12. Oktober 2018 – 13:47
Ryanair-Piloten drohen bei Staionsschließungen mit neuen Streiks

Die Erklärung des Ryanair-Managements, man werde an Standorten, die von den jüngsten Streiks betroffen waren, Stationen schließen und Flotten verkleinern, würden von Piloten und Kabinenpersonal "als Strafe für gesetzesgemäße Streiks wahrgenommen", heißt es in einer Erklärung der Pilotengewerkschaft Cockpit. Gerade in diesen Ländern könnten die Arbeitskämpfe weitergehen.

"Die Ankündigung der Stationsschließungen und Streckenkürzungen, die Ryanair-Chef Michael O’Leary nach den jüngsten Streiks des Kabinen- und Cockpitpersonals vom Stapel gelassen hatte seien eine "Kriegserlärung“ so die Vereinigung Cockpit wörtlich. Es "sollte nicht überraschen, wenn die Ryanair Piloten darauf bestehen, dass die Arbeitskampfmaßnahmen, inklusive Streiks, in diesen Ländern weitergehen", drohen die Arbeitnehmervertreter. Die Ryanair-Führung hatte sich vergangene Woche optimistisch gezeigt, dass weitere Streiks für den Rest dieses Jahres vom Tisch seien.

Die Präsidenten europäischer Pilotenverbände- und gewerkschaften, die sich letzte Woche in Wien trafen, hätten ihre Kampfbereitschaft unterstrichen, teilt Cockpit mit. "Dieser aggressive Schachzug des Ryanair Managements kommt zu der sowieso schon angespannten Beziehung mit den Arbeitnehmern und stagnierenden Verhandlungen in einigen Ländern dazu."

"Konfrontationskurs aufgeben"

"Solche Feindseligkeiten seitens des Managements werden von den Piloten und dem Kabinenpersonal nicht toleriert", sagt der Präsident der European Cockpit Association, Dirk Polloczek. Die Pilotengewerkschaften verlangen die sofortige Rücknahme der Stationsschließungen in Eindhoven und Bremen sowie der Verkleinerung der Station am Niederrhein. "Wir rufen das Ryanair Management dazu auf, ihren Konfrontationskurs und ihr konterproduktives Vorgehen aufzugeben. Es ist schwer vorstellbar, wie Ryanair ernsthaft erwarten kann, zu einer Einigung mit den Gewerkschaften zu kommen, wenn solche Drohungen in der Luft hängen."

"Falls Ryanair es ernst meint damit, bis Weihnachten Abkommen zu treffen, dann ist so ein Verhalten überhaupt nicht hilfreich“, so Martin Locher, Präsident der Vereinigung Cockpit. Die angekündigte Stationsschließung am 5. November werde "die Feuerprobe, um die wahren Absichten und den ehrlichen Willen etwas für ihre Angestellten zu tun, zu testen. Sei es in Deutschland, oder woanders".

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