28. Februar 2018 – 15:38
Reisebüroumsätze wachsen langsamer als der Gesamtmarkt
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Die gute Nachricht zuerst: Die Umsätze im stationären Vertrieb sind 2017 ansehnlich gestiegen. Laut DRV setzten Reisebüros im vergangenen Jahr insgesamt 26,4 Milliarden Euro um, knapp fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Das Urlaubssegment legte dabei um fünf Prozent zu, der Geschäftsreisebereich wuchs im stationären Vertrieb um vier Prozent. Da zugleich die Zahl der stationären Büros um gut 300 auf 11.116 zurückging, verteilt sich der höhere Gesamtumsatz auf weniger Vertriebsstellen. Dies ermögliche es den Reisebüros, wirtschaftlicher zu arbeiten, fasst DRV-Präsident Norbert Fiebig zusammen. In den letzten Jahren sei der durchschnittliche Umsatz je Reisebüro trotz der Rückgänge im vergangenen Jahr um rund fünf Prozent gewachsen.

Trotz höherer Umsätze kämpft der stationäre Vertrieb aber mit sinkenden Marktanteilen. Der Anteil online gebuchter Reiseleistungen sei in den vergangenen drei Jahren von 35,5 auf 40 Prozent gestiegen, so der DRV. Für sämtliche Offline-Vertriebskanäle, zu denen neben Reisebüros auch Call Center und Buchungen direkt bei den Leistungsträgern zählen, bleiben damit 38,8 Milliarden Euro. Davon ist der Reisebürovertrieb mit 29 Prozent Anteil das größte Segment, verlor aber laut DRV in den vergangenen Jahren 3,5 Prozentpunkte.

Das höchste prozentuale Wachstum weisen, bezogen auf die vergangenen drei Jahre, die sogenannten Produktportale auf. Das sind reine Hotel-, Flug- und Mietwagen-Websites. Die legten um 10,4 Prozent auf 7,2 Milliarden, also gut elf Prozent der Gesamtumsätze mit vorab gebuchten Reisen, die 65 Milliarden Euro erreichten, zu. Auch mit dem Wachstum im Veranstaltersegment können die reisebüros nicht mithalten. Es lag im vergangenen Jahr bei acht Prozent und erreichte die Marke von 33,7 Milliarden Euro. Das ist etwas mehr als die Hälfte aller Umsätze mit vorab gebuchten Reisen. Im Aufwind befinden sich zudem Direktbuchungen bei Fluggesellschaften, Bahn-, Hotel-  und Mietwagenanbietern. Der gebuchte Umsatz stieg 2017 um 9,7 Prozent auf 23,8 Milliarden Euro.

Insgesamt deckten die genannten Vertriebswege gut 70 Prozent der Ausgaben der Deutschen für Reisen ab. Der DRV beziffert deren Reiisebudgets auf 90,9 Milliarden Euro.

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