06. Januar 2019 – 10:37
Konzernchef Fritz Joussen schmiedet aus Tui ein Digitalunternehmen
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"Reisebüros und Veranstalter müssen ihre Partnerschaft weiterentwickeln", sagt Tui-Chef Friedrich Joussen. Foto: Tui

„Deutschland hinkt bei der Digitalisierung insgesamt hinterher, auch im Tourismus“, sagt Tui-Chef Friedrich Joussen im Interview mit der „Rheinischen Post“. In Schweden, Norwegen oder Dänemark arbeite Tui bereits fast ausschließlich digital. „In Deutschland ist der Vertrieb durch die große Zahl vieler kleiner Reisebüros teurer.“ Der Wandel werde aber vor der Branche nicht Halt machen. „Also müssen auch Reisebüros und Veranstalter ihre Partnerschaft weiterentwickeln“, so der Konzernchef.

„Tui wird ein Digitalunternehmen“, gibt Joussen die Richtung vor. „Wir freuen uns natürlich, dass das Online-Buchen jedes Jahr um rund 20 Prozent wächst.“ Mehr als 1,4 Millionen deutsche Urlauber nutzten bereits das Infoportal Meine Tui oder die App für ihre Reisen. Dazu kämen demnächst rund 150.000 Angeboten Ausflügen, Bootsfahrten, Tauchexkursionen oder Fahrradtouren in 1.100 Städten der Plattform Musement, die Tui gekauft hat.

Mit Ausflügen und Wunschzimmern den Gewinn erhöhen

„Wir werden Musement in unsere Tui-App integrieren“, kündigt Joussen an. Schon heute verkaufe Tui über fünf Millionen Ausflüge am Urlaubsort. „Mit dem Ausbau von Musement können wir der führende volldigitalisierte Anbieter für Ausflüge und Aktivitäten weltweit werden“, schwärmt Joussen. „Wenn wir bei 21 Millionen Kunden mit Zusatzangeboten pro Kunde nur 20 Euro mehr Umsatz erwirtschaften, bietet das deutliches Wachstumspotenzial.“ Die Marge von 35 Prozent liege deutlich höher als im klassischen Touristik-Geschäft.

Das Wunschzimmer ist ein weiterer Baustein hin zum Digitalunternehmen. „Ein Drittel der Gäste in unseren zehn Pionierhotels bucht bereits ein Wunschzimmer.“ Dieser Service soll in wenigen Jahren auf fast alle Tui-Hotels ausgeweitet werden. „Der Kunde schätzt das und ist bereit, etwas für den Service zu zahlen“, sagt Joussen.

Das komplette Interview lesen Sie bei der Rheinischen Post.

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