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11. Juli 2018 – 15:17
Tuifly startet Direktflüge nach Luxor
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"Iberotel Crown Empress" – Foto. Tui

Seit dem Arabischen Frühling im Jahr 2011 liegt das Geschäft mit Nilkreuzfahrten in Ägypten brach. Lediglich ein paar Dutzend der rund 300 Nilschiffe, die einst zwischen Assuan und Luxor kreuzten, sind noch in Betrieb. Und während der Badetourismus am Roten Meer spätestens seit dem vergangenen Jahr wieder einen deutlichen Aufwärtstrend verzeichnet, blieb es in den und um die antiken Stätten entlang der Lebensader des Landes leer.

Nun aber, so scheint es, kann die Region, die in wirtschaftlicher Hinsicht stark vom Tourismus abhängt, langsam wieder auf Besucher hoffen. Um eine mögliche Nachfrage zu befriedigen, bedarf es vor allem zweier Voraussetzungen: Eine ausreichende Zahl von Schiffen muss fahren und in akzeptablem Zustand sein. Und: Luxor, Ausgangspunkt der meisten Nilkreuzfahrten, muss für Urlauber mit vertretbarem Aufwand erreichbar sein. An beidem haperte es in den vergangenen Jahren.

Wöchentliche Verbindung ab Frankfurt

Auch Tui, zwar längst nicht mehr in Ägypten, wohl aber im Gesamtmarkt hierzulande Marktführer, glaubt mittlerweile offenbar an ein Comeback. Der Konzern hat angekündigt, zum Winter eine Direktverbindung nach Luxor aufzunehmen. Vom 5. November an soll jeweils montags eine Maschine von Frankfurt an den Nil fliegen. Zugleich fahren dann an den Flugtagen zwei zusätzliche Schiffe für Tui ab, die "Steigenberger Legacy" mit 80 und die "Iberotel Crown Empress" mit 130 Kabinen. Beide sind im Fünf-Sterne-Segment angesiedelt. Auch Ägypten-Spezialist ETI hat sich kontingente auf den Tuifly-Maschinen gesichert. Jedenfalls bewirbt er die Tuifly-Verbindungen ab Frankfurt im Paket mit Nilkreuzfahrten auf den Schiffen der Reederei Grand Cruises.

Ägypten-Marktführer FTI, der im vergangenen Winter bereits versuchte, das Thema Flussreisen zu forcieren und Direktflüge nach Luxor aus Deutschland sowie Verbindungen von Hurghada nach Luxor anbot, setzt dagegen im nächsten Winter auf ein anderes Konzept. Er hat die Direktverbindungen gestrichen und offeriert vom kleinen Flughafen im Touristenort El Gouna aus täglich zwei Verbindungen in die Stadt am Nil. Dafür ließ FTI-Gesellschafter Samih Sawiris, dem El Gouna gehört, eigens die Start- und Landebahn des eigentlich gar nicht für touristischen Flugverkehr konzipierten Flugplatzes von El Gouna ausbauen und das Terminal, das laut FTI eher eine Lounge ist, mit den erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen ausstatten.

Christian Schmicke

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