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13. Juni 2018 – 18:14
Was wird aus der guten, alten Touristeninformation?
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Touristeninformation Berlin-Brandenburg, Flughafen Schönefeld – Foto: Günter Wicker/Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Immer mehr Reisende planen ihren Trip über das Internet selbst und nehmen das Smartphone zur Hilfe, um sich direkt vor Ort über Sehenswürdigkeiten, aktuelle Veranstaltungen und Besonderheiten des Reisziels zu informieren. Nicht einmal einen Stadtplan benötigen sie noch, dank Google Maps und weiteren Tools. Urlauber wollen ihre Infos sofort und an Ort und Stelle. Da gibt es für die klassischen Aufgaben der Tourist-Information keinen Bedarf mehr.

Informationsmakler statt Stadtplanverteiler. Auf der anderen Seite gibt es weiterhin den Wunsch nach persönlicher Betreuung, wie es Airbnb mit seinen Quartierführern vorgemacht hat. Perfekt, um in die Welt der Einheimischen einzutauchen. Persönlicher kann man ein Reiseziel nicht kennenlernen. "Mitleben und Mitfühlen" ist das Motto der Zukunft, dem sich auch die Tourist-Infos anschließen müssen, meint deshalb die Agentur Kohl und Partner so, die in Hamburg beim "Destination Camp" über die Zukunft der Tourist-Info im nächsten Jahrzehnt diskutieren ließ. Dabei sei klar geworden, dass sich die Aufgaben der Tourist-Information grundlegend ändern, sagt Geschäftsführer Alexander Seiz. Zum einen werde sie mit der Tourismusmarketingorganisation des Reiseziels verschmelzen. Denn alle nützlichen Informationen des Reiseziels im Internet müssten zeitnah aktuell gehalten werden. Die klassische Beratung der Touristen vor Ort, die Auskunft und die Rolle als Verteiler von Stadtplänen verschwinden dafür.

Urlaubs-Coaches. Deutlich stärker müssten sich die Tourist-Infos künftig um die Weiterbildung und das Coaching von Vermietern, Anbietern von Aktivitäten und sogar Taxifahrern kümmern. Im Idealfall würden die Mitarbeiter der Tourist-Information sogar zum „Urlaubs-Coach“, meint Seiz. Sie organisieren die Bedürfnisse der Touristen nach individuellen Begegnungen mit Einheimischen oder bringen gleichgesinnte Gäste für eine Freizeitaktivität zusammen. So wird die Tourist-Info zur Inspirations- und Begegnungsstätte für Gäste und Einheimische. Sie ermöglicht das individuelle Eintauchen in Kultur, Leben, Alltag und Kulinarik des Reiseziels über den Kontakt mit Einheimischen, Originalen und Leistungsträgern.

THo

 

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