11. Januar 2019 – 14:07
Sicherheitspersonal streikt am Dienstag auf sechs Flughäfen
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Foto: iStock/Pradeep Thomas Thundiyil

Die Mitarbeiter der Sicherheitsdienstleister an Airports wollen ihre Serie an Warnstreiks am Dienstag fortsetzen. Diesmal trifft es den größten deutschen Airport Frankfurt. Außerdem soll in Bremen, Dresden, Erfurt, Hannover und Leipzig gestreikt werden.

Als Grund für den erneuten Streikaufruf macht Verhandlungsführer Benjamin Roscher geltend, dass „der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) weder auf das starke Signal der Beschäftigten durch die Warnstreiks in Berlin-Tegel und Schönefeld am vergangen Montag noch auf die Warnstreiks in Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart am vergangenen Donnerstag mit einem verhandlungsfähigen Angebot reagiert“ habe. Die Arbeitgeber hätten nach den bisherigen Warnstreiks keine Bereitschaft gezeigt, verbessertes Angebot vorzulegen, so Roscher weiter.

Nur Umsteigen in Frankfurt funktioniert

Der Betreiber des Frankfurter, Fraport, rechnet angesichts des Streiks von 2 Uhr früh bis um 20 Uhr mit "erheblichen Beeinträchtigungen". Die Sicherheitskontrollen außerhalb des Transitbereichs seien dann nicht besetzt. Fluggäste, die ab Frankfurt reisen, hätten so während der gesamten Streikdauer keine Möglichkeit, ihren Flug zu erreichen. Passagiere, die während der Streikdauer von Frankfurt aus fliegen wollten, sollten von einer Anreise zum Flughafen absehen. Der Flughafenbetreiber geht davon aus, dass die Umsteigeprozesse im Transferbereich während der Streikdauer weitgehend stattfinden können. Allerdings werde es auch hier zu Beeinträchtigungen und Verzögerungen kommen.

Fraport kritisierte den geplanten Streik. "Angesichts der weiterhin laufenden Verhandlungen haben wir kein Verständnis für einen derart umfassenden Streik, der massive Auswirkungen auf Zehntausende Fluggäste haben wird. Wir appellieren an die Tarifpartner, gemeinsam eine einvernehmliche Lösung zu finden", so ein Sprecher.

 

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