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15. April 2018 – 10:22
Kommentar: War Lauda doch nur ein Strohmann von Ryanair?
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Foto: Privat

von Christian Schmicke

Was bleibt nach der geplanten Übernahme des Niki-Nachfolgers von der ursprünglich geplanten Ferienfluggesellschaft übrig? Wenn es beim aktuellen Stand der Dinge bleibt, nicht viel. Wer im Netz nach Laudamotion sucht, landet auf der Ryanair-Website. Die Tarifstruktur für die Flüge der Lauda-Airline ist ebenfalls die von Ryanair und auch die Preise selbst entsprechen der bekannten Ryanair-Logik, indem sie bei 19,99 Euro starten.

Eine Anfrage von Gloobi.de, wie Reisebüros Laudamotion-Flüge buchen und damit Geld verdienen können, blieb zunächst unbeantwortet; später versicherte man, dass an einer Lösung gearbeitet werde. Ryanair bietet weder externe Schnittstellen noch eine andere offizielle Möglichkeit der Paketierung von Flügen mit anderen Leistungen – außer über die Website Ryanair Holidays. Nach dem Bruch mit dem bisherigen Vertriebspartner Condor steht Laudamotion vorerst ohne B2B-Vertrieb da. Wenn das kein Provisorium, sondern das Ergebnis der verwirrenden Entwicklungen der vergangenen Wochen ist, gibt das den bereits kursierenden Spekulationen, Niki Lauda habe beim Kauf der Niki-Überreste lediglich die Rolle eines Strohmanns von Ryanair gespielt, neue Nahrung.

Denkbar ist unterdessen auch, dass Ryanair-Chef Michael O'Leary in Laudamotion ein Vehikel sieht, das es ihm ermöglicht, mit der Touristik auf Tuchfühlung zu gehen, ohne den Markenkern der auf chronischen Autismus gepolten Ryanair zu verwässern. Dafür allerdings müsste sich im Laudamotion-Vertrieb noch einiges tun.

 

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