28. November 2016 – 13:46
Tignes plant Indoor-Skipiste in 2.100 Metern Höhe
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Grafik: Ski Line

In dem französischen Skiort werden ernsthaft Pläne diskutiert, eine Skihalle zu bauen. Die Anlage, deren Investitionsvolumen mit 62 Millionen Euro angesetzt ist, soll in einer Höhe von 2.100 Metern gebaut werden und mittels einer 400 Meter langen, 50 Meter breiten künstlich beschneiten Piste ganzjährigen Skibetrieb ermöglichen. Neben der Indoor-Skipiste inklusive Sessellift, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten soll der Komplex auch ein Wellenbad erhalten, in dem Surfer ihre Fähigkeiten beweisen können. In der Nähe der Anlage entsteht zudem ein Club Med mit 1.050 Betten. Findet das Projekt den Segen der Behörden und genügend Investoren, dann soll die "Ski Line" bereits 2018 den Betrieb aufnehmen.

In Frankreich wird das Vorhaben äußerst kontrovers diskutiert und stößt vor allem bei Umweltorganisationen auf herbe Kritik. Die Pläne seien absurd und degradierten die majestätische Berglandschaft zu einer Art Disneyland, heißt es. "Haben wir es nötig, Dubai zu kopieren?" fragt der Vertreter einer Umweltinitiative in Anspielung auf die bestehende Skihalle in dem Wüstenstaat.

Unterdessen versichern die Befürworter des Projektes, die Halle werde sich perfekt in die Natur einfügen und mit Hilfe sauberer Energie aus Biomasse, Wasserkraft und Photovoltaik höchsten ökologischen Standards genügen. Sie sehen darin zudem eine Lösung für die Herausforderungen durch den Klimawandel. Denn die zum Skilauf nutzbare Fläche des 3.500 Meter hoch gelegenen Grand-Motte-Gletschers, auf dem heute der Sommerskilauf von Tignes betrieben wird, ist in den vergangenen Jahren um 30 Prozent geschrumpft. Und diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen.

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