Der neue Reise vor 9 Magazin ist da!

24. Februar 2017 – 16:15
receptayyiperdoganjune2015

Bislang hatten weite Teile der Welt vermutet, hinter dem Referendum, das am 16. April in der Türkei abgehalten wird, stecke die Absicht des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, seine Machtbefugnisse zu erweitern. Schließlich soll der türkische Präsident künftig nicht nur Staats-, sondern auch Regierungschef sein. Zudem kann er das Parlament auflösen und mit seinem Veto Gesetzesvorhaben blockieren, wenn das Volk der Einführung eines Präsidialsystems in der Türkei zustimmt.

Doch all das ist wohl nur Mittel zum Zweck, wie uns jetzt die türkische Zeitung "Hürriyet" belehrt. Sie berichtet in ihrer Online-Ausgabe, Erdogan habe bei einer Veranstaltung in der Provinz Manisa erklärt, die Zustimmung zu seinen Plänen bedeute, so wörtlich: "Hochgeschwindigkeitszüge, vierspurige Autobahnen und den größten Airport der Welt". Mit letzterem ist natürlich der geplante Großflughafen in Istanbul gemeint. Ob für dieses Projekt angesichts der politisch-wirtschaftlichen Entwicklung tatsächlich ein Bedarf besteht, ist freilich umstritten. Denn zuletzt ging die Zahl der Passagiere beim nationalen Carrier Turkish Airlines, auf dessen weltweiter Strategie die Pläne für den neuen Istanbuler Airport basieren, kräftig zurück. Im Januar sank die Zahl der Fluggäste insgesamt um zwölf und die der Kunden im internationalen Transitverkehr gegenüber dem Vorjahresmonat um 16 Prozent. (CS)

24. Februar 2017 – 14:19
amadeus-zentralemadrid

Das Verhältnis zwischen GDS und der übrigen Touristik ist traditionell ambivalent. Einerseits werden die Technik-Dienstleister gerne als Wegelagerer gesehen, die an allen möglichen Transaktionen kräftig mitverdienen, ohne die Risiken von Leistungsträgern wie Airlines schultern zu müssen. Andererseits sind sie wegen ihres Know-hows gesuchte Partner für die Entwicklung von IT-Lösungen. Und bisweilen arbeiten sie, wie etwa Amadeus im Fall von Lufthansa, sogar an der Entwicklung von Lösungen mit, die dazu dienen, ihr eigenes GDS zu umgehen.

Damit lebt es sich offenbar recht gut, wie die Jahresergebnisse der beiden großen Player, Amadeus und Sabre, verdeutlichen. So erzielte Amadeus im Geschäftsjahr 2016 einen bereinigten Gewinn von 911 Millionen Euro. Das sind 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Umsätze stiegen um 14 Prozent auf knapp 4,5 Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, Ebitda, um 16 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Im GDS-Geschäft kletterte der Umsatz um knapp sieben Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, das Geschäft mit Reisebüro-Flugbuchungen legte um fast sechs Prozent auf 534 Millionen Euro zu. Im Flug-Business habe Amadeus damit den Marktanteil um knapp einen Prozentpunkt auf 43 Prozent steigern können, heißt es aus der Zentrale in Madrid.

Besonders kräftig fiel das Wachstum bei den IT-Lösungen aus. Hier stieg der Umsatz um fast ein Drittel auf gut 1,5 Milliarden Euro, wozu der Kauf des Airline-IT-Spezialisten Navitaire den Löwenanteil beitrug.

Konkurrent Sabre konnte ebenfalls zulegen. Der Umsatz kletterte auf Dollarbasis um 14 Prozent auf umgerechnet 3,2 Milliarden Euro , der Vorsteuergewinn, Ebitda, um elf Prozent auf eine Milliarde Euro und der bereinigte Nettogewinn um 20 Prozent auf 350 Millionen Euro. Der Bereich der IT-Lösungen für Airlines und Hotellerie wuchs im Umsatz um 17 Prozent auf 960 Millionen Euro, das GDS-Geschäft gewann 13 Prozent auf gut 2,2 Milliarden Euro hinzu.

Für 2017 rechnen bei IT-Spezialisten mit "soliden Finanzergebnissen", angetrieben durch ein moderates Wachstum der Weltwirtschaft, wie Amadeus-Chef Luis Maroto erklärt. Sabre-Chef Sean Menke weist allerdings darauf hin, dass hohe Investitionen in die IT-Sicherheit und Funktionalität sowie den beschleunigten Umstieg auf Open-Source- und Clowd-basierte Lösungen bei einem erwarteten Umsatzwachstum zwischen fünf und sieben Prozent den Gewinn schmälern könnten. (CS)

24. Februar 2017 – 12:42
lehmannnadine

Nachdem die bisherige Event-Chefin und langjährige Leiterin der Vertriebskommunikation, Christiane Blaeser, die touristische Sparte der Rewe Group zum Jahreswechsel verlassen hat, liegt die Verantwortung für Events und Sales Promotion nun Standort-übergreifend bei Nadine Lehmann. Sie war zuvor als Leiterin für die Verkaufsförderungsaktivitäten der DER Touristik in Frankfurt verantwortlich. Seit dem vergangenen Jahr organisieren die Kölner und Frankfurter DER-Touristik-Marken ihre Schulungsangebote gemeinsam unter dem Namen "Campus". Blaeser, die mit ihrer eigenen Agentur Eventmanagement für Kunden aus der Reisebranche anbietet, ist weiterhin als externe Eventberaterin für das Unternehmen aktiv.

23. Februar 2017 – 17:42
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Die Familie Sawiris ist in Ägypten eine große Nummer. Während der in der Touristik bekannte Samih Sawiris sein Geld mit der Entwicklung großer Immobilien-, Städtebau- und Hotelprojekte verdient, ist Bruder Naguib Sawiris mit der Telekommunikation reich geworden. Ein weiterer Bruder, Nassef, sitzt im Vorstand des französischen Bauunternehmens Lafarge Holcim. Naguib und Samih haben gemeinsam, dass sie kein Blatt vor den Mund nehmen und sich gerne auch zu Themen außerhalb ihres Geschäftsbereiches äußern. Und ebendies könnte die Online-Bildredaktion der staatlichen ägyptischen Zeitung Al Ahram in die Verwirrung getrieben haben. Sie berichtete, dass Naguib aus der von ihm selbst 2011 mitgegründeten "Partei freier Ägypter" nach internen Machtkämpfen ausgeschlossen worden sei. Ein darüber montiertes Foto zeigt allerdings Samih, was auch die Bildunterschrift nicht verschweigt. Bleibt nur zu hoffen, dass wenigstens die Partei den Richtigen über seinen Ausschluss in Kenntnis gesetzt hat.

23. Februar 2017 – 16:48
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Dann erhalten Bundesbürger das Dokument in einer modernisierten Version. Die neue Reisepassgeneration arbeitet lauf Bundesinnenminister Thomas de Maizière mit "modernsten Materialien und zeitgemäßen Sicherheitsmerkmalen". Die bisherige Hardcover-Passdecke wird durch eine kleinere, flexiblere Passdecke ersetzt. Vorder- und Rückseite zeigen verschiedene Prägungen. Neu ist eine Passkarte aus Polycarbonat mit eingebettetem Sicherheitsfaden, der mit der Dokumentennummer sowie dem Namen des Reisepassinhabers beschriftet ist und vor Fälschungen schützen soll. Neu sind auch ein integriertes Fenster mit Linsenstruktur und das Bild des Reisepassinhabers auf der Titelseite. Geplant ist, die neue Version in sieben Varianten auszugeben: mit 32 Seiten oder auf Wunsch für Vielreisende mit 48 Seiten, zudem als Diplomaten- oder Dienstpass sowie als Reiseausweis für Staatenlose, Flüchtlinge und Ausländer.

Die Gebühr für das Papier wird von 59 Euro auf 60 Euro aufgerundet. Menschen, die das 24. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, zahlen weiterhin 37,50 Euro. Aktuelle Reisepässe behalten ihre Gültigkeit bis zum Ablauf des jeweiligen, auf der Passkarte angegebenen Gültigkeitsdatums.

22. Februar 2017 – 17:50

Der Verband versucht zur Abwechslung mal, mit anderen Themen als internen Querelen Schlagzeilen zu machen. Dabei besinnt er sich auf seine Rolle als Unternehmerverband. Gemeinsam mit elf anderen Verbänden innerhalb des "Bundes der Selbststständigen Deutschland“ hat er ein Forderungspapier verfasst, in dem er sich gegen die geplante Einbeziehung Selbstständiger in die Rentenversicherungspflicht wendet. Zusammengefasst argumentiert das Papier, eine Pflichtversicherung für Selbstständige erhöhe nur die Hürden für den Einstieg ins Unternehmertum, ohne die bestehenden Probleme der Rentenversicherung zu lösen.

Zudem sei keineswegs belegt, dass bei Selbständigen im Alter eine erhöhte Armutsquote bestehe. Vielmehr lasse sich anhand von Zahlen des Instituts der Deutschen Wirtschaft "nachweisen, dass mehr als vier mal so viele Angestellte, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, im Alter vermögenslos sind, wie Selbstständige, die ihre Altersvorsorge selbst in die Hand genommen haben“. Für Selbstständige müsse es neben der Rentenversicherung ein Wahlrecht zur Einzahlung auch in andere, privatwirtschaftlich organisierte Altersvorsorgeangebote geben, fordern die Verbände. Dabei sei es wichtig, dass Unternehmer die Möglichkeit hätten, ihre Vorsorgebeiträge in Krisenzeiten zu senken um die daraus resultierenden Ausfälle bei guter Konjunktur wieder zu kompensieren. Da Selbstständige, anders als Arbeitnehmer, ihre Krankenversicherung und Altersvorsorge alleine finanzieren müssten, sollten sie von der verpflichtenden Altersvorsorge ausgenommen werden, wenn sie ausreichende Eigenvorsorge oder Vermögen nachweisen könnten, heißt es in dem Papier.

Es gebe nur einen Grund, um Selbständige zur Zahlung in die gesetzliche Rentenversicherung zu verpflichten, schreibt die Verbände-Allianz weiter: „Die Umstellung auf eine gesamtgesellschaftliche solidarische Rentenversicherung, unter Einbeziehung aller anderen bisher nicht verpflichteten Berufsgruppen, einschließlich der Beamten und Abgeordneten.“ Eine solche grundsätzliche Reform sei allerdings derzeit nicht in Sicht. Favorisieren würde der Unternehmerverbund ein dreistufiges Modell wie in der Schweiz, das neben einer Pflichtversicherung für die Grundversorgung betriebliche Vorsorge und private Maßnahmen für höhere Ansprüche umfasst.

22. Februar 2017 – 16:59
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31,1 Millionen Übernachtungen für 2016 bedeuten gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 2,7 Prozent. Die Gesamtzahl der Gäste stieg um 2,9 Prozent auf 12,7 Millionen, die der ausländischen Besucher um 3,7 Prozent auf gut fünf Millionen. Damit nimmt die touristische Nachfrage für die Bundeshauptstadt zwar weiter zu. Doch das Wachstum vollzieht sich vor allem bei ausländischen Besuchern längst nicht mehr so rasant wie in den Vorjahren. Die internationalen Gäste sorgten 2015 noch für eine Zunahme der Übernachtungen um gut neun Prozent, während die Ankünfte um knapp acht Prozent zulegten.

Deutlich an Beliebtheit gewonnen hat Berlin 2016 bei Spaniern (+13,9%), Briten (+9,2%) und Franzosen (+7,9%). Dagegen stagnierten die Einreisen aus den USA; Quellmärkte wie Schweden (-3,7%) die Schweiz (-2,4%) und die Niederlande (-1,9%) verzeichneten sogar eine rückläufige Tendenz.

Besser als Berlin schlug sich im vergangenen Jahr Hamburg. Insgesamt 6,6 Millionen Gäste sorgten im Jahr 2016 für 13,3 Millionen Übernachtungen. Das entspricht einem Zuwachs von 5,5 Prozent.

22. Februar 2017 – 14:00
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Getrennte Bezahlvorgänge bei der Vermittlung verbundener Reiseleistungen bedeuten das Aus dieses Geschäfts, ist mehr als jedes zweites Reisebüro überzeugt. "Daran wird der Verkauf scheitern. Das Ganze ist kaum vermittelbar", antworteten 55 Prozent der Agenturen in einer Umfrage des Deutschen Reiseverbandes (DRV). 41 Prozent glauben zwar, dass dies nicht einfach wird, "wahrscheinlich werden die Kunden das aber meist hinnehmen". Schließlich gehe das Reisebüro damit auf den besonderen Kundenwunsch ein.

Die meisten individuell reisenden Kunden fragen drei bis fünf Bausteine an (56 Prozent), etwa für Flug, Hotel, Transfer oder Mietwagen. Damit das Reisebüro nicht in die Veranstalterhaftung kommt, müsste es jede einzelnen Leistung komplett separat abschließen und berechnen. "Das ist bürokratisch, praxisfern und droht die Kunden aus dem Reisebüro zu vertreiben", sagt DRV-Hauptgeschäftsführer Dirk Inger.

Sollte diese Vorschrift kommen, sagen 88 Prozent der Reisebüros, "der bürokratische Mehraufwand wird immens steigen". Zehn Prozent erwarten dann zwar auch deutlich mehr Arbeit, das bleibe aber "letztlich noch überschaubar".

An der DRV-Umfrage haben sich 1.774 Reisebüros beteiligt; sie ist also durchaus aussagekräftig. Dem Verband liefert die Umfrage Argumentationshilfe, um bei der Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie in deutsches Recht vorgeschriebene getrennte Bezahlvorgänge für verbundener Reiseleistungen doch noch zu kippen.

Am Montag, 23. Januar, gibt es im Bundestagsausschuss Recht und Verbraucherschutz eine Anhörung, zu der DRV-Präsident Norbert Fiebig als Sachverständiger geladen ist. Er hat nicht nur mit dem Umfrageergebnis Rückenwind aus den Reisebüros. Zudem hat der Aufruf des Verbandes an die Branche, mit Mustertexten Bundestagsabgeordnete und -ausschüsse auf die Probleme mit dem Gesetzestext hinzuweisen, mehr als 68.000 Briefe und E-Mails generiert.

 

 

21. Februar 2017 – 20:16
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Nach Informationen der spanischen Zeitung "Diario de Mallorca" will die Flughafenbehörde Aena den Flughafen auf Mallorca ausbauen, um seine Kapazität bis 2021 stufenweise um 21 Prozent zu steigern. Dann soll die Zahl der Passagiere, die maximal befördert werden können, von heute 26,3 Millionen auf 32 Millionen im Jahr wachsen. Statt wie bisher 66 Flugbewegungen pro Stunden sollen bis zu 80 möglich sein.

Die Pläne riefen sogleich den balearischen Tourismusminister auf den Plan, der davon offenbar aus den Medien erfahren hatte. Die "Mallorca Zeitung" zitiert ihn mit den Worten, diese Vorgehensweise zeige die zentralistische Haltung, mit der die halbstaatliche Flughafenbehörde Aena ihre Politik betreibe, ohne die Regionen in die Planung mit einzubeziehen. Es sei "nicht hinnehmbar, dass über die Anzahl der Flüge und die Kapazität der Touristenbeförderung des Flughafens entschieden wird, ohne diejenigen einzubeziehen, die für die Tourismus-Politik, die öffentliche Infrastruktur und die Dienstleistungen für die Bevölkerung verantwortlich sind", sagte der Minister nach Angaben der Zeitung.

Dass der Streit um das Projekt eine Fortsetzung erfährt, ist absehbar. Denn zum einen klagt das Flughafenpersonal bereits heute darüber, dass es während der Hochsaison überlastet sei. Und zum anderen flammte in diesem Jahr erneut die Debatte darüber auf, wie viele Besucher Mallorca eigentlich verträgt. Die Insel hatte 2016 wegen der schwachen Nachfrage für andere Ziele wie die Türkei, Ägypten oder Tunesien einen Besucherrekord aufgestellt. 

21. Februar 2017 – 17:11
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Der Turrialba in Costa Rica hat seine Aktivitäten nach mehrmonatiger Pause wieder einmal verstärkt. Seit Mitte Februar stiegen über dem Hauptkrater des 3.340 Meter hohen Berges wiederholt Rauchsäulen auf, in der Region ging ein Ascheregen nieder. Der um den Vulkan herum gelegene gleichnamige Nationalpark ist bis auf Weiteres für Besucher gesperrt. Der Flugbetrieb am internationalen Flughafen Juan Santamaria in der Hauptstadt San José läuft aktuell planmäßig. Bei erneuten Eruptionen kann es aber zu Störungen kommen. Der Turrialba liegt rund 70 Kilometer östlich von San José. Er war zuletzt im September ausgebrochen. Damals musste der Flughafen wegen Rauch und Asche zeitweise geschlossen werden.