28. Juni 2018 – 12:01
Tui hebt die Umsatzklassen um eine Stufe an
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Michael Knapp – Foto: Tui

Der Marktführer erhöht die Umsatzhürde zum Erreichen einer bestimmten Provisionshöhe in seinem Vergütungsmodell für Reisebüros im nächsten Geschäftsjahr in allen Bindungsstufen um jeweils eine Stufe. Je nach Umsatzvolumen liegen zwischen den einzelnen Stufen zwischen 50.000 und 250.000 Euro. So viel müssen Tui-Agenturen damit mehr umsetzen, um dieselbe Provision zu erhalten wie im Vorjahr. Die Umsatzhürden zum Erreichen der Zehn-Prozent-Marke von 175.000 Euro und zum Eintritt in die Grundprovision, die zusätzliche Einnahmen auf der Basis des so genannten Value-Anteils ermöglicht und bei 225.000 Euro liegt, bleiben gegenüber dem aktuellen Geschäftsjahr unverändert. Um in den Genuss des so  genannten Wachstumsincentives in Höhe von drei Prozent zu gelangen, müssen Reisebüros im nächsten Geschäftsjahr mindestens fünf statt wie bisher drei Prozent Mehrumsatz generieren.

Die Anhebung der Umsatzklassen geschehe zum ersten Mal innerhalb von fünf Jahren, betont Vertriebsdirektor Michael Knapp. Das sei eine faire Geschichte, weil fast sich fast alle Tui-Agenturen innerhalb dieses Zeitraums um zwei Klassen verbessert hätten. Außerdem baue der Konzern sein Produktportfolio weiterhin deutlich aus und biete den Büros damit weitere Wachstumschancen.

Stabiles Gesamtbild

Davon abgesehen bleibt das Provisionsmodell weitgehend unverändert. Das betrifft den erforderlichen "Value-Anteil" von 45 Prozent, um in die Leistungsprovision zu gelangen, ebenso wie die Absicherungsinstrumente für Umsatzzuwächse bei möglichen Rückgängen im Folgejahr.

Lediglich an einigen kleineren Schrauben hat Knapp noch gedreht. So gibt es nun ein Incentive für Mietwagen und Camper, bei dem ab zehn Prozent Mehrumsatz zehn Prozent on top auf diesen ausgezahlt werden.

Neu ist auch der zum 1. Juli eingeführte Produktbaustein „Fly & Mix“, der aus dem Flug zuzüglich einer weiteren Leistung eine Pauschalreise macht. Wie beim Nur-Flug-Produkt verdienen Reisebüros dabei ausdschließlich mit ihrer selbst kalkulierten Service-Charge Geld. Allerdings fließe der Gesamtumsatz dabei inklusive Steuern und Entgelten in den Gesamtumsatz zur Berechnung der Provisionshöhe ein, unterstreicht der Tui-Vertriebschef. Denn bei Nur-Flug-Buchungen zählen Steuern und Gebühren, die oft 50 Prozent des Flugpreises ausmachen, nicht mit.

Christian Schmicke

 

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