09. Oktober 2018 – 13:21
Alltours-Chef macht Hoteliers und Touristensteuer Spanien-Minus verantwortlich
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Willi Verhuven – Foto: obs/alltours flugreisen gmbh

Nach deutlichen Preiserhöhungen auf den Balearen und Kanaren sei die Hotellerie gegenüber der Konkurrenz aus der Türkei und Ägypten nicht mehr konkurrenzfähig gewesen, sagt der Alltours-Chef, der übrigens selbst mit 30 Allsun-Hotels auf Mallorca und deen Kanaren zu den Schwergewichten in der spanischen Ferienhotellerie zählt. Am Rückgang für das wichtigste Zielgebiet des Veranstalters um sieben Prozent auf 875.000 Buchungen seien zudem die Touristensteuer und Engpässe im Flugbereich schuld. Für das nächste Jahr sei bei den Preisen aber wieder Besserung in Sicht.

Sein wichtigstes Zielgebiet hat Willi Verhuven im auslaufenden Geschäftsjahr wenig Freude bereitet. Nach 940.000 Buchungen im Vorjahr waren es diesmal mit 875.000 deutliche sieben Prozent weniger. Verantwortlich dafür seien vor allem die „deutlichen Preiserhöhungen der Hoteliers auf den Balearen und Kanaren“, so der Alltours-Inhaber. Dadurch seien sie im zurückliegenden Sommer gegenüber der wieder erstarkten Konkurrenz aus der Türkei und Ägypten „nicht mehr konkurrenzfähig“ gewesen. Hinzu komme die seit zwei Jahren erhobene Touristensteuer auf Mallorca, die das Preisniveau nach oben treibe, glaubt Verhuven. Und last but not least liege ein weiterer Grund für den Gästeschwund in Spanien in der Entwicklung im Flugbereich. Nach der Pleite von Airberlin und Niki hätten Flugengpässe im zurückliegenden Winter zu einem Rückgang auf den Kanaren geführt.

Trotz der rückläufigen Nachfrage für Spanien präsentiert sich die Gesamtbilanz des Düsseldorfer Veranstalters, bei dem Firmengründer Verhuven jüngst seinen Nachfolger Markus Daldrup entmachtete und die Führung wieder selbst übernahm, insgesamt positiv. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent auf 1,47 Milliarden Euro und die Gästezahl um vier Prozent auf 1,73 Millionen. Verantwortlich sind dafür laut Verhuven vor allem zweistellige Zuwächse in der Türkei und Griechenland. Im nächsten Geschäftsjahr soll Alltours den Wachstumskurs fortsetzen und 5,6 Prozent mehr Umsatz sowie ein Gästeplus von 3,2 Prozent erreichen. Dann werde es auch in Spanien wieder besser laufen, glaubt der Alltours-Chef. Denn die dortigen Hoteliers hätten ihre Preise nach den Erfahrungen dieses Jahres wieder gesenkt.

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