Der neue Reise vor 9 Magazin ist da!

08. Dezember 2017 – 07:00
fiebigrede

Verbandschef Norbert Fiebig bekräftigte in seiner Grundsatzrede bei der Jahrestagung des Verbandes in Ras Al Khaimah erneut den Eindruck, dass der Stellenwert der Touristik in der Bundespolitik nicht angemessen gespiegelt werde. Diese Klage hat bei touristischen Verbandstagungen seit langem Tradition. "Messen Sie dem Tourismus mehr Bedeutung bei“, appellierte Fiebig nun in Richtung Berlin. Die Branche wolle zwar "kein eigenes Ministerium". Aber eine neue Bundesregierung solle einen Beauftragten ernennen, "der sich ausschließlich um diese wichtige Industrie mit ihren 2,9 Millionen Beschäftigten kümmert – und das bitte mit einem angemessenen Unterbau im Ministerium".

Inhaltlich ging Fiebig in seiner Rede unter anderem auf die gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Übernachtungsleistungen ("Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um diesen Unsinn zu stoppen!"), das Pauschalreiserecht ("Helfen Sie den kleinen Reisebüros und Reiseveranstaltern, wenn die Regelungen doch zu besonderen Härten führen sollten."), Verbraucherschutgesetze ("Wo Verbraucherschutz draufsteht, ist manchmal Unfug drin!") und die Luftverkehrssteuer ("Dieses Instrument funktioniert nicht.") ein. Nur wenn diese Themen im Sinne der Branche angemessen gelöst würden, könne der Strukturwandel der Branche im Zeichen eines "äußerst scharfen Wettbewerbs und massiver Belastungen, die manchen Marktteilnehmer zum Teil auch finanziell überfordern“, erfolgreich bewältigt werden.

 

07. Dezember 2017 – 14:55
robinson-club-maldives

Von der Wintersaison 2018/2019 vermarktet der Clubanbieter fünf seiner insgesamt 24 Anlagen ausschließlich an Erwachsene. Dann sollen der Club Arosa in der Schweiz, die Clubs Maldives auf den Malediven und Jandia Playa auf Fuerteventura, der Club Camyuva in der Türkei, der bereits jetzt erst ab 16 Jahren buchbar ist, und der neue Robinson auf den Kapverden, der im Herbst 2019 eröffnet, der Ausrichtung auf erwachsenes Publikum folgen.

 

07. Dezember 2017 – 13:50
fiebignorbert

Anders als in den Vorjahren legt sich der DRV vor seiner Jahrestagung im Emirat Ras Al Khaimah noch nicht auf eine konkrete Prognose zur Geschäftsentwicklung im angelaufenen Geschäftsjahr 2016/127 fest. Grund dafür ist eine neue Datenbasis, die auf repräsentativen Umfragen der Marktforscher der GfK basiert. Die erste Hochrechnung sei zwar repräsentativ, sie umfasse aber noch nicht alle Segmente des Reisemarktes, da Kreuzfahrten sowie Buchungen über Call Center und bei kleineren Reiseveranstaltern noch nicht erfasst seien, so Verbandschef Norbert Fiebig.

Online-Vertrieb wächst überproportional. Auf dieser Basis prognostiziert der Verband lediglich ein Umsatzwachstum des Veranstaltermarktes, der insgesamt für etwa die Hälfte des Volumens des deutschen Reisemarktes im Umfang von rund 60 Milliarden Euro steht, um "mindestens zwei Prozent“. Vor allem angesichts des starken Wachstums bei Kreuzfahrten rechnet Fiebig insgesamt mit einem größeren Umsatzplus. Noch keine konkrete Aussage will er zu den Umsätzen des stationären Vertriebs wagen. Ihr Wachstum könnte sich ungefähr auf dem Niveau der Veranstalterzahlen bewegen, sagt er vorsichtig. Allerdings sei auch ein überproportionaler Anstieg der Online-Umsätze über OTAs und Veranstalterportale zu beobachten. Ihr Zuwachs liege bei zwölf Prozent.

Agypten vorn, Türkei leidet weiter. Unter den Zielgebieten sind gemessen an Besucherzugewinnen und -verlusten wenig überraschend Ägypten (+55%) und Griechenland (+30%) ganz vorn. Spanien legt auf hohem Niveau leicht zu, wobei die Veranstalterzahlen für die Balearen etwas rückläufig sind. Stark nachgelassen hat erneut die Nachfrage für die Türkei, womit sich für das Reiseland binnen zwei Jahren die Urlauberzahl aus Deutschland fast halbiert hat. Auch für die USA war die Nachfrage rückläufig. Ob das Minus von 17 Prozent eher der Währungsparität oder dem oft beschworenen Trump-Effekt zuzuschreiben ist, sei dahingestellt.

 

07. Dezember 2017 – 12:58

Und damit nicht genug: Reisebüros können ebenso weiterhin Reisebüros bleiben und müssen nicht zwangsläufig zu Travel Shops oder ähnlichem werden. Und auch für den Begriff des Veranstalters gilt: Den meisten Kunden ist er zwar egal, aber branchenintern ist er eben gelernt. Das jedenfalls legt das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage nahe, die der DRV mit dem Marktforschungsunternehmen You Gov unter 2.000 Befragten vorgenommen hat. Das Ergebnis: Fast zwei Drittel der Befragten finden den Begriff Pauschalreise nach wie vor zeitgemäß und passend. Darüber hinaus verbinde gut die Hälfte der Teilnehmer "korrekte Leistungen und Definitionen" mit dem Begriff, so Verbandschef Norbert Fiebig. Als Alternative komme nach Erkenntnissen der Befragung allenfalls der Begriff Paket-Reise in Betracht. Dieser werde insbesondere von den 35- bis 44-Jährigen favorisiert – aber selbst in dieser Altersgruppe werd die Bezeichnung Pauschalreise nach wie vor als zeitgemäß empfunden.

Das Ergebnis zeige, dass der Begriff Pauschalreise nach wie vor akzeptiert sei, fasst Werner Sülberg, DER-Touristik-Marktforscher und Vorsitzender des DRV-Ausschusses Marktforschung und Statistik, zusammen. Er werde verstanden und die Kunden seien sich der wesentlichen Bestandteile und Unterschiede bewusst. Dasmit liefere er "ein hohes Maß an Orientierung gibt“, so Sülberg weiter. Zu einer Änderung der Begrifflichkeit bestehe kein Anlass.

Ähnlich verhält es sich laut DRV mit den Bezeichnungen Reisebüro und Reiseveranstalter, die ebenfalls auf Alternativen und Assoziationen abgeklopft wurden. Für die Kunden besitze der Begriff Reiseveranstalter zwar nur relativ geringe Relevanz, in der B2B-Kommunikation sei er aber „etabliert und anerkannt“. Beim Reisebüro sei es ähnlich – allerdings verbinde die Kundschaft mit diesem Begriff  auch "hohes Vertrauen“. Professionelle Beratung von Mensch zu Mensch sei „der Mehrwert, den das Reisebüro liefert“, erklärt Sülberg.

 

05. Dezember 2017 – 18:05

Reisebüros können künftig die Raten des Expedia Affiliate Networks über Amadeus buchen. Rund 350.000 Unterkünfte gelangen auf diese Weise in den Datenpool. Die Buchungsdaten bis hin zur Rechnungsstellung werden automatisch übertragen. Bei einer Hotelbuchung legt Amadeus standardisiert einen PNR an. Die Hotelbuchungen können mit anderen Leistungen zusammengeführt werden. Sämtliche  Leistungen inklusive Flügen, Mietwagen und anderen können in einem Reiseplan zusammengefasst werden. Reiseverkäufer müssen die Buchungsdetails dabei nur einmal eingeben. Die Information gehe direkt in die Buchhaltung, und die Rechnung werde sofort an die Kunden ausgestellt, was den Abgleich der Provisionen erleichtere und schnelle Zahlungen sicherstelle, versichert Amadeus. Durch den vollständig automatisierten Prozess werde jede Buchung verfolgt und analysiert, so dass sich mittels Verkaufssteuerung die maximale Vergütung erzielen lasse.

 

05. Dezember 2017 – 17:45

Sven Schikarsky, seit Februar 2015 in Diensten des Unternehmens, scheide „im gegenseitigen Einvernehmen“ aus dem Unternehmen aus, teilt FTI mit. Er werde sich künftig einer neuen beruflichen Herausforderung stellen. Den Posten übernimmt interimsweise Schikarskys bisheriger Stellvertreter Stefan Gibfried. Gibfried arbeitet seit 1997 beim Münchner Touristikunternehmen. Der 45-Jährige kenne daher Unternehmen, Partner und Abläufe, meint FTI--Chef Dietmar Gunz.

Der Diplom-Betriebswirt und Reiseverkehrskaufmann Schikarsky startete seine Karriere bei Dertour, anschließend arbeitete er bei Arvato, und von 2007 bis 2011 war er in der Geschäftsführung von Luxair Tours für Einkauf und Produkt verantwortlich. 2011 startete er als Vorstand bei L‘tur, 2014 wechselte er als Geschäftsführer zur österreichischen Incoming-Agentur Travel Partner, für die er ein Deutschland-Büro in Heidelberg aufbaute.

 

04. Dezember 2017 – 16:37
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Man kann zu dem jüngsten der touristischen Verbände stehen, wie man will, eines muss man ihm lassen: Dem VUSR gelingt es, seine Fans zu aktivieren. Rund ein Drittel der Teilnehmer einer exklusiven Online-Umfrage für Gloobi.de gab sich als VUSR-Mitglied zu erkennen. DRV-Mitglieder hingegen machten nur ein Viertel der Teilnehmer aus, die Zahl der teilnehmenden ASR-Mitglieder lag bei unter zehn Prozent. 75 Prozent der Befragten wiesen sich als Vertreter des stationären Vertriebs aus.

Meinungen liegen weit auseinander. Wie aus zahlreichen schriftlichen Kommentaren deutlich wird, ist die Branche in Sachen Verbände stark polarisiert. Während aus den Reihen der DRV-Mitglieder viele Stimmen laut wurden, die den Branchenverband als einzige seriöse Vertretung gegenüber der Politik werten, halten nicht wenige Reisebüros den VUSR für die wahre Vertretung ihrer Interessen. Der Mittelstandsverband ASR, der lange versuchte dieses Thema zu besetzen, hat sich durch interne Querelen offenbar ins Abseits manövriert.

Mäßige Noten. Insgesamt geben die Umfrageteilnehmer dem DRV für seine Arbeit die Schulnote 4, während der ASR noch eine halbe Note schlechter abschneidet. Der VUSR erhält die Note 3. Immerhin: 60 Prozent der Befragten halten den DRV für sehr wichtig oder wichtig. Aber auch hier kann der VUSR, vermutlich dank der höheren Mitgliederzahl unter den Teilnehmern, stärker punkten. Zwei Drittel glauben, er sei für ihre Arbeit wichtig.

Reiserecht wichtigstes Thema. Vom DRV, der in diesen Tagen seine Jahrestagung im Emirat Ras Al Khaimah veranstaltet, wünschen sich 82 Prozent, dass er die Pauschalreiserichtlinie noch stärker in seinen Fokus rücken möge. 79 Prozent sähen ihn gerne stärker in der Marktforschung engagiert, 78 Prozent in der Nachwuchsförderung. Den VUSR wollen jeweils rund 60 Prozent stärker bei brancheninternen Konfliktthemen sowie in der Weiterbildung und Nachwuchsförderung aktiv sehen

Ambivalente Haltung. Aufschlussreich ist auch die Haltung der Touristiker zu einigen Aussagen in Sachen Verbandsarbeit. Denn einerseits trauen viele dem DRV nicht zu, dass er ihre Interessen zufriedenstellend vertritt. Andererseits sehen sie in miteinander konkurrierenden Verbänden aber auch ein Problem. So glauben gut drei Viertel, dass Reisebüros eine eigene Interessenvertretung außerhalb des DRV brauchen. Der These, dass ein einziger Verband sinnvoller, weil schlagkräftiger wäre, stimmt rund die Hälfte überwiegend zu, ebenso viele meinen, das Tauziehen unter den Verbänden schwäche die Branche. Dass Reisebüros ihre Interessen am besten im DRV durchsetzen können, glaubt gerade mal ein Viertel. Insgesamt herrscht gegenüber den Verbänden große Skepsis, dies verdeutlicht auch das folgende Ergebnis: Etwa zwei Drittel der Befragten stimmen der Aussage zu, dass die Verbandsspitzen nicht für ihre Mitglieder arbeiten, sondern eigene Interessen verfolgen. Einer prinzipiellen Absage an die Verbandsarbeit entspringt dieses Statement aber nicht. Denn 85 Prozent sind der Meinung: Wer erwartet, dass ein Verband seine Interessen vertritt, sollte sich dort auch engagieren.

Christian Schmicke

 

04. Dezember 2017 – 15:06
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Drei bislang von der spanischen Hotelkette Riu betriebene Hotels in Puerto Plata in der Dominikanischen Republik wechseln den Besitzer. Für 84 Millionen Euro übernimmt die Kette Senator Hotels & Resorts den größten Hotelkomplex Puerto Platas mit den Hotels Bachata, Mambo und Merengue und zusammen fast 1.600 Zimmern. Während der Wintersaison wird die Anlage noch von Riu betrieben. Anschließend soll sie renoviert und unter der Marke Senator weiterbetrieben werden. Die Senator Hotels & Resorts sind in der Karibik aktuell auf Expansionskurs. Die Kette baut unter anderem das Senator Riviera Cancún mit rund 1.000 Zimmern in Mexiko, das Ende 2019 eröffnen soll.

Bereits im vergangenen Jahr sollten die Häuser an die US-Kreuzfahrtgesellschaft Carnival verkauft werden. Die Reederei plante, das Resort und zu einem Ferienkomplex an Land für ihre Kreuzfahrtgäste zu machen, die über das Kreuzfahrtterminal der Reederei in Maimon anreisten. Daraus wurde am Ende nichts.

 

04. Dezember 2017 – 13:33

Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft verlegt seinen ursprünglich für den 26. Februar geplanten "Tourismusgipfel" auf einen späteren Termin. Zur Begründung heißt es in einem Schreiben, die politische Zukunft in Deutschland sei offen, da sich die Regierungsbildung schwierig gestalte und sich "aller Voraussicht nach noch einige Zeit hinziehen“ werde. Als politischer Dachverband der Branche wolle der BTW den Teilnehmern der eigentlich im Jahresturnus durchgeführten Veranstaltung "natürlich insbesondere eine Analyse der tourismus-, verkehrs- und wirtschaftspolitischen Vorhaben sowie Positionen und Einschätzungen hochkarätiger Redner aus den verschiedenen Bereichen der Bundespolitik zu den wichtigen Branchenthemen bieten“. Da sich heute noch nicht einschätzen lasse, wann ein Koalitionsvertrag geschlossen werden könne oder ob die Entwicklung auf auf Neuwahlen hinauslaufe, werde „ein späterer Termin diesem Anspruch besser gerecht“.

 

02. Dezember 2017 – 21:51
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Nachdem die EU-Kommission am Freitag angekündigt hat, dass sie sich mit der Entscheidung zur Übernahme von Niki durch Lufthansa bis zum 21. Dezember Zeit lassen will, ist das Tauziehen um die Startrechte der insolventen Airline neu entbrannt. Tags zuvor hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Brüssel konkrete Vorschläge eingereicht, mit denen die Übernahme von Niki durch Lufthansa ermöglicht werden soll. Dabei habe Lufthansa weitreichende Zugeständnisse gemacht, nachdem EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erhebliche Bedenken dagegen geäußert habe, den Deal durchzuwinken, berichtet die Nachrichtenagentur DPA unter Berufung auf "Beteiligte“. Der Konzern sei bereit, auf eine größere Zahl von Start- und Landerechten, unter anderem in Berlin, Düsseldorf oder Palma de Mallorca zu verzichten.

Lauda, Condor und IAG wittern Chancen. Und so bringen sich frühere Interessenten erneut in Stellung. Niki-Gründer Niki Lauda erklärte gegenüber dem "Handelsblatt": "Wir sind gesprächsbereit. Die sich abzeichnende Entscheidung in Brüssel kommt mir gelegen." Es hatte zusammen mit der Thomas-Cook-Fluggesellschaft Condor ein Angebot für seine frühere Airline vorgelegt und die Übernahme durch Lufthansa  heftig kritisiert. Weiteres Interesse an den Airberlin-Überresten bekräftigte auch die Muttergesellschaft von British Airways, Iberia und Vueling, IAG.

Zahlt Lufthansa weiter? Unterdessen drücken die Unsicherheiten um die Zukunft von Niki offenbar auf die Buchungszahlen. Wie die österreichische Tageszeitung "Kurier“ unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, hätten sich diese "deutlich verschlechtert“. Viele Kunden sind nach der Airberlin-Pleite mit einer sechsstelligen Zahl Geschädigter besorgt, dass Niki dasselbe Schicksal ereilt wie die Muttergesellschaft. Mit Recht. Denn Lufthansa könnte die Zwischenfinanzierung des Ferienfliegers, die dem Vernehmen nach zwischen 20 und 25 Millionen Euro im Monat liegt, einstellen, wenn sich die  Prüfung der Übernahme bis ins nächste Jahr hinziehen würde. Dann ginge der Airline das Geld aus.

Ryanair gegen Easyjet. Unter den Rückkehrern im Clinch um die Airberlin-Überreste fehlt auch Ryanair nicht. Die Iren setzen sich erneut in Szene, und zwar in Berlin-Tegel. Die Flugesellschaft, die bereits neun Flugzeuge am Airport Berlin-Schönefeld stationiert hat, erklärte am Freitag, sie habe sich um die Stationierung von neun Maschinen an dem zentraler gelegenen Flughafen Tegel beworben. Zudem teilte der Billigflieger verbal gegen die Konkurrenz von Easyjet aus, die in Tegel 25 Flugzeuge aus dem Airberlin-Nachlass betreiben will. “Ryanair hält die Rechtsgültigkeit von Easyjets sogenannter ‘Slot-Übernahme’ für fragwürdig”, äußert der Low-Cost-Carrier, ohne Details zu nennen.

Verdi erwägt Klage. Auch aus der Sicht der Arbeitnehmer ist die Insolvenz von Airberlin noch keinesfalls abschließend geklärt. Die Gewerkschaft Verdi plant, dagegen zu klagen. Denn bislang gibt es immer noch keinen Sozialplan für rund 3.200 Flugbegleiter. Die Verhandlungen darum stocken. „Die Fronten zwischen Geschäftsführung und Personalvertretung sind verhärtet“, sagt Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle der „Stuttgarter Zeitung“. Aus der Sicht der bisherigen Airberlin-Mitarbeiter drängt die Zeit, sie derzeit ohne Gehalt freigestellt sind. Erst nach Abschluss des Interessenausgleichs erfolgen die Kündigungen, mit denen die Betroffenen Arbeitslosengeld erhalten. Die widerrufliche Freistellung signalisiere, dass der Arbeitgeber die Beschäftigten unter Umständen wieder einstellen könnte, argumentiert Behle. Das erschwere den Betroffenen den Gang zur Arbeitsagentur.

Christian Schmicke