22. Juni 2018 – 13:46
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Die US-amerikanische Transportation Security Administration (TSA) führt zum Ende des Monats eine neue "Powder Rule" ein. Demnach sollen pulverartige Substanzen über 350 Milliliter im Handgepäck auf allen Flügen in die USA einer genaueren Prüfung unterzogen werden. Finden die Prüfer nicht eindeutig heraus, worum es sich handelt, wird das Pulver eingezogen. US-Fluggesellschaften wie American Airlines raten deshalb nun, Kosmetik, Gewürze, Proteinmischungen und weitere Pulversubstanzen über 350 Milliliter mit dem Gepäck einzuchecken und nicht im Handgepäck mitzuführen.

Wie der US-Nachrichtensender "CNN" berichtet, reagiert die TSA damit unter anderem auf einen vereitelten Anschlag auf ein Flugzeug der Fluggesellschaft Etihad in Australien. Dort versuchten Attentäter, eine selbst gebastelte Bombe, die unter anderem aus Pulver bestand, an Bord einer Maschine zu bringen. Ihr Plan wurde jedoch während der Sicherheitskontrolle entdeckt. Laut "CNN" ist der vereitelte Anschlag nicht der einzige Grund für die Verschärfung der Kontrollen. Nach Aussage eines TSA-Sprechers stellen immer ausgefeiltere Sprengstoffe auf Pulverbasis eine wachsende Gefahr dar.

21. Juni 2018 – 18:05
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„Wir sind bereit, Kunden auf unseren Websites an Reisebüros weiterzugeben. Das ist revolutionär“, sagt Carsten Seeliger, Vertriebsgeschäftsführer von Thomas Cook. Er glaubt, mit seinem neuen Omnichannel-Paket einen großen Wurf gelandet und einen Weg gefunden zu haben, Online und Offline zu versöhnen und gemeinsam mehr Geschäft zu machen. Ihm sei es letztlich egal, woher eine Buchung komme, Hauptsache sie sei im Kasten.

„Die Kunden springen wie wild zwischen Online, Telefon und Reisebüro hin und her“, sagt Georg Welbers, Direktor Omnichannel Marketing, Sales und E-Commerce. Diesem Verhalten wolle man Rechnung tragen und die einmal interessierten Kunden zur Buchung bringen – egal wo. Von 100 Besuchern auf der Website bucht in der Regel noch nicht einmal einer seine Reise durch. Diese sogenannte Conversion-Rate von normalerweise 0,5 bis 1 Prozent lasse sich auf 15 bis 25 Prozent steigern, wenn man die Urlaubssuchenden ans Telefon bekommt. Ins Reisebüro weitergeleitet, liege die Erfolgsquote noch höher.

Seit gut einem Jahr experimentiert Thomas Cook mit dem Omnichannel-Vertrieb. Welbers hat mehr als 20 Maßnahmen getestet, wie man Brücken zwischen Internet und stationärem Vertrieb schlägt. Jetzt hat er daraus ein Omnichannel-Paket entwickelt, das zunächst im Eigenvertrieb eingeführt wird. „Wir wollen aber auch den Drittvertrieb mitnehmen“, sagt er. Wegen des Gebietsschutzes sei die Zahl begrenzt. Welbers sieht Platz für etwa 500 Agenturen.

Und so sieht das Omnichannel-Paket von Thomas Cook aus:

Website: Auf den deutschen Homepages des Konzerns (thomascook.de, neckermann-reise.de, urlaub.de usw.) wird an mehreren Stellen prominent im Such- und Buchungsprozess der Reisebürofinder eingebaut, der teilnehmende Agenturen in der Nähe nennt und auf einer Google-Maps-Karte zeigt. Interessenten können Angebote auf einem Merkzettel speichern und mit dem Code ins Reisebüro gehen und dort buchen. Zudem hat Cook ein „Preisinformer“-Tool programmiert, das Reisebüros auf ihrer Website integrieren können. Damit können Kunden Specials abonnieren.

Google: Um bei der Suchmaschine besser gefunden zu werden, helfen ein Business-Profil und Bewertungen von Kunden. Beides nimmt Cook für Reisebüros in die Hand, aktualisiert den Account etwa mit Öffnungszeiten und fordert die Kunden des Reisebüros in E-Mails zu Bewertungen auf Google auf. Beides zahle erheblich auf die lokale Präsenz bei Google ein.

Facebook: Cook bespielt die Facebook-Seiten der Reisebüros zentral mit passenden Posts. Zudem haben die Reisebüros Zugriff auf eine Bibliothek vorgefertigter Facebook-Posts zu den unterschiedlichsten Themen.

Schulungen: Expis werden fit gemacht in Social Media, es gibt Webinare und Erklärvideos. Dazu exklusive 360 Grad Inforeisen.

Für eine Teilnahme solle sich Reisebüros zwei Jahre verpflichten. Im ersten Jahr kostet das Omnichannel-Paket nichts. Im zweiten Jahr fallen monatlich 29 Euro an. Die bekomme das Reisebüro aber zurück, wenn es vorher vereinbarte Umsatzziele erreiche, sagt Welbers.

Drei weitere Features können Reisebüros dazu buchen. Einmal die zentral bespielten, interaktiven Travelscreens für Laden, Schaufenster, Straße oder auch für das Wartezimmer bei einem Arzt. Dafür gibt es je nach Bindung des Büros gestaffelte Preise. Cook übernimmt auf Wunsch kostenlos den Einkauf und das Management von Google-Anzeigen; das Reisebüro zahlt nur die Anzeigen selbst und legt dafür ein Budget fest. Noch im Aufbau ist eine Experten-Community für bestimmte Nischenmärkte.

Thomas Hartung

21. Juni 2018 – 17:42
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Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) hat 32.000 Deutschland-Reisende aus mehr als 60 Ländern nach ihrem persönlichen Lieblingsreiseziel gefragt und dabe erstaunliche Antworten zu Tage gefördert. Denn völlig überraschend führt das Miniatur-Wunderland in der Hamburger Speicherstadt mit der größten Modelleisenbahnanlage der Welt die Liste der 100 beliebtesten Reiseziele an. Auf den Plätzen folgen der Europapark Rust, Schloss Neuschwanstein, der Bodensee mit der Insel Mainau, Rothenburg ob der Tauber und die Dresdner Altstadt.

Ebenfalls in die Top 10 schafften es Altstadt und Schloss von Heidelberg, das Phantasialand in Brühl bei Köln, der Münchner Tierpark Hellabrunn und das Moseltal. Bemerkenswert das eher schwache Abschneiden des  Kölner Doms (Platz 11), des Münchner Marienplatzes (21), des Brandenburger Tors (37), des Schlosses Sanssouci (39), der Berliner Museumsinsel (48), des Aachener Doms (55) sowie der Stadt Weimar (73) und des Reichstags (90).

Nicht so weit vorn erwartet hätte man wohl den Freizeitpark Ravensburger Spieleland (Rang14), den Wildpark Bad Mergentheim (19), das Ferienzentrum Schloss Dankern im Emsland (30), den Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel (44) und den Schokoladenmarkt "ChocolArt" in Tübingen (45).

Michael Noe

 

21. Juni 2018 – 16:04
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Der Airlineverband „Airlines 4 Europe“ (A4E) schlägt Alarm. Es gebe eine dramatische Zunahme an Streiks bei den im Verband organisierten europäischen Fluggesellschaften. Demnach erhöhte sich allein in Frankreich die Zahl der Streiks um das Vierfache. Insgesamt mussten bislang 5000 Flüge aufgrund von Streiks abgesagt werden. Davon direkt betroffen waren etwa 784.000 Passagiere.

Zwei Dritttel  aller Streiks in Frankreich

Der europäischen Flugsicherung Eurocontrol zufolge hingen rund 30 Prozent der Verspätungen im Mai mit den Streiks der Fluglotsen zusammen. A4E folgert daraus, dass die europäische Wirtschaft Schaden nehme, da durch die Flugausfälle und Verspätungen neben der Unannehmlichkeiten für Fluggäste auch die Transportketten im Handel und des produzierenden Gewerbes unterbrochen werden. Eine Untersuchung von Price Waterhouse Cooper (PwC) zeige, dass sich die durch Streiks verursachten Kosten für die Wirtschaft innerhalb der EU zwischen 2010 und 2017 auf etwa 13,4 Milliarden Euro beliefen. Die Europäische Kommission zählte in der EU 357 Streiks seit 2005, davon seien 254 Frankreich zuzuordnen.

Eurocontrol erwartet aufgrund weiterer angekündigter oder angedrohter Streiks sowie wegen Kapazitätsengpässen einen Anstieg der Verspätungen für das Gesamtjahr 2018 um 53 Prozent (14,3 Millionen Minuten Verspätung im Jahr 2018 gegenüber 9,3 Millionen im letzten Jahr).

Britisch-irische Allianz

Der Chef der französisch-britischen IAG-Gruppe – ein Zusammenschluss von British Airways, Iberia, Aer Lingus, Vueling und Level –, Willie Walsh, will nun gemeinsam mit Ryanair-Boss Michael O‘Leary eine offizielle Beschwerde bei der EU-Kommssion einreichen. "Die Streiks zerstören den europäischen Luftverkehr und haben enorme Auswirkungen auf die Verbraucher. Es ist eine wirklich frustrierende Ursache für Störungen, die alle Fluggesellschaften betreffen, aber insbesondere den Tourismus und die Wirtschaft Spaniens erheblich beeinträchtigt", behauptet Walsh. Er und O’Leary beklagen außerdem den generellen Mangel an qualifizierten Fluglotsen in Europa.

Der Ryanair-Chef sieht insbesondere Großbritannien und Deutschland in der Pflicht. "Gerade an Wochenende verschanzen sich die Lotsenverbände dort hinter vorgeschobenen Ausreden, die die Probleme aufs Wetter oder auf ‚Kapazitätsengpässe‘ schieben, obwohl sie in Wahrheit die Dienstplanung für genug Personal nicht auf die Reihe kriegen". Deshalb müsse "dringend gehandelt werden", so O’Leary,  "wenn in der anstehenden Hauptreisezeit nicht abermals Tausende von Flügen gestrichen und Millionen von Passagieren stranden sollen".

AF

 

21. Juni 2018 – 15:40

Mit Spannung wird erwartet, ob touristischen IT-Anbieter die neuen Prozesse, die im Zuge des Inkrafttretens des neuen Reiserechts am 1. Juli erforderlich werden, rechtzeitig in den Griff bekommen. Unterdessen gerät die Debatte um den richtigen Zeitpunkt für die Ausgabe der vorvertraglichen Kundeninformation immer mehr zum Schlagabtausch. Den hatte sich zunächst Bewotec-Chef Bernhard Koller mit dem DRV geliefert, indem er erklärte, es sei früh genug, die Information zusammen mit der Reisebestätigung herauszugeben, was der Verband prompt bestritt.

Mehrere Lösungswege

Mittlerweile hat Koller klargestellt, dass er den von ihm beschriebenen Weg zwar nach wie vor für richtig hält, das Bewotec-System  Myjack biete Reisebüros aber mehrere Möglichkeiten, die Formulare herauszugeben. So könne die Herausgabe auch mit der Anmeldung vor der sogenannten „Aktion B“ erfolgen. Sobald der Kunde seine Bereitschaft zur Buchung bestätigt habe, könne der Verkäufer aus einer Buchungsanfrage einen Angebotsvorgang und daraus eine Reiseanmeldung erstellen, um dann das Formblatt und die Einreisebedingungen auszuhändigen. Auch die Aushändigung des Formblatts ohne vorherige Erstellung der Reiseanmeldung sei möglich, wenngleich sie den Nachteil habe, dass bei X-Buchungen der Nachweis fehlt, wenn der Kunde nach der Buchung nicht unterschreiben möchte. Den von ihm bevorzugten Weg der Herausgabe mit den Reiseunterlagen würden allerdings „alle Großkunden“ von Bewotec wählen, legt Koller nach.

Abteilung Attacke

Unterdessen hat sich auch der Chef der Techniksparte des Schmetterling-Reisebüroverbundes Schmetterling Technology, Ömer Karaca, zu Wort. Ohne Bewotec explizit zu nennen, kritisiert er: „Es scheint, als verfolge jeder große touristische Technikanbieter seinen eigenen Mythos zur technischen Umsetzung der Pauschalreiserichtlinie, vor allem in Bezug auf den Zeitpunkt der Formblattausgabe.“ Dabei priesen Softwareanbieter „nicht ausreichende Systeme als die ultimative Branchen-Lösung an oder interpretieren das neue Reiserecht falsch“.

Dass Karaca davon überzeugt ist, die Sache mit dem eigenen Unternehmen im Griff zu haben, versteht sich von selbst. „Für diese gesetzliche Anpassung haben wir in all unseren Technikprodukten smarte, produktübergreifende und in der Praxis einsetzbare Lösungen integriert. Unsere IT-Produkte sind nicht nur als Single-Lösung PRRL-konform, sondern auch übergreifend und verzahnt“, lobt er die eigene Lösung. Die Schmetterling -Lösung sei nicht nur „die einzige Software, die das automatische Erstellen der Formblätter im Beratungsprozess integriert hat“, sondern biete neben digitalen Unterschriftsmöglichkeiten auch hinterlegte Formulare und Sicherungsscheine sowie die Archivierung mit vollständiger Revisionssicherheit.

Den Anbietern ist offenbar klar, dass ihre Performance im Zuge des neuen Reiserechts für sie zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden kann. Ob dabei am Ende diejenigen die Nase vorn haben, die am lautesten klappern, wird sich zeigen.

Christian Schmicke

21. Juni 2018 – 14:01
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Einem Bericht des touristischen Fachblatts "Arecoa" zufolge fehlt bei fast drei Vierteln aller Reisebusse in der Dominikanischen Republikeine gültige Betriebslizenz. Dies habe wiederum Auswirkungen auf den Versicherungsschutz der Reisenden, so Michel Musa Banks, der Präsident des Verbands der Tour-Veranstalter in der Dominikanischen Republik, Opetur. Käme es zu einem Unfall in einem Bus mit abgelaufener Betriebslizenz, dann zahle manche Versicherung nicht, warnt Banks.

Die Pointe der Geschichte: Es liegt offenbar keineswegs an den Busunternehmen, das ihren Vehikeln gültige Lizenzen fehlen, sondern an der zuständigen Landesbehörde. Seit das Tourismusministerium die Verantwortung für die Ausstellung der Lizenzen an das nationale Institut für Verkehr und Landtransporte, Intrant, übertragen hat, wurden keine Lizenzen mehr ausgestellt. Die Behörde habe den notwendigen Prozess für die Verlängerung oder Neuausstellung noch nicht einmal angestoßen, kritisiert Banks. Er halte es für einen großen Fehler, Intrant damit zu beauftragen.

Zudem weist der Verbandsvertreter auf ein weiteres Problem hin: Neben den legalen Anbietern, deren Lizenzen häufig abgelaufen sind, gibt es eine Vielzahl von illegalen Anbietern, die erst gar keine Lizenz besitzen. Bereits mehr als die Hälfte aller Angebote seien illegal, so Banks. Er fordert vom Tourismusministerium, gegen die ungesetzlichen Verkäufe von Touren am Strand oder durch Mitarbeiter in Hotels vorzugehen. Vor allem die wichtigste touristische Region Punta Cana sei vom illegalen Verkauf und dem Anbieten nicht genehmigter Touren betroffen.

AF

21. Juni 2018 – 13:19
brief

Flugzeitenänderungen, neue Abflugorte, Verspätungen und Flugausfälle – die Performance der Lufthansa-Tochter Eurowings bietet schon länger Anlass zu Diskussionen. Auch im stationären Vertrieb sind die Unregelmäßigkeiten kurz vor Beginn der Sommerferien ein Riesenthema. Mehr als 100 Reisebüros, die sich auf Facebook in einer geschlossenen Gruppe von Reisebüroinhabern zusammengeschlossen haben, reicht es nun. In einem Brief, der Reise vor9 vorliegt, äußern sie ihren Zorn über die ständigen Pannen und drohen mit Konsequenzen.

"Wir sind nicht mehr bereit, den Unmut unserer Kunden über gehäufte Flugzeiten- und Flughafenänderungen alleine und auf unsere Kosten zu tragen", heißt es in dem Schreiben, das an den Eurowings-Vorstand. Besonders die zahlreichen Änderungen zu sehr frühen oder späten Abflügen träfen die Kunden, und darunter vor allem Familien mit Kindern, hart. Ein weiteres Ärgernis seien Flughafenänderungen, nach denen Kunden plötzlich statt von Köln ab Stuttgart fliegen sollten.

Flugzeiten- und Airportänderungen en masse

"Die Unzufriedenheit und der damit verbundene Ärger trifft uns Reisebüros regelmäßig und wird von Tag zu Tag größer", klagen die Reisebüros. Viele Kunden nähmen "bereits Abstand davon, Flüge mit Eurowings zu buchen", denn der Ruf der Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit eile der Airline mittlerweile weit voraus. "Für uns als Vermittler ist das Vertrauen in Ihre Gesellschaft und die Grundlage Eurowings mit gutem Gewissen zu verkaufen und zu empfehlen, nicht mehr gegeben", resümieren die Vertriebsprofis.

Für die Reisebüros resultiere aus der Situation eine Menge Mehrarbeit, die sehr viel Zeit koste, ohne dass sie dafür vergütet würden: "Seitens der Fluggesellschaften ist es selbstverständlich, dass die Verkaufsstellen keinen Verdienst erhalten, dafür aber 300 Prozent Serviceleistung am Kunden erbringen."

Frist bis Monatsende

Abschließend stellen die Reisebüros Eurowings ein Ultimatum. Sie erwarteten eine schriftliche Stellungnahme bis spätestens zum 30. Juni, in der sich die Airline dazu äußern solle, wie Sie sich eine angemessene Vergütung der Reisebüros für die geleistete Mehrarbeit vorstelle und welche Maßnahmen Sie anstrebe, um künftig gehäufte Flugzeitenänderungen zu unterbinden. "Sollte diese Frist fruchtlos verstreichen sehen wir uns leider gezwungen, Ihnen mit Wirkung vom 1. Juli jedwede Änderung von Flugzeiten und/oder Flughafen mit pauschal 50 Euro pro Buchung und Änderung in Rechnung zu stellen." 

Eurowings-Chef Thorsten Dirks hatte jüngst Probleme der Airline eingeräumt, diese aber in erster Linie auf Wetterkapriolen, Fluglotsenstreiks und Probleme bei den Sicherheitskontrollen an Flughäfen zurückgeführt. Gleichwohl gab er zu, dass das massive Wachstum nach der Airberlin-Pleite seine Airline vor Probleme stelle. So habe Eurowings in den vergangenen sechs Monaten 3.000 Mitarbeiter eingestellt und damit die Belegschaft in etwa verdoppelt. Außerdem seien dieses Jahr weitere rund 40 Flugzeuge dazugekommen. Das müsse man jetzt „erst einmal verdauen“.

Christian Schmicke

 

20. Juni 2018 – 18:01
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Mehr Provision für die eigenen Hotelmarken und die Wiederaufnahme von Aldiana ins Provisionsmodell machen Thomas Cook für Reisebüros noch interessanter. „Damit senden wir im Vertrieb ein wichtiges und klares Signal“, sagt Vertriebsgeschäftsführer Carsten Seeliger. Und das heiße Wachstum für Cook und seine Reisebüropartner.

Die Reaktionen aus den Reisebüros waren einhellig: „Aldiana ist zurück in der Familie“, meinten die einen. „Es kommt zusammen, was zusammengehört“, äußerten sich andere. Und jetzt, da Thomas Cook wieder Gesellschafter von Aldiana ist, folgt auch das Provisionssystem der neuen Konstellation. Vom nächsten Geschäftsjahr an zählen alle Aldiana-Reisen bei der Berechnung des Gesamtumsatzes mit.

Mit Aldiana und neuen Hotels schneller in eine höhere Umsatzklasse

So manches Reisebüro dürfte allein durch die Addition der Umsätze bei Thomas Cook in eine höhere Staffel aufsteigen. Denn die Umsatztabellen im Provisionssystem bleiben nahezu unverändert. Lediglich beim Wachstums-Incentive werden die Sprünge, für die es 0,05 Prozent extra gibt, statt 3, 6 und 9 Prozent künftig 5, 10 und 15 Prozent sein. Und: Reisebüros, die weniger als 175.000 Euro Umsatz mit Thomas Cook machen, erhalten künftig pauschal nur sieben Prozent.

Dafür hat Seeliger noch ein weiteres Goodie für die Reisebüros. Denn für alle Reisen mit den konzerneigenen Hotelmarken wie Sentido oder Casa Cook gibt es künftig von der ersten Buchung an 10,5 Prozent Provision, in den Umsatzklassen über 175.000 Euro jeweils ein halbes Prozent mehr. Das biete dem Vertrieb viele Wachstumschancen, denn allein im kommenden Geschäftsjahr kämen 15 bis 20 neue Thomas-Cook-Hotels dazu, darunter drei weitere Aldianas. Und unter den neuen Marke Cook’s Club sollen bis zu 15 Anlagen eröffnen.

Aldiana wieder mit Rabatt für den eigenen Urlaub buchen

Trotz der Integration von Aldiana bleibt der Außendienst des Clubanbieters gesondert aktiv, sagt Vertriebsleiterin Michaela Stein-Städter. Die Mitarbeiter sollen sich besonders um die Best-Partner unter den Reisebüros kümmern. Wichtig für alle Expis: Aldiana ist auch wieder im Thomas-Cook-Rabattprogramm Easy-Way integriert. Das heißt, Reisebüromitarbeiter können rabattierte Aldiana-Reisen auch in den Ferien wieder selbst buchen.

20. Juni 2018 – 18:00
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Die neue Kartenlösung bietet in Europa tätigen Unternehmen und ihren Mitarbeitern eine flexible, sichere, komfortable und weltweit einsetzbare Bezahllösung für geschäftliche Ausgaben auf Reisen. Die European Corporate Card wird am 24. September zunächst in Frankreich eingeführt. Bis Ende 2019 soll sie in 18 weiteren europäischen Ländern verfügbar sein. Statt verschiedener nationaler Banken ist Airplus der zentrale Ansprechpartner für alle Belange, was Unternehmen nach Meinung des Kreditkartendienstleisters zahlreiche Arbeitsschritte erleichtert.

"Airplus-Kunden und ihre Mitarbeiter können jetzt auf einen einzigen Partner zählen, der alle Prozesse zentralisiert, vereinfacht und harmonisiert: von der Implementierung des Kartenprogramms bis hin zu Bezahlung und Reporting", erläutert Airplus-Chef Patrick Diemer.

MN

 

20. Juni 2018 – 16:30

Reisebüromitarbeiter kennen viele Hotels und ihre Besonderheiten aus eigener Erfahrung. Mit diesem Wissen können sie die Hotelsuche im Traveltainment Bistro Portal mit dem Feature Expi-Attribute individualisieren. Das heißt, nicht nur auf vorgegebene Hotelattribute zurückgreifen, sondern auch eigene Kriterien anlegen und bestimmten Hotels zuweisen. Zum Beispiel „Hunde erlaubt“ oder „gute Parkmöglichkeiten“. Darauf können dann später alle Kollegen im Reisebüro zugreifen. Und so einfach geht’s:

Expi-Attribut anlegen

Bistro Expi Attribute 1

Klicken Sie auf den blauen Button Expi-Attribute oberhalb der Hotelliste (nicht in der Suchmaske). Dann öffnet sich das Fenster Expi-Attribute setzen. Durch einen Klick auf Attribute bearbeiten gelangen Sie in das Einstellungsmenü der Expi-Attribute.

Bistro Expi Attribute 2

Wählen Sie ein Symbol aus, geben Sie ihrem neuen Attribut einen Namen und klicken Sie hinzufügen. Im selben Dialogfeld können Sie auch festlegen, welche Expi-Attribute direkt unterhalb des Suchbuttons für die Schnellsuche angezeigt werden sollen. Unter Definierte Attribute lässt sich die Liste sortieren, die vier ersten Einträge werden in der Suchmaske angezeigt.

Expi-Attribut vergeben

Wollen Sie eines Ihrer eigenen Kriterien einem oder mehreren Hotels zuweisen, geschieht dies direkt in der Hotelliste: ein Hotel (oder durch Halten der Strg-Taste mehrere Hotels) auswählen, mit der rechten Maustaste anklicken und die Option Expi-Attribute wählen. Es öffnet sich ein Fenster mit allen angelegten Expi-Attributen, von denen Sie nun beliebig viele auswählen können. In der Hotelliste zeigt die Spalte E. alle Expi-Attribute eines Hotels an.

Hotels mit Expi-Attributen suchen

Bistro Expi Attribute 3

Für die Hotelsuche nach Expi-Attributen gibt es einen Button in der Suchmaske, über den die Auswahl eines oder mehrerer Expi-Attribute möglich ist. Sind für eine Suche mehrere Expi-Attribute ausgewählt, werden nur Hotels angezeigt, für die alle diese Attribute gesetzt sind.

Diesen Praxistipp hat Traveltainment für die Leser von Reisevor9.de bereitgestellt.

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