17. Januar 2019 – 14:38
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Die Taxifahrer von Madrid wollen vom nächsten Montag an in einen unbegrenzten Streik treten. Stein des Anstoßes ist, wie bereits bei einer ähnlichen Aktion im Sommer, die Vergabe von Lizenzen an Konkurrenzunternehmen wie Uber oder Cabify. Die Taxifahrer verlangen eine Regelung zur Einschränkung der Lizenzvergabe. Rund 95 Prozent der Fahrer hätten sich für den Streik ausgesprochen, berichtet das spanische Fachportal "Hosteltur".

Zusätzliche Brisanz erhält das Thema aus touristischer Sicht, weil in der spanischen Hauptstadt vom 23. bis zum 27. Januar die touristische Fachmesse Fitur mit mehr als 200.000 Besuchern stattfindet. Die Fortbewegung dürfte für Messeteilnehmer angesichts des Ausstands der knapp 16.000 Taxifahrer zum Geduldsspiel werden.

17. Januar 2019 – 13:27
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Nach gut elf Jahren in Diensten des Konzerns ist Schluss. Welbers, der seit 2015 als Direktor Omnichannel Marketing, Vertrieb und E-Commerce ein ziemlich breites Aufgabenspektrum zu absolvieren hatte, verlässt das Unternehmen Ende Februar. Thomas Cook erklärt in einer Mitteilung, die Trennung erfolge aus familiären Gründen.

Der frühere Unternehmensberater, der 2007 als Vertriebsdirektor bei Thomas Cook anheuerte, war in diversen Funktionen für den Konzern aktiv. Unter anderem arbeitete er nach der Übernahme von Öger Tours zwei Jahre lang an der Integration der neuen Tochter. Anschließend führte er für zwei weitere Jahre den Vertriebsdienstleister GfK in Bochum, bis er 2015 in die Zentrale in Oberursel zurückkehrte.

Welbers Aufgabengebiete werden konzernintern verteilt. Seine Rolle im Marketing hat bereits zum Jahresbeginn Pauline Rouri übernommen. Die 43-Jährige leitete seit 2014 als Marketingdirektorin von Thomas Cook France das Marketing der Marken Thomas Cook, Jettours und Aquatours. Die Aufgaben im Bereich „Omnichannel“-Vertrieb und E-Commerce übernimmt Carsten Seeliger, Geschäftsführer Vertrieb, E-Commerce, Marketing und Service.

 

16. Januar 2019 – 16:53

Bei dem Terroranschlag auf einen Hotelkomplex in der kenianischen Hauptstadt am Dienstagnachmittag waren 14 Menschen getötet worden. Die Islamistengruppe Al-Shabaab bekannte sich zu dem Anschlag.

Der Reiseveranstalter Studiosus handelte schnell und setzte bereits am nächsten Tag einen Sicherheitshinweis auf seine Webseite. Andere, wie Ikarus Reisen, Wikinger Reisen, DER oder Diamir, warten erst einmal ab. „Grund zur Besorgnis für unsere Kunden vor Ort in Kenia gibt es noch nicht“, sagt Diamir-Geschäftsführer Jörg Ehrlich. Sie befänden sich an von Nairobi und insbesondere vom Nachbarland Somalia aus gesehen weit entfernten Orten auf Safari- oder Erholungsurlaub am Strand. Bislang habe es noch keine besorgten Nachfragen von Kundenseite gegeben. Natürlich werde man die Situation im Auge behalten und auch so bewerten, wie das Auswärtige Amt es vorgebe.

Nairobi wird meist nur kurz gestreift

Dass sie das Geschehen in und um Nairobi wachsam beobachten werden, darin sind sich die Veranstalter einig. Ikarus und Wikinger Reisen stehen dazu in intensivem Austausch mit ihren Agenturen vor Ort und in Tansania. Wikinger-Sprecherin Eva Machill-Linnenberg verweist darauf, dass die erste Kenia-Tour des Jahres am 10. Februar startet, bis dahin habe man drei Wochen Zeit, um möglicherweise den Reiseverlauf anzupassen, falls eine verstärkte Gefahr für Touristen sowie entsprechende Hinweise durch das Auswärtige Amt das notwendig machen sollte. Nairobi werde zudem nur beim Hinflug mit einer Übernachtung am Flughafen gestreift, die Reisen gehen danach weiter in die Nationalparks Richtung Tansania. Und für den Rückflug werde Nairobi gar nicht mehr gestreift.

Auch Norma Vahle, Afrika-Spezialistin bei Ikarus Tours, ist gelassen. Aktuell habe man keine Kunden in Kenia, die Hochsaison beginne erst im Juni. Wenn dieser näher rücke, werde man die Situation neu evaluieren und sich eng mit den Agenturen vor Ort abstimmen.

Hochsaison erst im Sommer

Studiosus-Pressesprecher Frano Ilic betont ebenfalls, dass man aktuell keine Gäste vor Ort habe. Dennoch habe man sich entschieden, einen aktualisierten Reisehinweis zur Lage in Kenia zu veröffentlichen, das sei Teil des Sicherheitsmanagements im Unternehmen. Auch zuvor habe es einen allgemeinen Reisehinweis gegeben, diese werden für alle Reiseziele kontinuierlich an die aktuelle Situation angepasst. Zudem würden in akuten Gefahrensituationen die 7.000 im Verteiler befindlichen Reisebüros mit Hinweisen vom Auswärtigen Amt sowie die Gäste, die ihre Reise in ein akut gefährdetes Gebiet gebucht haben, informiert. Generell meide man Nairobi schon länger, es gebe dort keine Übernachtungen oder Besichtigungen mehr.

Auch DER Touristik bietet schon länger keine Reisen nach Nairobi an, allenfalls nutze man den Flughafen für Rundreisegäste mit einer Übernachtung, sagt eine Sprecherin. Es seien aktuell einige Anrufe aus Deutschland zum Thema Sicherheit in Kenia eingegangen, Stornierungen lägen aber keine vor. DER habe ein eigenes Krisenmanagement, dass die Situation vor Ort aufmerksam beobachte, so die Sprecherin.

Andreas Förster

16. Januar 2019 – 16:42
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Friedel Knipschild, Chef des Busreiseveranstalters Hunau Reisen aus dem sauerländischen Schmallenberg, hat seine Konsequenzen aus dem Brexit-Chaos gezogen. Er hat Großbritannien vorerst aus dem Kanon der angebotenen Reiseziele gestrichen. Das berichtet der "WDR". Knipschild befürchtet, dass die Reisezeit durch das erwartete Chaos, zum Beispiel am Hafen in Calais, für die Fahrgäste extrem lang werde. Wegen der Wartezeiten am Zoll müssten dann außerdem nicht mehr nur ein, sondern zwei Busfahrer an Bord sein.

Seit das britische Unterhaus am Dienstagabend den Brexit-Vertrag zwischen der britischen Regierung und der EU erwartungsgemäß abgelehnt hat, sind die weiteren Perspektiven so unklar, dass sich die Branche ernsthafter denn je mit der Möglichkeit eines Brexits ohne Vertrag auseinandersetzen muss. De facto bestehen jetzt folgende Möglichkeiten: Die britische Regierung könnte den Brexit-Vertrag neu verhandeln. Der Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, hat jedoch schon klargestellt, dass die Europäische Union zu inhaltlichen Änderungen nicht bereit ist. Die Briten könnten auch neu über den EU-Verbleib abstimmen. Allerdings will auch das eine Mehrheit des britischen Parlaments nicht, ebenso wenig wie Regierungschefin Theresa May. Als dritte Möglichkeit bliebe ein Brexit ohne Vertrag. Auch dies will eine Mehrheit des britischen Parlaments eigentlich verhindern. Wenn allerdings auch keine der anderen Möglichkeiten zum Zuge käme und sich Großbritannien nicht noch entschlösse, den Brexit abzusagen, liefe die Entwicklung unweigerlich darauf hinaus.

EU-Notfalllplan für den Flugverkehr

Obwohl Premierministerin May eine Verlängerung der Austrittsfrist über den 29. März hinaus immer und immer wieder abgelehnt hat, gilt ein Aufschub derzeit als wahrscheinlichste Lösung. Doch auch ein No-Deal-Brexit rückt immer mehr in greifbare Nähe. Dieser hätte vermutlich noch dramatischere Auswirkungen auf die Reisebranche als alle anderen Varianten. Die EU-Kommission hat kurz vor Weihnachten einen Notfallplan für den No-Deal-Brexit beschlossen, der unter anderem verhindern soll, dass der Luftverkehr zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich vollständig zum Erliegen kommt. Diese Maßnahmen würden allerdings "lediglich die Aufrechterhaltung grundlegender Verkehrsverbindungen gewährleisten und keinesfalls Ersatz für die erheblichen Vorteile der Mitgliedschaft im einheitlichen europäischen Luftraum bieten", heißt es dazu aus Brüssel.

Voraussetzung dafür sei zudem, dass das Vereinigte Königreich Luftfahrtunternehmen aus der EU gleichwertige Rechte übertrage und faire Wettbewerbsbedingungen gewährleiste. Dann soll eine Verordnung zur Gewährleistung der Erbringung bestimmter Luftverkehrsdienste auf zwölf Monate befristet in Kraft treten und zusätzlich eine Verordnung zur Verlängerung bestimmter Lizenzen für die Flugsicherheit auf neun Monate befristet. Auf diesen Notfallplan verweist auch der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft auf Anfrage von Reise vor9 und erklärt, die Airlines diesseits und jenseits des Kanals seien in unterschiedlicher Weise durch den Brexit betroffen, abhängig von der jeweiligen Firmen- und Eigentümerstruktur, dem Flugnetz und anderen Faktoren. Alle Fluggesellschaften bereiteten sich auf die möglichen Szenarien vor, auch auf das Szenario eines Hard Brexits.

Aufwändigere Einreiseformalitäten, Ende der Freizügigkeit

Der DRV erklärt auf Anfrage, er stehe schon seit einigen Monaten im Kontakt mit den zuständigen Ministerien, darunter Bundeskanzleramt, Auswärtiges Amt, Bundeswirtschaftsministerium, Bundesverkehrsministerium, um Schaden von der Reisewirtschaft abzuwenden. Auch aktuell gebe es einen Austausch mit Bundesregierung und Ministerien. In seinem jüngsten "Politikbrief" weist der Verband auf das Risiko eines Stillstands im Flugverkehr ebenso hin wie auf die Möglichkeit, dass "Reisen von, über oder nach Großbritannien dieses Jahr auch kurzfristig storniert werden" müssten. Im schlimmsten Fall sei sogar eine gegenseitige Visumpflicht zwischen der EU und Großbritannien denkbar. Und auch mit der Niederlassungsfreiheit für Unternehmen sowie mit der Freizügigkeit für deren Mitarbeiter könnte es dann vorbei sein.

Im Hafen von Calais sind die Vorbereitungen für den Brexit bereits getroffen. Neue Parkplätze und Flächen für Grenzkontrollen wurden gebaut, um die zu erwartenden Staus zu verringern. Der Hafenbetreiber sieht dem Brexit offenbar gelassen entgegen. „Ich sehe ab dem 29. März überhaupt kein Problem, egal ob mit oder ohne Vertrag. Großbritannien verlässt die Europäische Union, der Hafen von Calais ist vorbereitet, damit der Güterverkehr genauso läuft wie heute“, zitiert der „Deutschlandfunk den Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, Jean-Marc Puissesseau. 2018 wurden in Calais neun Millionen Reisende abgefertigt. Ob es in diesem Jahr ähnlich viele sein werden, steht allerdings in den Sternen.

Christian Schmicke

 

16. Januar 2019 – 15:06
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Das berichtet der ADAC Ambulanz-Service. Er leistete demnach bei 56.935 kranken oder verletzten Urlaubern im Ausland medizinische Betreuung, das sind 1.600 mehr als im Vorjahr. Für 12.522 dieser Patienten wurde eigens ein Rücktransport in die Heimat organisiert – etwa 300 weniger als im Jahr zuvor. Der ADAC betreibt über seine Tochter Aero-Dienst mit Sitz in Nürnberg unter anderem vier fliegende Intensivstationen, darunter zwei Großraum-Ambulanzflugzeuge für bis zu zehn Patienten.

Kosten: Bis zu 130.000 Euro

Deren Einsatz ist kostspielig. Bei Rücktransport mit dem Ambulanzflugzeug gilt: Je länger ein Flug dauert, desto teurer wird er. So kostet zum Beispiel ein Ambulanz-Sonderflug des ADAC von den Kanaren nach Deutschland bis zu 45.000 Euro, ein Intensivtransport aus Mexiko bis zu 70.000 Euro und aus Asien oder Australien bis zu 130.000 Euro; je nach Maschinentyp, der zum Einsatz kommt.

 

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Grafik: ADAC

Wer ins Ausland reist, sollte sich möglichst schon vor Beginn der Reise über die medizinische Versorgung in der Ferienregion informieren, rät der ADAC. Dies gelte vor allem für Familien mit Kindern, denn in vielen Urlaubsregionen mangele es an geeigneten Kinderärzten, Kinderkliniken oder Fachmedizinern. Im Notfall dauere es oft zu lange, bis der richtige Arzt oder das optimale Krankenhaus gefunden ist. Die Tipps von Hotelangestellten oder Ferienhausvermietern seien in vielen Fällen keine gute Lösung. In manchen Regionen würden Touristen nur zu ganz bestimmten Ärzten oder Kliniken gebracht, die den Vermittlern eine Provision bezahlen.

Kassen zahlen nicht

Ein Krankenrücktransport aus dem Ausland wird generell nicht von den Krankenkassen abgedeckt. Auch bei der Übernahme von Arzt- oder Krankenhauskosten sieht es für Urlauber oft schlecht aus: Außerhalb Europas zahlt die gesetzliche Kasse gar nichts. Und innerhalb Europas wird oft nur ein kleiner Teil der Behandlungskosten übernommen, zum Beispiel, wenn man in einer Privatklinik landet. In so einem Fall werden maximal die über die gesetzliche Krankenversicherung des Urlaubslandes abgedeckten Kosten erstattet.

Verbraucherschützer, das Auswärtige Amt und die Krankenkassen raten daher dazu, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen.

 

16. Januar 2019 – 14:46
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Nachdem sich in den vergangenen Tagen und Wochen Meldungen über die Folgen der Haushaltssperre in den USA häuften, hat sich Canusa-Chef Tilo Krause-Dünow zu Wort gemeldet. Er könne „bislang keine Beeinträchtigungen seiner Kunden bei Besuchen in einem der Nationalparks der USA feststellen“, berichtet er. Aufgrund der aktuellen Haushaltskrise in den Vereinigten Staaten seien in den Nationalparks zwar keine oder nur wenige Mitarbeiter vor Ort, dennoch hätten viele Parks auch weiterhin für Besucher geöffnet, so Krause-Dünow.

„Die Rückmeldung unserer Kunden, die jetzt in den Parks unterwegs waren, lautete bislang, dass alles ohne Probleme zu bereisen war,“ bekräftigt der Nordamerika-Experte. Wichtig für Urlauber zu wissen sei jedoch, dass die Besucherzentren nicht geöffnet seien, und auch die Müllentsorgung und Pflege der sanitären Anlagen derzeit nicht stattfänden. Allerdings werde für beliebte Nationalparks wie zum Beispiel den Joshua Tree National Park und den Yellowstone National Park derzeit auch kein Eintritt verlangt, so Tilo Krause-Dünow. Damit seien die Besuche einiger Parks durch den Shutdown aktuell sogar kostenfrei.

Yellowstone Nationalpark iStock VirtualVV kleinYellowstone Nationalpark – Foto: iStock/VirtualVV

Freiwillige halten Parks offen

Auch kuriose Meldungen rund um den Shutdown und die Nationalparks kämen aus den USA, berichtet der Veranstalter. So könne das Zion Canyon Visitor Center im Zion-Nationalpark im südwestlichen Utah aufgrund Spenden von Partnern wie Washington County weiter betrieben werden.

In Florida haben sich ebenfalls Freiwillige zusammengetan, um die Nationalparks offen und sauber zu halten, darunter die Florida National Parks Association und der South Florida National Parks Trust, aber auch kommerzielle Anbieter wie Shark Valley Tram Tours und das Fährunternehmen für den Dry Tortugas National Park, Yankee Freedom III. Sie säubern die sanitären Anlagen, sammeln Müll ein und halten die Besucherzentren am laufen.

An manchen Airports hakt es

Im Flugverkehr kommt es dagegen nach wie vor zu Engpässen und Verspätungen, weil immer mehr der nicht bezahlten Bediensteten ihrer Arbeit fernbleiben. So ist die Abwesenheitsrate nach Aussage des amerikanischen Transportsicherheitsbehörde TSA derzeit mit 7,7 Prozent doppelt so hoch wie normalerweise. In den vergangenen Tagen kam es etwa in Atlanta, Houston und Miami zu Verzögerungen, da einzelne Terminals mangels Personals geschlossen werden mussten.

16. Januar 2019 – 13:23
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Die Interimslösung bei LCC ist vorbei: Der frühere L'tur-Vorstandschef Markus Orth steht künftig an der Spitze der Franchise-Organisation Lufthansa City Center. Am 1. März löst er Klaus Schneider ab, der die Reisebürokette seit dem Abgang von Andi-Julian Leta übergangsweise führt.

Markus Orth hat seine Karriere bei Lufthansa begonnen, wo er als Chef der Lufthansa E-Commerce schon ab dem Jahr 2000 für die Websites und den Internet-Vertieb des Kranichs verantwortlich war. 2002 wechselte Orth nach Baden-Baden zu L'tur, wo er später Vorstandschef wurde. Seit seinem Ausscheiden dort vor drei Jahren war er als Berater für Digitalisierung und Vernetzungen von Vertriebswegen aktiv und arbeitet im Hintergrund für Karlheinz Kögels HLX Touristik.

Der 54-jährige Orth soll auch bei Lufthansa City Center diesen Bereich vorantreiben. Ralf Trilsbeek, Vorsitzender des Aufsichtsrats: „Auf wichtige Zukunftsfragen wie die Digitalisierung und Veränderungen bei der Distribution haben wir nachhaltig wirkende Antworten wie unsere Vertriebsplattform Bridge-IT entwickelt. Herr Orth wird diese Vorreiterrolle mit seinem langjährigen Know-how weiterentwickeln können.“

Lufthansa City Center ist mit mehr als 570 Büros in etwa 90 Ländern und einem Gesamtumsatz von rund 5,2 Milliarden Euro das weltweit größte unabhängige Franchise-System im Reisebüromarkt. In Deutschland gehören rund 300 inhabergeführte Reisebüros zu der Kette. Ihnen gehört die Lufthansa City Center Reisebüropartner GmbH, deren Chef Orth wird. Am internationalen Arm ist Lufthansa zur Hälfte beteiligt. Diese Lufthansa City Center International leitet Uwe Müller.

 

16. Januar 2019 – 12:39
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Die spanische Hotelkette erweitert ihr Angebot an Stadthotels um das erste Haus in Kanada. Das Riu Plaza Toronto soll 2021 in der größten Stadt des Landes eröffnet werden. Das Investitionsvolumen des Projektes liegt laut Riu bei 100 Millionen Euro. Riu plant 350 Zimmer, Konferenzräume, Fitnessraum, Bar und Restaurant in einem Neubau, der im Finanzdistrikt der Stadt liegt und einer gemischten Nutzung dienen soll. In den obersten Etagen des Gebäudes sollen Wohnungen untergebracht werden.

Riu Toronto

Luis Riu, CEO von Riu Hotels & Resorts, folgt mit dem Projekt seiner Strategie, neue Stadthotels in Ländern zu eröffnen, in denen die Marke Riu bereits aus der Urlaubshotellerie bekannt ist. Den Kanadiern sind die Spanier mit ihren Häusern in der Karibik ein Begriff.

Die nächste Neueröffnung der Kette ist im kommenden Frühjahr das Riu Plaza España, das erste Stadthotel der mallorquinischen Gruppe in Spanien, das sich im „Edificio España“ in der Hauptstadt Madrid befindet. In London hat RIU ein Gebäude an der Victoria Station gekauft, in dem 2020 ein Hotel der urbanen Reihe eröffnet werden soll, und in New York befindet sich ein zweites Riu Plaza Hotel für den big Apple im Bau, dessen Eröffnung für 2021 geplant ist.

16. Januar 2019 – 00:11
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Das Hotel Dusit D2 wurde am Dienstagnachmittag angegriffen, die Terrorgruppe Al-Shabaab beanspruchte die Tat für sich. Einer Explosion folgten Schüsse, die Täter verschanzten sich im Gebäude. Zur Zahl der Opfer kursieren widersprüchliche Aussagen. Erst nach rund acht Stunden hatten Sicherheitskräfte laut dem kenianischen Innenministerium die Lage unter Kontrolle.

Der Angriff begann laut kenianischen Medien am Dienstagnachmittag mit einer Explosion, drei Autos seien beschädigt worden. Daraufhin habe sich ein Selbstmordattentäter im Foyer des Hotels in die Luft gesprengt. Dabei seien mehrere Menschen schwer verletzt worden. Um wie viele Angreifer es sich handelte, war zunächst unklar. Auch über die Zahl der Todesopfer gab es keine gesicherten Informationen.

Das Gebiet um den Gebäudekomplex des Hotels wurde abgesperrt. Am Abend hatten Sicherheitskräfte nach Polizeiangaben sechs der sieben Stockwerke des Hotels gesichert. Ob die Angreifer getötet oder festgenommen wurden, erklärten die Behörden nicht.

Das Luxushotel der thailändischen Gruppe Dusit Hotels & Resorts befindet sich in der Nähe des Westgate-Einkaufszentrums. Dort starben bei einem Anschlag 2013 67 Menschen.

Die Terrorgruppe Al-Shabaab hat den Anschlag für sich reklamiert. Die mit der Terrororganisation Al-Kaida verbündete Gruppe kämpft seit Jahren in Somalia am Horn von Afrika um die Vorherrschaft. Dabei verübt sie auch Anschläge im Nachbarland Kenia.

Thomas Horsmann

15. Januar 2019 – 16:26

Darauf weiß auch die neue "Trip-Barometer"-Studie von Tripadvisor keine Antwort, aber sie sagt uns zumindest, dass es so ist. Deutsche sind auf Reisen außerdem recht spendabel, und sie sind unterwegs besonders kulturinteressiert – zumindest mehr als der globale Durchschnitt der Reisenden. Befragt wurden 23.000 Reisende rund um den Globus, darunter fast 2.000 Deutsche.

Weitere Ergebnisse zeigen, was beim Planen und Buchen eine Reise wirklich wichtig ist und wie sich Länder sowie Alters- und Zielgruppen unterscheiden. So geben die Millennials (18 bis 34 Jahre) nur knapp die Hälfte von dem aus, was ihre Elterngeneration, die Babyboomer (über 65 Jahre), für einen Urlaub aufbringen. Geht es jedoch um Luxus, sind sie mit 57 Prozent genauso bereit wie ihre Eltern, dafür mehr auszugeben. 

Nationalitäten im Vergleich

Beim weiteren Buchungsverhalten zeigen sich aufschlussreiche Unterschiede nach Ländern. Reisende aus China (41%) und Brasilien (45%) neigen am ehesten dazu, alle Transport- und Unterkunftsoptionen sorgfältig zu vergleichen. Österreicher (32%) und Deutsche (30%) tendieren dagegen am stärksten dazu, die Unterkunft als erstes zu buchen. Zuerst die An- und Abreise buchen jedoch Schweizer und Argentinier (40% und 41%). Vor allem für Briten (17%), Deutsche (15%) und Österreicher (13%) ist es bei einer schnellen Buchungsentscheidung wichtig, ob ein gutes Angebot vorliegt.

Die meisten Reisenden buchen unabhängig von ihrer Herkunft keine Unterkunft, ohne zuvor Bewertungen gelesen zu haben (86%). Zudem suchen sie für gewöhnlich vor dem Trip nach Aktivitäten und Restaurants am Reiseziel (89%), bei den Deutschen sind es in der Regel nur 82 Prozent. Das "Erleben der Kultur" ist für 39 Prozent der deutschen Befragten ein ausschlaggebender Grund, um ein Reiseziel zu wählen, weltweit ist dies für etwa ein Drittel der Reisenden so.

Gutes Wetter ist wichtig

Naheliegenderweise herrscht die größte Sehnsucht nach einem Sonnenziel in Herkunftsländern, die besonders kalt sind. Zumindest führen Länder aus Nord- und Mitteleuropa die Liste derer an, die bei der Destinationswahl das Wetter als Hauptgrund angeben: Kanada (30%), Frankreich (26%), Irland (26%), Deutschland (25%) und die Schweiz (24%).

Deutsche sind übrigens auf Exklusivität des Reiseziels erpicht. Fast jeder Vierte (23%) wählte in den letzten 12 Monaten eine bestimmte Destination aus, weil sie "abseits des Mainstreams" lag. Im weltweiten Durchschnitt sind es nur 13 Prozent, die aus diesem Grund ein Reiseziel wählten.

Für Asiaten und besonders Chinesen ist die Bekanntheit und das Vertrauen in Hotelmarken eine wichtiges Entscheidungskriterium (82%), Briten hingegen interessiert das wenig (22 %). Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz spielt dies bei rund einem Viertel eine Rolle bei der Unterkunftswahl. Allerdings sieht das Bild anders aus, blickt man auf Gruppen- und Familienreisende: In dieser Zielgruppe ist es 44 Prozent der globalen Befragten wichtig, dass die Hotelmarke bekannt und vertrauenswürdig ist. Auch in der Gruppe der Geschäftsreisenden spielt das eine größere Rolle (47%).

Hohe Unterkunftskosten

Die Unterkunftskosten machen den Löwenanteil bei der Reisekasse aus. An der Spitze der Liste von Ländern mit den höchsten Ausgaben für eine Unterkunft pro Person und Reise im Durchschnitt sind: Australien (1.373 Euro), die USA (1.106 Euro) sowie Deutschland (1.088 Euro). Die Länder mit dem kleinsten Budget sind Indonesien, Malaysia und Thailand (im Durchschnitt 166 Euro). Die Deutschen zeigen sich generell besonders spendabel: Mehr als die Hälfte der Befragten (52%) ist bereit, für einen luxuriösen Trip mehr zu zahlen.

Thomas Horsmann

 

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