05. Dezember 2018 – 16:40
Fly Egypt und Air Cairo dürfen nicht mehr nach Deutschland fliegen
flyegyptflughafen-stuttgart
Egypt-Airt-Maschine am Flughafen Stuttgart – Foto: Stuttgart Airport

Das deutsche Luftfahrt-Bundesamt hat den ägyptischen Fluggesellschaften aufgrund von Sicherheitsbedenken die Betriebsgenehmigung zur Durchführung von Flugverkehr von und nach Deutschland entzogen. Zu den genauen Gründen äußerte sich die Behörde auf Anfrage von Reise vor9 bislang nicht.

Für deutsche Reiseveranstalter ist das verhängte Flugverbot unangenehm, denn mehrere Anbieter hatten kontingente auf Deutschland-Routen der beiden Carrier gebucht. Nach Informationen des Portals "Airliners" flogen Fly Egypt und Air Cairo zuletzt von elf deutschen Flughäfen ein- oder mehrmals wöchentlich nach Hurghada und Sharm El Sheikh. Fly Egypt ist insgesamt mit fünf und Air Cairo mit acht Mittelstreckenmaschinen unterwegs.

Veranstalter buchen Gäste um

Von Tui heißt es auf Anfrage, der Veranstalter habe auf der Fly Egypt "nur ein geringes Kontingent an Sitzplätzen". Man habe sofort reagiert und damit begonnen, die betroffenen Kunden auf andere Flüge umzubuchen. Bei Air Cairo habe Tui kein Kontingent eingekauft. DER Touristik hat nach eigener Aussage Gäste auf den Maschinen beider Airlines und bucht derzeit alle Kunden auf Alternativflüge um. Von Thomas Cook heißt es, der Konzern habe keine eigenen Kontingente bei den beiden Airlines, sondern beziehe einzelne Kontingente indirekt über Vertragspartner. Alle Gäste von Thomas Cook, die auf einem Air Cairo oder Fly Egypt-Flug von und nach Deutschland vorgesehen gewesen seien, würden umgebucht und informiert.

Auch Alltours hat nach Angaben eines Sprechers keine eigenen Kontingente bei den beiden Fluggesellschaften. Eine geringe Zahl an Gästen sei auf Vollchartermaschinen eines anderen Reiseveranstalters gebucht; ihnen seien bereits Ersatzflüge mit weitestgehend identischen Flugdaten angeboten worden. Ägypten-Marktführer FTI erklärt, man prüfe derzeit die rechtlichen Hintergründe des vorläufigen Entzugs der Betriebsgenehmigung von Fly Egypt. Betroffene Kunden würden "aktiv über eventuelle Änderungen von Flugzeiten informiert" und FTI organisiere in jedem Fall Ersatzbeförderungen. Dafür stünden während der Wintersaison ausreichend alternative Kapazitäten zur Verfügung.

Christian Schmicke

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