Der neue Reise vor 9 Magazin ist da!

10. April 2018 – 13:57

An das GDS angebundene Reisebüros können nun auch den "Basic"-Tarif der Lufthansa-Tochter buchen. Laut Sabre wird der Tarif wird über eine XML-Schnittstelle eingebunden. Bislang waren über Sabre lediglich die Traife "Smart" und "Best" buchbar, die teurer sind und Zusatzleistungen wie eingechecktes Gepäck und Bordverpflegung enthalten. Der "Basic"-Tarif umfasst neben dem reinen Flug lediglich Handgepäck. Er war bislang lediglich über die Eurowings-Website und die "Light-Ticketing"-Funktion von Amadeus buchbar.

09. April 2018 – 17:30

Es hatte sich abgezeichnet: Die Thomas-Cook-Fluggesellschaft beendet ihre Vertriebskooperation mit Laudamotion Ende April. Bis zum Ende des Monats werde die Zusammenarbeit noch fortgesetzt, heißt es. Die "operationelle Unterstützung" werde in den nächsten Wochen "geordnet an Laudamotion übergeben". Condor hatte den Verkauf von Flügen ab Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Zürich, Stuttgart, Basel und Wien für die Airline des Ex-Formel-1-Fahrers Niki Lauda übernommen. Dann kündigte überraschend Ryanair an, die Mehrheit an der Airline übernehmen zu wollen.

In der vergangenen Woche hatten bereits die Veranstalter des Mutterunternehmens Thomas Cook ihre Kunden, die auf Laudamotion-Flüge gebucht waren, auf Condor und andere Airlines umgebucht. Der Konzern bestätigt nun, dass diese Flugumbuchungen in Kraft bleiben. Betroffene Gäste sollen von Thomas Cook über die Änderungen informiert werden und neue Reiseunterlagen erhalten. Condor will Gäste, die über ihren Einzelplatzverkauf Laudamotion-Flüge nach dem 1. Mai gebucht haben, "in den nächsten Tagen zum weiteren Vorgehen kontaktieren". Kunden, die ihren Flug im Rahmen einer Pauschalreise bei einem Veranstalter gebucht haben, würden gebeten, sich an den jeweiligen Veranstalter zu wenden, heißt es.

 

09. April 2018 – 16:56
irmanhc

Die Experten der Colorado State University erwarten für 2018 eine leicht überdurchschnittlich aktive Hurrikan-Saison. Insgesamt rechnen die Fachleute mit 14 Tropenstürmen, von denen sieben Geschwindigkeiten von mindestens 120 Stundenkilometern, also Orkanstärke, haben könnten. Für drei dieser Orkane wird mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 179 Stundenkilometern gerechnet. Im Schnitt der Jahre 1981 bis 2010 gab es in einer Hurrikansaison zwölf tropische Stürme, sechs Hurrikane und zwei schwere Hurrikane.

Für ihre Frühprognose machen die Forscher eine Reihe von Faktoren geltend. So bewege sich die Temperatur in den tropischen Bereichen des Atlantiks derzeit nahe beim langjährigen Durchschnitt, so dass davon keine signifikante Beeinflussung der Hurrikanaktivität ausgehen werde. Das Wetterphänomen La Niña, das unter anderem zu verstärkter Sturmaktivität in Nordamerika führt, habe sich in den vergangenen Wochen abgeschwächt, und die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Jahr ein nennenswerter El-Niño-Effekt auftrete, der relativ wenige Stürme im Atlantik, dafür aber mehr Windaktivität im mittleren Nordpazifik bringt, sei relativ gering.

2017 lagen die Forscher zunächst falsch. Die Hurrikan-Saison 2017 war bekanntlich eine der bislang heftigsten in der Geschichte. Meteorologen messen die Intensität über die Akkumulierte Zyklone-Energie (ACE), eine Kombination aus Stärke und Dauer von Tropenstürmen und Hurrikans. Der durchschnittliche ACE-Wert für eine Hurrikan-Saison in der Karibik liegt bei 92 Einheiten. Nach Angaben der Colorado State University betrug der ACE-Wert für das vergangene Jahr 226 Einheiten. Damit war 2017 das fünftheftigste Hurrikan-Jahr nach 1893, 1926, 1933 und 2005. Vor Beginn der Saison hatten die Forscher zunächst noch mit einem eher ruhigen Verlauf gerechnet, dann aber ihre Prognosen geändert. Denn die Saison begann schon am 19. April mit dem tropischen Sturm "Arlene".

Später richteten vor allem "Harvey", "Wilma" und "Maria" schwere Verwüstungen an. Während etwa die Dominikanische Republik und Kuba noch relativ glimpflich davonkamen, wurden andere Inseln in der Karibik, wie etwa Sint Maarten, geradezu zerstört. Einige Inseln werden erst im Oktober dieses Jahres wieder den touristischen Betrieb voll aufnehmen können. Puerto Rico war monatelang in weiten Teilen des Landes ohne Strom und die Florida Keys arbeiten bis heute an der Schadenbeseitigung von Hurrikan Irma.

 

09. April 2018 – 15:42
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Die Luftfahrtorganisation Iata hat zusammen mit dem Zertifizierungsunternehmen CEIV ein neues standardisiertes Programm zur Verbesserung des Transports lebender Tiere angestoßen. Das Programm mit dem Titel „CEIV Live Animals“basiert auf den bestehenden „Live Animal Regulations“ der Iata. Im Mittelpunkt der neu aufgelegten Aktivitäten stehen neben der Auditierung der Transportbedingungen entlang der gesamten Kette vor allem Trainings, um das Wissen der Airline- und Flughafenmitarbeiter über die vierbeinige, gefiederte oder beflosste Fracht zu verbessern.

Obwohl im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit, wie jüngst im Fall einer während des Fluges gestorbenen französischen Bulldogge bei United Airlines, meist das Schicksal von Hunden oder auch Katzen auf Reisen steht, umfasst das Anforderungsspektrum für die Fluggesellschaften weitaus mehr als das. So berichtet Tim Strauss, der beim Pilotpartner des Projekts, Air Canada, den Cargobereich leitet: "Ob es um Familien geht, die ihr Haustier zum neuen Wohnsitz bringen, um Schafherden, die in eine neue Umgebung transportiert werden oder um Zootiere: Lebendige Tiere zu befördern, ist eine äußerst komplexe, genau zu planende Aufgabe. Sichere, gesunde und humane Trannsportbedingungen zu gewährleisten, erfordert genaue Koordination entlang der gesamten Beförderungskette."

Zehntausende Hunde und Katzen, Millionen Fische. Was das bedeutet, verdeutlich Robert Quest, stellvertretender Direktor für Gesundheit im Tierankunftszentrum des Flughafens London-Heathrow, der ebenfalls als Pilotpartner an den Projekt teilnimmt. Vergangenes Jahr haben wir allen 16.000 Hunde und Katzen, 400 Pferde, 200.000 Reptilien, 2.000 Vögel und 28 Millionen Fische in Empfang genommen. Sicherheit und Wohlbefinden dieser Tiere stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Deshalb arbeiten wir gerne zusammen mit der Iata daran, das Programm voranzubringen  und weltweite Standards zu entwickeln.“ Auch bei Lufthansa ist der Transport von Tieren ein wichtiges Thema. Laut Website fliegt etwa Lufthansa Cargo pro Jahr 150 Zootiere, 2.000 Pferde, 8.000 Schweine, 15.000 Hunde und Katzen sowie 80 Millionen Fische.

Das Projekt beschäftigt sich nicht nur damit, wie welche Tiere befördert werden. Bisweilen ist auch die Verhinderung des Transports notwendig. Denn für rund 36.000 Tiere und Pflanzenarten unterliegt der Transport aufgrund des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen, den 182 Staaten und die EU unterzeichnet haben, strengen Regulierungen. Zudem gehe es bei der Arbeit an besseren Transportbedingungen nicht allein um Faktoren wie angemessene Temperaturen, den richtigen Luftdruck und ausreichende Sauerstoffversorgung, weiß die Iata. Gerade weil die Beförderung in Transportboxen für die tierischen Fluggäste das Eintauchen in eine ungewohnte Umgebung bedeute, spielten auch emotionale Aspekte und der richtige Umgang mit den Reaktionen der Tiere eine bedeutende Rolle. Diese sollten bei der Entwicklung des "CEIV Live Animals"-Programms verstärkt berücksichtigt werden.    

 

09. April 2018 – 14:39
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Die Lufthansa City Center haben am Montag in Ulm den ersten "LCC Fyne Travel Store" eröffnet. Als erste Franchise-Nehmerin geht Ann-Kathrin Brauchle mit dem neuen Konzept ins Rennen. "Unser neues Büro ist kein Reisebüro im herkömmlichen Sinne", erklärt Brauchle. "Wir sehen uns eher als eine Reisegalerie, in der nach Terminvereinbarung besonders hochwertige Reisen individuell ausgearbeitet werden."

Dieses Vertriebskonzept schlägt sich auch im Raum- und Gestaltungskonzept nieder, das LCC gemeinsam mit der dänischen Architektin Mikala Holme Samsøe entwickelt hat. Bunte Katalogwände und traditionelle Büroeinrichtungen wie Schreibtische sucht man vergeblich. Vielmehr soll das Interieur wie auch die angebotenen Reisen Individualität ausstrahlen. Ausgewählte Teppiche, Vorhänge und Designer-Möbel zum Anfassen, Raumdüfte zum Riechen und Deko-Elemente sowie ein ausgeklügeltes Lichtkonzept zum Anschauen sollten alle Sinne ansprechen, heißt es von LCC. Passend zum Selbstverständnis einer "Galerie" werden auch die Schaufenster gestaltet, zum Beispiel mit Bildern auf Staffeleien.

Die Reiseberater heißen hier "Fyne Experts". Sie können Kunden in zwei verschiedenen Beratungssituationen betreuen – entweder in einer gemütlichen Atmosphäre wie an einem Küchentisch oder diskreter und abgeschirmter auf einer Couch. Moderne Technik mit iPads und Bildschirmen wurde in dieses Ambiente eingepasst.

 

09. April 2018 – 14:00
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Vor der dritten Verhandlungsrunde im Öffentlichen Dienst am kommenden Wochenende hat die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di von Dienstag an zu ganztägigen Warnstreiks in Deutschland aufgerufen. Davon sind auch die Flughäfen betroffen. So warnen die Flughäfen Frankfurt, München, Köln und Bremen und Bremen auf ihren Websites vor "erheblichen Verzögerungen im Betriebsablauf sowie Flugausfällen".

Abfluggates bleiben geschlossen. Am größten deutschen Airport in Frankfurt sollen unter anderem die Sicherheitskontrollstellen zum Abfluggate A und Z  im Terminal 1 geschlossen bleiben. Damit bestehe für Passagiere, die in Frankfurt mit Abfluggate A oder Z  einchecken, kein Zugang zu diesem Bereich. "Diese Passagiere werden ihre Flüge nicht erreichen", heißt es auf der Flughafen-Website. Darüber hinaus sei ganztägig mit erhöhten Wartezeiten an den übrigen Kontrollstellen zu rechnen. Durch Kundgebungen der Streikenden am Flughafen könne es zudem zu Behinderungen im Straßenverkehr mit verlängerten PKW-Anreisezeiten kommen. Reisende sollten sich rechtzeitig bei der Airline über den Status ihrer Flüge erkundigen und erst gar nicht zum Flughafen reisen, wenn ein Flug annulliert worden sei und keine Umbuchungsmöglichkeit bestehe.

Lufthansa streicht 800 Flüge. Die größte deutsche Fluggesellschaft muss nach eigener Aussage aufgrund des Verdi-Streiks an den verschiedenen Flughäfen am Dienstag mehr als 800 der ursprünglich geplanten 1.600 Flüge streichen, davon 58 Langstreckenverbindungen. Von den Flugstreichungen seien rund 90.000 Fluggäste betroffen. Am Mittwoch, 11. April,  soll der Flugbetrieb wieder planmäßig stattfinden, kündigt die Airline an. Auf innerdeutschen Strecken können Lufthansa-Fluggäste die Deutsche Bahn nutzen, unabhängig davon, ob ihr Flug gestrichen wurde. Dazu könnten sie ihr Ticket unter "Meine Buchungen" auf Lufthansa.com in einen Fahrschein der Deutschen Bahn umwandeln, teilt die Fluggesellschaft mit.

Ferienflieger Condor versucht indes, dem Streik auszuweichen und bei einigen Flügen die Abflugzeiten und Abflugorte geändert. Details dazu finden Sie hier.

Auf den nachfolgend genannten Flughafen-Websites können sich Kunden über den aktuellen Status ihres Fluges erkundigen:

www.frankfurt-airport.com

https://www.munich-airport.de/fliegen-umsteigen-86180#departures

https://www.koeln-bonn-airport.de/fluege/abflug-ankunft.html

http://www.bremen-airport.com/nc/fluginfo/fluege/tagesflugplan/

Busse und Bahnen ebenfalls betroffen. Auch im öffentlichen Nahverkehr mehrerer Bundesländer sind Streiks geplant. Busse und Bahnen solen in Nordrhein-Westfalen ebenso bestreikt werden wie in Niedersachsen. Unter anderem soll in Hannover der nahverkehr stillstehen. Am Donnerstag sollen auch die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) und der Stadtverkehr Esslingen bestreikt werden, wovon laut Ver.di der öffentliche Nahverkehr im Großraum Stuttgart "sehr stark betroffen" sein dürfte. Am Mittwoch tritt der öffentliche Nahverkehr der Landeshauptstadt Wiesbaden in den Ausstand. Auch in Rheinland-Pfalz und im Saarland sollen bis Freitag Streiks im Nahverkehr stattfinden.

 

08. April 2018 – 17:20
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Eurowings-CEO Thorsten Dirks will mit Reiseveranstaltern und anderen Leistungsträgern enger zusammenarbeiten, um den Internetgiganten nicht das Geschäft zu überlassen. „Wir wollen den Kunden von der ersten Inspiration bis zum Abschluss der Reise begleiten und dabei wesentlich mehr anbieten als nur günstige Flüge“, sagt er im Interview mit dem Handelsblatt.

Industrielösung oder Scheitern

Dirks will auch an die Kundendaten ran.Wir führen hier erste Gespräche etwa mit Reiseveranstaltern. Die Branche muss neu denken, über neue Geschäftsmodelle der Zusammenarbeit. Ich glaube, dass sich alle Seiten hier künftig öffnen werden.“ Es gebe hier nur zwei Möglichkeiten: „Entweder wir überlassen das Geschäft den großen Internetkonzernen, oder wir schaffen es, eine Industrielösung hinzubekommen – immer unter Berücksichtigung der Datenschutzrichtlinien. Wir werden scheitern, wenn wir das digitale Geschäft segmentieren.“

Derzeit entwickle Eurowings eine digitale Plattform, die „für Kunden der Erlebnis- und Reisepartner der Zukunft werden“ und „alle wesentlichen Teile der Reisekette unter einem Dach zusammenführen, kommunizieren und vermarkten“ soll, so Dirks, der vor gut einem Jahr vom Mobilfunkanbieter O2 zur Lufthansa-Tochter wechselte. In fünf Jahren werde Eurowings nicht mehr nur eine Airline, sondern "ein digitales Unternehmen mit angeschlossenen Flugbetrieben sein."

05. April 2018 – 18:13

Während Thomas Cook gestern die Zusammenarbeit mit der österreichischen Airline nach eigener Aussage "vorsorglich" und um die "Beförderung seiner Gäste jederzeit gewährleisten zu können", auf Eis gelegt und Flüge auf andere Gesellschaften wie die hauseigene Condor umgebucht hat, sieht Konkurrent DER Touristik die Situation weiterhin entspannt. Jörgen Bongartz, Leiter des Flugeinkaufs, erklärt gegenüber Gloobi.de, DER Touristik Deutschland habe über den Vertrieb der Condor auch Kunden auf Laudamotion-Flügen gebucht. Vertragspartner sei in diesen Fällen Condor und nicht Laudamotion. „Wir gehen davon aus, dass Condor die Beförderung unserer Gäste sicherstellt und stehen dazu in engem Austausch“, so Bongartz. Aktuell biete Condor DER Touristik allerdings keine  Laudamotion-Flüge mehr an.

Die Airline selbst wollte sich auf Anfrage nicht direkt zu der Aktion von Thomas Cook äußern. "Unabhängig zu den aktuellen Spekulationen hinsichtlich des Tour-Operator-Vertriebs unserer Flüge über Thomas Cook, können wir unseren Kunden versichern, dass wir unser derzeitiges Flugprogramm wie geplant durchführen werden", erklärte eine Sprecherin. Das Statement von Thomas Cook hatte implizit Zweifel daran geäußert, dass nach der geplanten Übernahme der Mehrheitsanteile von Laudamotion durch Ryanair ein stabiler Flugbetrieb zur Beförderung der Veranstaltergäste gesichert ist.

Reisebüros berichten unterdessen, dass in der Sache zwischen Thomas Cook und Laudamotion das letzte Wort offenbar noch nicht gesprochen sei. Das Servicecenter des Konzerns habe die Auskunft erteilt, dass noch keine finale Umbuchung der Flüge erfolgt sei.

05. April 2018 – 17:09

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass ein Touristikunternehmen Vereinbarungen verkündet, mit deren Hilfe Kunden die zum 1. April von Air France/KLM eingeführte GDS-Gebühr nicht zahlen müssen. So meldete Amadeus und Travelport jüngst, dass sie in diesem Sinne technische Lösungen für ausgewählte Kunden geschaffen und sich darüber mit Air France/KLM verständigt hätten. Geschäftsreiseanbieter BCD Travel handelte für seine Kunden ebenfalls die Befreiung von der GDS Charge aus. Und nun bestätigt auch die Expedia Group, dass ihre Kunden für Urlaubs- und Geschäftsreisen auf sämtlichen europäischen Märkten inklusive Großbritanniens und der Schweiz nicht die Zusatzgebühr von elf Euro pro einfacher Strecke zahlen müssen. Die Vereinbarung gelte für Expedia, Ebookers und Egencia. Zudem hätten sich die Expedia Group und Air France/KLM sowie ausgewählte GDS-Partner dazu verpflichtet, bei der NDC-Integration zusammenzuarbeiten, teilt Expedia mit. Letzteres ist eine Bedingung seitens der Airlines dafür, auf die GDS-Gebühr zu verzichten. Mittels des NDC-Standards soll die Sichtbarkeit von Zusatzleistungen verbessert und letztlich deren Vertrieb angekurbelt werden.

 

 

04. April 2018 – 17:07
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Seit dem Vormittag überschlugen sich in den einschlägigen Gruppen der Social Media die wütenden Kommentare von Reisebüros. Die Thomas-Cook-Veranstalter hätten alle Reisen, die auf Flüge mit Laudamotion gebucht waren, auf Condor-Verbindungen umgebucht, hieß es da. Einem Expedienten wurde auf Nachfrage vom Servicecenter mitgeteilt, dass sämtliche Laudamotion-Flüge im System gesperrt seien, da man die Durchführung nicht mehr garantieren könne.

Nicht wenige Reiseprofis klagten, dass die neuen Flugverbindungen zum Teil deutlich schlechtere Flugzeiten böten. Manche Kunden wollten dies nicht akzeptieren. Der Konzern selbst ging auf Anfrage zunächst auf Tauchstation. Später hieß es in einem Statement: "Nach Bekanntgabe der geplanten Übernahme der Mehrheitsanteile von Laudamotion durch Ryanair hat sich Thomas Cook als Veranstalter vorsorglich dazu entschlossen, eine Flugalternative bereitzuhalten, um die Beförderung seiner Gäste jederzeit gewährleisten zu können."

Auf der Website der Thomas-Cook-Airline Condor, die mit Laudamotion ein Vertriebsabkommen geschlossen hat, sind die Flüge mit der österreichischen Airline unterdessen weiterhin buchbar. Zu den Gründen, aus denen Thomas Cook nun sämtliche Flüge des Carriers aus dem Veranstalterprogramm nimmt, wollte der Konzern keine weiteren Angaben machen. In Branchenkreisen kursieren vor allem zwei Spekulationen. Eine davon rankt sich darum, dass Laudamotion mit Personalmangel zu kämpfen habe, was die Stabilität des Flugbetriebs gefährden könnte. Dazu passt, dass Airline-Chef Niki Lauda in der vergangenen Woche deutliche Gehaltssteigerungen für das fliegende Personal angekündigt hatte. Dass der als knauserig geltende Lauda dies ohne größere Not ankündigen würde, ist nicht anzunehmen.

Eine weitere Variante wäre, dass Thomas Cook den Laudamotion-Gesellschafter Ryanair nicht auf Umwegen unterstützen will. Zwar hatte Condor, die über ihre Vertriebskanäle Flüge der österreichischen Fluglinie vertreibt, nach Bekanntwerden der geplanten Übernahme erklärt, die Zusammenarbeit  sei deshalb nicht gefährdet. In einem Statement hieß es dazu: "Wir freuen uns für Niki Lauda, in Ryanair einen starken Partner gefunden zu haben, der den Business Plan von Laudamotion unterstützt. Unsere Kooperation besteht natürlich fort und wird von den heutigen Nachrichten nicht berührt." Nun scheint zumindest das Mutterunternehmen mit seinen Veranstaltermarken, über die ein Großteil der via Condor angebotenen Laudamotion-Sitze vermarktet werden sollte, seine Meinung geändert zu haben.

Christian Schmicke