10. Juli 2018 – 14:24
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Reisende, die am Freitag, 13. Juli, von, in oder nach Argentinien reisen wollen, sollten ihre Pläne überdenken. Die fünf wichtigsten Gewerkschaften der Luftfahrtindustrie des Landes, die zusammen rund 15.000 Mitglieder repräsentieren, haben angekündigt, an diesem Tag zu streiken. Sie wenden sich damit gegen die Luftfahrtpolitik der Regierung, die unter anderem beschlossen hat, von Mitte August an die bislang gültigen Mindesttarife für Flüge abzuschaffen und den Markt stärker für Low-Cost-Airlines zu öffnen.

Wenn die Gewerkschaften ihre Absicht in die tat umsetzen, dürften davon rund 650 Flüge und 80.000 Passagiere im ganzen Land betroffen sein. Der 13. Juli ist in Argentinien der letzte Schultag, bevor dort die Winterferien beginnen.

 

10. Juli 2018 – 13:55
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Der Chef des Franz-Josef-Strauß-Airports im Erdinger Moos bei München, Michael Kerkloh, ist mit dem Ergebnis des ersten Halbjahrs 2018 zufrieden. Bei der Zahl der Passagiere verzeichnete man ein Plus von 2,7 Prozent auf insgesamt 21,14 Millionen. Allein aus Europa kamen fast 600.000 Fluggäste oder umgerechnet 4,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, die Fernflüge nahmen um fünf Prozent zu. Das sei um so bemerkenswerter, da auch die Zahl der Annullierungen wegen schwieriger Witterungsbedingungen und Streiks im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen sei.

Mit Blick auf die fixe Stationierung von nunmehr fünf A-380-Airbussen in Diensten der Lufthansa erwartet der Flughafen-München-Chef weiterhin ein "überproportionales Wachstum im Interkontinentalverkehr". Die A-380-Flotte der Lufthansa steuert von München aus Hongkong, Los Angeles und Peking an.

Funkstille bei dritter Startbahn, Baubeginn für neuen Flugsteig

Um zu Verkehrsspitzenzeiten auch neue Flüge realisieren zu können, fehlt immer noch die dritte Start- und Landebahn für das Drehkreuz München. Diese ist politisch höchst umstritten, die Bewohner der Stadt München (die Stadt ist einer der Hauptanteilseigner am Flughafen) hatten sich 2012 in einem Referendum dagegen entschieden, seit Jahren laufen Umweltschützer und Bewohner der umliegenden Gemeinden dagegen Sturm. Eine Entscheidung des Freistaats Bayern ist wohl erst nach der Landtagswahl im Herbst zu erwarten.

Das hindert die Flughafen GmbH aber nicht am weiteren Investitionen in die Infrastruktur des Airports. Nach der Inbetriebnahme eines neuen Satellitenterminals vor zwei Jahren soll nun am Terminal 1 für 455 Millionen Euro Eigenmittel ein weiterer Flugsteig entstehen, der weitere 95.000 Quadratmeter Fläche bringt und bis zu zwölf neuen Flugzeugen Parkpositionen bietet. Der Baubeginn soll womöglich noch in diesem Jahr, spätestens aber Anfang nächsten Jahres erfolgen, sofern bis dahin das laufenden Planfeststellungsverfahren und die Entwurfsplanung abgeschlossen seien, so Kerkloh. Dann könne auch das Wachstum im Europa-Verkehr weiter anziehen.

AF

10. Juli 2018 – 13:39
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Der Tropensturm wurde vom Joint Typhoon Warning Centre in Hawaii als Super-Taifun kategorisiert. Über dem Pazifik wirbelt er mit Windgeschwindigkeiten von 200 und Böen von bis zu 240 Stundenkilometern Richtung Nordwesten. Dienstagfrüh (Ortszeit) traf er auf die japanische Insel Miyako südwestlich von Okinawa. Rund 10.000 Haushalte waren vorübergehend ohne Strom. Dort und auf der Insel Okinawa sorgte Maria durch heftigen Monsunregen für massive Überflutungen und damit verbunden für große Schäden an Straßen, Brücken und Gebäuden.

In der Nacht zum zieht Maria etwa 80 Kilometer nordöstlich an Taiwans Hauptstadt Taipeh vorbei und überquert das nördliche Taiwan. Der örtliche Wetterdienst hat eine Taifun-Warnung für die Insel ausgesprochen und warnt vor Sturzfluten und Erdrutschen. In einige Regionen wurden bereits Soldaten entsandt, die bei den Aufräumarbeiten helfen sollen. Schulen und Behörden blieben bereits am Dienstag geschlossen. Die taiwanesische UNI Air strich rund 70 Inlandsflüge am Dienstag, zwei weitere Fluggesellschaften sagten alle Flüge ins benachbarte Okinawa ab.

Gegen Mittwochmittag wird Maria südlich der Millionenstadt Wenzhou in der ostchinesischen Provinz Zhejang auf chinesisches Festland treffen. Besonders betroffen sein könnte das Gebiet um die Stadt Ningde, in der Provinz Fujian. Experten rechnen damit, dass der Sturm zu dieser Zeit noch Windgeschwindigkeiten von rund 160 Stundenkilometern und Böen von bis zu 200 Stundenkilometern erreicht. Danach dürfte er sich auf dem weiteren Weg in Richtung auf das zentrale Festland abschwächen, aber weiterhin von starken Regenfällen begleitet sein.

10. Juli 2018 – 13:00

Das geht aus Zahlen des Fluggastrechteportals Flightright hervor. Obwohl die Lufthansa-Tochter hierzulande fast täglich für Ausfälle und Verspätungen sorgt, fliegen de facto andere noch häufiger dem Zeitplan hinterher oder bleiben gleich am Boden. Für die meisten Flugausfälle sorgte in der ersten Jahreshälfte die Air-France-Tochter Joon. Rund 5,5 Prozent ihrer Flüge starteten nicht. Im Vergleichszeitraum 2017 war laut Flightright BA City Flyer mit einer Ausfallquote von 3,6 Prozent die Airline mit dem meisten Ausfällen. Direkt hinter Joon folgt in diesem Jahr mit Twin Jet eine weitere französische Airline. Bei ihr fielen 5,4 Prozent aller Flüge aus. Auf Platz drei der Airlines mit den meisten Ausfällen hat es eine weitere Air-France-Tochter geschafft: Hop. Bei der französischen Regionalfluggesellschaft wurden im ersten Halbjahr 5,3 Prozent aller Flüge gestrichen. Wirklich verwunderlich ist das allerdings nicht. Denn die französischen Fluglinien waren in noch höherem Ausmaß als andere von den vielen Streiks bei der französischen Flugsicherung betroffen, die für Chaos im Luftraum des Landes und benachbarter Staaten sorgten.

Als pünktlichste Airline in Deutschland entpuppte sich im ersten Halbjahr Sun Express, die bei 8,6 Prozent aller Flüge mehr als 15 Minuten im Rückstand war. Dahinter folgen Wizz Air mit 11,6 und KLM Cityhopper mit 14 Prozent. Eurowings liegt laut Flightright im Vergleich nur auf Platz 8 der unpünktlichsten Fluglinien in Deutschland. Am unpünktlichsten war Tap Portugal. Die größte portugiesische Fluggesellschaft brachte ihre Passagiere in diesem Jahr mit einer Verspätungsquote von 44 Prozent an ihr Ziel.

10. Juli 2018 – 12:17

Die Zahl der Veranstalter, die über direkte Schnittstellen mit Lufthansa zusammenarbeiten, wächst weiter. Nun ist L’Tur an der Reihe. Die Last-Minute-Marke der Tui ist ab sofort an die NDC-API der Lufthansa Group angeschlossen. Die Verbindung erfolgt über den Mercado-Server des Darmstädter Technikdienstleisters Interres. Dadurch spart der Veranstalter die GDS-Gebühr der Lufthansa-Airlines und hat Zugriff auf die seit Anfang April ausschließlich über den direkten Vertriebsweg angebotenen NDC "Smart Offers".

 

09. Juli 2018 – 17:43
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Die belgische Tochter werde zum Langstrecken-Kompetenzzentrum der Eurowings-Gruppe und steuere dann das gesamte Langstreckengeschäft aus Brüssel, teilt die Airline mit. Der Punkt-zu-Punkt-Verkehr auf der Kurz- und Mittelstrecke soll hingegen komplett von Köln aus gelenkt werden. Bereits vor längerer Zeit hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr entschieden, Brussels Airlines bei Eurowings anzusiedeln. Aber erst jetzt wird die Rollenverteilung klar.

Schon seit diesem Sommer ist die Eurowings-Langstrecke zweigeteilt. Neben sieben Maschinen, die der deutsche Teil des Lufthansa-Joint-Ventures mit turkish Airlines, Sun Express, betreibt, fliegt auch Brussels mit drei Flugzeugen unter Eurowings-Flugnummer. Eurowings-Chef Thorsten Dirks lobt die Zusammenarbeit mit den Belgiern. In nur fünf Monaten habe man es geschafft eine Langstreckenbasis in Düsseldorf aufzubauen und die Gruppe damit an einem ihrer wichtigsten deutschen Flughäfen gestärkt, sagt er. Man werde gemeinsam daran arbeiten, die Position als Nummer Drei im europäischen Low-Cost-Flugmarkt zu stärken und das Wachstum voranzutreiben, kündigt er an.

Völlig konsequent wird die neue Aufgabenteilung auf der Kurz- und Langstrecke aber nicht durchgezogen. Denn sowohl Eurowings als auch Brussels sollen weiterhin Kurz- und Langstreckenflüge von ihren Basen in Brüssel, Köln, Düsseldorf und Wien aus durchführen. Trotz der beiden Kompetenzzentren werde man "an beiden Standorten Funktionen sowohl für den Fern- als auch für den Kurzstreckenbetrieb erhalten", heißt es in einer Mitteilung von Brussels, was wohl in erster Linie ein Fingerzeig an die Mitarbeiter sein soll. Die Umsetzung der neuen Aufgabenverteilung ist übrigens für 2019 geplant.

 

09. Juli 2018 – 16:34
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In große Teilen Asiens spielt das Wetter verrückt. In Japan sorgten in den vergangenen Tagen extreme Regenfälle im Westen und der Mittel des Landes für Erdrutsche und großflächige Überschwemmungen. Mehr als 100 Menschen kamen ums Leben, rund 3,6 Millionen Menschen in 18 Präfekturen müssen ihre Häuser verlassen, davon 1,8 Millionen in Hiroshima. Nun könnte Taifun "Maria" dem Süden des Landes neues Ungemach bringen. Der mittlerweile zum Super-Taifun heraufgestufte sturm erreicht Spitzen-Windgeschwindigkeiten von 252 Kilometern pro Stunde und zieht südlich von Japan auf Taiwan zu. Die japanischen Behörden warnen vor hohen Wellen und starkem Wind auf der südlichen Inselkette Okinawa. Taiwan und das chinesische Festland bereiten sich ebenfalls auf "Maria" vor. Der Wirbelsturm soll im Laufe des 10. Juli den Norden Taiwans streifen und weiter auf das chinesische Festland ziehen.

Gegenüber der vergangenen Woche hat das Joint Typhoon Warning Center die vermutete Zugbahn des Sturms nach Süden korrigiert. Ursprünglich dachten die Experten, "Maria" werde die chinesische Millionenstadt Shanghai treffen. Nun lautet die Prognose, der Taifun werde in der Nacht auf Mittwoch zwischen den chinesischen Millionenstädten Ningde und Wenzhou auf Land treffen. Davor soll der Taifun das taiwanesische Festland knapp 100 Kilometer nördlich passieren. In der Hauptstadt Taipeh müsse daher mit Starkregen extremen Windböen gerechnet werden, heißt es.

Auch in Thailand sorgt das Wetter für immense Probleme. Der thailändische Katastrophenschutz hat für mehrere Provinzen heftige Unwetter vorausgesagt. Bis Donnerstag sind schwere Stürmen mit Starkregen, heftiger Brandung und der Gefahr von Sturzfluten angekündigt. Betroffen sind unter anderem Urlaubsziele wie Phuket, Krabi, Rayong und Surat Thani.

 

09. Juli 2018 – 14:48
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Der Präsident der Inselregierung von Teneriffa, Carlos Alonso, hat vorgeschlagen, eine Abgabe von drei Euro pro Tag und Fahrzeug für Mietwagen einzuführen. Alonso begründet seinen Vorstoß mit dem starken Beitrag der touristischen Autovermietung zum Stauproblem auf der Insel und zur Luftverschmutzung. Die Mittel, die aus der Abgabe generiert werden, sollen zur Förderung des öffentlichen Nahverkehrs genutzt werden. Zudem könnten mit der Abgabe soziale Initiativen unterstützt werden, so der Präsident. Der Tourismus habe zwar Arbeitsplätze gebracht, doch müsse der Wirtschaftssektor auch dazu beitragen, dass es allen Bürgern besser gehe, erklärte Alonso gegenüber spanischen Medien.

Die Flotten der Autovermieter auf der Insel umfassen insgesamt etwa 40.000 Fahrzeuge. Davon sind täglich über 15.000 auf den Straßen unterwegs, die Summe Vermiettage der Fahrzeuge beträgt rund 6 Millionen im Jahr. Auf dieser Basis würde die Abgabe dem öffentlichen Haushalt 18 Millionen Euro im Jahr bringen. Auf der anderen Seite will sich Alonso für die Abschaffung der Mehrwertsteuer beim Kauf elektrischer Mietwagen einsetzen, um den technologischen Wandel in diesem Sektor zu fördern.

Wie zu erwarten war sind Autovermieter und Touristiker auf Teneriffa von dem Vorschlag wenig begeistert. Jorge Marichal, Präsident der Hoteliersvereinigung Ashotel, erklärte gegenüber der Zeitung „El Diario“, die kanarische Tourismusindustrie werde schon heute in hohem Maße durch Steuern und Abgaben belastetet. Laut „El  Diario“ zahlt  der touristische Sektor jährlich indirekte und direkte Abgaben im Umfang von 2,1 Milliarden Euro.

 

09. Juli 2018 – 13:40
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Achtung, Betrug! So warnt das Schweizer Unternehmen Reklamationszentrale, das im Auftrag von Kunden Reklamationen, juristische Prüfungen und Beschwerden gegenüber Firmen ausfechtet, vor Germany Airlines. Die vermeintliche Fluggesellschaft betreibt ein Portal, über das sie Flüge von Basel, Düsseldorf, München und Stuttgart in die Hauptstadt des Kosovo, Prishtina, anbietet.

Die Website sieht aus wie die einer normalen Airline. Sogar einen Zugang für Reisebüros gibt es, allerdings ist die vermeintliche Registrierungsmöglichkeit dort tot. Dafür wirbt man dort: "GA Germany Airlines Gmbh i.Gr. ist ein zuverlässiger Partner für Charterflüge von der Schweiz und von Deutschland nach Kosovo und Mazedonien. Wir fliegen von den Flughäfen Zürich, Basel, Düsseldorf, Stuttgart und München nach Prishtina und Ohrid."

Systematischer Betrug

Wirkliche Flüge sind allerdings offenbar nicht das Geschäftsmodell des Unternehmens, dessen Sitz sich laut Handelsregister in Leverkusen befindet. Vielmehr kassierte die Phantom-Fluggesellschaft, deren Name im Handelsregister mit "i" statt mit "y" im Wort Germany geschrieben ist, bei Kunden zunächst für die angeblichen Flüge ab, um ihnen zwei Tage vor der Abreise mitzuteilen, dass ihr Flug leider gestrichen sei. Das Geld werde zurückerstattet, kündigte Germany Airlines an, was allerdings nie passierte. Eine Familie aus dem Kosovo soll nach Informationen der Schweizer Tageszeitung "Blick" auf diese Weise für die Buchung von elf Flügen um rund 3.000 Euro betrogen worden sein. Laut der Reklamationszentrale sind bei Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt schon zahlreiche Kundenbeschwerden über die betrügerische Plattform eingegangen.

Mittlerweile ist die Website zwar noch aufrufbar, "buchen" lässt sich dort allerdings nichts mehr. Geschäftsführer von Germany Airlines ist laut Impressum sowie laut Handelsregister Metehan Marufoglu. Unter diesem Namen ist auf Facebook ein Mann zu finden, der angeblich im südtürkischen Antakya geboren wurde und in Mühlheim an der Ruhr lebt. Sein letzter Eintrag ist ein Neujahrsgruß für das Jahr 2018. Darunter findet sich ein wütender Eintrag von einer offenbar geschädigten Person, die darin zudem auf ein Unternehmen namens Aviobileta hinweist. In diesem firmierte Metehan Marufoglu von April 2016 bis Mitte 2017 als Geschäftsführer. Laut Website bietet das Unternehmen Flüge nach Prystina an und verfolgt, wenn man Kommentaren im Rahmen einer google-Suche Glauben schenken darf, ein ähnliches Geschäftsmodell wie Germany Airlines.

Christian Schmicke

 

06. Juli 2018 – 15:58
china

Insgesamt hat die UNO-Organisation 19 Orte neu zu Welterbestätten erklärt. Das Gros machen dabei Kulturstätten aus. Doch auch sechs faszinierende Naturlandschaften sind dabei, von denen drei sowohl wegen ihrer Bedeutung als Naturraum als auch für ihren kulturellen Wert dekoriert wurden.

Suedafrika Toriny Ferrar

Foto: Toriny Ferrar/Unesco

Barberton-Makhonjwa-Berge, Südafrika
Die Region im Nordosten Südafrikas beheimatet 40 Prozent des sogenannten Barberton Greenstone Belt, eines der weltweit ältesten Gebirge. Hier finden sich die herausragend erhaltene vulkanische und sedimentäre Gesteine, die mehr als drei Milliarden Jahre alt sind. Auch Meteoritengestein, das aus der Entstehungszeit der Erde stammt und damit nochmals rund eine Milliarde Jahre älter ist, lässt sich hier finden.

Frankreich Dennis Pourcher

Foto: Dennis Pourcher/Unesco

Chaine des Puys - Limagne fault tectonic arena, Frankreich
Die vulkanische Landschaft setzt sich aus etwa 80 erloschenen Vulkankegeln zusammen und wird durch den Limagne-Graben im Osten und das Tal der Sioule im Westen begrenzt. Diese kontinentale Grabenbruchzone formte sich nach der Entstehung der Alpen vor rund 35 Millionen Jahren. Hier sind verschiedene Formen des Vulkanismus ebenso gut zu erkennen wie unterschiedliche Eruptionsformen, Lavaformen und Erosionszustände.

China Li Guiyun

Foto: Li Guiyun/Unesco

Fanjingshan, China
Fanjingshan befindet sich in den Wuling-Bergen Provinz Guizhou im Südwesten des Landes. Der Fanjingshan ist der mit 2.572 Metern der höchste Berg der Region. Sie entstand im Tertiär, also dem älteren Abschnitt der Erdneuzeit, der vor 65 Millionen Jahren einsetzte, und besteht hauptsächlich aus Karstgebieten. Die Isolation dieser Landschaft hat zu endemischen Arten geführt, etwa der Fanjingshan-Tanne oder dem Guizhou-Stumpfnasenaffen oder auch dem chinesischen Riesensalamander. Nicht zuletzt verfügt die Gegend über den größten subtropischen Buchen-Urwald der Welt.

Kolumbien Jorge Mario Álvarez Arango

Foto: Jorge Mario Álvarez Arango/Unesco

Chiribiquete-Nationalpark, Kolumbien
Der Chiribiquete-Nationalpark liegt im Nordwesten des kolumbianischen Amazonasgebietes und ist das grösste Naturschutzgebiet des Landes. Benannt ist der Park nach der Tafelberg-Landschaft Serranía de Chiribiquete, die den Park prägt. Die früheren Bewohner hinterließen über 75.000 Felsmalereien, die mehr als 20.000 Jahre alt sind. Sie wurden vermutlich zur Ehrung des Jaguars angefertigt, der als Symbol für Macht und Fruchtbarkeit galt. Gezeichnet wurden Jagdszenen, Schlachten, Tänze und Zeremonien. Für die indigenen Bewohner ist dieser Ort heilig. Der Nationalpark ist sowohl Weltkultur- als auch -naturerbe.

Kanada Pimachiowin Aki

Foto: Pimachiowin Aki/Unesco

Pimachiowin Aki, Kanada
Das gilt auch für Pimachiowin Aki. Der Begriff bedeutet: Das Land, das Leben schenkt. Besucher finden eine von Flüssen, Seen und Sumpfgebieten durchzogene Waldlandschaft vor. Ein Teil davon gehört zum Lebensort der Anishinaabeg, eines indigenen Volkes, das sich vom Fischen, Jagen und Sammeln ernährt. Pimachiowin Aki ist ein herausragendes Beispiel für die kulturelle Tradition des Landerhalts. Sie macht es sich zur Maxime, die Gaben des Schöpfers zu ehren, alle Formen des Lebens zu respektieren und harmonische Beziehungen untereinander zu pflegen. Ein komplexes Netzwerk aus Siedlungsgebieten, Reiserouten und zeremoniellen Stätten, die oft durch Wasserwege verbunden sind, verdeutlicht diese Tradition.

Mexiko Diana Hernandez

Foto: Diana Hernandez/Unesco

Tehuacán-Cuicatlán-Tal, Mexiko
Die dritte sogenannte Mixed Site, das Tal von Tehuacán-Cuicatlán, ist die Heimat der weltweit dichtesten Säulenkaktus-Wälder. Das Biosphärenreservat besteht aus einem komplexen System von Gebirgsketten und Tälern und hat verschiedene Ökosysteme hervorgebracht. Das Tal biete eine große Artenvielfalt und eine geschichtsträchtige Kultur. Unter anderem zeichnet sich das Tal durch ein aussergewöhnliches Wassermanagementsystem aus Kanälen, Brunnen und Staudämmen aus. Sie verdeutlichen die frühzeitliche Existenz von landwirtschaftlicher Planung.

 

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