campingplätze über die Plattform Anfragen weitergereicht, die sie selbst monetarisieren. Ab 2019 bindet sich PiNCAMP an die Buchungssysteme der Plätze an, um Echtzeitbuchungen zu ermöglichen. Dadurch wird der administrative Aufwand für Platzbetreiber minimiert.

Bislang sind von den 26.000 Campingplätzen in Europa weniger als 20 Prozent digitalisiert und online buchbar. Darin sieht Frers das große Potential seines Unternehmens. Zudem boomt der Campingmark: "5,2 Millionen zugelassene Caravans und Wohnmobile, 367 Millionen Übernachtungen auf Campingplätzen, 3,4 Milliarden Euro Buchungsumsatz. Und der Markt wächst weiter: In den ersten acht Monaten 2018 wurden zwölf Prozent mehr Neufahrzeuge zugelassen als im Vorjahreszeitraum." Obwohl die Branche in den letzten zehn Jahren massiv gewachsen ist, hat sich die Art der Vermarktung von Camping-Urlaub aber kaum verändert. "Und wer heute Campingplätze online sucht, kennt das Dilemma: Vielfach veraltete Internetseiten der Campingplätze, selten für Smartphones optimiert, schlechte Bilder, unstrukturierte Informationen, keine Online-Buchbarkeit. Hier setzen wir an. Das wollen wir alles ändern."

Thomas Horsmann

 

05. November 2018 – 18:25
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„Wir haben unser hochgestecktes Ziel nicht erreicht“, räumt René Herzog ein. Laut dem CEO von DER Touristik Central Europe lag der Umsatz der Reiseveranstalter auf dem Vorjahresniveau. Insbesondere das Minus bei Fernreisen durch Probleme mit dem neuen Reservierungssystem Phoenix Unlimited Anfang des Jahres machte Herzog einen Strich durch die Rechnung.

„2018 war interessant und eine Herausforderung“, umschreibt es Herzog. Das Jahr sei zwar sehr gut gestartet, seit Februar ist nur noch wenig dazugekommen. Für den Gesamtmarkt sieht er „zwei Prozent Plus bei der Menge, fünf Prozent beim Umsatz“.

Fernreisen und Mallorca brachen bei DER Touristik ein

DER Touristik konnte da nicht mithalten. „Unser Umsatz als Reiseveranstalter liegt in etwa auf Vorjahr“, so Herzog. „Leider waren für uns die Fernreiseumsätze deutlich im Minus.“ Sie seien fünf bis sechs Prozent abgerutscht. Der Boom in anderen Bereichen glich dies aus, vor allem der „Mega-Anstieg für Ägypten und die Türkei“.

Auch Mallorca wurde durch die Verlagerung der Nachfrage vom westlichen ins östliche Mittelmeer zum Sorgenkind. „Wir haben sehr stark auf Mallorca gesetzt“, sagt Herzog. Zwar sei man gut gestartet, aber ab März hätten die Buchungseingänge teilweise 15 Prozent unter Vorjahr gelegen. Das blieb nicht ohne Wirkung auf die Preise. Einen Billigflug Düsseldorf – Mallorca und zurück gab es schon ab 40 Euro. „Das sind Trends, die es uns schwer gemacht haben, unsere Ziele zu erreichen.“

Griechenland soll 2019 der Renner werden

Im neuen Jahr soll es wieder besser laufen, auch auf Mallorca, wo ein Dutzend neue Hotels hinzukommen. Die Nachfrage für die Türkei steige weiter rapide an, und auch insgesamt „zeichnet sich eine stabile und positive Großwetterlage ab“, so Herzog. Die Kanaren lägen allerdings aktuell im Minus.

Zu den Top-Zielen im nächsten Sommer zählt DER Touristik Griechenland. „Das Gesamtpaket ist unschlagbar,“, sagt Veranstalterchef Matthias Rotter, die Preise steigen nicht. „2019 wird das Griechenlandjahr schlechthin“, ergänzt Herzog. Daher hat DER Touristik die Flugkapazität nach Heraklion, Korfu, Kos und Rhodos ausgebaut. Tunesien erhole sich weiter, auf Djerba und in Hammamet eröffnen im Sommer zwei neue Cooee-Hotels.

Reisepreise in der Ferne sinken

In vielen Zielen löse sich die klassische Saison-Verteilung auf, sagt Rotter. Ob in der Dominikanischen Republik, im südlichen Afrika, auf Bali oder in den Emiraten. Diese Fernziele würden zunehmend auch im Sommer gebucht. Am Golf seien dies bereits 40 Prozent der Reisen.

In den USA spüre DER Touristik wieder eine steigende Nachfrage. Rotter für dies auch auf geschicktes Währungs-Management seiner Kollegen zurück, die günstige Reisepreise ermögliche. Das gilt gleichermaßen für Afrika, Thailand und den Indischen Ozean.

DER-Reisebüros mit „Jahrhundertergebnis“

Anders als beim Veranstalter lief das Geschäft in den Reisebüros hervorragend. „Wir haben in den Deutschen Reisebüros ein Jahrhundertergebnis gemacht.“ Der Umsatz sei deutlich gestiegen, auch pro Buchung. „Da verdient man im Reisebüro sehr viel Geld.“ Daher halte sich die Bilanz die Waage. „Was die Herausforderung bei den Reiseveranstaltern war, war das Glück im Reisevertrieb.“

Thomas Hartung

05. November 2018 – 16:39
skulimogensentfmom

Der größere der beiden isländischen Carrier will den kleineren komplett schlucken, danach soll Wow Air weiter unter eigenem Label und mit eigenen Zulassungen fliegen. Der Kauf steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der isländischen Wettbewerbshüter und der Icelandair-Aktionäre.

Nächster Akt der Konsolidierungswelle im europäischen Airline-Markt: Die isländische Fluggesellschaft Icelandair übernimmt den heimischen Konkurrenten Wow Air. Wird der Deal von der Aktionärsversammlung von Icelandair und den isländischen Wettbewerbsbehörden abgesegnet, dann soll eine Komplettübernahme erfolgen. Beide Airlines sollen aber weiterhin eigenständig unter ihrer angestammten Marke unterwegs sein.

Zuletzt hatten sich Icelandair und Wow Air jeweils eher auf Schrumpfkurs befunden. Icelandair stieß die Hotelgesellschaften Icelandair Hotels und Hotel Edda ab, während Wow Air kürzlich eine Reihe von Nordamerika-Verbindungen einstellte. Der Low-Cost-Carrier schrieb tiefrote Zahlen, aber auch Icelandair musste die Ergebnisprognose in diesem Jahr zweimal nach unten korrigieren.

Man werde die "großartige Möglichkeit zum Streamlining" der Geschäftsaktivitäten unter dem Vorzeichen der Fortsetzung einer zwei-Marken-Politik nutzen, kündigte Icelandair-Chef Bogi Nils Bogason bei der Bekanntgabe des Deals an. Wow-Air-Gründer Skúli Mogensen sprach von einem "starken Rückhalt", mit dessen Hilfe man zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten nutzen wolle.

Die beiden Fluggesellschaften haben Islands Hauptstadt Reykjavik in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Drehkreuz im Transatlantikverkehr und auf einigen Strecken nach Asien gemacht. Eine enge Abstimmung von Flugplänen und Flugrouten sowie der Verzicht auf Preiskämpfe könnten ihnen helfen, ihre Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Allerdings muss Wow Air noch den grundsätzlichen Beweis antreten, dass sich auch unter den Vorzeichen der zuletzt höheren Kerosinpreise ein rentabler Betrieb von Billigflügen auf der Langstrecke umsetzen lässt.

 

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