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24. Juli 2018 – 15:28
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Während Ryanair am Beginn der umfangreichsten Arbeitsniederlegungen in der Unternehmensgeschichte steht und für diese Woche 600 Flüge gestrichen hat, zeigen die Beispiele anderer Airlines, dass auch hausgemachte Fehler zu den Problemen im Flugbereich beitragen. Besonders hart traf es am vergangenen Wochenende Passagiere von Tuifly. Der Ferienflieger musste am Samstag Verbindungen von Düsseldorf nach Teneriffa und Mallorca streichen. Am Flughafen Hannover trafen Maschinen aus Patras und Palma de Mallorca mit 20-stündiger Verspätung ein. Und auch in Frankfurt startete ein Mallorca-Flug einen Tag zu spät.

Die Pannenserie war nach Informationen des Flugportals "Aerotelegraph" darauf zurückzuführen, dass drei Flugzeuge der Tui-Airline aus technischen Gründen nicht startbereit waren. Ersatzmaschinen, die in solchen Fällen normalerweise zum Einsatz kommen, standen nicht zur Verfügung, weil nach Angaben eines Tui-Sprechers "im Moment alles fliegt, was möglich ist".

Bis zu 70 Stunden gewartet

Auch die deutsche Chartertochter der litauischen Small Planet Airlines kommt nicht aus den Schlagzeilen. In Hamburg und Basel fielen geplante Flüge nach Kreta aus, in Basel saßen Urlauber zum Teil noch zwei Tage nachdem eigentlichen Starttermin fest. Den Vogel schoss die Airline bei geplanten Verbindungen von Hannover nach Agadir und von dort nach Leißzig ab. Weil die Triebwerksschaufeln eines Flugzeugs ausgetauscht werden mussten, warteten Passagiere bis zu 70 Stunden auf ihren Flug. Auf Social-Media-Plattformen spekulierten Reisebüros, die Kunden auf der Maschine gebucht hatten, bereits darüber, ob die Airline pleite sei.

Vieles deutet darauf hin, dass sich das Drama der vergangenen Wochen zunächst einmal nahtlos fortsetzt. In jüngster Zeit hatte vor allem die Lufthansa-Tochter Eurowings im Kreuzfeuer der Kritik gestanden. Der Branchenvorband DRV hatte Vertreter der Chefetage vorgeladen, um über Lösungen für die „unhaltbaren Zustände“ zu sprechen, ein weiteres Gespräch mit Lösungsvorschlägen der Airline soll nach Angaben des Verbandes folgen. Und Reisebüros hatten angekündigt Eurowings jede Buchungsänderung in Rechnung zu stellen. Eurowings-Chef Thorsten Dirks hatte im Verlauf der Debatte eingeräumt, dass neben Wetterkapriolen und Fluglotsenstreiks auch das Fehlen von Ersatzmaschinen im Fall technischer Probleme für die Flut an Flugplanänderungen, Verspätungen und Ausfällen mitverantwortlich ist.

Christian Schmicke

24. Juli 2018 – 13:50

Wenn die Wirtschaft wächst, wird mehr gereist – sowohl geschäftlich als auch privat. Und das treibt die Preise nach oben. Diese ökonomische Gesetzmäßigkeit gilt auch für die Reisebranche. Laut dem jährlich vom Geschäftsreiseverband GBTA und dem Dienstleister Carlson Wagonlit Travel veröffentlichten Global Travel Forecast sorgen der zu erwartende weltweite Wirtschaftsaufschwung und die Inflation dafür, dass global die Hotelpreise um 3,7 Prozent und die Flugpreise um 2,6 Prozent steigen werden. Speziell beim Flugverkehr sei wegen der steigende Ölpreise, einer Wettbewerbsverschärfung durch einen Mangel an Piloten, möglichen Handelskriegen und einer Zunahme der Preissegmentierung mit höheren Preisen zu rechnen.

Flugpreisprognosen

In Westeuropa sagen die Experten einen Flugpreisanstieg von 4,8 Prozent voraus. In Deutschland fällt die Teuerung mit 7,3 Prozent besonders deutlich aus und wird nur noch von der in Norwegen (11,5%) übertroffen. Im Gegensatz hierzu werden Flüge in Osteuropa, Nahost und Afrika zwischen zwei und 2,3 Prozent günstiger.

In Nordamerika ist ein leichter Preisanstieg von 1,8 Prozent zu erwarten. Die Fluggesellschaften in den USA überarbeiten ihr Angebot, um besser auf die Nachfrage am Markt reagieren zu können – je nachdem, wie sich die Handelsbeziehungen zwischen den USA und anderen Ländern entwickeln werden. Die Preise für Flüge in Lateinamerika werden kommendes Jahr insgesamt wohl um zwei Prozent fallen. Dagegen wird der Preisanstieg in Chile mit 7,5 Prozent sehr deutlich ausfallen.

In der Region Asien-Pazifik sagt der Forecast einen Preisanstieg von 3,2 Prozent voraus. Dabei bleibt die Nachfrage in China hoch, die Flugpreise ziehen um 3,9 Prozent an. Das Land wird im Jahr 2020 den größten Reisemarkt stellen. Das einzige Land der Region, in dem die Preise fallen werden, ist Japan mit einem Minus von 3,9 Prozent, weil weil es seine Kapazitäten für die Olympischen Spiele 2020 bereits ausgeweitet hat.

Hotelpreisprognosen

In der Region Westeuropa ist mit einer Preissteigerung von 5,6 Prozent für Übernachtungen zu rechnen. Am stärksten betroffen ist Norwegen (11,8%), gefolgt von Spanien (8,5%). Deutschland und Frankreich liegen mit einem Plus von 6,8 Prozent an vierter Stelle hinter Finnland (7,3%). Die Preise in Osteuropa und Nahost/Afrika fallen hingegen um 1,9 Prozent und 1,5 Prozent. Die Hotelpreise in Nordamerika werden laut der Prognose weiter steigen –  um fünf Prozent in Kanada und 2,7 Prozent in den USA. Die Region Asien-Pazifik wird eine Preissteigerung von 5,1 Prozent erleben. Dabei gibt es große Unterschiede: während in Japan die Preise voraussichtlich um 3,2 Prozent fallen, wird in Neuseeland voraussichtlich ein deutlicher Anstieg von 11,8 Prozent vorhergesagt. In Lateinamerika sagt die Prognose fallende Preise von 1,3 Prozent voraus, angeführt von Argentinien (-3,5%) und Brasilien (-1,9%). Mit höheren Übernachtungskosten muss vor allem in Chile (6,4%) und Peru (2,1%) gerechnet werden.

24. Juli 2018 – 13:23
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Sören Hartmann hat seine Karriere im Reisebüro begonnen, heute ist er CEO der DER Touristik Group und Chef von 10.000 Mitarbeitern in 40 Ländern. Im Exklusivinterview mit Reise vor9 Magazin verrät Hartmann, wie er die Zukunft des Reisevertriebs sieht. Ein Auszug:

Wie wird sich die Vertriebslandschaft verändern?

Heute ist Deutschland noch ein starrer Markt, weil wir den Handelsvertreterstatus haben und alle Reisebüros immer genau dasselbe im Regal haben wie die Portale. Das ist auf der einen Seite eine Absicherung, auf der anderen Seite total unsexy. Ich will mich ja unterscheiden und in meinem stationären Reisebüro vielleicht Dinge anbieten, die es online nicht gibt, zum Beispiel komplexe Spezialreisen. Dazu muss ich den Mut haben, auch mal Dinge anders zu produzieren und nicht nur die von der Stange zu verkaufen. Und ich muss den Mut haben, für meine Arbeit Geld zu nehmen. Ich mache ja schließlich einen guten Job.

Ist der Handelsvertreterstatus ein Auslaufmodell?

Den Status gibt es nur in Deutschland und in Österreich. Im europäischen Umfeld wird sich der Handelsvertreterstatus irgendwann auflösen. Ich will das nicht herbeireden, aber es wird vermutlich kommen. Spätestens dann muss ich als Reisebüro in der Lage sein, anders zu sein als online und dem Kunden sagen: Meine Leistung ist nicht nur die Reise, die du buchst, sondern auch die Beratung. Das sehen wir ja in anderen Ländern. Gute Beratung führt dazu, dass die Leute gerne 100 Euro dafür bezahlen. Allerdings sind die Mitarbeiter dort anders ausgebildet, und sie verdienen auch mehr als in Deutschland.

In welchen Ländern nehmen Sie Geld für Beratung?

In der Schweiz, in Frankreich, in England. Dort müssen Sie zum Teil in unseren Büros Termine machen und häufig ist für den Kunden schon etwas zusammengestellt. In der Schweiz etwa erteilen unsere Reisebüromitarbeiter gerne kostenlos erste Auskünfte. Danach informieren, dass für die weitere Beratung eine Gebühr erhoben wird. Folgt eine Buchung, wird eine Buchungsgebühr statt einer Beratungsgebühr erhoben. Die Kunden akzeptieren die längst etablierten Honorare, weil ihnen die ganzheitliche Beratung das Geld wert ist.

Wird das bei Buchung mit dem Reisepreis verrechnet?

Nicht immer, manchmal kommt es auch oben drauf. Es geht darum zu sagen: Meine Leistung ist die Beratung, die ist gut und die kostet Geld. Wir sind in Deutschland einfach noch nicht mutig genug. Aber irgendwann müssen wir das machen. Das ist auch eine Frage der Haltung: Wie viel ist meine Arbeit wert.

Das komplette Interview mit DER-Touristik-Chef Sören Hartmann lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Reise vor9 Magazins. Wussten Sie schon, dass jedes Reisebüro ein Abonnement kostenlos erhält? Wenn Ihre Agentur noch nicht im Verteiler ist, einfach eine E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

24. Juli 2018 – 13:17
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Eigentlich war die Taufe erst für März geplant. Aber die Schiffsbauer in der Meyer Werft in Turku waren offenbar schneller als gedacht. Denn nun findet die Zeremonie bereits am 9. Februar in Lissabon statt und auch die ersten Reisen mit dem Neuzugang starten früher. So beginnt die Taufreise am 3. Februar in Bremerhaven und endet am 15. Februar in Las Palmas auf Gran Canaria. Pakete dafür sollen in Kürze buchbar sein. Ebenfalls neu im Programm und demnächst buchbar sind fünf im Anschluss startende, jeweils siebentägige Fahrten von und nach Gran Canaria. Ende März fährt die neue "Mein Schiff 2" dann nach Palma de Mallorca. Von dort aus fährt sie den gesamten Sommer über auf verschiedenen Routen durchs westliche Mittelmeer. 

Die neue "Mein Schiff 2“ ist, ebenso wie die dieses Jahr in Dienst gestellte "Mein Schiff 1“, rund 20 Meter länger als die vorherigen Neubauten und bietet größere Auswahl an Kabinen, Suiten und Gastronomie. Beide Schiffe haben bei Doppelbelegung Platz für bis zu 2.894 Gäste.

 

24. Juli 2018 – 12:05

In den meisten Flugzeugen wird es immer enger, Sitzabstände schrumpfen und auch die Breite wird häufig schmaler. Dicke haben es da nicht leicht. Für sie und alle, die sich mit Platz an Bord verwöhnen möchten, können Reisebüros mit Amadeus Air einen zweiten Sitz hinzubuchen. Und so geht’s:

Nachdem Sie zwei Plätze eingebucht haben, kennzeichnen Sie den zusätzlichen Sitzplatz (EXST = Extra Seat) wie folgt im Namenselement des Reisenden:

Amadeus zusätzlicher Sitzplatz Zusatz 1

Mit einem SSR-Element (Special Service Request) muss die Airline mit der folgenden Eingabe über den Grund für den Extra Seat informiert werden:

Amadeus zusätzlicher Sitzplatz Zusatz 2

Nachdem Sie die Preisberechnung durchgeführt haben, rufen Sie sich mit der Eingabe >TQT die Tarifberechnung (TST) auf, die sich in einem separaten Fenster öffnet. Unser Beispiel zeigt die Eingaben in der grafischen Tarifberechnung TST:

Amadeus zusätzlicher Sitzplatz

1. Im Feld Tarifberechnung ergänzen Sie die Aufschläge für den Extra Seat, indem Sie diese als Q Surcharge direkt im Anschluss an die Segmente eingeben. In unserem Beispiel jeweils in der Höhe des Flugpreises, das heißt, für den Hinflug Q61.79 und für den Rückflug Q85.27. Passen Sie dann den Gesamtbetrag in der Tarifberechnung entsprechend an, in unserem Beispiel 294.12.

2. Ergänzen Sie für die Tarifbasis in den Feldern TKT-Desig. (TKT Designator = Ermäßigungskennung) jeweils die Eingabe EX.

3. Passen Sie den Betrag im Feld Basistarif entsprechend an, in unserem Beispiel: 238.00.

Diesen Praxistipp hat Amadeus Germany für die Leser von Reisevor9.de bereitgestellt.

23. Juli 2018 – 17:30
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Das erklärte Airline-Chef Michael O’Leary im Zuge der Bekanntgabe der Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres bei Ryanair. Laudamotion-Chef Niki Lauda hatte Ende März noch von einem erwarteten Verlust in Höhe von 50 Millionen Euro für das Startjahr gesprochen. Die Geschäftsentwicklung an der Beteiligung, die die irische Fluglinie demnächst auf 75 Prozent aufstocken will, sei von Preisen beeinträchtigt, die für die laufende Sommersaison niedriger als erwartet lägen, sagte O'Leary nun. Außerdem hätten die späte Veröffentlichung der Flugpläne und die Weigerung von Lufthansa, Laudamotion wie vereinbart 14 Flugzeuge zur Verfügung zu stellen, für geringere Einkünfte gesorgt. Auch die gestiegenen Kerosinpreise ließen die Kosten steigen. Vor diesem Hintergrund erwarte man im "ersten, schwierigen Jahr" des Bestehens einen Verlust von 150 Millionen Euro. Im dritten Jahr werde Laudamotion schwarze Zahlen erwirtschaften, bleibt O’Leary trotz des holprigen Starts der österreichischen Beteiligung zuversichtlich.

Ryanair selbst verbuchte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 319 Millionen Euro Gewinn, rund 20 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. 

 

23. Juli 2018 – 16:55
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Rund 300 Geschädigte der Fake-Fluggesellschaft Germany Airlines, die auch unter Germani Airlines firmierte, haben sich nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Duisburg mittlerweile gemeldet. Der vermeintliche Carrier hatte von mehreren Flughäfen in Deutschland und der Schweiz aus günstige Flüge in die Hauptstadt des Kosovo, Prishtina, angeboten, die es gar nicht gab.

Nach Informationen der "Rheinischen Post" ermittelt die Staatsanwaltschaft in der Angelegenheit gegen zwölf Beschuldigte wegen gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Betrugs. Im Fall der Verurteilung müssen sie mit Strafen bis zu zehn Jahren Haft rechnen. Drei der früheren Geschäftsführer der Gesellschaft seien zwischenzeitlich in Untersuchungshaft gewesen, aber bereits wieder auf freiem Fuß. Laut "Rheinischer Post" sollen sie sich "umfangreich geständig" gezeigt haben.

Die schweizerische private Verbraucherschutzorganisation "Reklamationszentrale" warnt unterdessen vor weiteren Websites, die nach demselben Muster arbeiteten. Darunter seien die Seite einer angeblichen Fluggesellschaft, die sich Adria Fly nennt, adriafly.eu, und die Seite von Aeroprishtina, aeroprishtina.de. Nach jüngsten Erkenntnissen sollen die Betrüger zunächst noch echte Tickets verkauft haben. Bis Anfang des Jahres 2017 seien einige Kunden der Germani Airlines tatsächlich mit Maschinen der bulgarischen Elektra Airline nach Prishtina befördert worden. Andere hätten Plätze in Chartermaschinen erhalten, doch habe dies wohl im wesentlichen zum "Anfüttern" der Kunden gedient. Später seien ausschließlich Tickets ohne Gegenleistung verkauft worden.

23. Juli 2018 – 16:22
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Aldiana muss die Eröffnung des Clubs in Cabarete in der Dominikanischen Republik, die eigentlich für Oktober geplant war, auf unbestimmte Zeit verschieben. Man könne "eine eventuelle Beeinträchtigung der Urlaubsfreuden in der aktuellen Situation vor Ort nicht ausschließen", heißt es zur Begründung. "Unvorhergesehene Verzögerungen" beim Bau der Anlage hätten dazu geführt, dass "die von Aldiana zu erwartende Qualität in diesem Jahr nicht erreicht werden kann". Deshalb müsse man den Start "bis auf weiteres" verschieben. Gäste, die den Club bereits gebucht haben, erhalten ihre Anzahlung zurück. Zudem lockt der Clubanbieter sie mit 50 Prozent Ermäßigung auf die Hotelübernachtung, wenn sie einen anderen Aldiana im Sommer 2019 oder im darauffolgenden Winter buchen. Dies gelte nicht für bereits vollzogene Buchungen für die genannten Zeiträume, sondern ausschließlich für Neubuchungen, erklärt das Unternehmen in einer Mitteilung an den Vertrieb.

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Foto: Aldiana

Ursprünglich sollte der Club an der Nordküste der Dominikanischen Republik bereits im Mai eröffnet werden. Im Dezember vergangenen Jahres wurden die Planungen dann geändert. Damals hieß es, die Verschiebung sei wegen umfassender Renovierungsarbeiten erforderlich. Mit dem Club in Cabarete will die Thomas-Cook-Beteiligung, die 1973 mit ihrer ersten Anlage im Senegal startete, auf die Fernstrecke zurückkehren und die Zahl der Anlagen, die ganzjährig betrieben werden können, steigern.

23. Juli 2018 – 13:44
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Die Reisebürokette legt ein deutschlandweites Quereinsteiger-Programm im Bereich Business Travel auf. Vom 1. November an bietet die Vertriebsorganisation in zunächst 15 Büros in Deutschland jeweils einen Arbeitsplatz für einen Quereinsteiger an.  In einem dreimonatigen Intensivlehrgang sollen die angehenden Geschäftsreiseprofis im Büro und in zentralen Trainings- und Coaching-Einheiten Grundwissen im Geschäftsreise- und Mice-Bereich sammeln, einen Iata-Grundkurs absolvieren und sich in das Front- und Midoffice-System Midoco sowie die Funktionen von Amadeus einarbeiten.

Als Kandidaten für das Projekt hat Derpart-Geschäftsführer Andreas Neumann Jobrückkehrer, beispielsweise nach der Elternzeit, aber auch Bürokaufleute, Call-Center Mitarbeiter, IT Service-Desk Mitarbeiter und auch Bankangestellte im Auge. Günstige Voraussetzungen, um nach einem zweistufigen Auswahlverfahren den Einstieg ins Geschäftsreisesegment zu schaffen, seien etwa eine hohe Affinität zu IT-Systemen, Genauigkeit und Zuverlässigkeit, Freude am Kundenkontakt, freundliches Auftreten und Organisationstalent, ergänzt Mit-Geschäftsführer Aquilin Schömig. Die Bewerber sollen im Rahmen eines Castings im August und September ausgewählt werden.

23. Juli 2018 – 12:26
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Die European Technology & Travel Services Association (ETTSA) hatte Ende Mai von der EU-Kommission für ihre Klage gegen die GDS-Gebühr der Lufthansa-Gruppe eine Abfuhr erteilt bekommen. Zuvor hatte sich die Kommission rund drei Jahre Zeit damit gelassen, zu prüfen, ob die Gebühr gegen den Code of Conduct, also den EU-Verhaltenskodex zu Computerreservierungssystemen, verstößt. Nun hat die ETTSA bei der "Europäischen Ombudsfrau" Emily O’Reilly offiziell Beschwerde gegen die Entscheidung der EU-Kommission eingelegt. Aufgabe der Bürgerbeauftragten ist es, Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen bei Problemen mit Verwaltungseinrichtungen der EU zu unterstützen.

Keine Entscheidung über Rechtmäßigkeit

In einer Mitteilung stützt sich die ETTSA darauf, dass die Kommission keineswegs festgestellt habe, dass die 2015 eingeführte GDS-Gebühr der Lufthansa, der später weitere vergleichbare Gebühren der British-Airways- und Iberia-Mutter IAG sowie von Air France-KLM folgten, rechtskonform sei. Sie hatte sich vielmehr auf den Standpunkt zurückgezogen, dass der Verhaltenskodex ohnehin nicht mehr die Realität abbilde und vermutlich überarbeitet werden müsse.

Das, so die ETTSA, sei nach mehr als 30-monatiger Prüfung zu wenig. Die Kommission könne sich nicht auf mögliche künftige Änderungen des bestehenden Codes of Conduct stützen, ohne das Verhalten von Lufthansa auf seine Übereinstimmung mit dem aktuellen EU-Recht zu überprüfen. Das Vorgehen der EU-Kommission sei besorgniserregend, so der IT-Verband. Sie lasse Lufthansa damit unfaire Praktiken durchgehen, die der Schwächung unabhängiger und neutraler Vertriebskanäle dienen solle. Das sei schlecht für die Industrie, den Wettbewerb und den allgemeinen Respekt gegenüber dem EU-Recht.

Christian Schmicke

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