04. Juli 2018 – 16:52
sixt

Eines muss man dem größten deutschen Autovermieter lassen. Wenn es darum geht, aktuelle Ereignisse für wirksame Werbekampagnen zu nutzen, macht ihm niemand etwas vor. Und so nahm er dieser Tage das Hin und Her um den angekündigten Rücktritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zum Anlass für eine Kampagne.

Das Gezackere darum bestimmte in den letzten Tagen die Schlagzeilen und hielt sowohl das politische Berlin als auch den Rest der Republik in Atem: Kommt es zum Bruch in der Union oder nicht? Das ruft neben den Kommentatoren auch clevere Werbestrategen auf den Plan, die sich den Medienhype gewinnbringend oder imagefördernd zunutze machen. So ein Stratege sitzt offenbar in der Agentur des Autoverleihers, der ja bekanntlich seinen Sitz in München hat, wo auch die CSU residiert. Ein Grund mehr, den Rücktritt vom Rücktritt ironisch über Social Media und spontane Anzeigenkampagnen zu begleiten. Darin denkt Seehofer laut: "Mach ich’s, mach ich’s nicht…?" und Sixt kommentiert: "Egal, wie Sie sich entscheiden: Bis zur letzten Minuten zurücktreten. (Jetzt buchen und auf Wunsch kostenlos stornieren unter sixt.de)“.

Das können natürlich auch andere. So hat sich beispielsweise das Verkaufsportal Ebay Kleinanzeigen einen passenden Twitter-Post überlegt: "Erst sagen, dass man etwas will und dann plötzlich doch nicht mehr. Auf Ebay Kleinanzeigen kann man diese Seehofer-Taktik schon lange."

In der Vergangenheit wurde des öfteren Kanzlerin Angela Merkel von Sixt aufs Korn genommen, zum Beispiel nach den geplatzten Verhandlungen zur sogenannten Jamaika-Koalition. Im Post waren damals die Parteichefs von Grünen, FDP, CDU und CSU mit versteinerten Mienen zu sehen. Auf dem Bild stand dann: "Vier Wochen umsonst. So günstig ist nicht mal Sixt."

Im Netz hat sich übrigens für den Rücktritt vom Rücktritt der Ausdruck #seehofern durchgesetzt; "sich zum Horst machen" steht ebenfalls hoch im Kurs.

04. Juli 2018 – 13:54
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Für Schadenersatzansprüche von Kunden haftet diejenige Fluggesellschaft, bei der der Flug gebucht wurde. Das gilt auch dann, wenn der Flug schließlich von einem anderen Carrier im sogenannten „Wet-Lease“ durchgeführt worden ist, bei dem dieser sowohl das Flugzeug als auch die Crew stellt. Das hat der Europäische Gerichtshof in einem Urteil vom 4. Juli entschieden. Für Verbraucher schafft dieses Urteil Klarheit, an wen sie sich im Fall von Entschädigungsansprüchen bei Verspätung, Annullierung und Nichtbeförderung wenden können. In Zukunft könnten sich beide Airlines nicht mehr gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben und so die Ansprüche der Verbraucher abwimmeln, frohlockt das Fluggastrechteportal Flightright, das die juristische Bewertung der Zuständigkeit gemeinsam mit den Kunden veranlasst hatte. Für Fluggesellschaften bedeutet das Urteil, das sie für mögliche Flugannullierungen und Verspätungen auch dann zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie faktisch auf das Konto der Airline gehen, von der sie das Flugzeug gemietet  haben.

In dem Fall, der am 4. Juli verhandelt wurde, hatten Reisende bei Tuifly einen Flug von Hamburg nach Cancún, Mexiko, gebucht. Die Durchführung dieses Fluges erfolgte durch die britische Schwester-Airline aus dem Tui-Konzern, Thomson Airways. In der Buchungsbestätigung hieß es dazu, dass die Buchungen von Tuifly vorgenommen würden, der Flug aber von Thomson Airways "ausgeführt" werde. Da es bei dem Flug zu einer großen Verspätung kam, verlangten die Fluggäste von Thomson Airways die Zahlung der Ausgleichsleistung, die ihnen nach der Fluggastrechteverordnung zusteht. Die Fluggesellschaft verweigerte die Zahlung dieser Ausgleichsleistung mit der Begründung, dass sie nicht das ausführende Luftfahrtunternehmen im Sinne dieser Verordnung gewesen sei. Da Tuifly die operationelle Verantwortung für die Durchführung des Fluges getragen habe, müssten die Forderungen auf Ausgleichsleistung gegen diese Fluggesellschaft gerichtet werden. Das Landgericht Hamburg hatte daraufhin den EuGH um eine Klärung des Begriffs "ausführendes Luftfahrtunternehmen" gebeten.

Der hat nun entschieden, dass die Fluggesellschaft, die die Entscheidung trifft, einen bestimmten Flug durchzuführen – die Festlegung seiner Flugroute eingeschlossen – als ausführendes Luftfahrtunternehmen anzusehen ist. Nach Auffassung des EuGH trägt diese Fluggesellschaft die Verantwortung für die Durchführung des Fluges, einschließlich seiner möglichen Annullierung oder einer großen Verspätung bei seiner Ankunft. Daher könne eine Fluggesellschaft, die einer anderen Airline ein Flugzeug samt Besatzung vermietet, für den Flug aber nicht die operationelle Verantwortung trage, nicht als ausführendes Luftfahrtunternehmen im Sinne der Verordnung eingestuft werden. Insoweit sei unerheblich, dass es in der Buchungsbestätigung heiße, dass der Flug von der erstgenannten Fluggesellschaft ausgeführt werde.

Christian Schmicke

04. Juli 2018 – 13:02

Mit einem Musterbrief an Tui, Thomas Cook, DER Touristik und Schauinsland Reisen, den er auf seiner Website als „Brandbrief“ bezeichnet, will der Reisebüro-Verband VUSR erreichen, dass Reisebüros möglichen Rechtsunsicherheiten im Zuge der Umsetzung des neuen Reiserechts aus dem Weg gehen. Das Schreiben dreht sich um die Verknüpfung einer Einzelleistung mit einem Service-Paket, die das Produkt zu einer Pauschalreise machen. Ob das juristisch einwandfrei ist, ist bisher umstritten. Wie VUSR-Chefin Marija Linnhoff im Gespräch mit Reise vor9 erläuterte, sollen mögliche Haftungsrisiken für Reisebüros ausgeschlossen werden, falls ein Gericht die neue Praxis für rechtswidrig erklärt. Der Verband empfiehlt Reisebüros, den Brief "schnellstmöglich" an die Veranstalter zu schicken.

"Sie sind verpflichtet, uns nur solche Produkte für den Vertrieb zu überlassen, die den rechtlichen Anforderungen genügen", heißt es in dem Brief, und weiter: "Wir gehen davon aus, dass dies auch bei einer sogenannten ‚gewillkürten Pauschalreise‘ der Fall ist. Gleichwohl dürfen wir Sie bitten, der guten Ordnung halber uns gegenüber zu bestätigen, dass Sie etwaige Schäden und Nachteile, die wir durch den Vertrieb dieser Produkte erleiden, ersetzen werden. Hiervon angesprochen sind nur Fälle, in denen wir als Agentur unmittelbar Nachteile durch die falsche Klassifizierung des Produktes durch Sie erleiden. Selbstverständlich werden wir uns im Vertrieb dieser Produkte an Ihre Empfehlungen halten. Es geht also ausschließlich um die Frage, zu wessen Lasten eine möglicherweise fehlerhafte Klassifizierung der Produkte als Pauschalreise geht.“

Abschließend werden die Veranstalter aufgefordert, zu bestätigen, dass sie "für die rechtlich zutreffende Einordnung dieser Produkte als Pauschalreise gemäß § 651b Abs. 1 Nr. 3 BGB einstehen".

04. Juli 2018 – 12:51
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Der Uluru, auch bekannt als Ayers Rock, gilt bei den Ureinwohnern Australiens als heiliger Berg. Für die Touristen ist das anders. Jährlich ersteigen Zehntausende von ihnen den im zentralaustralischen Bundesstaat Northern Territory gelegenen größten Sandsteinmonolith der Welt. Ein Bergwanderer aus Japan hat das jetzt mit dem Leben bezahlt.

Der 76-Jährige war am Dienstagnachmittag Ortszeit auf dem Weg in rund 250 Metern Höhe zusammengebrochen. Zeugen des Vorfalls versuchten, den Mann wiederzubeleben und alarmierten die Rettungskräfte. Ein Hubschrauber flog ihn in die nächst gelegene Klinik, wo er schließlich für tot erklärt wurde. Der Japaner ist das 37. Todesopfer, seit der Berg in den 1960 Jahren für Besucher offiziell zugänglich wurde. Die häufigste Todesursache waren Herzattacken. Doch auch bei Regen ist der Auf- und Abstieg sehr gefährlich, denn durch die Nässe wird die Oberfläche des Mount Uluru extrem glitschig. Der letzte Todesfall liegt jedoch schon acht Jahre zurück.

Aufstiegsverbot kommt in knapp 16 Monaten

Viele werden wohl auch nicht mehr hinzukommen. Denn ab 26. Oktober 2019 ist es verboten, das 348 Meter hohe Wahrzeichen Australiens zu betreten. Das hat der Vorstand des Ulura-Kata Tjuta Nationalparks im November 2017 beschlossen. Er kam damit einer Bitte der Ureinwohner nach, die durch das Besteigen ihres Heiligtums ihren Glauben mit Füßen getreten sahen. An diesem 26. Oktober jährt sich die Rückgabe des Gebiets an das in diesem Gebiet lebende indigene Volk der Anangu, wie sich die Aborigines dort selbst nennen, zum 34. Mal.

Jedes Jahr besuchen etwa 300.000 Menschen den in der westlichen Welt unter seinem Kolonialnamen Ayers Rock bekannten roten Felsen. Knapp eder fünfte (rund 55.000) davon steigt hinauf. Allerdings sei diese Zahl im letzten Jahr bereits deutlich zurückgegangen, sagte der Vorsitzende des Nationalparkvorstands, Sammy Wilson, dem „Sidney Morning Herald“. Mit der Entscheidung, die Besteigung zu verbieten, sei den Anangu eine Last von den Schultern genommen worden. "Sie hatten das Gefühl, massiv unter Druck gesetzt zu werden, ihren heiligen Berg für die Touristen offen halten zu müssen", so Wilson. Doch das hier sei kein Vergnügungspark wie Disneyland. Wer in ein fremdes Land reise, habe die kulturellen und religiösen Gegebenheiten vor Ort zu respektieren.

Zwischen 2011 und 2015 war der Mount Uluru (zu übersetzen mit "Schatten spendender Platz") wegen gefährlicher Witterungsbedingungen und kultureller Einschränkungen jeweils mehr als neun Monate im Jahr für Bergsteiger geschlossen. Der Felsen liegt mitten in der Wüste, die nächste Stadt, Alice Springs, ist 450 Kilometer entfernt. Fünf verschiedene Aussichtspunkte gibt es rund um den Felsen und den knapp 50 Kilometer von ihm entfernt liegenden Nachbarberg Kata Tjuta. Beide gehören zum Unesco-Weltnatur- und -kulturerbe.

AF

 

03. Juli 2018 – 17:48
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Der Bundesgerichtshof hat den beklagten Veranstalter zur Zahlung der Mehrkosten verurteilt, deren Erstattung Urlauber für die Buchung eines Ersatzfluges verlangt hatten. Sie hatten diese Buchung vorgenommen, ohne den Veranstalter darüber zu informieren.

Flugzeit und Ankunftsort verändert

Die Klägerin hatte beim Veranstalter für sich, ihren Mann und die zwei Kinder für die Zeit vom 1. bis 7. Oktober 2014 eine Pauschalreise in die Türkei zu einem Gesamtreisepreis von 4.874 Euro gebucht. Der Rückflug von Antalya nach Frankfurt war für den 7. Oktober 2014 um 20:05 Uhr vorgesehen. Am Abreisetag wurde der Urlauberin am Flughafen mitgeteilt, dass sich der Rückflug aufgrund eines technischen Problems auf 22:40 Uhr verschiebt. Als neuer Zielort des Rückflugs wurde Köln angegeben; von dort wurde ein Bustransfer nach Frankfurt angeboten. Die Ankunftsverspätung betrug ca. 6,5 Stunden.

Die Frau buchte daraufhin in Eigenregie und ohne vorherige Kontaktaufnahme mit dem Veranstalter bei einer anderen Fluggesellschaft einen Ersatzflug für denselben Abend nach Frankfurt. Am 18. März 2015 meldete die Klägerin ihre Ersatzansprüche an. Sie verlangt die Zahlung der durch den Ersatzflug entstandenen Mehrkosten in Höhe von 1.235 Euro. Das Amtsgericht Köln hatte die Klage abgewiesen, die Berufung beim Landgericht Köln blieb erfolglos.

Kein Hinweis auf Pflicht zur Mängelanzeige

Der Bundesgerichtshof sah jetzt eine relevante Pflichtverletzung des Veranstalters schon darin, dass dieser die Kundin entgegen seiner gesetzlichen Verpflichtung nicht darauf hingewiesen hatte, dass sie einen Mangel grundsätzlich anzeigen müsse. Diese Pflichtverletzung habe zur Folge, dass sich der Reiseveranstalter weder auf das Fehlen einer Mangelanzeige noch auf das Unterbleiben einer Fristsetzung berufen dürfe, so die Richter. Die Frage, ob die Klägerin unter den gegebenen Umständen überhaupt verpflichtet war, ein Abhilfeverlangen an den Beklagten zu richten, hatte der Bundesgerichtshof demgemäß nicht zu entscheiden. Daher lässt sich aus dem Urteil nicht ableiten, dass sich Kunden grundsätzlich ohne Rücksprache mit dem Veranstalter um eine Ersatzbeförderung kümmern und dann die Mehrkosten dafür einfordern können. 

MN

03. Juli 2018 – 16:55

Es gibt zwei Fragen, die vermutlich viele Expedienten zu hören bekommen: Wohin mit dem Auto am Flughafen, und wie bleibe ich auch am Urlaubsziel mobil? Die Antworten darauf liefern zwei Features in Traveltainment Bistro Portal: Parken am Flughafen und Mietwagen am Urlaubsort. Diese beiden praktischen Helfer erscheinen nach einem Klick auf ein Angebot als separate Register oberhalb der Suchmaske.

Bistro Parken am Flughafen

Parken am Abflughafen
Möchte der Kunde sein Fahrzeug für die Dauer der Reise am Abflughafen stehen lassen, finden Expedienten im Register Parken am Flughafen die passenden Parkplatzangebote. Die in Bistro Portal integrierten Anbieter von Zusatzleistungen zeigen für den ausgewählten Reisezeitraum Parkplatzangebote inklusive Transfer zum vorgegebenen Flughafen, die der Expedient direkt in das Reservierungssystem übertragen kann.

Bistro Mietwagen am Urlaubsort

Mietwagen am Urlaubsort
Die Buchung eines Mietwagens am Urlaubsort ist ähnlich einfach. Das Feature zeigt Angebote aller Mietwagenanbieter, die für die jeweilige Agentur freigeschaltet sind. Der Expedient kann diese Angebote miteinander vergleichen und die Auswahl in das Reservierungssystem übertragen.

Diesen Praxistipp hat Traveltainment für die Leser von Reisevor9.de bereitgestellt.

03. Juli 2018 – 16:55
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Die Reisebranche setzt große Hoffnungen auf Virtual Reality. Statt seitenlange Kataloge zu wälzen, setzt der Reisebürokunde eine VR-Brille auf und erkundet über 360-Grad-Videos in 3D-Optik, was in der schönsten Zeit des Jahres auf ihn zukommt. Das klingt in der Theorie verlockend, aber durchgesetzt hat sich die Technik beim Verbraucher noch nicht.

Fehlende Gelegenheiten

Das ist auch das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbands Bitkom. Danach hat zwar jeder sechste Deutsche (16%) Virtual Reality schon mal ausprobiert, etwa in Museen, bei einer Messe oder in der Schule. Aber nur acht Prozent besitzen eine eigene Datenbrille. Beinahe ein Viertel (22%) kann es sich nicht einmal vorstellen, in eine virtuelle Welt einzutauchen. Zwar kennt ein Großteil der Bundesbürger (89%) den Begriff, unter den Jugendlichen (14 bis 29 Jahre) sind es gar 97 Prozent. Dennoch fehle es noch an Orten und Gelegenheiten, um die Technologie ausprobieren zu können, sagt Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder. Immerhin: "Unternehmen arbeiten derzeit daran, wie man die Technologie etwa in Bildungsprojekten oder in der Touristik einsetzen kann."

Die Nutzer von Virtual Reality haben laut Bitkom-Umfrage damit überwiegend Computer- und Videospiele gespielt (72%) oder Filme angeschaut (38%). Jeder Vierte (26%) hat seine neue Immobilie visualisiert, zwölf Prozent besuchten damit Konzerte und acht Prozent sammelten Erfahrungen mit Bildungsprojekten. Besonders die Möglichkeit, virtuelle Reisen anzutreten, reizt auch diejenigen, die sich vorstellen können, die Technologie künftig zu nutzen (53%).

Hochwertiger Content noch Mangelware

Eine neue Technik könne sich nur durchsetzen, wenn sie einen hohen Entwicklungsgrad aufweise und einen Mehrwert für die Kunden biete, sagt die Geschäftsführerin des Tui Flagship Reisebüros in Berlin, Beate Arnold. Deshalb würden noch mehr hochwertige Inhalte benötigt. "Nur ein kleiner Teil unserer Kunden interessiert sich überhaupt für Virtual Reality“, so Arnold. Wenn, dann würden sie sich vereinzelt virtuell auf Kreuzfahrtschiffen bewegen und die Decks, Suiten und Unterhaltungsangebote in 3D-Optik ansehen. Aber keiner wolle damit vorab ein Reiseland oder eine Safari testen.

Dazu passt das Resultat einer Master-Arbeit an der TU München vom Mai 2018 unter 91 Reisebüroverkäufern: Nach Einschätzung der Autorin Carola Epple können virtuelle Erfahrungen einen positiven Einfluss haben, sowohl auf Buchungswahrscheinlichkeit und Entscheidungsgeschwindigkeit der Kunden, als auch auf den Umsatz. Der erhöhte sich um 26 Prozent, wenn die Erfahrung positiv war. Positiv sei das Erlebnis aber nur, wenn es gelinge, die Kunden emotional anzusprechen und wenn es gelinge, durch den Einsatz von VR-Brillen Begeisterung zu wecken. Dies müsse Auswirkungen auf die VR-Inhalte haben. Statt nüchterner Beschreibungen sei eine authentische 3D-Visualisierung mit 360-Grad-Videos und eine entsprechende Geräuschkulisse erforderlich.

AF

03. Juli 2018 – 16:47
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Knapp elf Monate nach dem Aus von Airberlin und ein halbes Jahr nach dem Markteintritt von Easyjet steigen die Ticketpreise erneut. Das belegt eine aktuelle Auswertung des Schnäppchenportals "My Dealz", das die Entwicklung der Flugpreise auf 100 früher von Airberlin und Niki bedienten Verbindungen analysiert hat. Flüge auf der Kurzstrecke sind demnach aktuell werktags um 9,5 Prozent und am Wochenende um 7 Prozent teurer als noch im Oktober. Für Mittelstreckenflüge müssen Reisende im Juli am Wochenende 15,2 Prozent und werktags sogar 45,6 Prozent mehr ausgeben als noch zu Airberlin-Zeiten. Es zeige sich, dass Airlines vor allem auf Strecken an der Preisschraube drehten, die sie alleine bedienten, so die Autoren. Konkurrierten mehrere Airlines um Passagiere, reduzierten sich die Preise hingegen.

Monopole werden ausgenutzt

Zwar sei die Angebotslücke, die die einst zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft hinterlassen habe, rasch wieder gefüllt worden. Doch auf einigen Strecken sei die Auswahl an Fluggesellschaften begrenzt. So hat "My Dealz" festgestellt, dass auf 19 Verbindungen nur eine Airline fliegt. Hier seien die Ticketpreise im Schnitt um 33,5 Prozent gestiegen. Höhere Preise seien aber nicht überall durchsetzbar. Auf 16 Strecken, auf denen die Passagiere zwischen drei oder mehr Anbietern wählen konnten, seien die Preise um 8,8 Prozent gesunken. Doch im Schnitt, so das Ergebnis der Auswertung, ziehen die Ticketpreise langsam an.

Weniger Starts und Landungen

Langzeittrends lassen sich aktuell noch kaum verlässlich beschreiben. Schon jetzt ist aber klar, dass das Aus von Airberlin den Flugmarkt stark verändert hat. Zu diesem Urteil kam auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Mitte Juni in einer Studie. Ihr zufolge ist die Zahl der Starts von deutschen Flughäfen im ersten Halbjahr 2018 gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres um zehn Prozent auf 4.843 Starts gesunken. Die Zahl der verfügbaren Sitzplätze sank hierdurch um vier Prozent auf knapp 770.000. "Nach Jahren fallender Flugpreise steigen die Preise wieder", benannte das DLR die Folge des abnehmenden Angebots.

SSB

 

03. Juli 2018 – 15:02
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Der Consolidator Aerticket hat zum Start der Pauschalreiserichtlinie die Buchungsmöglichkeiten für Reisebüros um drei neue Buchungsmaschinen erweitert. Die eine, "Click & Save", bietet Reisebüros Zugriff auf das komplette Flugangebot von Aerticket und ermöglicht die Bündelung der Flüge mit sämtlichen Hotelangeboten von Expedia. Die zweite, "Cockpit Hotels", beinhaltet neben den bisher angebotenen "Aerhotels" jetzt auch das komplette Bistro-Angebot, die Expedia-Hotels und in Kürze auch das Hotelportfolio von Booking. Das Hotelangebot kann ebenfalls mit jedem Aerticket-Flug zu einer Pauschalreise kombiniert werden. Die Paketierung ermöglicht "Cockpit Holidays", eine neue Buchungsplattform, in der verschiedene Reisebausteine zu einer Pauschalreise kombiniert werden können. Dabei tritt Aerticket als Veranstalter auf und stellt Sicherungsschein, vorvertragliche Informationen und Reiseunterlagen dynamisch zusammen.

Ein eigenes Serviceteam kümmere sich um die korrekte Abwicklung und die Betreuung der Agenturen, versichert Firmengründer und CEO Rainer Klee. Verantwortlich für Cockpit Holidays ist Thomas Wiedau (Foto), Geschäftsführer Touroperating, der seine Veranstaltererfahrungen aus Tui-Zeiten einbringen soll. Mit den neuen Applikationen biete man den Reisebüros Sicherheit, indem Aerticket die Veranstalterhaftung übernehme, unterstreicht er. Zum Start von Cockpit Holidays können nur Hotels mit Flügen paketiert werden, demnächst sollen auch Mietwagen, Transfers und andere Reisebausteine dazu kommen.

Ihre Marge könnten die Reisebüros "flexibel und angebotsbezogen" selbst einstellen, so Wiedau. Denn Aerticket arbeitet nicht mit Provision, sondern auf der Basis von Nettopreisen. Die Reisenden erhalten dabei in jedem Fall ein pauschales Angebot, bei dem der Endpreis inklusive der Reisebüromarge ausgewiesen ist.

 

03. Juli 2018 – 12:00

Nach der Veröffentlichung einer entsprechenden Verkaufshilfe für die Türkei im vergangenen Jahr hat der Veranstalter nun das Angebot in Ägypten untersucht und acht Hotels im Raum Hurghada für barrierefrei erklärt. Nach Angaben von Geschäftsführerin Songül Göktas-Rosati richtet sich das Angebot an Rollstuhlfahrer sowie Menschen, die eine Gehhilfe benötigen. Auch Familien mit Kinderwagen profitierten davon, glaubt die Öger-Chefin. Um ein barrierefreies Paket zu schnüren, müsse etwa die Rollstuhl-Beförderung bei Fluggesellschaften und im Transferbus gesichert sein. Im Hotel geht es unter anderem um breite Zimmer- und Lifttüren sowie barrierefreie Zugänge zum Pool, zum Strand oder den hauseigenen Einrichtungen.

Davon abgesehen setzt die Öger-Chefin im Programm für den nächsten Winter auf die wiedererstarkte Türkei, die aktuell ein "deutlich zweistelliges" Buchungsplus erlebe. Allerdings ist die Zahl der Hotels im Winterkatalog etwas geringer als in der Vorjahressaison. Göktas-Rosati hofft vor allem auf die Rückkehr der Langzeit-Gäste. Insgesamt sind im Winter 104 Hotels mit Langzeitermäßigung im Angebot – neben der Türkei auch in Tunesien, Marokko und Ägypten. Gestützt wird der Optimismus der Öger-Chefin für die Wintersaison auch durch das Engagement der Airlines. So bindet Condor Antalya im Winter zwölf Mal wöchentlich von Düsseldorf, Frankfurt, Hannover und Hamburg direkt an. 

 

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