04. Januar 2019 – 12:30
Deutscher Journalisten-Verband warnt vor Urlaub in der Türkei

Rückschlag für das Reiseland Türkei: Nach der erneuten Festnahme eines Deutschtürken hat der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) Journalisten und Blogger vor Reisen in die Türkei gewarnt. Das gelte auch für private Urlaubsreisen. Aktueller Anlass ist der Fall eines Deutschtürken, der zur Beerdigung seiner Mutter in die Türkei geflogen war und bei seiner Einreise in festgenommen wurde. Die türkischen Behörden werfen ihm staatsfeindliche Facebook-Beiträge vor. Mittlerweile ist er wieder frei, darf aber die Türkei nicht verlassen.

DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall appelliert deshalb an Journalisten, bei ihrer privaten Urlaubsplanung „besondere Sorgfalt“ walten zu lassen: „Die schönsten Wochen des Jahres sollte niemand im Polizeigewahrsam verbringen müssen. Ein preisgünstiger Urlaub in einem traumhaft schönen Land kann so zur bösen Falle werden.“ Vor der Buchung einer Türkei-Reise sollten Journalisten überprüfen, ob sie sich zu den politischen Entwicklungen in dem Land in ihren Berichten wie auch in den sozialen Medien geäußert hätten. Im Zweifel sollten sie sich für ein anderes Ziel entscheiden.

Das Auswärtige Amt warnt in seinem Reisehinweis zur Türkei: „Festnahmen und Strafverfolgungen deutscher Staatsangehöriger erfolgten mehrfach in Zusammenhang mit regierungskritischen Stellungnahmen in den sozialen Medien… Ausreichend ist im Einzelfall das Teilen oder ,Liken‘ eines fremden Beitrags entsprechenden Inhalts.“

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Zu den Datenschutzbestimmungen ... Zustimmen