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09. August 2018 – 14:08
Kurz erklärt: Die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes
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Auswärtiges Amt in Berlin – Foto. iStock

Die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts, auch „Deutschenliste“ genannt, ist eine Liste, in der sich jeder eintragen lassen kann, der einen Auslandsaufenthalt plant. Im Falle einer Krise, zum Beispiel einer drohenden Naturkatastrophe oder eine Epidemie, würde die Person dann von der Auslandsvertretung im Idealfall so rechtzeitig gewarnt, dass Maßnahmen zur Sicherheit getroffen werden können. Auch Evakuierungen aus Krisengebieten – so genannte Krisen-Reaktionsmaßnahmen, zum Beispiel nach einem Terroranschlag – gehören dazu.

Die Aufnahme in diese Liste erfolgt über ein mit Passwort geschütztes Online-Verfahren namens "Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland" (https://service.diplo.de/elefandextern), hier kann jeder seine Daten später wieder löschen.

Beobachtung rund um die Uhr

Das Krisenreaktionszentrum ist im Auswärtigen Amt in Berlin angesiedelt. Eine 24-Stunden-Bereitschaft wertet das Weltgeschehen aus, ob und in welchem Ausmaß Deutsche im Ausland gefährdet sind. Hier wird über Reisewarnungen, Ausreiseaufrufe oder Evakuierungen entschieden. Diese gelten für Urlauber, für Deutsche, die im Ausland leben oder arbeiten, für Botschaften, Konsulate, Airlines und Reiseveranstalter.

Registrierung maximal zehn Tage vor Reiseantritt

Das Auswärtige Amts rät allen Deutschen, insbesondere, wenn sie sich für längere Zeit im Ausland aufhalten, oder wenn sie zum Beispiel auf eigene Faust in ein gefährliches Land oder eine entlegene Region reisen, sich vor dem Aufenthalt zu registrieren. Reisende können das vor einem Kurzzeitaufenthalt maximal 10 Tage vor Beginn des Aufenthalts tun.

Für Deutsche, die sich länger im Ausland aufhalten, erfüllt die Krisenvorsorgeliste einen weiteren Zweck: Sie informiert per E-Mail über bevorstehende Wahlen oder bürokratische Änderungen.

Folgende Daten werden über ELEFAND abgefragt: Name, Vorname, Geburtsdatum, Pass- oder Ausweis-Nummer, E-Mail-Adresse, Reisezeit, diplomatische Vertretung am Aufenthaltsort und eine oder mehrere Kontaktmöglichkeiten.

Zu den Aufgaben des Auswärtigen Amtes gehören: Angehörige kontaktieren, Seelsorger rufen, Sanitäter und fliegende Lazarette ordern, Transall-Maschinen der Bundeswehr oder Charterflieger organisieren, nach verschollenen Deutschen suchen. Haben die Menschen niemanden über ihren Aufenthaltsort informiert, kann das die Rettung erschweren.

AF

 

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