Der neue Reise vor 9 Magazin ist da!

17. April 2018 – 16:17
flughafenstuttgart

Das Fluggastportal Airhelp hat den Flugverkehr an den zehn größten Flughäfen in Deutschland, Österreeich und der Schweiz an den Ostertagen unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, dass 22 Prozent der rund 16.000 analysierten Flüge zwischen Gründonnerstag und dem Dienstag nach Ostern nicht nach Plan starteten. Das Portal wertet dabei Verzögerungen von mehr als 15 Minuten als Verspätung. In Hamburg und Genf seien diesmal die meisten Flugprobleme zustande gekommen, mehr als jeder vierte Flieger war dort verspätet. Stuttgart und Berlin-Tegel schnitten mit einer Verspätungsquote von 14 Prozent am besten ab. Insgesamt haben sich die durchschnittlichen Pünktlichkeitswerte der zehn größten Flughäfen aus dem DACH-Raum laut Airhelp im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozentpunkte verschlechtert.

 

17. April 2018 – 13:33
digitalisierungpixabay

Mit den Herausforderungen, vor die sich Reisebüros dabei gestellt sehen, befasst sich eine Studie von Nina Holtschneider im Rahmen ihrer Masterarbeit an der Hochschule Harz. Sie befragte dafür 560 Expedienten. Nach Auskunft der Teilnehmer stellt fehlendes Know-how (66%) das größte Problem dar, gefolgt von einem mangelnden Sinn für die Dringlichkeit (49%) digitaler Innovation. Das am dritthäufigsten genannte Hindernis bilden fehlende finanzielle Mittel (49%), knapp ein Drittel der Teilnehmer beklagt unklare Rollen und Verantwortlichkeiten (30%). Vergleichsweise selten (28%) wird fehlende Motivation der Mitarbeiter angeführt. Anmerkungen der Befragten entnimmt Holtschneider, dass die Spannbreite der wichtigsten digitalen Herausforderungen für Reisebüros groß ist. Es fehle „an guten Bildern und Inhalten“ für ein effektives Online-Marketing, schildern einige Expedienten. Andere bemängeln Rechtsunsicherheiten in den Bereichen Datenschutz und Urheberrecht. Immer wieder wird auch mangelnde Zeit als Hinderungsgrund angegeben, sich mit den Möglichkeiten der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Kernproblem sei das Fehlen geeigneter Rahmenbedingungen für digitale Innovationen. Mehr als die Hälfte der Expedienten äußert sich in diesem Sinne, während nur jeder Vierte glaubt, die Ausstattung mit finanziellen und personellen Ressourcen sei ausreichend.

Dennoch blieben die Reisebüros mehrheitlich optimistisch, unterstreicht Holtschneider i m Fazit ihrer Studie. Zwar fänden sich vereinzelte kommentare, die sagten, dass der stationäre Vertrieb keine Chance gegen Google & Co. habe. Doch das sei eher die Minderheit. Aus vielen Antworten sei ein gesundes Selbstbewusstsein abzulesen. Viele Expedienten seien der Auffassung, dass die Digitalisierung im Laufe der nächsten zehn Jahre zwar eine größere Rolle spielen werde, die persönliche Beratung aber gefragt bleibe. Er sehe sein Büro „im modernen Einklangmit der neuen digitalen Welt in Kombination mit dem persönlichen, kompetenten Reiseberater, individuell und flexibel, mit service- und kundenorientierten Abläufen“, so ein Umfrageteilnehmer.

17. April 2018 – 12:35
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Ein "wilder Streik" des Flugpersonals, der auf die überraschende Ankündigung einer Umstrukturierung folgt, stellt keinen "außergewöhnlichen Umstand" dar, der es der Fluggesellschaft erlaubt, sich von ihrer Verpflichtung zur Leistung von Ausgleichszahlungen bei Annullierung oder großer Verspätung von Flügen zu befreien. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Dienstag entschieden und damit der Einschätzung des Generalanwalts Evgeni Tanchev, die dieser am vergangenen Donnerstag in seinem Schlussantrag vorgelegt hatte, widersprochen . Tanchev argumentierte, der "wilde Streik" in Form einer massenhaften Krankschreibung stelle einen "außergewöhnlichen Umstand" dar. Damit müsse die Airline keine Entschädigungen nach der Fluggastrechteverordnung zahlen.

Hintergrund des Verfahrens ist ein das massenhafte Fernbleiben von Tuifly-Mitarbeitern aufgrund angeblicher Krankheit im Herbst 2016. Dadurch waren mehr als 100 Flüge gestrichen worden, zahlreiche weitere Flüge starteten mit erheblichen Verspätungen. Betroffene Kunden klagen seither vor deutschen Gerichten auf Ausgleichszahlungen. Das EuGH-Urteil dürfte ihre Chancen nun deutlich verbessern.

Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass Fluggesellschaften nur unter zwei Voraussetzungen von der Erstattungspflicht befreit werden könnten. Zum einen dürfe das Ereignis, das zu den Behinderungen führte, nicht Teil der normalen Betriebstätigkeit sein. Und zum anderen dürfe es von der Airline nicht beherrschbar sein. Bei den Tuifly-Flugausfällen sei dies nicht der Fall, erklärten die Richter nun. Das Unternehmen habe zuvor überraschend Umstrukturierungen angekündigt. Konflikte mit den Mitarbeitern seien in solchen Fällen nicht ungewöhnlich. Die Situation im Herbst 2016 sei daher als Teil der normalen Geschäftstätigkeit zu betrachten. Zudem sei der wilde Streik für Tuifly nicht unbeherrschbar gewesen, denn er sei nach einer Einigung zwischen dem Unternehmen und seinem Betriebsrat einige Tage später beendet worden.

16. April 2018 – 17:19

Dass sich spanische Hotelketten in Europa und der Welt ausbreiten, ist man inzwischen gewohnt. Mit den Ikos Resorts zieht es nun eine griechische Hotelgruppe nach Spanien. Sie investiert 150 Millionen Euro für erstes Resort außerhalb Griechenlands  – das Ikos Andalusia. Die Eröffnung ist für den im Sommer 2020 geplant. Bei dem Resort handelt es sich um das ehemalige Costa Del Sol Princess Hotel im Badeort Estepona. Die Anlage mit 70 Hektar großem Garten grenzt direkt an den Sandstrand und soll Hotelgebäude und Bungalows mit 400 Zimmern und Suiten umfassen.  Für den kulinarischen Part sorgen acht Restaurants.                                                       

Das Ikos Andalusia wird von der Ikos International SCA betrieben, das Kapital stammt von internationalen Investoren wie Goldman Sachs Asset Management, Oaktree Capital Management LP und Hermes GPE. Die Ferienhotelgruppe Ikos Resorts startete 2015 mit den beiden Fünf-Sterne-Anlagen Ikos Olivia und Ikos Oceania auf der nordgriechischen Halbinsel Chalkidiki. Das Portfolio wird im  Mai 2018 um das Ikos Dassia auf Korfu ereweitert, im Sommer 2019 folgt das Ikos Aria auf Kos. Zusätzlich zu dem neuen Objekt in Andalusien sei die Eröffnung weiterer Resorts im Mittelmeerraum in Planung, kündigt die Grupppe an.

16. April 2018 – 16:57

Die Reisebüro AG der Lufthansa City Center kommt bei ihrer Einkaufstour offenbar voran. Jüngster Neuzugang ist das Reisebüro Cruising in Wenningsen, ein ehemaliges Mitglied der Kooperation Best Reisen. Zuvor waren bereits das LCC Reisebüro Heinrich & Co. in Essen, das LCC Reisebüro Gress in Würzburg sowie das LCC Reisebüro Sonnenschein in Saarbrücken übernommen worden.

Die vor 15 Monaten gegründete Aktiengesellschaft hat sich auf die Fahnen geschrieben, durch den Kauf von Reisebüros deren Standorte für die Kette zu sichern und das Wachstum von LCC voranzutreiben. Aktionäre der Gesellschaft sind neben dem Franchise-Unternehmen Lufthansa City Center Reisebüropartner GmbH (LCR) mehrere Franchise-Partner von LCC. Laut Vorstandsmitglied Wilfried Klotmann zielt das Konzept darauf, wirtschaftlich gesunden Reisebüros eine „Lösung für die Nachfolgeregelung“ zu bieten. Dieser Ansatz beschränkt sich nicht allein auf Büros auf bestehende LCC-Büros, wie die jüngste Akquise zeigt. Die Expansion soll in diesem Jahr fortgesetzt werden.

Eine Neuerung gibt es im Aufsichtsrat der LCC Reisebüro AG. Als Nachfolger von Hasso von Düring, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat, ist LCR-Chef Andi-Julian Leta zum Vorsitzenden gewählt worden.

16. April 2018 – 16:29

Schwaches W-LAN (72%), schlecht belüftete Zimmer (69%), Plastikverpackungen beim Frühstück (66%), das Ausfüllen von Anmeldeformularen beim Check-In (60%), dreckige Teppichböden (52%) und schlechte Lichtverhältnisse im Bad (51%) sind die Hauptärgernisse für Geschäftsreisende in deutschen Hotels. Das ist  das Ergebnis einer Umfrage von American Express Global Business Travel (GBT) unter 280 deutschen Geschäftsreisenden. Hingegen ärgern sich die wenigsten, wenn sie nicht als Stammgast erkannt werden – 81 Prozent stört das nicht. Minibar, Videokanäle und Klobürste sind Dinge, die Geschäftsreisende im Hotelzimmer am wenigsten vermissen, und nur 18 Prozent der Befragten wünscht sich Hotels ohne Personal. Bei der Ankunft im Hotel ärgern sich Geschäftsreisende am häufigsten darüber, wenn sie nicht nach Ihren Zimmerpräferenzen gefragt werden (96%) und dieses einfach zugeteilt bekommen (51%).

Im Zimmer sind es der Bodenbelag, die Zimmerluft und die W-LAN-Geschwindigkeit, die das Wohlgefühl ausmachen, stellt GBT fest. Zu warme Bettdecken stören hingegen nur wenige. Wichtig hingegen sind der richtige Wasserdruck durch kalkfreie Duschköpfe und möglichst Schiebewände oder Türen statt Duschvorhang. Beim Frühstück hält der Siegeszug der Bioprodukte weiter an – immerhin 40 Prozent der befragten Geschäftsreisenden vermissen sie auf dem Buffet. Plastikverpackungen sind den Gästen hingegen ein Dorn im Auge.

Lediglich 35 Prozent der Befragten können ihr Hotel auf Geschäftsreisen frei wählen. Alle anderen bekommen von ihren Unternehmen eine vorselektierte Liste. Mehr als 68 Prozent verwenden für die Buchung ein Online-Buchungstool, nur 13 Prozent der Befragten buchen selbst telefonisch direkt im Hotel. Als Hotelkategorie wählen 82 Prozent Drei- und Vier-Sterne-Hotels und nur 14 Prozent schlafen in Budget-Häusern.

 

16. April 2018 – 15:09
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Effekthascherei und Sensationsmache auf Kosten der journalistischen Qualität oder schonungslose Entlarvung mieser Geschäftspraktiken? An einer Reportage des RTL-Magazins „Explosiv“ mit dem Titel „Schnäppchen-Kreuzfahrt entpuppt sich als desaströser Horror-Urlaub“ scheiden sich die Geister von Kunden und Reiseverkäufern.

Dieselgeruch in der Kabine. Die RTL-Reporter hatten für weniger als 300 Euro pro Nase eine Kreuzfahrt mit einem Schiff der Reederei Carnival entlang der mexikanischen Pazifikküste gebucht. Angeblich soll ihnen dabei eine Außenkabine zugesichert worden sein. Sie landeten schließlich in einer Innenkabine, die nach ihrer Aussage zudem wegen ihrer Lage neben dem Maschinenraum von penetrantem Dieselgeruch durchzogen wurde. Auf ihre Beschwerde hin habe ein Servicemitarbeiter ihre Lüftung abgestellt und ihnen ein Raumspray zur Verfügung gestellt, mit dem sie regelmäßig für besseren Geruch sorgen sollten, erklärt der RTL-Journalist. Die Hygiene im Zimmer sei ebenfalls mangelhaft gewesen. Der Teppich sei verschmutzt gewesen und überhaupt habe eine regelmäßige Reinigung nicht stattgefunden. Eine offenbar verdeckt gefilmte Aufnahme zeigt einen Mitarbeiter, der sich in einem frisch aufgehängten Handtuch im Zimmer das Gesicht abwischt oder womöglich gar die Nase schnäuzt.

Lange Aufpreisliste und Nepp-Ausflug. Auch am Essen an Bord des Schiffes lässt der Bericht kein gutes Haar. So seien viele eigentlich warme Gerichte kalt gewesen, heißt es. Beim Besuch des angeblich im Preis enthaltenen A-la-carte-Restaurants sei man nach einem angeblichen Begrüßungsdrink zur Kasse gebeten worden und habe auch für das verzehrte Steak draufzahlen müssen, ohne dies vorher zu wissen. Ein dazu gebuchter Ausflug habe sich als reine Neppveranstaltung erwiesen. Unter anderem seien die Gäste zum Shoppen in ein Spirituosengeschäft gefahren worden. Die Reiseleiterin habe sie aufgefordert, sich durch einen Aufkleber als ihre Gäste zu erkennen zu geben – angeblich, um sich einen Rabatt beim Einkauf zu sichern. Tatsächlich habe der Ladenbesitzer den Trägern der Aufkleber fast die doppelte Summe dessen abgeknöpft, was normale Kunden bezahlen mussten.

Diese Dinge mag man so glauben oder nicht. Auch die Frage, ob die Reporter über die Aufpreispflicht einzelner Leistungen hätten informiert werden müssen, lässt Interpretationsspielräume. Einige Stellen der Reportage erwecken allerdings den Verdacht, als hätten sich die Reporter bewusst naiv gestellt – etwa, wenn es um die abschließend in Rechnung gestellten Trinkgelder geht. Auch die Darstellung, es habe sich um eine „All-inclusive-Kreuzfahrt“ handeln sollen, ist vermutlich nicht ganz richtig, zumal im gesprochenen Text lediglich von Vollpension die Rede ist.

In Social Media reichen die Kommentare von: „Da wird eine Branche einfach nur in den Dreck gezogen.“ und „Völlig übertrieben diese Reportage.“ bis hin zu empörten Berichten, die ähnliche Erlebnisse an Bord von Kreuzfahrtschiffen schildern. Reiseprofis, die sich ein Bild von der Reportage machen wollen, können das unter diesem Link tun.

16. April 2018 – 14:22
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Kevin Bubolz leitet seit März 2018 die Bereiche Vertrieb, Marketing und Public Relations der Norwegian Cruise Line für Kontinentaleuropa und Skandinavien. Bubolz ist bereits seit 2005 im Unternehmen. Zuletzt war er als Vice President Commercial and Business Planning bei der Norwegian Cruise Line Holdings aktiv, unter deren Dach die drei Marken Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises zusammengefasst sind. Gloobi.de sprach mit ihm über die Perspektiven für die US-Reederei im deutschen Markt.

Das Gespräch führte Christian Schmicke

Sie waren gerade im Urlaub mit der „Norwegian Escape“ in der Karibik. Ist eine Reise an Bord eines Schiffes „Ihrer“ Reederei wirklich Urlaub?
Ja, klar. Ich bin ja zur Kreuzfahrt gekommen, weil mich diese Reiseform begeistert. Natürlich gibt es zwischendurch Treffen mit den Kollegen an Bord, mit denen ich mich darüber austausche, was wir anders oder besser machen können. Das ist auch gut so, und ich nehme daraus wichtige Erkenntnisse mit nach Hause. Alles in allem habe ich mich prächtig erholt.

Die Übernahme der „Norwegian Bliss“ steht unmittelbar bevor und die Premierentour findet von Bremerhaven nach Southampton statt. Wie viele Expedienten aus Deutschland werden Sie bei der Gelegenheit an Bord bringen?
Aus dem deutschsprachigen Raum werden es mehr als 800 sein. Das ist eine großartige Gelegenheit, um einer großen Zahl von Reiseverkäufern unser Produkt vorzustellen. Gerade in Märkten, in denen man noch nicht zu den größten Playern zählt, hat man diese Chance nicht alle Tage. Noch ist hierzulande nicht jedem Reiseverkäufer bewusst, wie stark wir in unser Produkt investiert und es zum Premium-Angebot entwickelt haben.

Wie sehr trübt es Ihre Freude, dass Norwegian Cruise Line im nächsten Jahr nicht mehr von Hamburg aus fährt?
Natürlich ist das für uns im deutschen Markt schade. Wenn ein Schiff von einem Hafen im eigenen Land abfährt, verbessert das die Sichtbarkeit – auch weil man sich bei großen Events wie den Hamburg Cruise Days präsentieren kann. Aber wir planen auch für das nächste Jahr durchaus mit Wachstum. Unsere Gäste aus Deutschland starten von vielen verschiedenen Häfen aus, gerade auf der Fernstrecke. Speziell unsere Alaska-Reisen, mit denen wir stark aufgestellt sind, sind sehr populär.

Warum fährt im nächsten Jahr kein Schiff Ihrer Flotte mehr ab Deutschland?
Eigentlich beruht das auf einem Luxusproblem. Wir sind als Reederei sehr international aufgestellt, und so konkurrieren die Häfen um die Rolle des besten Ausgangspunktes für die internationalen Märkte. Für Gäste aus Australien, zum Beispiel, ist es einerlei, ob wir von Hamburg oder von Southampton aus fahren, weil sie oft ohnehin über die Emirate fliegen. Aus Nordamerika ist die Fluganbindung nach London hingegen deutlich günstiger – auch das spielt bei solchen Überlegungen eine Rolle. Aber es handelt sich keineswegs um eine generelle Entscheidung gegen Hamburg.

Wie schwer ist es, in einem Markt mit so starken nationalen Platzhirschen wie in Deutschland zu bestehen?
Mit dieser Situation kommen wir gut zurecht. Die starken Marken bewirken ja zunächst einmal, dass die Kreuzfahrt als Reiserform stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt. Einsteiger wählen sicher häufig ein deutschsprachiges Schiff, und es gibt natürlich einen Teil der Kunden, die ein solches Schiff bevorzugen. Aber wie auch beim Urlaub an Land wünscht sich ein nennenswerter Anteil der Reisenden eine internationale Atmosphäre und möchte sich mit Menschen aus anderen Nationen und Kulturen austauschen. Um das Potenzial dieses Segments mache ich mir keine Sorgen.

 

15. April 2018 – 10:22
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von Christian Schmicke

Was bleibt nach der geplanten Übernahme des Niki-Nachfolgers von der ursprünglich geplanten Ferienfluggesellschaft übrig? Wenn es beim aktuellen Stand der Dinge bleibt, nicht viel. Wer im Netz nach Laudamotion sucht, landet auf der Ryanair-Website. Die Tarifstruktur für die Flüge der Lauda-Airline ist ebenfalls die von Ryanair und auch die Preise selbst entsprechen der bekannten Ryanair-Logik, indem sie bei 19,99 Euro starten.

Eine Anfrage von Gloobi.de, wie Reisebüros Laudamotion-Flüge buchen und damit Geld verdienen können, blieb zunächst unbeantwortet; später versicherte man, dass an einer Lösung gearbeitet werde. Ryanair bietet weder externe Schnittstellen noch eine andere offizielle Möglichkeit der Paketierung von Flügen mit anderen Leistungen – außer über die Website Ryanair Holidays. Nach dem Bruch mit dem bisherigen Vertriebspartner Condor steht Laudamotion vorerst ohne B2B-Vertrieb da. Wenn das kein Provisorium, sondern das Ergebnis der verwirrenden Entwicklungen der vergangenen Wochen ist, gibt das den bereits kursierenden Spekulationen, Niki Lauda habe beim Kauf der Niki-Überreste lediglich die Rolle eines Strohmanns von Ryanair gespielt, neue Nahrung.

Denkbar ist unterdessen auch, dass Ryanair-Chef Michael O'Leary in Laudamotion ein Vehikel sieht, das es ihm ermöglicht, mit der Touristik auf Tuchfühlung zu gehen, ohne den Markenkern der auf chronischen Autismus gepolten Ryanair zu verwässern. Dafür allerdings müsste sich im Laudamotion-Vertrieb noch einiges tun.

 

14. April 2018 – 21:54

Während die Muttergesellschaft Lufthansa deutlich den Schwenk auf ihre Direktvertriebskanäle forciert, wirbt die Tochter Eurowings offensiv um die Gunst der Reisebüros. Unter anderem soll ein Reisebüro-Buchungswettbewerb für die neuen Strecken von Düsseldorf nach New York, Fort Myers und Miami für zusätzliches Geschäft sorgen. Um den stationären Vertrieb dafür zu gewinnen, lockt Eurowings Reisebüros unter anderem mit Freitickets unterschiedlicher Buchungsklassen für USA-Flüge. Damit soll sowohl dem Vertrieb der neuen Strecken als auch der neuen Premiumklasse „Bizclass“ auf die Sprünge geholfen werden. Reisebüros und Veranstalter seien ein „wichtiger Teil der Vertriebsstrategie von Eurowings“, heißt es dazu von der Airline. Details zum Wettbewerb finden Expedienten auf der Eurowings-Website.

Einen aktiven Vertrieb kann die Lufthansa-Tochter gut gebrauchen – schließlich präsentiert sie derzeit ein rasant wachsendes Flugangebot. Zudem gibt es mit der Premiumklasse „Bizclass“ für die Langstrecke ein neues Produkt, das neben Geschäftsreisenden auch auf Urlauber zielt. Für diese Zielgruppe benötigt Eurowings die aktive Unterstützung der Touristik.