Banner Reise vor Neun neu

30. Juli 2018 – 14:36

Taxifahrer in Madrid haben sich mit ihren Kollegen in Barcelona solidarisch erklärt, die seit ein paar Tagen aus Protest die Arbeit niedergelegt hatten und unbefristet streiken wollen. Auch Taxifahrer aus anderen Teilen des Landes, etwa aus Sevilla und dem Baskenland, kündigten an, sich an Protestaktionen in Barcelona beteiligen zu wollen.

In den vergangenen Tagen versperrten Taxifahrer in der katalanischen Metropole mehrmals die Zufahrten zum Flughafen El Prat, zum Teil wurden Barrikaden aus brennenden Autoreifen errichtet. Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligten sich allein am Sonntag 4.000 Taxis an der Aktion. Vereinzelt soll es zu Übergriffen auf Autos der Konkurrenten Uber und Cabify gekommen sein, gegen die sich die Streiks richten.

Am Dienstag Streik auf Mallorca

Auch aus Valencia, Alicante und Zaragoza berichten spanische Medien von Streikaktivitäten. Am Dienstag wollen sich zudem die Taxifahrer auf Mallorca dem Streik anschließen. Nach Einschätzung spanischer Medien dürfte der Ausstand dann nicht nur wie bereits am Samstag vereinzelt in Palmas Innenstadt, sondern auch am Flughafen sowie in anderen Orten der Insel stattfinden.

Hintergrund des Streiks ist eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Kataloniens, nach der Fahrdienst-Firmen wie Uber oder Cabify in Barcelona ohne Einschränkung ihre Dienste anbieten dürfen. Die Taxifahrer fürchten um ihre Existenz und fordern die spanische Regierung auf, weniger Lizenzen an Fahrer der Konkurrenzdienste zu vergeben. Sollten sie damit kein Gehör finden, haben sie bereits angedroht, ihre Aktionen zu verschärfen und die französisch-spanische Grenze zu blockieren.

Ein Schlichtungsangebot der Regierung, das die Einhaltung der Regel gewährleisten soll, nach der auf 30 reguläre Taxis nur ein anderer Fahrdienstanbieter kommen darf, lehnten die Taxifahrer am Montagabend ab.

30. Juli 2018 – 14:16

Jahrestage mit Protestpotential: 

Indien, 15. August: Unabhängigkeitstag. In allen großen Städten sind strenge Sicherheitsvorkehrungen zu erwarten; insbesondere betroffen ist die Hauptstadt Neu-Delhi.

Indonesien, 17. August: Unabhängigkeitstag und nationaler Feiertag. Hauptort der offiziellen Zeremonien ist die Hauptstadt Jakarta. Hier ist mit Protesten und Demonstrationen zu rechnen.

Frankreich, 13. bis 24. August:  Religiöse Pilgerfahrten in Lourdes. Bis einschließlich 24. August ist mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen und Behinderungen in und um das Stadtgebiet von Lourdes zu rechnen, insbesondere in der Nähe des katholischen Heiligtums der Muttergottes von Lourdes.

Muslimische Länder, 21. bis 25. August: Eid al-Adha – Islamisches Opferfest – einer der höchsten Feiertage in der muslimischen Welt. Reisebehinderungen durch öffentliche Versammlungen und Feste sind zu erwarten.

Änderungen der Travel Risk-Map:

Kenia: Das Risiko-Rating für Mombasa (Mombasa County) wurde von hoch auf mittel gesenkt, um einen lang anhaltenden Abwärtstrend der militanten Aktivitäten in der Stadt und der Reduzierung der Häufigkeit von sozialen Unruhen zu reflektieren. Mombasa war in der Vergangenheit ein Brennpunkt für religiös motivierte Unruhen, einschließlich sporadischer, einfacher Angriffe auf Zivilisten. Während eine latente Bedrohung fortbesteht, haben militante Angriffe in den letzten Jahren deutlich abgenommen. In ähnlicher Weise sind die meisten Proteste ohne nennenswerte Störungen oder Gewalttätigkeiten verlaufen. Reisen nach Mombasa können mit den üblichen Sicherheitsvorkehrungen fortgesetzt werden.

Libanon: Die Reiserisikoeinstufung für Tripolis und den größten Teil des Bekaa-Tals wurde von HIGH auf MEDIUM gesenkt, nachdem das Sicherheitsumfeld überprüft wurde. Aufgrund der Reduzierung von Protesten, Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Gruppen, militanten Angriffen und Gewaltausbrüchen aus Syrien ist eine Reise in diese Gebiete mit den üblichen Vorsichtsmaßnahmen möglich. Das Gouvernement Baalbek-Hermel sowie Gebiete innerhalb von fünf Meilen (8 km) von der syrischen und israelischen Grenze werden weiterhin als hoch eingestuft. Nicht unbedingt notwendige Reisen dorthin sollten verschoben werden.

Die Angaben über bevorstehende Ereignisse in der Welt stammen vom Geschäftsreisedienstleister International SOS und werden einmal monatlich exklusiv für Reisevor9.de zusammengestellt.

30. Juli 2018 – 14:01
bremen

Am Samstag war es bei einem Landgang während einer Reise mit der „Bremen“ von Hapag-Lloyd Cruises zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem ein Eisbär ein Vorbereitungsteam für einen Landgang auf Spitzbergen attackierte, einen Mann verletzte und in der Folge erschossen wurde. Daraufhin kochten auf Twitter und in sozialen Netzwerken zahlreiche Kommentare hoch, die die Tötung des Tieres verurteilten und die Legitimität von Kreuzfahrten in sensible Regionen und zur Beobachtung von Eisbären in Frage stellten.

Notwehr-Aktion

Mittlerweile hat sich die Reederei zur Wort gemeldet und das Handeln ihrer Mitarbeiter verteidigt. Zu dem Vorfall sei es gekommen, als das Team von vier "Eisbärwächtern", die bei diesen Reisen wie gesetzlich vorgeschrieben immer an Bord sind, einen Landgang vorbereitete. Dabei sei einer der Wächter von einem Eisbären, der nicht gesichtet werden konnte, überraschend angegriffen worden und habe selbst nicht mehr reagieren können, heißt es in der Stellungnahme. Da die Versuche der anderen Wächter, das Tier zu vertreiben, nicht erfolgreich gewesen seien, habe aus Gründen der Notwehr und um das Leben der angegriffenen Person zu schützen, eingegriffen werden müssen. Der Betroffene sei umgehend medizinisch versorgt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus ausgeflogen worden. Sein Zustand sei stabil, er sei ansprechbar und außer Lebensgefahr.

Hapag-Lloyd Cruises sei sich der "Verantwortung bei Reisen in den sensiblen Gebieten und dem respektvollen Umgang mit der Natur und Tierwelt sehr bewusst", erklärt die Reederei weiter und erläutert die Praxis der Landgänge auf dem norwegischen Archipel. Um einen Landgang vorzubereiten, gingen die Eisbärenwächter nach ihrer Sichtung der Landestelle von Bord aus zunächst als Gruppe und ohne Passagiere an Land, richteten eine Landstation ein und begingen nochmal die Gegend, um sicher zu stellen, dass keine Eisbären da seien. Sobald sich ein solches Tier nähert, werde der Landgang sofort abgebrochen werden.

Keine Eisbärbeobachtung an Land

Eisbären zu beobachten, sei keineswegs ein Bestandteil der Landgänge, betont das Unternehmen. Eisbären würden nur von Bord der Schiffe, aus sicherer Distanz beobachtet. Hapag-Lloyd Cruises bedaure den Vorfall sehr, habe für die Rekonstruierung und Aufklärung des Vorfalls vor Ort intensiv und kooperativ mit den norwegischen Behörden gearbeitet und werde dies weiterhin tun.

Expeditionskreuzfahrten sind für die Tui-Marke ein immer wichtigeres Geschäftsfeld. Erst im Mai hatte Tui-Chef Fritz Joussen das Segment zum strategischen Wachstumsfeld erklärt und den Bau eines dritten neuen Schiffes zusätzlich zu den zwei bereits im Bau befindlichen Flotten-Neuzugängen im Bereich Expeditionskreuzfahrten verkündet.

 

30. Juli 2018 – 12:47
loro-parque

Konzernchef Peter Fankhauser persönlich verkündete die Entscheidung in einem Blog. Der Grund für die Streichung der US-Themen-Meeresparks von Sea World und des  Tierparks Loro Parque auf der Kanareninsel Teneriffa: beide halten Orcas. Und genau dies macht der Konzern vom nächsten Sommer an zum Ausschlusskriterium. Im Zuge der einer Einführung der Tierschutzrichtlinie vor 18 Monaten habe man "festgestellt, dass sich die Erwartungen der Kunden in Bezug auf Tierattraktionen geändert haben", schreibt Fankhauser, und weiter: "Wir haben auch die wichtige Rolle erörtert, die der Tourismus bei diesem Prozess des Wandels hat, um Praktiken zu beenden, die dem Wohl von Tieren schaden. Auf genau dieser Grundlage haben wir unsere Tierschutzrichtlinie um einen neuen Aspekt erweitert. Ab dem nächsten Sommer werden wir keine Tierattraktionen mehr verkaufen, die Orcas in Gefangenschaft halten."

"Wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt"

Thomas Cook habe "aktiv mit einer Reihe von Tierschutzspezialisten zusammengearbeitet und ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigt", so Fankhauser weiter. Zudem habe man Feedback von Kunden eingeholt, und festgestellt, dass mehr als 90 Prozentes für wichtig hielten, dass "ihr Urlaubsunternehmen den Tierschutz ernst nimmt". Das habe zu der Entscheidung geführt, die man "nicht leichtfertig" getroffen habe.

Fankhauser räumt in seinem Blog selbst ein, dass sowohl Sea World als auch der Loro Parque den Auditierungsprozess im Zuge der Einführung der Tierschutzrichtlinie bestanden und Verbesserungen bei der Tierhaltung vorgenommen hätten. Umstimmen konnte ihn dieses Ergebnis aber nicht. "Wir respektieren und würdigen die geleistete Arbeit, und wir werden mit beiden in den nächsten 12 Monaten zusammenarbeiten, um uns auf unseren Ausstieg vorzubereiten", so der Cook-Chef.

Parkbetreiber wehrt sich

Bei den Betroffenen stößt die Entscheidung auf Unverständnis. "Die Entscheidung von Thomas Cook ist ganz klar beeinflusst von Anti-Zoo-Organisationen, die von einer Minderheit von Aktivisten geführt werden, denen nicht wirklich das Tierwohl am Herzen liegt, sondern deren Ziel die Zerschlagung von Zoos und deren Aktivitäten in Bezug auf Arterhalt, Forschung und Aufklärungsarbeit ist",  schreibt der vom deutschen Unternehmer Wolfgang Kiessling 1972 zunächst als reiner Papageien-Park gegründete Zoo in einer Stellungnahme.

Das Unternehmen betont, dass zahlreiche internationale Zertifizierungsorganisationen sein Engagement für das Tierwohl bestätigt hätten. Unter anderem sei der Loro Parque von der US-Tierschutzorganisation American Humane, dem TÜV, der Europäischen Vereinigung der Zoos und Aquarien, der Iberischen Vereinigung der Zoos und Aquarien, der Europäischen Vereinigung für Meeressäuger und der Allianz für Meeressäugerparks und Aquarien für gut befunden worden. "Das ist ein klarer Beweis für eine exzellente Tierhaltung", argumentiert der Betreiber. Insgesamt sei der Loro Parque "der am höchsten ausgezeichnete Zoo der Welt".

Eigene Stiftung

Zudem unterstreicht Kiessling sein Engagement für den Tierschutz. So habe die 1994 gegründete Stiftung "Loro Parque Fundación" rund 19 Millionen US-Dollar in mehr als 150 Arterhaltungsprojekte weltweit investiert. Und bei der 2017 erfolgten Inspektion im Auftrag von Thomas Cook habe der Loro Parque die volle Punktzahl erreicht. Dies verdeutliche, dass "nicht nur die Orcas, sondern alle Tiere im Loro Parque unter den besten Bedingungen gehalten werden, die den strengen Regulierungen durch die Association of British Tour Agents, dem Verband britischer Reiseagenturen, gerecht werden".

 

"Alle Parks zertifiziert"

Auch Sea World verweist darauf, dass sämtliche Parks "von den international führenden zoologischen und im Bereich Tierwohl aktiven Organisationen zertifiziert" seien. Dazu zählten die American Humane Association, die Association of Zoos and Aquariums und die Alliance of Marine Mammal Parks & Aquariums. Zahlreichen amerikanische Behörden auf Bundes-, Staats- und Lokalebene beaufsichtigten die Arbeit ebenfalls.

Zudem habe SeaWorld Parks & Entertainment erst vor kurzem erfolgreich ein weiteres Audit-Verfahren durchlaufen, das vom unabhängigen britischen Unternehmen Global Spirit Animals in Tourism Ltd. durchgeführt worden sei. Die geprüften Parks SeaWorld Orando, Discovery Cove und Busch Gardens Tampa Bay hätten dabei die von der Touristikbranche geforderten, strengen Mindestvorgaben zu einhundert Prozent erfüllt. Zu der Maßnahme von Thomas Cook äußert sich das Unternehmen nicht direkt.

 

29. Juli 2018 – 18:49

Der Taifun traf am Sonntagmorgen auf Land , richtete aber zunächst geringere Schäden an als ursprünglich befürchtet. Da einige der betroffenen Regionen des Landes zuvor erst von einem Regenunwetter und anschließend von einer heftigen Hitzewelle betroffen waren und sich der Sturm in einer ungewöhnlichen West-Richtung dem Land näherte, hatte die Regierung frühzeitig Evakuierungsempfehlungen ausgesprochen. Daher hat die vorläufige Bilanz lediglich 24 Verletzte ermittelt, die vorwiegend von herabfallendenodeer herumfliegenden Gegegnständen getroffen wurden. Gleichwohl wird weiterhin vor intensiven Regenfällen gewarnt, die Überschwemmungen und Erddrutsche hervorrufen können. Zudem folgen dem Sturm an der japanischen Westküste erneut extrem hohe Tenmperaturen.

Über das Wochenende fielen zahlreiche Flüge von und nach Japan aus. Auch zum Wochenbeginn ist mit Störungen noch zu rechnen.

29. Juli 2018 – 10:00
scheuerandreascdeutscher-bundestag-achim-melde

Angesichts der zahlreichen Flugausfälle und Verspätungen in diesem Jahr ist nun auch die Bundesregierung aufgewacht und will sich der Sache annehmen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kündigte gegenüber der "Passauer Neuen Presse" einen "Maßnahmenkatalog für den Luftverkehr" an. "Ich kann nicht akzeptieren, dass es so viele technische Probleme, Verspätungen und auch Abfertigungsprobleme gibt", sagte Scheuer dem Blatt. Deshalb werde sich sein Ministerium nun aus aktuellem Anlass verstärkt damit beschäftigen.

Personalprobleme thematisieren

"Im Herbst brauchen wir dann auch klare Botschaften für die Flughäfen und die Fluggesellschaften", forderte der CSU-Politiker. "Wir müssen uns mit allen Beteiligten zusammensetzen, einen Maßnahmenkatalog entwickeln und Lösungsansätze besprechen." Es dürfe dabei nicht nur um das Kabinenpersonal gehen, sondern auch die Probleme des Bodenpersonals und die Nachwuchsprobleme der Branche müssten in den Blick gerückt werden.

"Es hakt etwas an diversen Schnittstellen", hat der Minister erkannt. Er selbst habe häufig erlebt, dass Flugzeuge wegen des Personalmangels zu spät starteten. "Das kann eigentlich nicht sein. Natürlich hat man angesichts der hohen Arbeitsbelastung auch Verständnis für die Situation. Aber all das müssen wir ansprechen", kündigte Scheuer an.

Flughäfen sollen Kontrollen in Eigenregie durchführen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will unterdessen durchsetzen, dass Flughäfen ihre Sicherheitskontrollen künftig in Eigenregie organisieren. Ein Eckpunktepapier des Ministeriums, das die Nachrichtenagentur DPA veröffentlichte, sieht vor, dass die Luftsicherheitsbehörden dann lediglich noch die Standards für die Ausbildung und für die eingesetzte Technik festsetzen. Außerdem sollen sie durch ihre Fachaufsicht und mittels Qualitätskontrollen sicherstellen, dass die Standards im Betrieb eingehalten werden.

Zu Stoßzeiten überfordert

Derzeit ist die Bundespolizei an 13 großen Verkehrsflughäfen für die Fluggastkontrollen zuständig. Dies betrifft die Flughäfen Berlin-Schönefeld, Berlin-Tegel, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, Leipzig/Halle, Saarbrücken und Stuttgart. Die Polizei wiederum setzt dort private Sicherheitsfirmen ein. An den übrigen Flughäfen liegt die Verantwortung bei den Bundesländern.

Die Sicherheitskontrollen an deutschen Flughäfen gelten im Vergleich zu anderen europäischen Ländern als ineffizient und langsam. Airlines wie Lufthansa fordern seit langem eine Beschleunigung der Prozesse. Auch der Flughafenverband ADV hatte bereits gefordert, der Bundespolizei die Kontrollen zu entziehen.

 

 

27. Juli 2018 – 13:43

Die EU hat neue Regeln verabschiedet, die künftig psychisch bedingtes Fehlverhalten von Piloten verhindern sollen. Anlass für die Maßnahme war der Absturz eines Airbus A320 der Lufthansa-Tochter Germanwings vor gut drei Jahren, der mutmaßlich vom Kopiloten mutwillig herbeigeführt wurde. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der Mann schon länger unter psychischen Problemen litt und Psychopharmaka nahm.

Künftig müssen sich sämtliche Piloten europäischer Fluggesellschaften vor dem Eintritt in ihren Job einer psychologischen Untersuchung unterziehen. Außerdem erhalten sie Zugag zu Programmen, die sie dabei unterstützen sollen, psychische Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Außerdem werden regelmäßige Alkoholtests nach dem Zufallsprinzip Pflicht.

Einige der nun europaweit verbindlichen Regelungen sind in mehreren Ländern bereits eingeführt worden. So sind Alkohol- und Drogentests in Deutschland bereits seit 2017 verpflichtend, und auch psychologische Untersuchungen gehören bei zahlreichen Airlines bereits zum Standard. Sämtliche Regeln, für die sie noch nicht gerüstet sind, müssen die Fluggesellschaften nun binnen zwei Jahren umsetzen.

27. Juli 2018 – 13:30

Reisebüros haben die ersten Wochen mit dem neuen Pauschalreiserecht hinter sich gebracht. Wie kommen Reiseprofis damit klar, wo hakt es und warum? Ein Rundruf von Reise vor9:

"Es hat auch etwas Gutes"

Berns Nina Solamento Travel Boutique Essen Foto Privat

Nina Berns, Solamento Travel Boutique, Essen:
"Das neue Reiserecht hat uns alle auf unterschiedliche Weise gefordert. Natürlich ist man verunsichert, man möchte nichts falsch machen oder vergessen. Viele Veranstalter veröffentlichten erst sehr kurzfristig Ihre Infos und Regelungen. Aber es hat auch etwas Gutes: Dass wir uns wieder mit dem auseinandersetzen mussten, was wir tun und wie wir es tun. Wir versuchen zum Beispiel, möglichst papierfrei dabei zu bleiben, die technischen Möglichkeiten sind ja gegeben. Nach den ersten Beratungen hat man die Abläufe ganz gut verinnerlicht und es ist ja auch immer wichtig, wie man es für den Kunden verpackt."

"Fürchterliche Bürokratie"

Ralf Engelhardt, Inhaber Reisebüro Engelhardt, Hildesheim:
"Unheimlich viel Papierkram. Wenn man aus Versehen auch noch die Länderinformationen ganz mit ausdruckt, ist man schnell bei 20 bis 30 Seiten pro Buchung - von den Reisebedingungen ganz zu schweigen. Auf den Kosten für Papier, Druckertinte und den Zeitaufwand bleibt man selbst sitzen. Fürchterliche Bürokratie, die nur aufhält. Die Veranstalter sollten per Post genügend Reisebedingungen zur Verfügung stellen."

"Ich lebe noch..."

Wymar Ilka Amondo Foto PrivatIlka Wymar, Leiterin E-Commerce, Amondo
"Nachdem die DSGVO gestemmt worden war, rollte die Pauschalreiserichtlinie über einen hinweg. Da dachte ich, es könne nicht mehr schlimmer kommen. Allerdings zweifelte ich schnell an dieser Aussage. Ich habe gelesen, was ich in die Finger bekam, habe Webinare geschaut und versucht, so etwas wie einen Leitfaden für den Vertrieb zu verfassen. Gefühle von 'ich bin gerüstet' und 'soooo viel ändert sich genau genommen ja jetzt auch nicht' wechselten sich ab mit kurzen Panikattacken, doch etwas falsch zu vermitteln. Alles in allem stelle ich fest: Ich lebe noch und man gewöhnt sich an die Abläufe, obwohl diese alles andere als praxisorientiert sind."

"Nachvertragliche Informationen"

Wolfgang Gruppe, Inhaber Tui Reisecenter, Wedemark:
"Einige Veranstalter haben dieses Thema nahezu perfekt umgesetzt. Allerdings liefert DER Touristik, zumindest bei ihren Pauschalreiseanbietern wie etwa ITS (ITS Indi) keine vorvertragliche Information bei der Buchung über Toma. Als Ersatz für eine Toma-Bestätigung wird nur eine Reiseanmeldung zum Druck angeboten, bei der zum einen der vorgeschriebene Reisepreis-Sicherungsschein fehlt und zum anderen die Einzelpreise pro Person nicht ausgewiesen sind. Auf telefonische Nachfrage bekamen wir einen Tag später per E-Mail eine Rechnung und Buchungsbestätigung mit Reisepreis-Sicherungsschein und sozusagen den nachvertraglichen Informationen."

Sabine Schreiber-Berger

27. Juli 2018 – 13:26
jongdari

Sturm und Regen, Hitze und dann wieder Sturm und Regen – nach den Hitzerekorden der vergangenen Woche rüstet sich Japan für den nächsten Tropensturm. Es istder erste in diesem Jahr, der auch die dicht bevölkerten Hauptinseln in Taifunstärke erreichen dürfte. Nach aktuellen Vorhersagen trifft der Taifun Jongdari ab Samstag auf die Izu-Inseln südlich von Tokio, auf die Kii-Halbinsel, südlich von Osaka, sowie auf die Insel Shikoku. Im weiteren Verlauf zieht der Taifun über die Insel Kyūshū.

Durch den Taifun könnten Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt werden, auch eine Sturmflut von bis zu 2,5 Metern über dem Durchschnitt sei denkbar, warnt das Joint Typhoon Warning Center. Wegen starker Regenfälle und des Anstiegs der Wasserpegel müsse in Küstennähe mit Überflutungen, im Landesinneren örtlich mit Überschwemmungen und Erdrutschen gerechnet werden. Außerdem erwarten die japanischen Fluggesellschaften Japan Airlines und All Nippon Airways Beeinträchtigungen an den Flughäfen von Tokio und der Hafenstadt Nagoya.

Jongdari ist der zwölfte Tropensturm der Saison. Wegen der hohen Wassertemperaturen im Westpazifik sei mittlerweile im Wochentakt mit Tropenstürmen zu rechnen, die Taifunstärke erreichen. Als Taifun gelten Stürme mit Windgeschwindigkeiten ab 120 Stundenkilometern.

27. Juli 2018 – 08:00

Nach der Zusammenführung der Vergütungsmodelle im Vorjahr bleibt die Provision im Geschäftsjahr 2019/19 nahezu unverändert. Der Mindestumsatz von 150.000 Euro und die Provisions- und Umsatzstaffeln werden beibehalten. Zusatzerträge über die Grundprovision von zehn Prozent hinaus sind weiterhin beim Erreichen von bereits 95 Prozent des Vorjahresumsatzes möglich.

Anderungen ergeben sich dagegen bei den Konditionen des Bonus. In Stufe 2 wird der Satz um 0,1 Prozent auf 0,8 Prozent abgesenkt. Zudem werden die Hotel-Mindestumsätze, die Voraussetzung für den Bonus sind in beiden Stufen um 10.000 Euro erhöht. Zugleich wird das Portfolio der relevanten Hotels um Häuser in der Dominikanischen Republik, Griechenland, Kroatien, Mexiko und Spanien erweitert, in denen die DER Touristik über umfangreiche Zimmerkapazitäten verfügt. Zudem entfällt die bisher geltende Deckelung des Bonus bei 4.000 beziehungsweise 8.000 Euro.

Künftig müssen Reisebüros für die Stufe 1 des Bonus einen Gesamtjahresumsatz von mindestens 150.000 Euro sowie den Vorjahresumsatz erwirtschaften und mindestens 25.000 Euro Umsatz mit den DER Touristik Hotels & Resorts und den weiteren Bonus-Hotels erzielen. In Stufe 2 sind neben dem Mindestumsatz von 150.000 Euro eine Gesamtumsatzsteigerung zum Vorjahr von fünf Prozent und ein Umsatz mit konzerneigenen und Bonus-Hotels von 40.000 Euro nötig. Die Bonus-Provision beträgt in Stufe 1 bei 0,4 Prozent und in Stufe 2 0,8 Prozent.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Zu den Datenschutzbestimmungen ... Zustimmen