02. März 2018 – 10:25
Sommerflüge 2018 – mehr Griechenland, weniger Karibik

Der touristische Luftverkehr wächst in diesem Jahr nach einer Analyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erneut stärker als der Luftverkehr insgesamt. Die Analyse basiert auf Flugplandaten für den Monat Juli. Flüge ab Deutschland in vorwiegend touristisch geprägte Gebiete verzeichnen demnach ein Plus von 0,7 Prozent verzeichnen, während die Zahl aller Flüge im deutschen Luftverkehr nur um 0,4 Prozent steigt. Größte Gewinner sind Nordafrika, die Balkanstaaten am Schwarzen Meer sowie Griechenland. Rückgänge verzeichnen Ziele in der Karibik und in den USA.

Rund sieben Prozent Wachstum verzeichnen nach Auskunft des DLR-Experten Peter Berster Flüge in nordafrikanische Länder wie Ägypten und Marokko, was eine weitere Erholung des Tourismus in dieser Gegend verdeutliche. Schwarzmeerziele in Rumänien und Bulgarien legen sogar um 21 Prozent zu. Die aufkommensstärksten Zielländer sind weiter Spanien und Italien mit zusammen knapp 15.000 geplanten Starts im Juli 2018. Allerdings sei das Angebot mit 3,4 Prozent weniger Starts nach Spanien und fünf Prozent weniger Starts Richtung Italien rückläufig.

Türkei-Negativtrend gestoppt. Der Rückgang bei Flugangeboten in die Türkei sei offenbar beendet, erklärt Berster. Allerdings komme es bisher nicht zu einer Revitalisierung des touristischen Verkehrs an den Bosporus, während das benachbarte Griechenland als Alternative erneut ein Plus von rund zehn Prozent verzeichne. Aufkommensstärkster Zielflughafen im Mittelmeerraum und im touristischen Bereich insgesamt wird im Juli 2018 von Deutschland aus wieder Palma de Mallorca sein. Mittlerweile 24 deutsche Flughäfen bieten über 3.400 Mallorca Flüge für diesen Monat an. Mit jeweils über 300 Angeboten liegen hier Düsseldorf und Köln/Bonn an der Spitze. Das Gesamtwachstum im Luftverkehr wirkt sich unterschiedlich auf die einzelnen deutschen Verkehrsflughäfen aus: Während die Flüge von Frankfurt und München stark zunehmen, gibt es voraussichtlich Rückgänge an den Flughäfen Düsseldorf und Berlin-Tegel, womit sich Auswirkungen der Air Berlin Insolvenz zeigen.

Weniger Flugverkehr nach Übersee. Der Luftverkehr Deutschlands ist laut DLR weiterhin auf Europa konzentriert: 85 Prozent aller Flüge haben demnach ein Ziel in Europa, wobei 24 Prozent auf deutsche Ziele entfallen. Nach kräftigem Wachstum im vergangenen Jahr verzeichnen auf der Fernstrecke vor allem die karibischen Ziele wie Kuba, die Dominikanischen Republik und Jamaica dieses Jahr ein deutliches Minus von 26 Prozent. Laut Berster liegt das zum einen daran, dass das Angebot von Airberlin wegfällt. Gleichzeitig reduzierten auch Condor das Angebot in diese Region. Lediglich bei Eurowings finde ein Wachstum statt, das die Rückgänge bei den anderen aber nicht ausgleichen könne. Ebenso verzeichneten Flüge in die USA ein Minus von rund zehn Prozent. Auch der Flugverkehr Richtung mittlerer Osten sei zurückgegangen, wenn auh nur marginal um zwei Prozent.

 

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