12. Oktober 2018 – 18:34
Warnungen beim Mallorca-Unwetter kamen zu spät

Bei der Flutkatastrophe auf Mallorca seien sowohl die Unwetterwarnungen als auch der Katastrophenalarm zu spät gekommen. Das hätten die Behörden inzwischen eingeräumt, berichtet das "Mallorca Magazin".

Demnach hatte der staatliche Wetterdienst Aemet zunächst nur die niedrigste Warnstufe Gelb ausgegeben. Um 18.53 Uhr sei diese dann auf Orange erhöht worden. Die Prognosen seien zu diesem Zeitpunkt von 40 Litern Regen pro Quadratmeter ausgegangen. Tatsächlich fielen jedoch mehr als 200 Liter. Die Warnstufe Rot sei erst viel später, nämlich um 22.01 Uhr, kurz vor dem Ende der heftigen Niederschläge ausgerufen worden.

"Wir können nicht behaupten, dass alles gut gelaufen ist. Die Gesellschaft verlangt, dass die Vorhersagen stimmen", zitiert das "Mallorca Magazin" die regionale Aemet-Chefin María José Guerrero ein. Dennoch habe das Team funktioniert und alle Änderungen der Warnstufe seien sofort per Telefon an den Zivilschutz weitergegeben worden, statt wie sonst üblich nur per E-Mail. Die Aemet haBehörde habe nun die Überprüfung ihrer Zahlenmodelle zugesagt, um in Zukunft genauere Prognosen liefern zu können.

Keine Einschränkungen in touristischen Zentren

In einer offizielle Bilanz erklärt Jaume Alzamora, Direktor der Agentur für touristische Strategie der Balearen, das betroffene Gebiet im Nordosten der Insel sei klein. Der Rest von Mallorca sei nicht von Regen oder Überschwemmungen heimgesucht worden. In den wichtigsten touristischen Gebieten herrsche "absolute Normalität". Hotels seien geöffnet, Infrastrukturen funktionierten – dies sei auch während der Starkregen auf die Insel der Fall gewesen. Es gebe „somit keinen Grund zur Beunruhigung“ – jeder könne "unbesorgt seinen geplanten Urlaub auf unserer schönen Insel fortsetzen und bedenkenlos antreten". Urlauber bat Alzamora um Solidarität mit der Urlaubsinsel: "Haben Sie keine Bedenken weiterhin nach Mallorca zu kommen, bereits getätigte Reservierungen können bedenkenlos wahrgenommen werden. Wir sind mehr als bereit, Sie herzlich willkommen zu heißen", so der Tourismuswerber.

 

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