20. Dezember 2018 – 14:16
Was die Reise-vor9-Leser in diesem Jahr bewegte
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2018 war ein turbulentes Jahr. Reisebüros und Veranstalter wurden durch ein veritables Flugchaos durcheinandergeschüttelt. Trotz einer starken Nachfrage, die hierzulande insgesamt sogar den heißen Sommertemperaturen trotzte, brachten Flugplanänderungen, Flugausfälle und Verspätungen so manchen an die Grenze seiner Belastbarkeit, verursachten jede Menge zusätzliche Arbeit und drückten nicht zuletzt auch auf die Margen. Zugleich sorgten das neue Pauschalreiserecht und die Datenschutzgrundverordnung für jede Menge Verunsicherung, schüttelten die gewohnten Prozesse durcheinander und zeigten Reisebüros und Kunden, zusammen mit einigem Hickhack um die Etikettierung von Einzelleistungen, was ein Bürokratiemonstrum ist.

Dauerbrenner: PRR, Flugchaos, Lufthansa, Ryanair und Abmahnwelle

Klar, dass sich diese Themen als Dauerbrenner unter den meist geklickten Beiträgen auf Reise vor9 wiederfinden. Allein 15 Prozent aller Meldungen unter den Top 100 der am häufigsten aufgerufenen Meldungen beschäftigen sich mit den neuen rechtlichen Grundlagen und ihren Folgen. Weitere Dauerbrennerthemen, die regelmäßig für besonders zahlreiche Klicks sorgten, waren in diesem Jahr die Vertriebspolitik der Lufthansa, die Kapriolen rund um Ryanair und den Niki-Nachfolger Laudamotion sowie die Abmahnwelle, mit der die RS Reisen & Schlafen GmbH über ihre Anwälte hunderte von Reisebüros tracktierte.

Analyse zu Wallraff-Recherche auf Platz 1

Einsamer Spitzenreiter im Jahres-Ranking war allerdings eine Analyse rund um einen RTL-Fernsehbeitrag, in dem der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff die Ferienhotellerie rund ums Mittelmeer samt der Reiseleitung deutscher Veranstalter aufs Korn nimmt. Auch ein Beitrag über eine Schnäppchen-Kreuzfahrts-Reportage findet auf RTL findet sich unter den Top 10.

"Bunte" Themen zur Zerstreuung

Auf Platz 5 im Ranking findet sich die eigentlich triviale Nachricht, dass Azubis in der Touristik seit April mehr Geld erhalten, sofern ihre Vergütung tariflich geregelt ist. Neben weiteren Stories über die klassischen Aufreger, die viele Touristiker bewegen, wie etwa die Zukunft des Handelsvertreterstatus oder Nachrichten über Konzernumbauten, erregten es aber auch Geschichten zu kleineren, aber besonderen Geschäftsideen und bunte Themen die Aufmerksamkeit der Reiseprofis. Darunter findet sich etwa ein Beitrag über ein schwimmendes Feriendorf auf dem Brombachsee im fränkischen Seenland. Aber auch Expi Dennis, der im Sommer in der gleichnamigen RTL-Show um die Gunst der „Bachelorette“ buhlte, war vorne mit dabei.

Ägypten-Drama mit starkem Echo

Zu trauriger Prominenz brachte es schließlich die Geschichte um eine britisches Urlauberpaar, das in einer Hotelanlage im ägyptischen Hurghada unter nach wie vor nicht abschließend geklärten Umständen zu Tode kam. Nicht nur die britischen Medien begleiteten jede neue Wendung in dem Drama intensiv, auch hierzulande beschäftigte die Frage, welchen gesundheitlichen Risiken Urlauber in dem beliebten Ferienziel ausgesetzt sein können, Profis und Öffentlichkeit.

Und wie wohl überall, so kommt auch an dieser Stelle ein Jahresrückblick nicht ohne Horst Seehofer aus. Denn die Werbung des Autovermieters Sixt mit dem Beinahe-Rücktritt des Bundesinnenministers aus der CSU schaffte es im Gesamt-Jahresranking auf einen respektablen Platz 7.

Christian Schmicke

 

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