Der neue Reise vor 9 Magazin ist da!

18. Mai 2018 – 15:56

Mit der neuen Pauschalreisegesetzgebung müssen sich Veranstalter auch auf neue Regelungen bei Reisemängeln einlassen. Darauf machte Michael Althoff, DRV-Projektleiter für die technische Umsetzung der neuen Gesetzgebung, beim Reisebürotag am vergangenen Donnerstag in Essen aufmerksam. Paragraph 651k, Absatz 2 sehe nämlich vor, dass künftig der Kunde bestimme, was eine angemessene Frist für die Beseitigung festgestellter Mängel ist. Wörtlich heißt es: „Leistet der Reiseveranstalter vorbehaltlich der Ausnahmen des Absatzes 1 Satz 2 nicht innerhalb einer vom Reisenden bestimmten angemessenen Frist Abhilfe, kann der Reisende selbst Abhilfe schaffen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen.“

Das zwinge Veranstalter zu schnellem Handeln, betont Althoff und nennt als Beispiel einen Wochenendtrip, bei dem das gebuchte Hotel ausgebucht ist. Wenn der Kunde dann sagt, innerhalb von einer oder zwei Stunden müsse ein angemessener Ersatz her, ist das Recht auf seiner Seite, so der Experte.  Die Anforderungen an die Erreichbarkeit auch außerhalb üblicher Geschäftszeiten steigen damit weiter, ist Althoff überzeugt. Das müssten sich auch Reisebüros klarmachen, die selbst im Bereich der Eigenveranstaltung aktiv seien.

Christian Schmicke

 

18. Mai 2018 – 15:34
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Die familiengeführte Hotelkette werde auch weiterhin ein Modell verfolgen, bei dem sich die meisten Riu Hotels auch im Besitz des Unternehmens befinden, betonte Gesellschafterin Carmen Riu in einem Interview mit der spanischen Fachzeitschrift „Hosteltur“. Auf diese Weise sei man in der Lage, das komplette Produkt vom ersten Entwurf der Immobilie bis hin zum Service vollständig zu kontrollieren, so die Tochter des Firmengründers Don Luis Riu, die das Unternehmen gemeinsam mit ihrem Bruder Luis führt. „Unser Modell funktioniert seit 65 Jahren. Wir suchen kein rasches, sondern ein konstantes organisches Wachstum mit fünf bis acht Neu- oder Wiedereröffnungen pro Jahr“, erklärte Riu gegenüber dem Magazin.

Viele große Hotelgesellschaften betreiben ihre Häuser über Franchise- oder Managementverträge, ohne durch die Immobilien selbst ihr Kapital zu binden. Das ermöglicht ihnen eine schnellere Expansion. Natürlich habe man auch über andere Wege als den bisher verfolgten nachgedacht, räumt Riu ein. So betrieb man eine Reihe von Hotels auf Kuba und in der Türkei über Modelle mit Partnern. Von diesen Anlagen hat sich das Unternehmen aber mittlerweile wieder getrennt. Das seien kostbare Erfahrungen gewesen, beteuert Riu aber: „Das Modell direkter und vollständiger Kontrolle über das Produkt schafft die größte  Kundenzufriedenheit und bietet uns die Freiheit, unsere Anlagen so zu bauen und zu betreiben, wie es unser Stil ist.“  

17. Mai 2018 – 17:21
methmannfelixvzbv

Das Treffen war mit einiger Spannung erwartet worden. Felix Methmann, Reiserechtsexperte der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), stellte sich beim Reisebürotag des DRV in Essen am Donnerstag der Diskussion mit den DRV-Vizepräsidenten und Reisebüroinhabern Ralf Hieke und Oliver Wulf. Methmann hatte in den vergangenen Monaten wiederholt für Aufregung gesorgt. Zunächst hatte er in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erklärt, Verbraucher sollten im Umgang mit Reisebüros nach Inkrafttreten der neuen Pauschalreisegesetzgebung vorsichtig sein. Wenn ein Reisebüro getrennte Rechnungen ausstelle, wolle es sich “aus seinen Pflichten stehlen“. Gemeint war der Verkauf verbundener Reiseleistungen, bei dem Reisebüros nicht in die Veranstalterrolle mit den entsprechenden Pflichten geraten, wenn sie alles richtig machen. Dazu gehört neben dem entsprechenden Formblatt auch die Ausweisung der Beträge der Einzelleistungen auf getrennten Rechnungen.

Später hatte er seine Aussage in Fachkreisen relativiert und erklärt, es sei ihm um die Warnung vor „schwarzen Schafen“ gegangen. Doch da war über die steile These des Verbraucherschützers schon eifrig diskutiert worden.  Auf dem Podium in Essen hielt Methmann grundsätzlich an seiner Aussage fest. Die Regelung, verbundene Reiseleistungen ohne die mit Pauschalreisen verbundene Sicherheit verkaufen zu dürfen, falle aus seiner Sicht hinter das aktuell geltende Recht zurück, erklärte er. Davor habe er warnen wollen.

"Populistische Parolen". Hieke und Wulf, die Methmanns Aussagen zuvor bereits heftig kritisiert hatten, äußerten erneut ihr Unverständnis. Mit solchen Warnungen unterstelle man Reisebros geradezu kriminelle Energie, erklärte Hieke. „Wenn ich als stationäres Reisebüro nicht im Interesse meiner Kunden handele, kann ich nach einer Saison zumachen“, sagte der Ibbenbürener Reisebürochef. Wulf assistierte, Methman habe ohne die erforderliche Sachkenntnis populistische Parolen gestreut. Schließlich lasse die neue Gesetzgebung dem Kunden ja gerade die Wahl, eine Pauschalreise oder mehrere Einzelleistungen zu buchen, und weise ihn über die verpflichtende Ausgabe der Formblätter explizit darauf hin, was er tue.

Welches Recht gilt? Allzu viel fiel dem Verbraucherschützer dazu nicht mehr ein. Er wiederholte lediglich, die Möglichkeit für Reisebüros, sich zu „enthaften“, sei aus Sicht des Verbraucherschutzes nicht akzeptabel.  Dann  wurde es spitzfindig. Denn in einem späteren Interview mit dem Fachblatt „Travel Tribune“ hatte der Rechtsexperte  Reisebüros ausdrücklich davor gewarnt, Rechnungen bei verbundenen Reiseleistungen zwar getrennt auszuweisen, sie aber, wie nach der deutschen Gesetzgebung vorgesehen, in einem Bezahlvorgang zu begleichen. Das entspreche nicht den Vorgaben der EU-Richtlinie, die ausdrücklich getrennte Bezahlvorgänge vorsehe. Wenn der Europäische Gerichtshof die deutsche Regelung für rechtswidrig erkläre, könnten Reisebüros dafür belangt werden, dass sie sich an der rechtswidrigen deutschen Vorgabe orientiert hätten, folgerte er.

Das rief DRV-Hauptgeschäftsführer Dirk Inger auf den Plan, der eigentlich als Moderator fungieren sollte. Methmanns Darstellung sei falsch, erklärte er. Wenn der Europäische Gerichtshof die deutsche Gesetzgebung irgendwann tatsächlich für rechtswidrig erklären sollte, hafteten dafür nicht die Reisebüros, sondern allenfalls der deutsche Staat, stellte er klar. Nach dem Ende der Diskussion legte Inger im Gespräch nach. „Herr Methmann, dessen Gehalt überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert wird, fordert Reisebüros auf, sich nicht nach deutschem Recht zu verhalten“, so der Verbandsmann. Das sei „unfassbar“.

Der mündige Verbraucher. Methmann konterte die Attacke mit einem skurrilen Argument. Aus Sicht des Verbraucherschutzes sei die physische Trennung der einzelnen Bezahlprozesse, also die Verpflichtung, den Kunden für jede Einzelleistung separat die Geldbörse zücken zu lassen , wichtig, um ihm ausreichend zu verdeutlichen, dass er auf den Schutz der Pauschalreise verzichte. Deshalb gehe er davon aus, dass der EuGH die deutsche Gesetzgebung kippen werde.  „Für wie dumm halten Sie mündige Verbraucher eigentlich?“, fragte Hieke ihn daraufhin. Wenn er seine Kunden für fünf verbundene Leistungen fünfmal bezahlen lasse, würden sich in seinem Büro „Loriot-reife Slapsticks“ abspielen.

Immerhin konnten sich die Kontrahenten am Ende darauf einigen, dass es sinnvoll sei, den Dialog nicht abreißen zu lassen und künftig einen  regelmäßigen Austausch zu pflegen. Schließlich müssten stationärer Vertrieb und Verbraucherschutz kein Gegensatzpaar bilden.

Christian Schmicke

16. Mai 2018 – 18:19
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Bei den meisten Versicherern ist auch der Rücktritt von der Reise wegen seelischer Leiden wie Depressionen oder Burn-out abgedeckt – zumindest in der Theorie. Voraussetzung ist in der Regel, dass es sich um eine "schwere" Erkrankung handelt. Das ist der Fall, wenn sie von einem Psychiater attestiert wird, eine stationäre Behandlung erfolgt oder die Krankenkasse eine ambulante Psychotherapie genehmigt hat.

Zudem muss die Erkrankung bei Vertragsabschluss "unvorhersehbar" gewesen sein, das heißt zum ersten Mal auftreten. Und genau hier liegt das Problem: Denn bei den eingereichten Schadensmeldungen handele es sich oft um Schübe bereits bestehender Erkrankungen, weiß Olaf Nink, Vorstand bei der Allianz Global Assistance (AGA). Daher werde in der Praxis ein Großteil der Anträge abgelehnt, was bei den Kunden meist auf wenig Verständnis stoße, so Nink. Aber anders könne man es nicht regeln. Psychische Erkrankungen ganz aus dem Leistungskatalog auszuklammern, wie es die ERV vor einigen Jahren einmal für kurze Zeit praktiziert hat, will man nicht. Also muss das heikle Thema so behandelt werden, dass sich die Schadensfälle in einem überschaubaren Rahmen halten.

Auch bei der Frage, wann es sich eigentlich eine psychische Erkrankung handelt, ist Vorsicht geboten. So urteilte das Amtsgericht München, eine akute Belastungssituation durch den Tod des Partners sei keine unerwartete schwere Krankheit und begründe keinen Anspruch auf die Erstattung der Stornierungskosten. Das Gericht lehnte den Antrag auf Erstattung aus zwei Gründen ab: Erstens hätte die Klägerin ihre Reise unverzüglich nach dem Tod ihres Mannes stornieren müssen und nicht erst drei Wochen später. Und zweitens sei die nachvollziehbare Belastungsreaktion der Klägerin als normale Folge des Todesfalls und nicht als psychische Störung zu werten.

MN

 

16. Mai 2018 – 18:02

Am Mittwoch gab es rund 220 Flugausfälle bei der belgischen Fluglinie Brussels Airlines. Die Arbeitgeberseite hat ein neues Angebot vorgelegt. Der Streik ist vorläufig ausgesetzt. Mit weiteren Aktionen sei in den nächsten Tagen nicht zu rechnen, teilt die Fluglinie auf Nachfrage mit.

Nach ergebnislosen Verhandlungen im Tarifkonflikt bei der Lufthansa-Tochter hatten die Piloten erneut gestreikt. Insgesamt fielen mit den genannten 220 Flügen mehr als drei Viertel der täglichen Flugverbindungen aus. Auch die Routen von und nach Deutschland wurden gecancelt, mit Ausnahme von je eines Hin- und Rückflugs nach Hannover und Berlin.

Bereits am Montag musste ein Großteil des Programms gestrichen werden, darunter auch die Verbindungen von Brüssel nach Deutschland. Einer Sprecherin von Brussels Airlines zufolge waren bislang insgesamt etwa 63.000 Passagiere betroffen. Ihnen wurden „alternative Reiseverbindungen oder eine vollständige Rückerstattung angeboten“, so die Sprecherin. Passagiere, die an ihrem Ziel festsitzen, würden in einem Hotel untergebracht oder könnten mit der Lufthansa oder einer anderen Airline fliegen.

Der Streik könnte die Fluggesellschaft nach eigenen Angeben bis zu zehn Millionen Euro kosten. Vorausgesetzt, er endet nun. Um dies zu erreichen, hat das Management nun einen neuen Kompromissvorschlag vorgelegt, der den Piloten vor allem bei der Forderung nach einem besseren Ausgleich zwischen Arbeitszeit und Freizeit entgegenkommt. Die Pilotengewerkschaft will außerdem höhere Gehälter und Renten durchsetzen. Kritisch sieht sie darüber hinaus die unsicheren Arbeitsbedingungen und verlangt Klarheit von der deutschen Muttergesellschaft über die Zukunftspläne. Seit Ende 2016 ist Brussels ein vollständiges Mitglied der Lufthansa-Group.  

AF

 

16. Mai 2018 – 15:35

Für die Krankenhaus-Mitarbeiter im Nordwesten der Demokratischen Republik Kongo ist es ein Deja-vu: Sie müssen wieder Schutzkleidung tragen, wenn sie sich um Menschen mit Fieber-Symptomen kümmern. Denn das Ebola-Virus ist zurück. Zum neunten Mal seit 1976, als das Virus in der Demokratischen Republik Kongo entdeckt wurde. Das Auswärtigen Amt rät dringend von Reisen in die Provinz Équateur ab. Der Behörde zufolge gibt es bisher „32 Fälle mit typischen Ebola-Symptomen, 19 Todesfälle, 2 laborbestätigte, 12 Verdachts- und 18 wahrscheinliche Fälle“. Alle Patienten hatten hohes Fieber und starken Durchfall, zum Teil auch innere Blutungen.

Furcht vor Ausbreitung. Epizentrum des aktuellen Ausbruchs ist Bikoro, 500 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Kinshasa. Die Weltgesundheitsorganisation WHO fürchtet, dass sich die Krankheit in die Nachbarländer ausbreiten könnte. Besonders Kongo-Brazzaville und die Zentralafrikanische Republik seien wegen eines gemeinsamen Fluss-Systems gefährdet. Insgesamt neun Nachbarländer wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Weitere Reisewarnungen für Orte außerhalb der unmittelbar betroffenen Region hat das Auswärtige Amt nicht veröffentlicht. Aktuelle Informationen sind auf der Website zu finden.

Kenia reagiert. Einschränkungen gibt es für Reisende in Kenia: Am Flughafen von Nairobi müssen sich die Ankommende einem Ebola-Test unterziehen. Ein Body-Scanner untersucht die Körpertemperatur. Wer auf dem Landweg einreist, muss den Test ebenfalls durchlaufen. Das hat mehrere Gründe: Primär soll das Land vor einem Ebola-Einfall geschützt werden. Zum anderen zeigt man damit auch: Wir passen auf, Touristen haben nichts zu befürchten.

Traumatische Erfahrungen. Bei der letzten großen Ebola-Epidemie in Westafrika litt der gesamte Kontinent unter einem massiven Rückgang des Tourismus. 70 Prozent der Reiseveranstalter stellten damals ein rückläufiges Buchungsverhalten fest. Selbst weit entfernte, nie von der Seucche betroffene Länder wie Südafrika und Namibia erlebten einen dramatischen Rückgang des Tourismus. Konkrete Empfehlungen, wie man sich schützen kann, gab damals das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg: „Keine Kranken pflegen, keine Verstorbenen waschen und keinen direkten Kontakt zu Verstorbenen auf einem Begräbnis haben.“ Zudem warnte das Institut vor Kontakt mit Menschenaffen und Flughunden, die den Schwesternvirus von Ebola, den Marburgvirus, übertragen können.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. 25 bis 90 Prozent der Infizierten sterben. Es wird durch Körperflüssigkeiten von Tier zu Mensch und von Mensch zu Mensch übertragen.  

AF

 

16. Mai 2018 – 00:08

Drei über 80-Jährige, zwei Männer und eine Frau, waren am Sonntagabend auf dem Weg zum King Shaka International Airport von Durban, als sie ausgeraubt wurden. Nach unbestätigten Berichten sollen es Deutsche gewesen sein. Das Uber-Taxi der Reisenden wurde laut Medienberichten auf der National Route N2 von zwei Fahrzeugen gestoppt. Vier maskierte Männer, die mit Maschinenpistolen AK-47 bewaffnet waren, raubten die Urlauber aus. Bei dem Überfall wurde niemand verletzt. Als die Polizei am Tatort eintraf, waren die Senioren bereits zum Flughafen weitergefahren und konnten nicht mehr vernommen werden.

Kriminalitätsschwerpunkte in Südafrika sind große Städte und Townships, ansonsten sind Touristen eher selten Opfer. Dennoch kommen immer wieder Überfälle auf Urlauber vor. So wurden am 29. März zwölf Briten ebenfalls auf einer Straße ausgeraubt, am 26. Februar wurde ein Deutscher Opfer von Räubern, am 23. Februar ein Franzose. Am 22. Januar erlitt ein deutsches Paar bei einem Raubüberfall schwere Verletzungen.  

Sicherheitstipps. Eine bekannte Masche sind Überfälle auf dem Weg zwischen Flughafen und Hotel. Die Täter verfolgen die Fahrzeuge von Touristen und schlagen an geeigneten Stellen zu. Deshalb werden von Experten einige Sicherheitsmaßnahmen empfohlen, um es den Räubern nicht zu leicht zu machen.

Planung. Um sich nicht zu verfahren, empfiehlt es sich, die Fahrtroute im Voraus zu planen, so lässt sich auch vermeiden, Fremde nach dem Weg zu fragen. Türen und Fenster des Fahrzeugs sollten an problematischen Stellen verschlossen sein. Wertgegenstände wie Smartphones, Kameras und Gepäck sollten im Fahrzeug nicht sichtbar sein, am besten liegen sie im Kofferraum.

Notruf parat halten. Fachleute raten, an dunklen, schlecht beleuchteten Stellen keinesfalls anzuhalten. Auch an Ampeln und Kreuzungen ist Vorsicht geboten. Wichtig ist, sich über Risiken in einzelnen Regionen zu informieren. Die Nummer der Polizei sollte im Smartphone für den Notfall gespeichert sein, sie lautet im ganzen Land 10111. Sinnvoll ist es außerdem, die Nummer des Mietwagenunternehmens bei sich zu haben, falls das Fahrzeug liegen bleibt.

Allgemeine Hinweise. Ansonsten gilt das, was man in jeder Großstadt beachten sollte. Wertgegenstände wie etwa Schmuck, Kameras, Uhren, Smartphones sollte man nicht offen zeigen. Die Handtasche sollte immer geschlossen sein, das Portemonnaie nicht in der Gesäßtasche getragen werden. Große Geldsummen sollte man nie dabeihaben und Geld immer in der Bank oder im Hotel tauschen. Taxis sollten im Hotel bestellt werden.

THo

 

15. Mai 2018 – 18:05
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Überprüft eine Fluggesellschaft die Reisedokumente ihrer Passagiere vor dem Abflug nicht, kann sie unter Umständen für ein daraus resultierendes Bußgeld mithaften. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) im Fall eines Fluggastes aus Hannover. Dieser war im Jahr 2015 ohne das erforderliche Visum von Frankfurt nach Neu Delhi geflogen und dort an der Grenzkontrolle abgewiesen worden. Die indischen Behörden hatten Lufthansa daraufhin ein Bußgeld von 100.000 Rupien, umgerechnet damals etwa 1.415 Euro, auferlegt. Das Unternehmen verlangte das Geld vom Passagier zurück und bekam vor dem Amtsgericht und dem Landgericht Hannover Recht. (Az.: X ZR 79/17)

Dieses Urteil hob nun der unter anderem für Reiserecht zuständige X. Zivilsenat des BGH auf und verwies den Fall zurück. Ein Mitverschulden sei durch die Beförderungsbedingungen der Fluggesellschaft nicht ausgeschlossen. Diese sehen zwar allein den Fluggast in der Pflicht, das Vorhandensein der richtigen Dokumente zu überprüfen. Doch auch die Fluggesellschaft sei verpflichtet, keinen Passagier ohne das nötige Visum nach Indien zu befördern, so die Richter. Das Berufungsgericht müsse jetzt Feststellungen zu Art und Schwere der „wechselseitigen Ursachenbeiträge” treffen.

Das Landgericht hatte in seinem Urteil auf die Nebenpflicht aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen verwiesen, wonach Passagiere die Reise nur mit gültigen Einreisedokumenten antreten dürfen. Die Fluggesellschaft sei nicht verpflichtet, das zu überprüfen.

15. Mai 2018 – 17:26
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Bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen kündigte Airline-Chef Johan Lundgren an, dass Easyjet im Geschäft mit der Urlaubssparte Easyjet Holidays expandieren wolle. Dass er es mit der Offensive ernst meint, verdeutlicht eine Personalie. Garry Wilson, ein früherer Mitstreiter aus Lundgrens Zeit bei Tui, wird neuer Chef von Easyjet Holidays. Der bisherige Managing Director für Produkt und Einkauf bei der Tui Group soll sämtliche Geschäftsbeziehungen zu Hotels und anderen Lieferanten für die Urlaubsplattform verantworten.  Bisher habe Easyjet die Möglichkeiten im Feriengeschäft nicht konsequent genutzt, sagt Lundgren. Mit Europas größtem Flugstreckennetz von wichtigen Airports zu Urlaubszielen, einer guten Marke und Kostenvorteilen gegenüber den Mitbewerbern verfüge man über gute Voraussetzungen dafür. Damit sei man fähig, einen erheblichen Teil des Marktes abzugreifen.

Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres bis Ende März lief für Europas zweitgrößten Billigflieger nicht schlecht. Der Umsatz stieg um knapp 20 Prozent auf 2,2 Milliarden Pfund. Zugleich verringerte sich der im Winter übliche Vorsteuerverlust von zuvor 236 Millionen Pfund auf 68 Millionen. Auch die Buchungen für die zweite Jahreshälfte lägen deutlich über Vorjahr, so Lundgren. Für das gesamte Geschäftsjahr peilt Easyjet einen Vorsteuergewinn von 530 bis 580 Millionen Pfund an und damit einen Zuwachs von mindestens 30 Prozent zum Vorjahr.

15. Mai 2018 – 16:14
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Diese neuen Regeln gelten ab Mittwoch, 13. Juni 2018, für alle verfügbaren Flüge und betreffen Passagiere, die bei der irischen Airline keinen Sitzplatz reserviert haben. Bislang war der Online-Check-in ab vier Tage vor Abflug möglich. Damit wird der Druck auf Gruppen, Paare oder Familie erhöht, sich Sitzplätze kostenpflichtig zu reservieren, wenn sie im Flugzeug zusammensitzen wollen. Die andere Seite der Medaille ist ein Vorteil für Passagiere, die die Kosten für einen Sitzplatz nicht scheuen. „Dies gibt Kunden mit Sitzplatzreservierung mehr Zeit, um ihre bevorzugten Plätze vor Abflug auszuwählen“, sagt ein Ryanair-Sprecher auf Nachfrage. Zudem entspreche der neue Zeitrahmen immer noch dem Doppelten der Check-in-Zeit von 24 Stunden, die bei Aer Lingus, British Airways, der Lufthansa, Norwegian und Iberia gewährt werde, so Ryanair weiter. Bis 2016 hatten die Ryanair-Passagiere die Möglichkeit, eine Woche vor Abflug online einzuchecken. Seither galt die Vier-Tage-Regel.

TH