Der neue Reise vor 9 Magazin ist da!

10. April 2018 – 17:48

Der Streit um die Gründung eines Betriebsrates für das Kabinen- und Cockpitpersonal wird bei dem Joint Venture von Lufthansa und Turkish Airlines wohl auf juristischem Wege ausgetragen.  Wie die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mitteilt, hat das Airline-Management einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen die Wahl des Betriebsrates gestellt. VC und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) fordern seit Jahren eine betriebliche Mitbestimmung. Sie argumentieren, bei einer Beschäftigtenzahl von über 1.000 Mitarbeitern, wie das auch im Flugbetrieb der Sun Express der Fall sei, gebe es in fast allen deutschen Betrieben einen Betriebsrat. Es sei nicht nachvollziehbar, warum das nicht auch bei Sun Express der Fall sein sollte.

Die Airline-Chefetage hält dagegen. Das Betriebsverfassungsgesetz, das in Deutschland die Etablierung von Betriebsräten regele, finde "auf einen Flugbetrieb keine Anwendung", heißt es in einer Stellungnahme auf Anfrage von Gloobi.de. Hier könne nur durch einen Tarifvertrag eine Mitarbeitervertretung errichtet werden. Die Bestellung eines Wahlvorstands sei daher aus Sicht der Sun Express Deutschland GmbH rechtwidrig, ebenso wie die etwaige Durchführung einer Betriebsratswahl. Die erheblich unterschiedliche Betrachtung des Sachverhaltes mache aus Sicht der Geschäftsführung "eine rechtliche Klärung notwendig".

Unabhängig davon wird deutlich, dass ein Betriebsrat tatsächlich verhindert werden soll. Im Unternehmen herrsche "ein kontinuierlicher, konstruktiver Dialog auf allen Hierachieebenen, insbesondere zwischen Management und Mitarbeitern". Diesen Dialog wolle man auch in Zukunft direkt mit unseren Mitarbeitern führen. "Hierzu war und ist eine dritte Partei wie ein Betriebsrat nicht notwendig", teilt das Unternehmen mit. "Wir finden für individuelle Anliegen individuelle Möglichkeiten und haben uns nicht zuletzt dadurch als attraktiver Arbeitgeber positioniert."

Das sieht die Gewerkschaftsseite naturgemäß anders. "Es ist völlig unverständlich, warum ausgerechnet in einem so stark sicherheitsrelevanten Bereich wie einem Flugbetrieb keine Mindeststandards von betrieblicher Mitbestimmung gelten sollen", meint Tarifexperte Markus Germann von der VC. Dies gelte "umso mehr im Konzerngefüge der Lufthansa mit seiner bekannten Marke Eurowings".

 

10. April 2018 – 16:12
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Das Verhältnis der Mallorquiner zur wachsenden Zahl von Kreuzfahrtschiffen und -gästen bleibt angespannt. Nun hat der Bürgermeister von Palma de Mallorca, Antoni Noguera, angekündigt, die Zahl der gleichzeitig im Hafen liegenden Schiffe zu begrenzen. Wenn gleichzeitig sieben oder acht Riesenschiffen im Hafen lägen, sei das "nicht nachhaltig", sagte er laut der Tageszeitung "Diario de Mallorca". Mit der Hafenbehörde stehe er im Dialog, um Höchstgrenzen festzuschreiben. "Die Stadt muss erfolgreich verwaltet werden und darf nicht an ihrem eigenen Erfolg ersticken", wird Noguera zitiert. Zugleich macht der Rathauschef allerdings deutlich, dass grundsätzlich gegen Anläufe durch Riesenschiffe wie die „Symphony oft the Seas“, die der Insel am vergangenen Sonntag einen Besuch abstattete, nichts einzuwenden sei. Gegen die Luftverschmutzung durch Kreuzfahrtschiffe hatte an dem Tag eine Demo stattgefunden, an der sich laut der "Mallorca Zeitung" allerdings nur 70 Menschen beteiligten.

Unterdessen hat der Hafen von Palma am Sonntag ein neues Kreuzfahrtterminal eingeweiht, das sich die Hafenbehörde 12,4 Millionen Euro kosten ließ. Am Terminal 6 mit seiner 9.800 Quadratmeter großen Empfangshalle sollen ab sofort Schiffe mit einer Länge von mehr als 300 Metern anlegen.

10. April 2018 – 15:09

Nach Informationen des britischen Reiseverbandes Abta wurden im vergangenen Jahr 4.700 Betrugsfälle gemeldet, bei denen die Opfer um insgesamt 7,7 Millionen Euro geprellt wurden. Das entspricht einem Anstieg um 25 Prozent gegenüber 2016. Im Mittelpunkt standen dabei Betrügereien mit gefälschten Flugtickets und angeblichen Ferienunterkünften. Der Schaden belief sich im Schnitt auf 1.700 Euro pro Opfer. Der Verband geht davon aus, dass der tatsächliche Schaden noch deutlich größer ist, weil viele Opfer es vermieden, den Betrug zu melden.

Auch über die Tricks der Betrüger informiert die Meldung des britischen Branchenverbandes. Bei Ferienunterkünften setzten die vermeintlichen Vermieter oft Fake-Websites ein oder hackten sich in seriöse Accounts ein, um in deren Namen Werbung auf Websites und in Social Media zu platzieren. Bei Flügen erhielten die Kunden gefälschte Tickets oder zahlten für Flugscheine, die sie nie zu sehen bekämen. Besonders häufig seien 2017 Betrugsfälle bei Flügen nach Afrika und Indien aktenkundig geworden. Äußerst populär sei die Betrugsmasche im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen und religiösen Festen, denn bei diesen seien die verfügbaren Kapazitäten begrenzt und die Preise daher besonders hoch, teilt Abta mit.

Um Kriminellen beim Kauf von Reiseleistungen nicht auf den Leim zu gehen, raten die Branchenvertreter dazu, Websites genau auf ihre Glaubwürdigkeit zu checken und dabei auch auf kleinere Abweichungen gegenüber seriösen Originalseiten zu achten. Zudem sollten Bewertungen zu Rate gezogen werden, da vor Betrugsseiten oft von früheren Opfern gewarnt werde. Auch die Überprüfung der Mitgliedschaft des Anbieters in einer anerkannten Organisation sei vorteilhaft. In puncto Bezahlung empfehlen Abta und die Polizei der Stadt London, mit deren Hilfe der Verband eine Empfehlungsliste zusammengestellt hat, Kreditkarten zu nutzen und von der Zahlung auf Bankkonten von Einzelpersonen Abstand zu nehmen.

10. April 2018 – 14:23
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Jens Hulvershorn, der bisher beide Sparten in Personalunion führte, soll sich künftig auf das Marketing konzentrieren. Der Vertrieb wird von Björn Oberländer geleitet, der bislang das Sondergruppengeschäft führte. Im Bereich Marketing will die Tui-Beteiligung "neben traditionellen B2C-Maßnahmen wie Katalogproduktion, Print-Werbung, Kundenveranstaltungen und Messen verstärkt neue Wege gehen", kündigt sie an. Der digitalen Kundenkommunikation komme dabei eine besondere Bedeutung zu. Dazu zähle unter anderem die Ausgestaltung der neuen Website sowie die Entwicklung "zeitgemäßer Dialogmöglichkeiten", heißt es.

Im Vertrieb wird unter der neuen Leitung das Sondergruppengeschäft mit dem klassischen Verkauf zusammengelegt. Die Abteilung werde sich um den stationären Reisebürovertrieb ebenso kümmern, wie um neue und digitale Vertriebskanäle. Angesichts einer "hohen Schnittmenge“ an Sondergruppen-Partnern und Partnern im Einzelplatzverkauf könne so eine "noch effizientere und kompetentere Betreuung der Vertriebspartner sichergestellt werden", teilt der Gruppenreisespezialist mit Sitz in Kiel mit.

10. April 2018 – 13:57

An das GDS angebundene Reisebüros können nun auch den "Basic"-Tarif der Lufthansa-Tochter buchen. Laut Sabre wird der Tarif wird über eine XML-Schnittstelle eingebunden. Bislang waren über Sabre lediglich die Traife "Smart" und "Best" buchbar, die teurer sind und Zusatzleistungen wie eingechecktes Gepäck und Bordverpflegung enthalten. Der "Basic"-Tarif umfasst neben dem reinen Flug lediglich Handgepäck. Er war bislang lediglich über die Eurowings-Website und die "Light-Ticketing"-Funktion von Amadeus buchbar.

09. April 2018 – 17:30

Es hatte sich abgezeichnet: Die Thomas-Cook-Fluggesellschaft beendet ihre Vertriebskooperation mit Laudamotion Ende April. Bis zum Ende des Monats werde die Zusammenarbeit noch fortgesetzt, heißt es. Die "operationelle Unterstützung" werde in den nächsten Wochen "geordnet an Laudamotion übergeben". Condor hatte den Verkauf von Flügen ab Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Zürich, Stuttgart, Basel und Wien für die Airline des Ex-Formel-1-Fahrers Niki Lauda übernommen. Dann kündigte überraschend Ryanair an, die Mehrheit an der Airline übernehmen zu wollen.

In der vergangenen Woche hatten bereits die Veranstalter des Mutterunternehmens Thomas Cook ihre Kunden, die auf Laudamotion-Flüge gebucht waren, auf Condor und andere Airlines umgebucht. Der Konzern bestätigt nun, dass diese Flugumbuchungen in Kraft bleiben. Betroffene Gäste sollen von Thomas Cook über die Änderungen informiert werden und neue Reiseunterlagen erhalten. Condor will Gäste, die über ihren Einzelplatzverkauf Laudamotion-Flüge nach dem 1. Mai gebucht haben, "in den nächsten Tagen zum weiteren Vorgehen kontaktieren". Kunden, die ihren Flug im Rahmen einer Pauschalreise bei einem Veranstalter gebucht haben, würden gebeten, sich an den jeweiligen Veranstalter zu wenden, heißt es.

 

09. April 2018 – 16:56
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Die Experten der Colorado State University erwarten für 2018 eine leicht überdurchschnittlich aktive Hurrikan-Saison. Insgesamt rechnen die Fachleute mit 14 Tropenstürmen, von denen sieben Geschwindigkeiten von mindestens 120 Stundenkilometern, also Orkanstärke, haben könnten. Für drei dieser Orkane wird mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 179 Stundenkilometern gerechnet. Im Schnitt der Jahre 1981 bis 2010 gab es in einer Hurrikansaison zwölf tropische Stürme, sechs Hurrikane und zwei schwere Hurrikane.

Für ihre Frühprognose machen die Forscher eine Reihe von Faktoren geltend. So bewege sich die Temperatur in den tropischen Bereichen des Atlantiks derzeit nahe beim langjährigen Durchschnitt, so dass davon keine signifikante Beeinflussung der Hurrikanaktivität ausgehen werde. Das Wetterphänomen La Niña, das unter anderem zu verstärkter Sturmaktivität in Nordamerika führt, habe sich in den vergangenen Wochen abgeschwächt, und die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Jahr ein nennenswerter El-Niño-Effekt auftrete, der relativ wenige Stürme im Atlantik, dafür aber mehr Windaktivität im mittleren Nordpazifik bringt, sei relativ gering.

2017 lagen die Forscher zunächst falsch. Die Hurrikan-Saison 2017 war bekanntlich eine der bislang heftigsten in der Geschichte. Meteorologen messen die Intensität über die Akkumulierte Zyklone-Energie (ACE), eine Kombination aus Stärke und Dauer von Tropenstürmen und Hurrikans. Der durchschnittliche ACE-Wert für eine Hurrikan-Saison in der Karibik liegt bei 92 Einheiten. Nach Angaben der Colorado State University betrug der ACE-Wert für das vergangene Jahr 226 Einheiten. Damit war 2017 das fünftheftigste Hurrikan-Jahr nach 1893, 1926, 1933 und 2005. Vor Beginn der Saison hatten die Forscher zunächst noch mit einem eher ruhigen Verlauf gerechnet, dann aber ihre Prognosen geändert. Denn die Saison begann schon am 19. April mit dem tropischen Sturm "Arlene".

Später richteten vor allem "Harvey", "Wilma" und "Maria" schwere Verwüstungen an. Während etwa die Dominikanische Republik und Kuba noch relativ glimpflich davonkamen, wurden andere Inseln in der Karibik, wie etwa Sint Maarten, geradezu zerstört. Einige Inseln werden erst im Oktober dieses Jahres wieder den touristischen Betrieb voll aufnehmen können. Puerto Rico war monatelang in weiten Teilen des Landes ohne Strom und die Florida Keys arbeiten bis heute an der Schadenbeseitigung von Hurrikan Irma.

 

09. April 2018 – 15:42
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Die Luftfahrtorganisation Iata hat zusammen mit dem Zertifizierungsunternehmen CEIV ein neues standardisiertes Programm zur Verbesserung des Transports lebender Tiere angestoßen. Das Programm mit dem Titel „CEIV Live Animals“basiert auf den bestehenden „Live Animal Regulations“ der Iata. Im Mittelpunkt der neu aufgelegten Aktivitäten stehen neben der Auditierung der Transportbedingungen entlang der gesamten Kette vor allem Trainings, um das Wissen der Airline- und Flughafenmitarbeiter über die vierbeinige, gefiederte oder beflosste Fracht zu verbessern.

Obwohl im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit, wie jüngst im Fall einer während des Fluges gestorbenen französischen Bulldogge bei United Airlines, meist das Schicksal von Hunden oder auch Katzen auf Reisen steht, umfasst das Anforderungsspektrum für die Fluggesellschaften weitaus mehr als das. So berichtet Tim Strauss, der beim Pilotpartner des Projekts, Air Canada, den Cargobereich leitet: "Ob es um Familien geht, die ihr Haustier zum neuen Wohnsitz bringen, um Schafherden, die in eine neue Umgebung transportiert werden oder um Zootiere: Lebendige Tiere zu befördern, ist eine äußerst komplexe, genau zu planende Aufgabe. Sichere, gesunde und humane Trannsportbedingungen zu gewährleisten, erfordert genaue Koordination entlang der gesamten Beförderungskette."

Zehntausende Hunde und Katzen, Millionen Fische. Was das bedeutet, verdeutlich Robert Quest, stellvertretender Direktor für Gesundheit im Tierankunftszentrum des Flughafens London-Heathrow, der ebenfalls als Pilotpartner an den Projekt teilnimmt. Vergangenes Jahr haben wir allen 16.000 Hunde und Katzen, 400 Pferde, 200.000 Reptilien, 2.000 Vögel und 28 Millionen Fische in Empfang genommen. Sicherheit und Wohlbefinden dieser Tiere stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Deshalb arbeiten wir gerne zusammen mit der Iata daran, das Programm voranzubringen  und weltweite Standards zu entwickeln.“ Auch bei Lufthansa ist der Transport von Tieren ein wichtiges Thema. Laut Website fliegt etwa Lufthansa Cargo pro Jahr 150 Zootiere, 2.000 Pferde, 8.000 Schweine, 15.000 Hunde und Katzen sowie 80 Millionen Fische.

Das Projekt beschäftigt sich nicht nur damit, wie welche Tiere befördert werden. Bisweilen ist auch die Verhinderung des Transports notwendig. Denn für rund 36.000 Tiere und Pflanzenarten unterliegt der Transport aufgrund des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen, den 182 Staaten und die EU unterzeichnet haben, strengen Regulierungen. Zudem gehe es bei der Arbeit an besseren Transportbedingungen nicht allein um Faktoren wie angemessene Temperaturen, den richtigen Luftdruck und ausreichende Sauerstoffversorgung, weiß die Iata. Gerade weil die Beförderung in Transportboxen für die tierischen Fluggäste das Eintauchen in eine ungewohnte Umgebung bedeute, spielten auch emotionale Aspekte und der richtige Umgang mit den Reaktionen der Tiere eine bedeutende Rolle. Diese sollten bei der Entwicklung des "CEIV Live Animals"-Programms verstärkt berücksichtigt werden.    

 

09. April 2018 – 14:39
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Die Lufthansa City Center haben am Montag in Ulm den ersten "LCC Fyne Travel Store" eröffnet. Als erste Franchise-Nehmerin geht Ann-Kathrin Brauchle mit dem neuen Konzept ins Rennen. "Unser neues Büro ist kein Reisebüro im herkömmlichen Sinne", erklärt Brauchle. "Wir sehen uns eher als eine Reisegalerie, in der nach Terminvereinbarung besonders hochwertige Reisen individuell ausgearbeitet werden."

Dieses Vertriebskonzept schlägt sich auch im Raum- und Gestaltungskonzept nieder, das LCC gemeinsam mit der dänischen Architektin Mikala Holme Samsøe entwickelt hat. Bunte Katalogwände und traditionelle Büroeinrichtungen wie Schreibtische sucht man vergeblich. Vielmehr soll das Interieur wie auch die angebotenen Reisen Individualität ausstrahlen. Ausgewählte Teppiche, Vorhänge und Designer-Möbel zum Anfassen, Raumdüfte zum Riechen und Deko-Elemente sowie ein ausgeklügeltes Lichtkonzept zum Anschauen sollten alle Sinne ansprechen, heißt es von LCC. Passend zum Selbstverständnis einer "Galerie" werden auch die Schaufenster gestaltet, zum Beispiel mit Bildern auf Staffeleien.

Die Reiseberater heißen hier "Fyne Experts". Sie können Kunden in zwei verschiedenen Beratungssituationen betreuen – entweder in einer gemütlichen Atmosphäre wie an einem Küchentisch oder diskreter und abgeschirmter auf einer Couch. Moderne Technik mit iPads und Bildschirmen wurde in dieses Ambiente eingepasst.

 

09. April 2018 – 14:00
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Vor der dritten Verhandlungsrunde im Öffentlichen Dienst am kommenden Wochenende hat die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di von Dienstag an zu ganztägigen Warnstreiks in Deutschland aufgerufen. Davon sind auch die Flughäfen betroffen. So warnen die Flughäfen Frankfurt, München, Köln und Bremen und Bremen auf ihren Websites vor "erheblichen Verzögerungen im Betriebsablauf sowie Flugausfällen".

Abfluggates bleiben geschlossen. Am größten deutschen Airport in Frankfurt sollen unter anderem die Sicherheitskontrollstellen zum Abfluggate A und Z  im Terminal 1 geschlossen bleiben. Damit bestehe für Passagiere, die in Frankfurt mit Abfluggate A oder Z  einchecken, kein Zugang zu diesem Bereich. "Diese Passagiere werden ihre Flüge nicht erreichen", heißt es auf der Flughafen-Website. Darüber hinaus sei ganztägig mit erhöhten Wartezeiten an den übrigen Kontrollstellen zu rechnen. Durch Kundgebungen der Streikenden am Flughafen könne es zudem zu Behinderungen im Straßenverkehr mit verlängerten PKW-Anreisezeiten kommen. Reisende sollten sich rechtzeitig bei der Airline über den Status ihrer Flüge erkundigen und erst gar nicht zum Flughafen reisen, wenn ein Flug annulliert worden sei und keine Umbuchungsmöglichkeit bestehe.

Lufthansa streicht 800 Flüge. Die größte deutsche Fluggesellschaft muss nach eigener Aussage aufgrund des Verdi-Streiks an den verschiedenen Flughäfen am Dienstag mehr als 800 der ursprünglich geplanten 1.600 Flüge streichen, davon 58 Langstreckenverbindungen. Von den Flugstreichungen seien rund 90.000 Fluggäste betroffen. Am Mittwoch, 11. April,  soll der Flugbetrieb wieder planmäßig stattfinden, kündigt die Airline an. Auf innerdeutschen Strecken können Lufthansa-Fluggäste die Deutsche Bahn nutzen, unabhängig davon, ob ihr Flug gestrichen wurde. Dazu könnten sie ihr Ticket unter "Meine Buchungen" auf Lufthansa.com in einen Fahrschein der Deutschen Bahn umwandeln, teilt die Fluggesellschaft mit.

Ferienflieger Condor versucht indes, dem Streik auszuweichen und bei einigen Flügen die Abflugzeiten und Abflugorte geändert. Details dazu finden Sie hier.

Auf den nachfolgend genannten Flughafen-Websites können sich Kunden über den aktuellen Status ihres Fluges erkundigen:

www.frankfurt-airport.com

https://www.munich-airport.de/fliegen-umsteigen-86180#departures

https://www.koeln-bonn-airport.de/fluege/abflug-ankunft.html

http://www.bremen-airport.com/nc/fluginfo/fluege/tagesflugplan/

Busse und Bahnen ebenfalls betroffen. Auch im öffentlichen Nahverkehr mehrerer Bundesländer sind Streiks geplant. Busse und Bahnen solen in Nordrhein-Westfalen ebenso bestreikt werden wie in Niedersachsen. Unter anderem soll in Hannover der nahverkehr stillstehen. Am Donnerstag sollen auch die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) und der Stadtverkehr Esslingen bestreikt werden, wovon laut Ver.di der öffentliche Nahverkehr im Großraum Stuttgart "sehr stark betroffen" sein dürfte. Am Mittwoch tritt der öffentliche Nahverkehr der Landeshauptstadt Wiesbaden in den Ausstand. Auch in Rheinland-Pfalz und im Saarland sollen bis Freitag Streiks im Nahverkehr stattfinden.