12. Juli 2018 – 15:01
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MSC Cruises und das Miami-Dade County im US-Bundesstaat Florida haben einen Vertrag über erweiterte Vorzugsrechte für Liegeplätze und eine Absichtserklärung für den Bau eines neuen Kreuzfahrtterminals im Hafen von Miami unterzeichnet. Miami fungiert als Heimathafen von MSC in den USA. Die neue Vereinbarung erweitert das bisherige so genannte Liegeplatz-Vorzugsrecht, das es der Reederei ermöglicht, sich feste Liegezeiten zu sichern und bisher für den Samstag galt, nun auch auf den Sonntag. Die Pläne für das neue Terminal, das bis Oktober 2022 fertiggestellt sein soll, sehen vor, dass dort auch die nächste Generation der noch im Bau befindlichen Schiffe der World Class mit bis zu 7.000 Gästen abgefertigt werden können.

Derzeit fährt die „Seaside“ von Miami aus ganzjährig auf Routen in der Karibik. Außerdem soll die „Divina“ von Oktober an bis März 2019 von dort durch die Karibik kreuzen. Die „Armonia“ ist  von Dezember an in Miami stationiert und unternimmt dann ganzjährig Karibik-Kreuzfahrten, in deren Verlauf die auch Kuba ansteuert. Als viertes Schiff soll ab November 2019 die „Meraviglia“, das mit einer Kapazität für 5.714 Kreuzfahrtgäste bislang größte Schiff der MSC Flotte, ebenfalls von Miami aus in See stechen.

12. Juli 2018 – 13:47

Der berüchtigte Negativ-Effekt, den Fußball-Welt- und -Europameisterschaften in der Vergangenheit regelmäßig auf das Geschäft mit Reisen hatten, ist in diesem Jahr ausgeblieben. Das belegen Zahlen des Marktforschungsunternehmens GfK. Trotz WM und rekordverdächtigem Mega-Sommer sei die Urlaubslust der Deutschen im Juni ungebrochen geblieben, resümieren die Marktforscher. Die Bundesbürger sorgten mit ihren Urlaubsbuchungen in Reisebüros, auf den Reiseportalen der Veranstalter und im übrigen Online-Vertrieb für insgesamt sieben Prozent höhere Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat. Davon entfiel ein Plus von vier Prozent auf die aktuelle Sommersaison und ein Plus von 13 Prozent auf die kommende Wintersaison 2018/19. 

Das sommerliche Umsatzplus im Buchungsmonat Juni fällt etwas schwächer als in den Vormonaten aus. Kumuliert steht die Sommersaison 2018 zum aktuellen Buchungsstand per Ende Juni bei 13 Prozent Mehrumsatz gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Vormonat hat sie damit einen Prozentpunkt eingebüßt.

Starker Juli

Der Reisemonat Juni endet mit einem kleinen Umsatzplus von 1,1 Prozent. Der stärkste Reisemonat dieses Sommers bleibt zum aktuellen Buchungsstand der Juli: Er weist ein Umsatzplus von 13,4 Prozent auf und steht mit einem Umsatzanteil von 21,4 Prozent für gut ein Fünftel der bisher erzielten Gesamtumsätze des Sommers 2018. 

Der Großteil der Sommersaisonumsätze sei zum jetzigen Zeitpunkt bereits gebucht, erklärt die GfK. Nur noch neun Prozent Umsatz fehlten, um mit den Gesamtumsätzen der vergangenen Sommersaison 2017 gleichzuziehen. In stationären Reisebüros waren im Juni bereits gut ein Drittel der Gesamtumsätze (34,2 Prozent) Reisebuchungen für die Wintersaison 2018/19 und Sommersaison 2019 geschuldet. Die im Juni erzielten Sommerumsätze für die aktuelle Saison fielen bei ihnen leicht negativ aus (-1 Prozent). Im Online-Reisevertrieb mit seinem hohen Anteil kurzfristiger Buchungen hat das Sommergeschäft derzeit noch eine größere Bedeutung; es steht für 87,1 Prozent des Monatsumsatzes im Juni.

12. Juli 2018 – 13:29
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Die Kreuzfahrtbranche hat im vergangenen Jahr nach Angaben ihres Lobbyverbandes Clia knapp 48 Milliarden Euro zur europäischen Wirtschaft beigetragen. Dies entspricht einer Steigerung von rund 17 Prozent gegenüber dem Jahr 2015, in dem der Verband die Wertschöpfung der Branche zuletzt erhob. Die direkten Ausgaben der Kreuzfahrtbranche summierten sich laut Clia auf knapp 20 Milliarden Euro und stiegen damit gegenüber 2015 ebenfalls um 17 Prozent.

In Deutschland betrug der Wirtschaftsbeitrag demnach 6,4 Milliarden Euro. Davon machten die direkten Ausgaben durch die Kreuzfahrtunternehmen mit gut 3,1 Milliarden Euro knapp die Hälfte aus. Seit 2015 stiegen sie um 6,6 Prozent. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit nach Italien (5,46 Milliarden Euro) und Großbritannien (3,85 Milliarden Euro) auf Rang drei.

Rund jeder achte Arbeitnehmer in der europäischen Kreuzfahrt kommt aus Deutschland

Insgesamt stellt die Kreuzfahrtbranche in Europa nach Clia-Angaben 403.621 Vollzeitjobs zur Verfügung waren. 48.490 Arbeitnehmer davon seien Deutsche, heißt es. Löhne und sonstige Vergütungen für die in Europa Beschäftigten beliefen sich im vergangenen Jahr auf rund 12,8 Milliarden Euro (2015: 10,8 Milliarden Euro). In ihre Auslegung des Beschäftigungseffektes bezieht die Clia sämtliche Sektoren mit ein, die in irgendeiner Form mit der Industrie in Kontakt stehen. Den direkten Beschäftigungseffekt beziffert der Verband auf rund 195.000 Stellen europaweit. Darin sind bereits sämtliche Sektoren, von denen die Branche Güter oder Dienstleistungen bezieht, enthalten. Unmittelbar bei den Kreuzfahrtunternehmen angestellt sind etwa 69.000 Menschen in Europa.  

65 Euro gibt jeder Kreuzfahrtpassagier im Durchschnitt pro Landgang aus

Europa ist nach Amerika weiterhin der zweitgrößte Quellmarkt für Kreuzfahrtpassagiere: Sieben Millionen Europäer haben 2017 eine Kreuzfahrt unternommen – 7,8 Prozent mehr als noch im Jahr 2015. Ein Kreuzfahrtgast gibt laut Clia in jedem angelaufenen Hafen im Durchschnitt 64,40 Euro aus. Im Starthafen, in dem die Reise beginnt, seien es durchschnittlich 81,90 Euro, so der Kreuzfahrtverband.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

 

12. Juli 2018 – 11:57

Immer mehr Fluggesellschaften bieten Tarife ohne Freigepäck an. Für Reisebüros wird die Arbeit dadurch nicht leichter. Denn, ob ein Koffer nun inklusive ist oder nicht, lässt sich nicht sofort erkennen. Amadeus schafft das Problem mit einer neuen Eingabeoption aus der Welt.

Mit der Eingabeoption /SBF-1 können Reisebüros gezielt Tarife pricen, die mindestens ein Freigepäckstück enthalten. Das neue Eingabeformat kann für verschiedene Preisabfragen genutzt werden. Der Kürzel /SBF-1 wird einfach an die das Abfrage-Kommando angehängt.

Beispiel Best Pricer

Mit dem Kommando FXB/SBF-1 wird der günstigste verfügbare Tarif ausgewählt, der mindestens ein Freigepäckstück beinhaltet:

Amadeus Pricing FXB Freigepäck

Mit FXA/SBF-1 wird eine Liste der günstigsten verfügbaren Tarife angezeigt, die mindestens ein Freigepäckstück enthalten:

Amadeus Pricing FXA Freigepäck

Die Eingabeoption /SBF-1 lässt sich mit vielen weiteren Amadeus-Formaten kombinieren, zum Beispiel für das Informative Pricing, FQP/SBF-1. Die Einführung der Freigepäck-Option für das Amadeus Light Ticketing Verfahren erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Diesen Praxistipp hat Amadeus Germany für die Leser von Reisevor9.de bereitgestellt.

11. Juli 2018 – 17:44

Das Hotelportal bietet neuerdings in einigen Märkten auch Unterkünfte von Drittanbietern an. Das berichten übereinstimmend die Hotelberatungsgesellschaft Mirai und das Technikportal Phocuswire. Die Offerten unter der Bezeichnung „Booking.basic“ seien billiger als die selbst ausgehandelten Angebote, dafür seien die Buchungskonditionen aber auch deutlich restriktiver. So seien etwa keine Umbuchungen und Stornierungen oder die Bearbeitung von Sonderwünschen möglich, heißt es.

Booking bestätigt die neue Buchungsvariante, die naheliegenderweise zunächst mit Partnern wie dem chinesischen Giganten Ctrip oder dem asiatischen Hotelportal Agoda ausprobiert wird, an denen das Unternehmen beteiligt ist. Booking spricht hinsichlich der Basic-Angebote von einer Testphase.

Nun rätseln Freund und Feind darüber welche Strategie das Hotelportal mit seinem Versuchsballon verfolgt. Würde es tatsächlich im großen Stil auf Produkte von Drittanbietern zugreifen, entspräche das einer deutlichen Ausweitung des bislang auf eigenen Partnerschaften basierenden Geschäftsmodells. Andererseits bestünde damit die Gefahr, die eigenen Inhalte zu kannibalisieren.

Christian Schmicke

 

11. Juli 2018 – 17:13

Die Digitalisierung hat nicht nur Folgen für die Unternehmen der Hotellerie und Touristik, sondern auch für deren Arbeitnehmer und ihre Perspektiven. Die Gewerkschaften NGG und Verdi haben dazu eine Studie beim Beratungsunternehmen Input Consulting in Auftrag gegeben, die die Trends und Folgewirkungen der Digitalisierung analysieren soll.

Demnach steht die Tourismusbranche am Scheideweg zwischen der Bedeutung menschlicher Services oder immer weiter reichender Automatisierung. Die Entscheidung darüber treffe letztlich der Kunde, heißt es. Will er im Reisebüro persönlich beraten werden und dafür etwas mehr zahlen, oder online günstige Reisen selbst buchen? Akzeptiert er Serviceroboter im Hotel oder möchte er von Menschen bedient werden, die individuell auf seine Wünsche eingehen? Damit entscheidet er darüber, welche Tätigkeiten den Tourismus der Zukunft prägen und welche Rolle dem Menschen zukommt.

Automatisierung und Preisdifferenzierung

Derzeit zeige sich die Digitalisierung vor allem in der wachsenden Bedeutung der Buchungen über das Internet, und zwar sowohl bei Hotels, als auch bei Reiseveranstaltern. Die klassischen Vertriebsformen wie Buchungen im Reisebüro oder der Anruf beim Hotel, um ein Zimmer zu mieten, seien zwar auf dem Rückzug, würden durch das Online-Geschäft aber keineswegs komplett verdrängt. Allerdings mache sich ein Trend breit, die Kosten für persönlichen Service an die Kunden weiterzureichen, so die Studie, deren Autoren entgegen anders lautenden Beteuerungen der Veranstalter von einer wachsenden Preisdifferenzierung zwischen den Vertriebskanälen ausgehen.

Ein Nebeneffekt der Digitalisierung sei auch das Wachsrtunm der Sharing Economy mit Anbietern wie Airbnb oder von Plattformen wie Tripadvisor und diversen Metasearchern. Den traditionellen Anbietern der Hotellerie und Reiseveranstalter wird in der Studie empfohlen, mehr als bislang mit guten Service- und Beratungsleistungen ihre Stärken gegenüber den neuen Rivalen auszuspielen und Kunden an sich zu binden.

Weniger Sachbearbeiterjobs

Dennoch wird im Tourismus künftig weniger Personal benötigt werden, so die Studie. Die Hotellerie ist zunächst weniger betroffen, da es noch an geeigneten Technologien fehlt. Bei Reiseveranstaltern ist das Rationalisierungspotenzial jedoch höher. In den Unternehmen trete hinsichtlich der veränderten Qualifikations- und Kompetenzanforderungen infolge der Digitalisierung der Effekt auf, dass bezogen auf die benötigten Qualifikationen eine "Schere" entstehe, indem die Fachlichkeit (in der Reisevermittlung z.B. Berechnung von Ticketpreisen, Durchführung von Buchungen) aus den Tätigkeiten zunehmend verdrängt werde. Die noch vorhandenen Tätigkeiten werden damit sowohl einfacher als auch komplexer.

Die "Mittelschicht" der sachbearbeitenden Tätigkeiten werde immer kleiner, folgern die Autoren der Studie. Damit sei auch das Problem verbunden, dass ein Wechsel zwischen den verschiedenen Qualifikations- und Tätigkeitssegmenten schwieriger werde, wodurch sich die klassischen unternehmensinternen Pfade beruflicher Entwicklung verschließen. Künftige Ausbildungsinhalte müssten der veränderten Arbeitswelt angepasst werden, um die Diskrepanz zwischen vorhandenen und benötigten Qualifikationen zu verringern. 

THo

 

11. Juli 2018 – 15:17
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Seit dem Arabischen Frühling im Jahr 2011 liegt das Geschäft mit Nilkreuzfahrten in Ägypten brach. Lediglich ein paar Dutzend der rund 300 Nilschiffe, die einst zwischen Assuan und Luxor kreuzten, sind noch in Betrieb. Und während der Badetourismus am Roten Meer spätestens seit dem vergangenen Jahr wieder einen deutlichen Aufwärtstrend verzeichnet, blieb es in den und um die antiken Stätten entlang der Lebensader des Landes leer.

Nun aber, so scheint es, kann die Region, die in wirtschaftlicher Hinsicht stark vom Tourismus abhängt, langsam wieder auf Besucher hoffen. Um eine mögliche Nachfrage zu befriedigen, bedarf es vor allem zweier Voraussetzungen: Eine ausreichende Zahl von Schiffen muss fahren und in akzeptablem Zustand sein. Und: Luxor, Ausgangspunkt der meisten Nilkreuzfahrten, muss für Urlauber mit vertretbarem Aufwand erreichbar sein. An beidem haperte es in den vergangenen Jahren.

Wöchentliche Verbindung ab Frankfurt

Auch Tui, zwar längst nicht mehr in Ägypten, wohl aber im Gesamtmarkt hierzulande Marktführer, glaubt mittlerweile offenbar an ein Comeback. Der Konzern hat angekündigt, zum Winter eine Direktverbindung nach Luxor aufzunehmen. Vom 5. November an soll jeweils montags eine Maschine von Frankfurt an den Nil fliegen. Zugleich fahren dann an den Flugtagen zwei zusätzliche Schiffe für Tui ab, die "Steigenberger Legacy" mit 80 und die "Iberotel Crown Empress" mit 130 Kabinen. Beide sind im Fünf-Sterne-Segment angesiedelt. Auch Ägypten-Spezialist ETI hat sich kontingente auf den Tuifly-Maschinen gesichert. Jedenfalls bewirbt er die Tuifly-Verbindungen ab Frankfurt im Paket mit Nilkreuzfahrten auf den Schiffen der Reederei Grand Cruises.

Ägypten-Marktführer FTI, der im vergangenen Winter bereits versuchte, das Thema Flussreisen zu forcieren und Direktflüge nach Luxor aus Deutschland sowie Verbindungen von Hurghada nach Luxor anbot, setzt dagegen im nächsten Winter auf ein anderes Konzept. Er hat die Direktverbindungen gestrichen und offeriert vom kleinen Flughafen im Touristenort El Gouna aus täglich zwei Verbindungen in die Stadt am Nil. Dafür ließ FTI-Gesellschafter Samih Sawiris, dem El Gouna gehört, eigens die Start- und Landebahn des eigentlich gar nicht für touristischen Flugverkehr konzipierten Flugplatzes von El Gouna ausbauen und das Terminal, das laut FTI eher eine Lounge ist, mit den erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen ausstatten.

Christian Schmicke

11. Juli 2018 – 13:05
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Die Vorarbeit für das neue Reiserecht sei vor allem deshalb sehr aufwendig gewesen, weil die Veranstalter nur sehr zögerlich oder gar nicht ihre jeweiligen Kundengeldabsicherer genannt hätten, sagt Tina Roos, Bereichsleiterin Front- & Midoffice-Technologie bei Lufthansa City Center. Zudem sei die Kommunikation in Bezug auf die verpflichtende Zulieferung vorvertraglicher Informationen "mehr als spärlich" gewesen, so dass die LCC-Mitarbeiter nicht ausreichend hätten gebrieft werden können.

Falsche Kennzeichnung

Auch eineinhalb Wochen nach dem Start der neuen Reisegesetzgebung sei das Thema noch nicht erledigt, unterstreicht Roos. Die Datenzulieferung von Reiseveranstaltern bereite dem stationären Vertrieb weiterhin die größten Bauchschmerzen. Oft würden klassische Einzelleistungen im Datensatz des Veranstalters als Pauschalreise gekennzeichnet, was nach dem Verständnis von LCC nicht korrekt sei. Daher müssten die Expedienten die Angaben während des Buchungsprozesses immer wieder manuell ändern, damit Kunden das korrekte Formblatt erhielten. Da dies Mehrarbeit schaffe, werde LCC dieses Vorgehen "noch einmal rechtlich bewerten lassen", kündigt die IT-Expertin an.

Optimierungsbedarf

Insgesamt seien die neuen Prozesse sind für die Mitarbeiter in den Reisebüros zwar gut zu handhaben, sie bedeuteten aber zugleich einen deutlichen Mehraufwand. LCC habe sich gut auf die neuen Herausforderungen vorbereitet und versuche, die Zusatzarbeit künftig in Grenzen zu halten und so zu optimieren, dass sich der Fokus der LCC-Expedienten wieder zunehmend auf das Beratungsgespräch richten könne, erläutert Roos. Deshalb werde an den Details weiter gefeilt, nachdem LCC zunächst die technische Unterstützung mit einer "Basis"-Funktion an die Büros ausgeliefert habe, um pünktlich zu sein. "In den kommenden Monaten prüfen wir anhand der ersten Erfahrungen fortlaufend, was verändert oder automatisiert werden muss", kündigt die Managerin an.

Christian Schmicke

 

11. Juli 2018 – 12:07
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Dass eine Lobbyorganisation ein bestimmtes Ergebnis zutage fördern will, wenn sie eine Studie in Auftrag gibt, ist nicht ungewöhnlich. Aber immerhin stützt sich der Umweltvergleich verschiedener Verkehrsträger durch die Allianz pro Schiene, der insgesamt 23 Verbände angehören, darunter etwa BUND, Nabu, der Verkehrsclub VCD und der Fahrradclub ADFC, auf belastbares Zahlenmaterial des Umweltbundesamtes. Sie berechnet den Ausstoß von Klimagasen und Stickoxid sowie den Energieverbrauch von Flugzeug, Bus, Bahn und Pkw bezogen auf die Verkehrsleistung in Personenkilometern.

Das Resultat ist eindeutig. So ist im Fernverkehr hinsichtlich sämtlicher Kriterien das Flugzeug das mit Abstand umweltschädlichste Verkehrsmittel. An zweiter Stelle kommt der Pkw, während der Bus innerhalb des Straßenverkehrs die geringsten Umweltbelastungen verursacht. Allerdings ist die Bahn mit ihrem Fernverkehr bei den Klimawirkungen und Schadstoffemissionen deutlich besser als der Reisebus, was im ihrem hohen Ökostrom-Anteil im Bahnstrommix zu verdanken ist. Dieser liegt mit 44 Prozent deutlich über dem durchschnittlichen Ökoanteil im deutschen Strommix von 36 Prozent. Insgesamt gelangt der Verkehrssektor lediglich auf einen Anteil erneuerbarer Energien von fünf Prozent.

Im Nahverkehr liegen die Verkehrsträger etwas dichter beieinander als im Fernverkehr. Auch hier ist der Pkw in allen Kategorien umweltschädlicher als die Eisenbahn: Bei den Treibhausgasen ist der Pkw zweimal so CO2-intensiv, beim Energieverbrauch schneidet der Zug ebenfalls um den Faktor 2 besser ab. Bei den Stickoxid-Emissionen ist der Eisenbahnverkehr zweitbestes Verkehrsmittel – hinter U- und Straßenbahnen, die heute bereits zu 100 Prozent elektrisch unterwegs sind.

11. Juli 2018 – 10:02

Im Juni sind in zahlreichen Ländern Krankheiten wieder aufgetreten oder haben sich – wie beim Dengue-Fieber – weiter verstärkt. Die Experten des Sicherheitsdienstleisters International SOS geben ein Update und raten in vielen Fällen dringend zu Impfungen und Hygienemaßnahmen. Hier ein Überblick:

Bolivien: Im Departement Santa Cruz ist die Zahl der Grippefälle deutlich angestiegen. Impfung vor der Reise und Hygienemaßnahmen werden empfohlen.

El Salvador: Neue Fälle von Typhus in fast allen Provinzen aufgetreten. Impfung empfohlen.

Irak: Ein Fall von Krim-Kongo hämorrhagischem Fieber (CCHF) wurde in Erbil gemeldet. Mindestens drei mutmaßliche Todesfälle wurden in der Provinz Diwaniyah registriert. CCHF ist eine potenziell tödliche Viruserkrankung, die durch Zeckenbisse oder durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Gewebe oder Menschen und deren Körperflüssigkeiten übertragen wird. Zu den Symptomen gehören grippeähnliche Erkrankungen, Bauchschmerzen und häufig Blutungen. Es gibt keinen Impfstoff.

Kamerun: Mehrere Fälle von Cholera wurden in einer abgelegenen Gegend der Nordprovinz bestätigt, die an ein Gebiet in Nigeria grenzt, in der Cholera ausgebrochen ist.

Kenia: Es gibt einen Ausbruch von Rift Valley Fever im Wajir County an der Grenze zu Äthiopien und Somalia. Mehrere Menschen sind gestorben. Die Krankheit kann durch Kontakt mit Blut, Organen oder Körperflüssigkeiten infizierter Tiere auf den Menschen übertragen werden. Eine Infektion kann auch durch den Stich einer infizierten Stechmücke oder anderer Insekten erfolgen.

Kongo: Mindestens drei Personen wurden mit infektiösem Poliovirus vom Typ 2 (cVDPV2) infiziert. Eine vollständige Immunisierung vor der Einreise in den Kongo wird empfohlen.

Pakistan: Fälle von weitgehend arzneimittelresistentem Typhus gemeldet. Typhus wird normalerweise mit Antibiotika behandelt, aber dieser besondere Stamm ist resistent gegen die üblicherweise verwendeten Medikamente. Die Ansteckungsgefahr besteht für alle Reisenden nach Pakistan.

Papua-Neuguinea: Wiederauftreten von Polio. Das Land galt seit dem Jahr 2000 als Polio frei. Impfung dringend empfohlen.

Sierra Lione: Der Bezirk Koinadugu ist von Masern betroffen. Impfung empfohlen.

Thailand: Eine stetige Zunahme von Dengue-Fieber wurde im Juni landesweit festgestellt. Der Trend wird voraussichtlich in der Regenzeit anhalten.

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