29. September 2016 – 11:18
Die wichtigsten Fakten zur neuen Airberlin-Strategie
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Airbus A330 am Flughafen Düsseldorf. Schwerpunkt des Langstreckennetzes sollen künftig die USA sein – Foto: www.fotografie-wiese.de

CEO Stefan Pichler spricht von einer "weitreichenden Umstrukturierung des operativen Geschäfts" und einer "strategischen Neuausrichtung". Dahinter verbirgt sich zunächst einmal ein deutlicher Schrumpfkurs. Rund 1.200 der aktuell 8.900 Mitarbeiter müssen das Unternehmen verlassen. Statt mit derzeit 127 Flugzeugen wird die Fluggesellschaft im nächsten Sommer nur noch mit 75 Maschinen unterwegs sein. 40 Flieger sollen samt Crews an Lufthansa vermietet werden, die sie zur Expansion der Tochter Eurowings einsetzen will.

Von den verbleibenden Maschinen sollen 40  Airbus der A320er-Reihe und 18 Bombardier Dash8 von den Drehkreuzen Berlin und Düsseldorf aus innereuropäisch unterwegs sein. Ziele seien "die wichtigsten europäiuschen Wirtschaftsstandorte", sagt Pichler. Das Geschäftsmodell entspricht also dem klassischer Business- und Netzwerk-Carrier. Die 17 Langstreckenflugzeuge vom Typ Airbus A330 werden verstärkt zu nordamerikanischen Zielen geschickt; nicht zuletzt, um das Streckennetz des Airberlin-Gesellschafters Etihad Airways in Richtung USA zu verstärken.

Die Touristik, mit der die Fluggesellschaft einst groß wurde, überführt Pichler in einen eigenständig operierenden Geschäftsbereich, in den auch die Töchter Belair und Niki integriert werden. Was dann passiert, ist noch nicht ganz klar. Als strategische Optionen bieten sich ein Verkauf der  Sparte nach erfolgter "Verschlankung" oder der gemeinsame Betrieb mit einem Partner, wie zum Beispiel Tui, an.

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