16. Januar 2019 – 15:06
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Das berichtet der ADAC Ambulanz-Service. Er leistete demnach bei 56.935 kranken oder verletzten Urlaubern im Ausland medizinische Betreuung, das sind 1.600 mehr als im Vorjahr. Für 12.522 dieser Patienten wurde eigens ein Rücktransport in die Heimat organisiert – etwa 300 weniger als im Jahr zuvor. Der ADAC betreibt über seine Tochter Aero-Dienst mit Sitz in Nürnberg unter anderem vier fliegende Intensivstationen, darunter zwei Großraum-Ambulanzflugzeuge für bis zu zehn Patienten.

Kosten: Bis zu 130.000 Euro

Deren Einsatz ist kostspielig. Bei Rücktransport mit dem Ambulanzflugzeug gilt: Je länger ein Flug dauert, desto teurer wird er. So kostet zum Beispiel ein Ambulanz-Sonderflug des ADAC von den Kanaren nach Deutschland bis zu 45.000 Euro, ein Intensivtransport aus Mexiko bis zu 70.000 Euro und aus Asien oder Australien bis zu 130.000 Euro; je nach Maschinentyp, der zum Einsatz kommt.

 

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Grafik: ADAC

Wer ins Ausland reist, sollte sich möglichst schon vor Beginn der Reise über die medizinische Versorgung in der Ferienregion informieren, rät der ADAC. Dies gelte vor allem für Familien mit Kindern, denn in vielen Urlaubsregionen mangele es an geeigneten Kinderärzten, Kinderkliniken oder Fachmedizinern. Im Notfall dauere es oft zu lange, bis der richtige Arzt oder das optimale Krankenhaus gefunden ist. Die Tipps von Hotelangestellten oder Ferienhausvermietern seien in vielen Fällen keine gute Lösung. In manchen Regionen würden Touristen nur zu ganz bestimmten Ärzten oder Kliniken gebracht, die den Vermittlern eine Provision bezahlen.

Kassen zahlen nicht

Ein Krankenrücktransport aus dem Ausland wird generell nicht von den Krankenkassen abgedeckt. Auch bei der Übernahme von Arzt- oder Krankenhauskosten sieht es für Urlauber oft schlecht aus: Außerhalb Europas zahlt die gesetzliche Kasse gar nichts. Und innerhalb Europas wird oft nur ein kleiner Teil der Behandlungskosten übernommen, zum Beispiel, wenn man in einer Privatklinik landet. In so einem Fall werden maximal die über die gesetzliche Krankenversicherung des Urlaubslandes abgedeckten Kosten erstattet.

Verbraucherschützer, das Auswärtige Amt und die Krankenkassen raten daher dazu, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen.

 

16. Januar 2019 – 14:46
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Nachdem sich in den vergangenen Tagen und Wochen Meldungen über die Folgen der Haushaltssperre in den USA häuften, hat sich Canusa-Chef Tilo Krause-Dünow zu Wort gemeldet. Er könne „bislang keine Beeinträchtigungen seiner Kunden bei Besuchen in einem der Nationalparks der USA feststellen“, berichtet er. Aufgrund der aktuellen Haushaltskrise in den Vereinigten Staaten seien in den Nationalparks zwar keine oder nur wenige Mitarbeiter vor Ort, dennoch hätten viele Parks auch weiterhin für Besucher geöffnet, so Krause-Dünow.

„Die Rückmeldung unserer Kunden, die jetzt in den Parks unterwegs waren, lautete bislang, dass alles ohne Probleme zu bereisen war,“ bekräftigt der Nordamerika-Experte. Wichtig für Urlauber zu wissen sei jedoch, dass die Besucherzentren nicht geöffnet seien, und auch die Müllentsorgung und Pflege der sanitären Anlagen derzeit nicht stattfänden. Allerdings werde für beliebte Nationalparks wie zum Beispiel den Joshua Tree National Park und den Yellowstone National Park derzeit auch kein Eintritt verlangt, so Tilo Krause-Dünow. Damit seien die Besuche einiger Parks durch den Shutdown aktuell sogar kostenfrei.

Yellowstone Nationalpark iStock VirtualVV kleinYellowstone Nationalpark – Foto: iStock/VirtualVV

Freiwillige halten Parks offen

Auch kuriose Meldungen rund um den Shutdown und die Nationalparks kämen aus den USA, berichtet der Veranstalter. So könne das Zion Canyon Visitor Center im Zion-Nationalpark im südwestlichen Utah aufgrund Spenden von Partnern wie Washington County weiter betrieben werden.

In Florida haben sich ebenfalls Freiwillige zusammengetan, um die Nationalparks offen und sauber zu halten, darunter die Florida National Parks Association und der South Florida National Parks Trust, aber auch kommerzielle Anbieter wie Shark Valley Tram Tours und das Fährunternehmen für den Dry Tortugas National Park, Yankee Freedom III. Sie säubern die sanitären Anlagen, sammeln Müll ein und halten die Besucherzentren am laufen.

An manchen Airports hakt es

Im Flugverkehr kommt es dagegen nach wie vor zu Engpässen und Verspätungen, weil immer mehr der nicht bezahlten Bediensteten ihrer Arbeit fernbleiben. So ist die Abwesenheitsrate nach Aussage des amerikanischen Transportsicherheitsbehörde TSA derzeit mit 7,7 Prozent doppelt so hoch wie normalerweise. In den vergangenen Tagen kam es etwa in Atlanta, Houston und Miami zu Verzögerungen, da einzelne Terminals mangels Personals geschlossen werden mussten.

16. Januar 2019 – 13:23
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Die Interimslösung bei LCC ist vorbei: Der frühere L'tur-Vorstandschef Markus Orth steht künftig an der Spitze der Franchise-Organisation Lufthansa City Center. Am 1. März löst er Klaus Schneider ab, der die Reisebürokette seit dem Abgang von Andi-Julian Leta übergangsweise führt.

Markus Orth hat seine Karriere bei Lufthansa begonnen, wo er als Chef der Lufthansa E-Commerce schon ab dem Jahr 2000 für die Websites und den Internet-Vertieb des Kranichs verantwortlich war. 2002 wechselte Orth nach Baden-Baden zu L'tur, wo er später Vorstandschef wurde. Seit seinem Ausscheiden dort vor drei Jahren war er als Berater für Digitalisierung und Vernetzungen von Vertriebswegen aktiv und arbeitet im Hintergrund für Karlheinz Kögels HLX Touristik.

Der 54-jährige Orth soll auch bei Lufthansa City Center diesen Bereich vorantreiben. Ralf Trilsbeek, Vorsitzender des Aufsichtsrats: „Auf wichtige Zukunftsfragen wie die Digitalisierung und Veränderungen bei der Distribution haben wir nachhaltig wirkende Antworten wie unsere Vertriebsplattform Bridge-IT entwickelt. Herr Orth wird diese Vorreiterrolle mit seinem langjährigen Know-how weiterentwickeln können.“

Lufthansa City Center ist mit mehr als 570 Büros in etwa 90 Ländern und einem Gesamtumsatz von rund 5,2 Milliarden Euro das weltweit größte unabhängige Franchise-System im Reisebüromarkt. In Deutschland gehören rund 300 inhabergeführte Reisebüros zu der Kette. Ihnen gehört die Lufthansa City Center Reisebüropartner GmbH, deren Chef Orth wird. Am internationalen Arm ist Lufthansa zur Hälfte beteiligt. Diese Lufthansa City Center International leitet Uwe Müller.

 

16. Januar 2019 – 12:39
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Die spanische Hotelkette erweitert ihr Angebot an Stadthotels um das erste Haus in Kanada. Das Riu Plaza Toronto soll 2021 in der größten Stadt des Landes eröffnet werden. Das Investitionsvolumen des Projektes liegt laut Riu bei 100 Millionen Euro. Riu plant 350 Zimmer, Konferenzräume, Fitnessraum, Bar und Restaurant in einem Neubau, der im Finanzdistrikt der Stadt liegt und einer gemischten Nutzung dienen soll. In den obersten Etagen des Gebäudes sollen Wohnungen untergebracht werden.

Riu Toronto

Luis Riu, CEO von Riu Hotels & Resorts, folgt mit dem Projekt seiner Strategie, neue Stadthotels in Ländern zu eröffnen, in denen die Marke Riu bereits aus der Urlaubshotellerie bekannt ist. Den Kanadiern sind die Spanier mit ihren Häusern in der Karibik ein Begriff.

Die nächste Neueröffnung der Kette ist im kommenden Frühjahr das Riu Plaza España, das erste Stadthotel der mallorquinischen Gruppe in Spanien, das sich im „Edificio España“ in der Hauptstadt Madrid befindet. In London hat RIU ein Gebäude an der Victoria Station gekauft, in dem 2020 ein Hotel der urbanen Reihe eröffnet werden soll, und in New York befindet sich ein zweites Riu Plaza Hotel für den big Apple im Bau, dessen Eröffnung für 2021 geplant ist.

16. Januar 2019 – 00:11
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Das Hotel Dusit D2 wurde am Dienstagnachmittag angegriffen, die Terrorgruppe Al-Shabaab beanspruchte die Tat für sich. Einer Explosion folgten Schüsse, die Täter verschanzten sich im Gebäude. Zur Zahl der Opfer kursieren widersprüchliche Aussagen. Erst nach rund acht Stunden hatten Sicherheitskräfte laut dem kenianischen Innenministerium die Lage unter Kontrolle.

Der Angriff begann laut kenianischen Medien am Dienstagnachmittag mit einer Explosion, drei Autos seien beschädigt worden. Daraufhin habe sich ein Selbstmordattentäter im Foyer des Hotels in die Luft gesprengt. Dabei seien mehrere Menschen schwer verletzt worden. Um wie viele Angreifer es sich handelte, war zunächst unklar. Auch über die Zahl der Todesopfer gab es keine gesicherten Informationen.

Das Gebiet um den Gebäudekomplex des Hotels wurde abgesperrt. Am Abend hatten Sicherheitskräfte nach Polizeiangaben sechs der sieben Stockwerke des Hotels gesichert. Ob die Angreifer getötet oder festgenommen wurden, erklärten die Behörden nicht.

Das Luxushotel der thailändischen Gruppe Dusit Hotels & Resorts befindet sich in der Nähe des Westgate-Einkaufszentrums. Dort starben bei einem Anschlag 2013 67 Menschen.

Die Terrorgruppe Al-Shabaab hat den Anschlag für sich reklamiert. Die mit der Terrororganisation Al-Kaida verbündete Gruppe kämpft seit Jahren in Somalia am Horn von Afrika um die Vorherrschaft. Dabei verübt sie auch Anschläge im Nachbarland Kenia.

15. Januar 2019 – 16:26

Darauf weiß auch die neue "Trip-Barometer"-Studie von Tripadvisor keine Antwort, aber sie sagt uns zumindest, dass es so ist. Deutsche sind auf Reisen außerdem recht spendabel, und sie sind unterwegs besonders kulturinteressiert – zumindest mehr als der globale Durchschnitt der Reisenden. Befragt wurden 23.000 Reisende rund um den Globus, darunter fast 2.000 Deutsche.

Weitere Ergebnisse zeigen, was beim Planen und Buchen eine Reise wirklich wichtig ist und wie sich Länder sowie Alters- und Zielgruppen unterscheiden. So geben die Millennials (18 bis 34 Jahre) nur knapp die Hälfte von dem aus, was ihre Elterngeneration, die Babyboomer (über 65 Jahre), für einen Urlaub aufbringen. Geht es jedoch um Luxus, sind sie mit 57 Prozent genauso bereit wie ihre Eltern, dafür mehr auszugeben. 

Nationalitäten im Vergleich

Beim weiteren Buchungsverhalten zeigen sich aufschlussreiche Unterschiede nach Ländern. Reisende aus China (41%) und Brasilien (45%) neigen am ehesten dazu, alle Transport- und Unterkunftsoptionen sorgfältig zu vergleichen. Österreicher (32%) und Deutsche (30%) tendieren dagegen am stärksten dazu, die Unterkunft als erstes zu buchen. Zuerst die An- und Abreise buchen jedoch Schweizer und Argentinier (40% und 41%). Vor allem für Briten (17%), Deutsche (15%) und Österreicher (13%) ist es bei einer schnellen Buchungsentscheidung wichtig, ob ein gutes Angebot vorliegt.

Die meisten Reisenden buchen unabhängig von ihrer Herkunft keine Unterkunft, ohne zuvor Bewertungen gelesen zu haben (86%). Zudem suchen sie für gewöhnlich vor dem Trip nach Aktivitäten und Restaurants am Reiseziel (89%), bei den Deutschen sind es in der Regel nur 82 Prozent. Das "Erleben der Kultur" ist für 39 Prozent der deutschen Befragten ein ausschlaggebender Grund, um ein Reiseziel zu wählen, weltweit ist dies für etwa ein Drittel der Reisenden so.

Gutes Wetter ist wichtig

Naheliegenderweise herrscht die größte Sehnsucht nach einem Sonnenziel in Herkunftsländern, die besonders kalt sind. Zumindest führen Länder aus Nord- und Mitteleuropa die Liste derer an, die bei der Destinationswahl das Wetter als Hauptgrund angeben: Kanada (30%), Frankreich (26%), Irland (26%), Deutschland (25%) und die Schweiz (24%).

Deutsche sind übrigens auf Exklusivität des Reiseziels erpicht. Fast jeder Vierte (23%) wählte in den letzten 12 Monaten eine bestimmte Destination aus, weil sie "abseits des Mainstreams" lag. Im weltweiten Durchschnitt sind es nur 13 Prozent, die aus diesem Grund ein Reiseziel wählten.

Für Asiaten und besonders Chinesen ist die Bekanntheit und das Vertrauen in Hotelmarken eine wichtiges Entscheidungskriterium (82%), Briten hingegen interessiert das wenig (22 %). Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz spielt dies bei rund einem Viertel eine Rolle bei der Unterkunftswahl. Allerdings sieht das Bild anders aus, blickt man auf Gruppen- und Familienreisende: In dieser Zielgruppe ist es 44 Prozent der globalen Befragten wichtig, dass die Hotelmarke bekannt und vertrauenswürdig ist. Auch in der Gruppe der Geschäftsreisenden spielt das eine größere Rolle (47%).

Hohe Unterkunftskosten

Die Unterkunftskosten machen den Löwenanteil bei der Reisekasse aus. An der Spitze der Liste von Ländern mit den höchsten Ausgaben für eine Unterkunft pro Person und Reise im Durchschnitt sind: Australien (1.373 Euro), die USA (1.106 Euro) sowie Deutschland (1.088 Euro). Die Länder mit dem kleinsten Budget sind Indonesien, Malaysia und Thailand (im Durchschnitt 166 Euro). Die Deutschen zeigen sich generell besonders spendabel: Mehr als die Hälfte der Befragten (52%) ist bereit, für einen luxuriösen Trip mehr zu zahlen.

Thomas Horsmann

 

15. Januar 2019 – 16:03
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Ein mehrstündiger Ausfall aller Computersysteme an den Abfertigungsschaltern eines Terminals kann außergewöhnliche Umstände begründen und damit den Anspruch von Passagieren auf Ausgleichszahlungen wegen Verspätung hinfällig werden lassen. Das erklärt der Bundesgerichtshof in einem Urteil vom Dienstag.

In den zwei verhandelten Fällen beanspruchen die Klägerinnen Ausgleichszahlungen in Höhe von jeweils 600 Euro wegen verspäteter Flüge. Sie hatten Flüge von New York nach London mit Anschlussflügen nach Stuttgart gebucht. Die Flüge von New York nach London starteten verspätet und landeten mehr als zwei Stunden nach der vorgesehenen Ankunftszeit. Infolgedessen erreichten die Reisenden den ursprünglich vorgesehenen Weiterflug in London nicht und kamen mit einer Verspätung von mehr als neun Stunden in Stuttgart an. Die beklagte Airline berief sich auf außergewöhnliche Umstände.

Systemsausfall dauerte 13 Stunden

Die Verspätung der Flüge war durch einen Ausfall aller Computersysteme an den Abfertigungsschaltern des Terminals 7 am John-F.-Kennedy-Flughafen in New York verursacht worden. Aufgrund eines Streiks bei dem für die Telekommunikationsleitungen gegenüber dem Flughafenbetreiber verantwortlichen Unternehmen konnte der Systemausfall erst nach 13 Stunden behoben werden. Der Betrieb der technischen Einrichtungen eines Flughafens, zu denen auch die Telekommunikationsleitungen gehören, obliege dem Flughafenbetreiber, so der BGH. Ein Systemausfall, der darauf beruhe, dass die Funktionsfähigkeit derartiger Einrichtungen durch einen technischen Defekt über einen längeren Zeitraum beeinträchtigt oder aufgehoben werde, stelle ein Ereignis dar, das von außen auf den Flugbetrieb des Luftverkehrsunternehmens einwirke und dessen Ablauf beeinflusse. Ein derartiges Vorkommnis sei von der Airline nicht zu beherrschen, da die Überwachung, Wartung und Reparatur derartiger Einrichtungen nicht in ihren Verantwortungs- und Zuständigkeitsbereich falle.

Zudem habe die Fluggesellschaft mit der manuell und über Mitarbeiter in Washington telefonisch durchgeführten Abfertigung der Fluggäste alle ihr zumutbaren Maßnahmen ergriffen, um den durch den Systemausfall bedingten Beeinträchtigungen entgegenzuwirken. Dass sie, wie die Kläger argumentierten, durch ein Ausweichen auf die technischen Einrichtungen eines anderen Terminals die Verspätung hätte verhindern können, sei nicht zu beweisen.

 

15. Januar 2019 – 13:43
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Zwar hat sich Germania durch erste Finanzspritzen offenbar ein wenig Luft verschaffen können. Vor grundlegenden Problemen steht die Airline von Karsten Balke gleichwohl. Nun hat der Airline-Eigentümer und Geschäftsführer in einem Interview mit der "Münsterschen Zeitung" erstmals den konkreten Finanzbedarf für die traditionelle verlustreichen Wintermonate beziffert. Dieser betrage rund 15 Millionen Euro und resultiere im Wesentlichen aus erhöhten Sicherungsanforderungen der Vertragspartner aufgrund des schlechten Jahresergebnisses, das die Airline 2018 einfuhr. Das beeinträchtige aber "in keiner Weise den Flugbetrieb".

Forderungen des Ex-Gesellschafters gerichtlich abgewiesen

Am Wochenende hatte der "Spiegel" berichtet, der Sohn des Firmengründers und ehemalige Gesellschafter Erik Bischoff fordere von dem Unternehmen 40 Millionen Euro. Dazu sagt Balke, Bischoff habe 2015 aus eigenen Stücken seine Beteiligung an der SAT Fluggesellschaft aufgekündigt, die damals in der Germania aufging. Man habe ihm von Anfang an einen angemessenen Betrag zur Abfindung seiner Anteile geboten und entsprechende Rückstellungen gebildet. Das Amtsgericht Cottbus habe geurteilt, dass Bischoff, der das Angebot abgelehnt hatte, über die ihm angebotenen 9,5 Millionen Euro hinaus keine weitere Abfindung zustehe.

Kein Verkauf

Hinsichtlich der Zukunft ist Balke bemüht, Optimismus zu streuen. Gegenüber der "Münsterschen Zeitung" schloss er einen verkauf seiner Airline aus. Die Veränderungen im Luftverkehr in den beiden letzten Jahren stellten vielmehr eine historische Chance dar, das Geschäft nachhaltig zu erweitern. Dies rechtfertige auch die notwendigen Investitionen, die das Geschäftsergebnis und die Liquidität kurzfristig belasteten.

Kunden und Partner hielten Germania die Treue, sagt der Airline-Chef. "Alle Reiseveranstalter und Partner sind weiterhin von unserer Leistungsfähigkeit überzeugt und stehen hinter uns", glaubt Balke. "Fluggäste, Reiseveranstalter und Partner vertrauen uns."

Elf Maschinen verkauft

Unterdessen wird aus Bilanzen der Airline deutlich, dass sie einen großen Teil ihres Tafelsilbers bereits verkauft hat. So  hat der Germania-Konzern 2017 nach Auskunft des Fachportals "Airliners" fünf Boeing-737-Flugzeuge verkauft und damit die Liquidität um knapp 22 Millionen Euro gestärkt. Im ersten Quartal 2018 seien dann vier weitere Boeing-737-Flugzeuge sowie im dritten Quartal desselben Jahres zwei A321-Jets veräußert worden.

 

15. Januar 2019 – 10:16
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Mit der Indienststellung des dritten Expeditionsneubaus, der "Hanseatic Spirit", im Frühjahr 2021 verkauft Hapag-Lloyd Cruises das Traditionsschiff, das seit mehr als 25 Jahren in Diensten der Reederei steht. Anfang Mai 2021 übergibt das Unternehmen die "Bremen" an Viva Cruises, eine Tochtergesellschaft der Schweizer Scylla AG. Künftig werde der Expeditionskreuzer unter neuem Namen fahren und nicht mehr im deutschsprachigen Markt vermarktet, teilt Hapag-Lloyd Cruises mit.

Die 1973 gegründete Scylla AG besitzt derzeit 31 Flusskreuzfahrtschiffe, die teilweise an Veranstalter wie Phoenix Reisen und Nicko Cruises verchartert sind. Laut CEO Arno Reitsma will die Reederei ihre Erfahrungen auf dem Fluss künftig für Hochseekreuzfahrten nutzen, "bestehenden Kunden Neues bieten und unseren Kundenstamm erweitern".

Der neue Katalog von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten für die "Bremen" erscheint am 22. Januar mit einer verkürzten Laufzeit. Die letzte Reise endet im April 2021.

 

14. Januar 2019 – 18:11

Betrüger drehen Kunden des Reiseportals, das auch zwei stationäre Büros betreibt, offenbar Zeitschriften-Abos an. Wie das Unternehmen mitteilt, wandte sich am Freitag eine beunruhigte junge Frau an die Mitarbeiter des Portals. Sie erklärte, sie habe einen Anruf erhalten, bei dem ihr mitgeteilt wurde, sie habe bei einem Urlaubsguru-Gewinnspiel Reisen gewonnen. Für eine weitere Reise oder die Auszahlung von 500 Euro sollte sie ein Zeitschriften-Abonnement abschließen.

Urlaubsguru versichert, dass solche Anrufe nicht von dem Unternehmen stammten. Gründer Daniel Marx erklärt dazu: "Wir möchten uns ganz deutlich von diesem Vorfall distanzieren. Der Anruf wurde nicht im Namen von Urlaubsguru getätigt." Gewinner würden bei Gewinnspielen des Portals im ersten Schritt schriftlich kontaktiert, per Mail, per Brief oder über Messengerdienste wie Whatsapp und Facebook Messenger. Ein Gewinn von Urlaubsguru sei nicht an den Abschluss eines Zeitschriftenabonnements oder ähnliches geknüpft. Auch eine Bargeld-Auszahlung des Gewinns sei bei Urlaubsguru nicht möglich.

Weitere Fälle seien nicht bekannt, dennoch rate man zur Vorsicht. Die Uniq GmbH, zu der Urlaubsguru gehört, werde rechtliche Schritte prüfen.

 

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