09. November 2018 – 10:42
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Carina Lübbehusen eröffnete im Mai 2016 mit dem Reiseland Garrel ihr eigenes Reisebüro. Reise vor9 sprach mit der Reisebüroinhaberin über ihren Weg in die Selbstständigkeit und ihrer Erfahrungen.

Das Gespräch führte Christian Schmicke

Sie haben sich 2016 in der niedersächsischen 15.000-Einwohner-Gemeinde Garrel mit einem eigenen Reisebüro selbstständig gemacht. Was hat Sie dazu bewogen?

Lübbehusen: Dem Schritt war eine sorgfältige Standortanalyse vorausgegangen. In Garrel, meiner Heimatstadt, gab es zu diesem Zeitpunkt nur ein Reisebüro und ich wollte dort ein kompetentes, innovatives neues Reisebüro aufbauen. Die demografischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind hier recht gut. Es gibt ausreichend Jobs, vor allem im Handwerk und in der Landwirtschaft, und anders als in vielen anderen kleineren Orten ziehen die jüngeren Leute nicht weg, weil sie hier berufliche Möglichkeiten haben. Schon während meines Studiums des Tourismusmanagements war für mich klar, dass ich im Reisebüro arbeiten möchte. Also habe ich den Schritt gewagt.

Was haben Familie, Freunde und Bekannte dazu gesagt?

Viele haben mich für verrückt erklärt. Reisebüros hätten im digitalen Zeitalter keine Zukunft und das Reisen sei wegen der Terroranschläge, die damals die Welt beschäftigten, unsicher geworden, bekam ich damals häufig zu hören. Außerdem sei die Festanstellung in einem Betrieb, die ich vorher hatte, doch sicherer. Aber ich habe mich nicht entmutigen lassen und bereue meine Entscheidung nicht.

Was hat Sie dazu bewogen, sich der Reiseland-Kette anzuschließen?

Ich wollte eine Organisation finden, die mir einen umfassenden Service anbietet, mich aber zu nichts zwingt. So stand es mir beispielsweise frei, das Ladenbaukonzept zu übernehmen oder meine eigenen Ideen umzusetzen. Ich habe dann eine Weile an einem eigenen Konzept getüftelt, mich schließlich aber entschlossen, das Reiseland-Konzept zu nutzen. Außerdem spielten natürlich gute Provisionen, Technik, Schulungsangebote und die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Inhabern eine wichtige Rolle. Zudem spiegelte sich der Reiseland Slogan in mir wieder: „Ihr Urlaub ist unsere Leidenschaft“.

Welches waren nach dem Start die größten Herausforderungen?

Die ganz einfachen Dinge – sich einen Namen zu machen und dafür zu sorgen, dass die Leute ins Reisebüro kommen. Dafür war es wichtig, hier vor Ort Flagge zu zeigen, zum Beispiel bei Festen. Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, dass wir gute Beratung und Unterstützung bieten; vieles läuft über Mundpropaganda. Geraden in den Zeiten von Airline- und Veranstalter Pleiten suchen die Kunden einen Ansprechpartner vor Ort.

Welchen Rat würden Sie Existenzgründern mit auf den Weg geben?

Neben dem richtigen Handwerkszeug, für das man zunächst Berufserfahrung sammeln sollte, ist vor allem Leidenschaft wichtig. Nur sein eigener Chef sein zu wollen, reicht als Motivation nicht aus. Die Kunden merken sehr genau, ob man für seinen Job brennt.

Das Interview mit Carina Lübbehusen erschien zuerst in der aktuellen Ausgabe des Reise vor9 Magazins. Wussten Sie schon, dass jedes Reisebüro ein Abonnement kostenlos erhält? Wenn Ihre Agentur noch nicht im Verteiler ist, einfach eine E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

08. November 2018 – 18:54
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Unter neuer Führung, mit neuen Anlagen, neuem Logo und aufgefrischtem Konzept will die traditionsreiche Clubmarke die Rückkehr in die Erfolgsspur schaffen. Mit den Clubs Ampflwang und in Kalabrien gehen in den nächsten Monaten zwei neue Anlagen an den Start. Andere geplante Neuzugänge lassen noch auf sich warten.

Mit den beiden neuen Chefs soll bei Aldiana vieles besser werden. In den vergangenen Jahren war die Clubmarke mehrfach von einem Besitzer zum nächsten weitergereicht worden. Thomas Cook, der spanische Mischkonzern Santiago Santana Cazorla, der frühere LTU-Chef Jürgen Marbach und der CTI Cleo Touristik International GmbH, eine deutsche Tochter der ägyptischen Group Cleopatra, gaben sich die Klinke in die Hand. Mehrfach waberten Pleite-Gerüchte durch die Branche, bis 2016 die Schweizer Investorengruppe LMEY Investments AG das Unternehmen übernahm.

Seit gut einem Jahr ist zudem Thomas Cook mit 42 Prozent wieder an dem Unternehmen beteiligt, die Geschäftsführung liegt nun in den Händen von Stefanie Brandes und Patrick Brändle. Beide arbeiteten zuletzt für den Konkurrenten Robinson, Brandes als Vertriebs- und Marketingchefin und Brändle als General Manager im Club Alpenrose in Zürs. Bei Aldiana sieht die Rollenverteilung vor, dass Brandes Marketing, Sales, Yield und Pricing verantwortet, während Brändle die Bereiche Operations, Qualität und Innovation leitet.

Mühsame Expansion

Vor den beiden liegen anspruchsvolle Aufgaben. Zwar hat Investor LMEY bereits in Renovierungen investiert und in den nächsten Monaten steigt die Zahl der Anlagen, die Aldiana betreibt, mit der Eröffnung des Clubs im österreichischen Ampflwang (Dezember) und der neuen Anlage in Kalabrien immerhin wieder auf zehn. Der geplante Club Schweizerhof, ein früherer Robinson Club, ist dagegen noch nicht buchbar. Und wann die geplante Rückkehr auf die Fernstrecke, die ursprünglich im vergangenen Mai mit der Eröffnung einer Anlage in der Dominikanischen Republik stattfinden sollte, tatsächlich glückt, steht nach wie vor in den Sternen. Genau solche Objekte, also Clubs in den Sonnenzielen, die ganzjährig gut laufen, braucht das Unternehmen aber, um die notwendigen Investitionen zu stemmen und dauerhaft profitabel zu sein.

Immerhin: Auch in die bestehende Hardware wird kräftig investiert. So wurden in den beiden Clubs in Andalusien die Zimmer renoviert, im Club Fuerteventura wurden zusätzlich das Restaurant sowie der Wellness- und der Sportbereich aufgemöbelt. Im Club Zypern sind die Restaurants erneuert worden und der Club Hochkönig in Österreich wird um 32 Zimmer erweitert.

Neues Logo, frisches Konzept

Und auch in Sachen Markenauftritt und Konzept tut sich etwas. So ziert ein neues, moderneres Logo das Erscheinungsbild und inhaltlich strebt das neue Führungsduo eine deutliche „Verjüngung“ an. Kernelemente bleiben dabei die klassischen Club-Attribute. Sport, Gourmet und Wellness. 

Im Bereich Sport sollen die Fitness-Studios auf Vordermann gebracht werden, bei den Events orientiert man sich weiterhin an Sportwochen mit bekannten Athleten. Im Bereich Gourmet sind in den Strandclubs künftig „entspannte Sunset Events mit Chill-out-Musik“ geplant und auch das Angebot an Gourmet-Tellern soll erweitert werden.

Christian Schmicke

 

08. November 2018 – 16:46
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Die Hinweise verdichten sich, dass das Flugzeugunglück der Lion-Air-Maschine vor Indonesien Ende Oktober mit 189 Toten auf Probleme mit der Cockpit-Software zurückzuführen ist. Nach einer am Mittwoch von Boeing herausgegebenen Sicherheitsanweisung an alle Betreiber der 737 Max hat nun auch die US-Luftfahrtbehörde FAA hat eine Dringlichkeits-Sicherheitsanweisung (Emergency AD) an alle Betreiber der Boeing 737 Max 8 und Max 9 erlassen, berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters".

Demnach bestehe die Gefahr, dass bei einem gestörtem Anstellwinkelsensor automatisch mehrfach starke Abwärts-Steuerimpulse über die Trimmung des Höhenruders abgegeben werden. Diese könnten zur "Schwierigkeiten bei der Steuerung, exzessiver Sinkfluglage, starkem Höhenverlust und Bodenkollisionen" führen, so die behördliche Warnung. Bei entsprechenden Anzeichen sollten sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Am 29. Oktober war eine neue Boeing 737 Max-8 kurz nach dem Start in Jakarta aus bislang noch nicht geklärten Umständen in die Javasee gestürzt. Der Datenschreiber konnte mittlerweile vom Meeresgrund geborgen werden, nach dem Stimmenrekorder wird noch gesucht. Indonesiens Verkehrssicherheitsbehörde hat kurz nach dem Absturz mitgeteilt, dass sie gestörte Anstellwinkelsignale als Unglückursache für wahrscheinlich halte. Auf den vier letzten Flügen des Jets seien, laut Datenschreiber, Abweichungen aufgetreten. Vor dem vorletzten Flug der Boeing hätten Techniker daraufhin die Anstellwinkelsensoren ausgetauscht. Ob die Angaben zur Fluglage in dem konkreten Fall fehlerhaft waren und damit tatsächlich zum Absturz führten, ist allerdings noch unklar. Die Untersuchungen durch die Unfallermittler werden vermutlich noch Monate dauern, berichtet "NTV".

Boeing unter Druck

Auch in der Vergangenheit hätten Hersteller und FAA bei Flugzeugunglücken, bei denen Fehler oder Irritation der Piloten eine Rolle spielten, Sicherheitswarnungen ausgegeben, bei denen auf die Grenzen bestimmter Flugzeugsysteme und die Bedeutung der empfohlenen Prozesse hingewiesen wurde. Dabei handele es sich in der Regel um erste Sicherheitsvorkehrungen, die mögliche Fehlerursachen ausschließen sollen. Einen Vorgriff auf etwaige Ermittlungsergebnisse zur Absturzursache stellten solche Warnungen nicht dar, so "NTV".

Die Aktien des größten Flugzeugherstellers der Welt waren letzte Woche an der New Yorker Börse unter Druck geraten. Die Max-8-Version ist einer der Hoffnungsträger des Airbus-Konkurrenten. Die 737 zählt zu den meistverkauften Passagierflugzeugen weltweit. Der indonesische Billigfluganbieter Lion Air ist Großkunde bei Boeing.

Nach Unternehmens-Angaben wurden weltweit rund 250 Passagierjets der Linie 373 MAX ausgeliefert. 45 davon werden innerhalb der USA genutzt, darunter von Fluggesellschaften wie Southwest Air, United Airlines und American Airlines Group.

Andreas Förster

08. November 2018 – 16:15
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Das Wirtschaftsmagazin "Plusminus" kaufte bei einem einschlägigen Anbieter Hotelbewertungen für Google, Tripadvisor und Holidaycheck. Mit einem frappierenden Ergebnis: Alle 13 Fake-Bewertungen fanden sich nachher auf den Portalen wieder. Aber nur Holidaycheck räumte auf Nachfrage ein, dass so etwas  eigentlich nicht passieren dürfte.

Das alte Hase-und-Igel-Spiel um gefälschte Bewertungen und den Kampf der Bewertungsportale gegen ebendiese ist um eine Anekdote reicher. Ein Reporter des Wirtschaftsmagazins "Plusminus“ kaufte unter dem Pseudonym des Hoteliers Henry Keilwitz, der das Hotel Stubenberg im Harz betreibt und bei dem Spiel mitmachte, bei einem der einschlägigen Anbieter solcher zweifelhaften Leistungen jeweils drei bis fünf positive Hotelbewertungen für Tripadvisor, Google und Holidaycheck. Diese kosteten als Paket zusammen 212,83 Euro. Das Ergebnis ist für die Bewertungsplattformen und ihre Glaubwürdigkeit einigermaßen ernüchternd. Alle 13 Fake-Bewertungen kamen durch, und bei Tripdavisor konnte sich der Hotelier mittels fünf neuer exzellenter Bewertungen im Ranking gleich von bisher 3,5 auf vier Sterne verbessern.

"Wenig aussagekräftiges Experiment"

Fast noch blamabler als die Panne selbst geriet die Reaktion der Portale. Auf Anfrage habe sich Google zu der Panne nicht geäußert, heißt es von der "Plusminus"-Redaktion. Und auch Tripadvisor zeigte sich von der Aushebelung der viel gepriesenen mehrstufigen Kontrollmechanismen zur Sicherung korrekter Bewertungen nicht beeindruckt. "Es ist ein wenig aussagekräftiges Experiment, ein paar falsche Bewertungen zu erstellen und uns damit ertappen zu wollen", zitiert "Plusminus" die weltweit operierende Plattform.

Immerhin: Georg Ziegler, bei Holidaycheck für die Inhalte der Bewertungsplattform verantwortlich, stellte sich dem Dialog. Dem Manager, der keine Gelegenheit auslässt, um in der Öffentlichkeit für die Validität und Glaubwürdigkeit der Plattforminhalte zu werben, blieb freilich wenig anderes übrig, als die Panne unumwunden einzuräumen. Die Fake-Bewertungen seien "durchgeschlüpft" und nicht von Mitarbeitern überprüft worden. "Wenn gerade solche unauffällig geschriebenen einzelnen Texte abgegeben werden bei uns auf dem Portal, kann es natürlich sein, dass die technische Prüfung das nicht im ersten Schritt identifiziert", sagt er in dem Beitrag.

Wechselseitiger Wettlauf

Womit wir wieder bei der Sache mit dem Hasen und dem Igel wären. Je nach Ausrichtung arbeiten die Portale mehr oder weniger hart an ihren Kontrollmechanismen. Selbst Verbraucherschützer gestehen etwa Holidaycheck in dieser Hinsicht zu, dass das Portal um Sorgfalt bemüht sei, während manche anderen Anbieter sich allein auf die Aussagekraft der schieren Masse an Bewertungen verlassen. Doch in dem Maße, in dem die Portale ihre Sicherheitschecks verfeinern, rüstet auch die Gegenseite auf – jedenfalls, sofern es sich um gewerbsmäßig agierende Bewertungsdealer handelt.

Schon längst setzen dort nicht mehr einzelne User massenhaft Bewertungen innerhalb einer Branche ab, was der technischen Überprüfung nicht entgehen würde. Und da die „freien Mitarbeiter“ der Fake-Agenturen bundesweit generiert werden, weist auch deren geografische Vereitlung keine Auffälligkeiten mehr auf Dasselbe dürfte für die Verwendung von Begriffen und Formulierungen gelten. Fällt eine bestimmte Diktion einmal durch, gelangt sie bei den zweifelhaften Wohltätern mit Sicherheit auf die schwarze Liste. Da ist der Hinweis von Holidaycheck-Mann Ziegler, dass gekaufte Positiv-Bewertungen den Realitätscheck durch die Kundschaft nicht bestehen und allein dadurch mittelfristig wieder konterkariert würden, wenn das hochgejubelte Hotel den übersteigerten Erwartungen nicht entspreche, nur ein schwacher Trost. 

Der Zweifel bleibt

Ohne die Debatte darum, wie hoch der Anteil gefälschter Bewertungen auf den Plattformen tatsächlich ist, an dieser Stelle erneut befeuern zu wollen – die Empfehlung des Hoteliers Keilwitz an die Portalnutzer erscheint angebracht: Sie sollten schlichtweg "nicht zu sehr auf Bewertungen vertrauen"". Der Betreiber des Hotels Stubenberg hat seinen unberechtigt eingeheimsten Lorbeer natürlich löschen lassen.

Christian Schmicke

08. November 2018 – 13:39
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Der Bundestag steht vor dem Abschluss der Haushaltsberatungen. Der Etat für das nächste Jahr will gut geplant sein, überall gibt es Begehrlichkeiten. Beim Deutschen Touristikverband (DTV) hatte man sich auf eine Erhöhung der Projektfördermittel eingestellt, nachdem die Koalition aus CDU/CSU und SPD im Sommer eine entsprechende Regelung beschlossen hatte. Daraus scheint aber nun nichts zu werden. Denn im aktuellen Regierungsentwurf ist die bereits beschlossene Erhöhung aus dem laufenden Haushalt wieder zurückgenommen worden. Das will der DTV jedoch nicht so einfach hinnehmen. Er fordert die erneute Aufstockung.

Ohnehin geht es dabei im milliardenschweren Bundeshaushalt um einen vergleichsweise geringen Betrag: Erstmals seit 2010 sollten die Fördermittel von 2,6 Millionen Euro vom Bundeswirtschaftsministerium um eine Million Euro angehoben werden. Dass der Beschluss nun wieder aufgehoben wurde, kann DTV-Präsident Reinhard Meyer nicht nachvollziehen: "Der Bundestag steht jetzt in der Verantwortung, die geplante Absenkung für 2019 zurückzunehmen. Den Worten über die Bedeutung des Tourismus als bedeutendem Wirtschaftsfaktor müssen konkrete Taten folgen." Im Koalitionsvertrag war ausdrücklich eine Stärkung des Tourismus sowie eine nationale Tourismusstrategie angekündigt worden.

Die abschließende Beratung über den Bundeshaushalt findet in der Sitzungswoche vom 19. bis 23. November statt. Bis dahin können Änderungen noch mit Mehrheit im Parlament beschlossen werden.

07. November 2018 – 17:10
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Gerade hat die Carnival Corporation ein Kreuzfahrt-Joint-Venture mit einem chinesischen Unternehmen gegründet, das bereits 2019 mit eigener Flotte den riesigen chinesischen Markt bedienen soll. Und auch MSC Cruises setzt auf Wachstum auf dem Zukunftsmarkt China, der bald die Märkte in anderen Teilen der Welt überholen könnte.

Diese Entwicklung hatte Cindy D’Aoust, Präsidentin und CEO des internationalen Kreuzfahrtverbandes (CLIA), bereits 2017 vorhergesehen. "Der Kreuzfahrtmarkt in Asien ist in den vergangenen vier Jahren enorm gewachsen. Das Potenzial ist dabei aber längst nicht ausgeschöpft. Gelingt es der Kreuzfahrtbranche, einen noch weitaus höheren Prozentsatz der Bevölkerung Asiens für sich zu gewinnen, könnten konkurrierende Märkte überholt werden."

Rasante Steigerung

Wachstumstreiber damals wie heute sind die Chinesen, die Kreuzfahrten für sich entdeckt haben. Im Jahr 2016 unternahmen laut der Studie "2017 Asia Cruise Trends" insgesamt 3,1 Millionen Asiaten eine Kreuzfahrt, über zwei Drittel davon waren Chinesen. Während das Wachstum in Asien bei 55 Prozent lag, verdoppelt der chinesische Markt im selben Zeitraum sein Volumen. Von 2012 bis 2016 betrug die durchschnittliche Steigerungsrate in China 76 Prozent. Gemessen an den Passagierzahlen ist China der am schnellsten wachsende Quellmarkt. 2013 wurden in Asien 861 Kreuzfahrten und Schiffsreisen angeboten, 2017 waren es schon 2.086 mit rund 2,5 Millionen Passagieren – Tendenz steigend. Im Vergleich dazu machten 2016 6,7 Millionen Europäer eine Kreuzfahrt, was laut CLIA einem Wachstum von gerade mal 3,4 Prozent entsprach.

Start mit zwei Costa-Schiffen

Kein Wunder also, dass der US-Kreuzfahrt-Konzern Carnival chinesische Kunden fest im Blick hat. Das neue Joint-Venture CSSC Carnival Cruise Shipping Limited mit Sitz in China wird laut Pressemitteilung ab 2019 eine eigene Flotte im chinesischen Meer einsetzen und sich auf chinesische Kunden konzentrieren. "Die offizielle Gründung unseres Kreuzfahrt-Joint-Ventures in China ist ein wichtiger Meilenstein in der strategischen Entwicklung einer starken und nachhaltigen Kreuzfahrtindustrie in China", sagte Arnold Donald, CEO der Carnival Corporation. Basis der Flotte sollen demnach sowohl bestehende Schiffe als auch neue in China speziell für chinesische Reisende gebaute Kreuzfahrtschiffe sein. Zum Start gibt die Carnival-Marke Costa zwei Schiffe an das Joint-Venture ab. Die "Atlantica" mit Platz für maximal 2.210 Passagiere soll bis Ende 2019 auf die neue chinesische Kreuzfahrtgesellschaft übertragen werden. Das Schwesterschiff der "Mediterranea" folgt laut Costa zu einem späteren Zeitpunkt.

In den wachsenden Kreuzfahrtmarkt Chinas investiert auch der Schweizer Konzern MSC Cruises. "Wir sind mit dem Ergebnis des Jahres 2018 in China sehr zufrieden", sagte Gianni Onorato, CEO von MSC Cruises, laut dem Fachportal „Cruise Industry News“, und: "Wir erwarten für 2019 mit den Kapazitätsänderungen ein noch besseres Ergebnis." Insgesamt sieht Onorato eine große Nachfrage, die sein Unternehmen aber mit dem weiteren Aufbau des Geschäfts beantworte. MSC Cruises hat für 2019 die Zahl der Kreuzfahrten im chinesischen Meer erhöht. Im Winter 2019/2020 sollen Schiffe von den chinesischen Häfen Shenzhen und Xiamen aus starten. Die Reisen werden vor allem nach Japan führen. Südkorea wurde aus dem Programm gestrichen und durch Vietnam ersetzt.

Thomas Horsmann

 

07. November 2018 – 15:56

Das attestiert der Finanzdienstleister Business Expert beiden Touristikriesen für Großbritannien. Demnach dauert es bei Tui im Schnitt 129 Tage, bis Rechnungen bezahlt werden, bei Thomas Cook sind es 88 Tage.

Seit September vergangenen Jahres müssen Unternehmen mit jährlichen Umsätzen ab 36 Millionen Pfund gegenüber der Regierung offenlegen, wie oft sie Frist von 30 Tagen bis zur Begleichung ihrer Rechnungen verfehlen und innerhalb welcher Zeit sie tatsächlich bezahlen. Der Finanzdienstleister Business Expert hat aus den Informationen ein Ranking erstellt und attestiert beiden Unternehmen, dass sie landesweit zu den Großunternehmen mit der schlechtesten Zahlungsmoral gehören.

So landet Tui in dem Negativ-Ranking auf Platz acht, Thomas Cook folgt an 25. Stelle unter den Spätzahlern. Laut Business Expert verfehlt Tui in 96 Prozent aller Fälle das Zahlungsziel von 30 Tagen, Thomas Cook begleicht immerhin jede fünfte Rechnung pünktlich.   

07. November 2018 – 15:25

Dass sich Flusskreuzfahrten gut eignen, um Teile der Strecke mit dem Rad zurückzulegen, ist keine völlig neue Erkenntnis. Schon seit Jahren sind immer mal wieder Reisen im Angebot, die den Flusstrip und Bewegung auf dem Drahtesel miteinander kombinieren. Der Trend geht dabei, nicht nur wegen der eher reiferen Klientel, immer mehr zu Rädern mit elektrischer Antriebsunterstützung. So teilte die Reederei A-Rosa Flussschiff vor einigen Wochen mit, dass sie nun die "Viva" mit einer E-Bike-Flotte ausgestattet habe. Auf den anderen A-Rosa Schiffen geben noch herkömmliche Tourenräder den Ton an.

Nun begibt sich auch Nicko Cruises auf dieses Terrain. Geschäftsführer Guido Laukamp hat sich dafür kompetente Unterstützung gesichert. In der Fluss-Saison 2019 bietet nicko Cruises zusammen mit dem Radreisespezialisten Terranova E-Bike-Pakete für Touren entlang der Donau, des Rheins und der Mosel an. Die Gruppe wird dabei von Teranova-Guides sowie von einem Kleinbus mit Fahrradtransportanhänger und Mitfahrgelegenheit begleitet.

Vermarktet werden die Touren über den Folder „Radkreuzfahrten 2019“, den interessierte Reisebüros über Infox anfordern können.

07. November 2018 – 12:43
sperl-ulrich

Am Dienstag verkündete Thomas Cook den Abgang des Managers, der knapp 19 Jahre in Diensten des Konzerns stand. Nun ist klar, wo Uli Sperl die angekündigte "neue berufliche Herausforderung" findet. Der 50-Jährige wechselt zu DER Touristik und löst dort den Leiter des weltweiten Netzes an Incoming-Agenturen, Michael Kimmer, ab. Offiziell lautet sein Titel dann CEO DMC der DER Touristik Group. Kimmer geht im April in den Ruhestand.

Sören Hartmann, CEO DER Touristik Group, kündigt an, mit dem neuen Mann an der Spitze werde die DER Touristik ihr DMC-Netz als ein Kernelement ihrer Destination Management Companies weiter ausbauen. Die Touristiksparte der Rewe Group betreibt derzeit eigene Incoming-Agenturen in 25 Ländern und 57 Destinationen.

06. November 2018 – 17:12
anyamuellereckert

Die Reisebüroorganisation aus Geschwand hat den Umsatz im auslaufenden Geschäftsjahr nach eigenen Angaben um 10,4 Prozent gesteigert. Besonders gut hätten sich innerhalb des Veranstaltersortiments die sogenannten „Fairplay-Partner“ entwickelt, die zweistellige Provisionen von der ersten Buchung anzahlten, erklärt Geschäftsführerin Anya Müller Eckert. Schmetterling vermittelte im vergangenen Geschäftsjahr mit rund 4.000 Vertriebsstellen europaweit Reiseleistungen im Volumen von 2,27 Milliarden Euro.

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