Der neue Reise vor 9 Magazin ist da!

16. April 2018 – 16:57

Die Reisebüro AG der Lufthansa City Center kommt bei ihrer Einkaufstour offenbar voran. Jüngster Neuzugang ist das Reisebüro Cruising in Wenningsen, ein ehemaliges Mitglied der Kooperation Best Reisen. Zuvor waren bereits das LCC Reisebüro Heinrich & Co. in Essen, das LCC Reisebüro Gress in Würzburg sowie das LCC Reisebüro Sonnenschein in Saarbrücken übernommen worden.

Die vor 15 Monaten gegründete Aktiengesellschaft hat sich auf die Fahnen geschrieben, durch den Kauf von Reisebüros deren Standorte für die Kette zu sichern und das Wachstum von LCC voranzutreiben. Aktionäre der Gesellschaft sind neben dem Franchise-Unternehmen Lufthansa City Center Reisebüropartner GmbH (LCR) mehrere Franchise-Partner von LCC. Laut Vorstandsmitglied Wilfried Klotmann zielt das Konzept darauf, wirtschaftlich gesunden Reisebüros eine „Lösung für die Nachfolgeregelung“ zu bieten. Dieser Ansatz beschränkt sich nicht allein auf Büros auf bestehende LCC-Büros, wie die jüngste Akquise zeigt. Die Expansion soll in diesem Jahr fortgesetzt werden.

Eine Neuerung gibt es im Aufsichtsrat der LCC Reisebüro AG. Als Nachfolger von Hasso von Düring, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat, ist LCR-Chef Andi-Julian Leta zum Vorsitzenden gewählt worden.

16. April 2018 – 16:29

Schwaches W-LAN (72%), schlecht belüftete Zimmer (69%), Plastikverpackungen beim Frühstück (66%), das Ausfüllen von Anmeldeformularen beim Check-In (60%), dreckige Teppichböden (52%) und schlechte Lichtverhältnisse im Bad (51%) sind die Hauptärgernisse für Geschäftsreisende in deutschen Hotels. Das ist  das Ergebnis einer Umfrage von American Express Global Business Travel (GBT) unter 280 deutschen Geschäftsreisenden. Hingegen ärgern sich die wenigsten, wenn sie nicht als Stammgast erkannt werden – 81 Prozent stört das nicht. Minibar, Videokanäle und Klobürste sind Dinge, die Geschäftsreisende im Hotelzimmer am wenigsten vermissen, und nur 18 Prozent der Befragten wünscht sich Hotels ohne Personal. Bei der Ankunft im Hotel ärgern sich Geschäftsreisende am häufigsten darüber, wenn sie nicht nach Ihren Zimmerpräferenzen gefragt werden (96%) und dieses einfach zugeteilt bekommen (51%).

Im Zimmer sind es der Bodenbelag, die Zimmerluft und die W-LAN-Geschwindigkeit, die das Wohlgefühl ausmachen, stellt GBT fest. Zu warme Bettdecken stören hingegen nur wenige. Wichtig hingegen sind der richtige Wasserdruck durch kalkfreie Duschköpfe und möglichst Schiebewände oder Türen statt Duschvorhang. Beim Frühstück hält der Siegeszug der Bioprodukte weiter an – immerhin 40 Prozent der befragten Geschäftsreisenden vermissen sie auf dem Buffet. Plastikverpackungen sind den Gästen hingegen ein Dorn im Auge.

Lediglich 35 Prozent der Befragten können ihr Hotel auf Geschäftsreisen frei wählen. Alle anderen bekommen von ihren Unternehmen eine vorselektierte Liste. Mehr als 68 Prozent verwenden für die Buchung ein Online-Buchungstool, nur 13 Prozent der Befragten buchen selbst telefonisch direkt im Hotel. Als Hotelkategorie wählen 82 Prozent Drei- und Vier-Sterne-Hotels und nur 14 Prozent schlafen in Budget-Häusern.

 

16. April 2018 – 15:09
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Effekthascherei und Sensationsmache auf Kosten der journalistischen Qualität oder schonungslose Entlarvung mieser Geschäftspraktiken? An einer Reportage des RTL-Magazins „Explosiv“ mit dem Titel „Schnäppchen-Kreuzfahrt entpuppt sich als desaströser Horror-Urlaub“ scheiden sich die Geister von Kunden und Reiseverkäufern.

Dieselgeruch in der Kabine. Die RTL-Reporter hatten für weniger als 300 Euro pro Nase eine Kreuzfahrt mit einem Schiff der Reederei Carnival entlang der mexikanischen Pazifikküste gebucht. Angeblich soll ihnen dabei eine Außenkabine zugesichert worden sein. Sie landeten schließlich in einer Innenkabine, die nach ihrer Aussage zudem wegen ihrer Lage neben dem Maschinenraum von penetrantem Dieselgeruch durchzogen wurde. Auf ihre Beschwerde hin habe ein Servicemitarbeiter ihre Lüftung abgestellt und ihnen ein Raumspray zur Verfügung gestellt, mit dem sie regelmäßig für besseren Geruch sorgen sollten, erklärt der RTL-Journalist. Die Hygiene im Zimmer sei ebenfalls mangelhaft gewesen. Der Teppich sei verschmutzt gewesen und überhaupt habe eine regelmäßige Reinigung nicht stattgefunden. Eine offenbar verdeckt gefilmte Aufnahme zeigt einen Mitarbeiter, der sich in einem frisch aufgehängten Handtuch im Zimmer das Gesicht abwischt oder womöglich gar die Nase schnäuzt.

Lange Aufpreisliste und Nepp-Ausflug. Auch am Essen an Bord des Schiffes lässt der Bericht kein gutes Haar. So seien viele eigentlich warme Gerichte kalt gewesen, heißt es. Beim Besuch des angeblich im Preis enthaltenen A-la-carte-Restaurants sei man nach einem angeblichen Begrüßungsdrink zur Kasse gebeten worden und habe auch für das verzehrte Steak draufzahlen müssen, ohne dies vorher zu wissen. Ein dazu gebuchter Ausflug habe sich als reine Neppveranstaltung erwiesen. Unter anderem seien die Gäste zum Shoppen in ein Spirituosengeschäft gefahren worden. Die Reiseleiterin habe sie aufgefordert, sich durch einen Aufkleber als ihre Gäste zu erkennen zu geben – angeblich, um sich einen Rabatt beim Einkauf zu sichern. Tatsächlich habe der Ladenbesitzer den Trägern der Aufkleber fast die doppelte Summe dessen abgeknöpft, was normale Kunden bezahlen mussten.

Diese Dinge mag man so glauben oder nicht. Auch die Frage, ob die Reporter über die Aufpreispflicht einzelner Leistungen hätten informiert werden müssen, lässt Interpretationsspielräume. Einige Stellen der Reportage erwecken allerdings den Verdacht, als hätten sich die Reporter bewusst naiv gestellt – etwa, wenn es um die abschließend in Rechnung gestellten Trinkgelder geht. Auch die Darstellung, es habe sich um eine „All-inclusive-Kreuzfahrt“ handeln sollen, ist vermutlich nicht ganz richtig, zumal im gesprochenen Text lediglich von Vollpension die Rede ist.

In Social Media reichen die Kommentare von: „Da wird eine Branche einfach nur in den Dreck gezogen.“ und „Völlig übertrieben diese Reportage.“ bis hin zu empörten Berichten, die ähnliche Erlebnisse an Bord von Kreuzfahrtschiffen schildern. Reiseprofis, die sich ein Bild von der Reportage machen wollen, können das unter diesem Link tun.

16. April 2018 – 14:22
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Kevin Bubolz leitet seit März 2018 die Bereiche Vertrieb, Marketing und Public Relations der Norwegian Cruise Line für Kontinentaleuropa und Skandinavien. Bubolz ist bereits seit 2005 im Unternehmen. Zuletzt war er als Vice President Commercial and Business Planning bei der Norwegian Cruise Line Holdings aktiv, unter deren Dach die drei Marken Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises zusammengefasst sind. Gloobi.de sprach mit ihm über die Perspektiven für die US-Reederei im deutschen Markt.

Das Gespräch führte Christian Schmicke

Sie waren gerade im Urlaub mit der „Norwegian Escape“ in der Karibik. Ist eine Reise an Bord eines Schiffes „Ihrer“ Reederei wirklich Urlaub?
Ja, klar. Ich bin ja zur Kreuzfahrt gekommen, weil mich diese Reiseform begeistert. Natürlich gibt es zwischendurch Treffen mit den Kollegen an Bord, mit denen ich mich darüber austausche, was wir anders oder besser machen können. Das ist auch gut so, und ich nehme daraus wichtige Erkenntnisse mit nach Hause. Alles in allem habe ich mich prächtig erholt.

Die Übernahme der „Norwegian Bliss“ steht unmittelbar bevor und die Premierentour findet von Bremerhaven nach Southampton statt. Wie viele Expedienten aus Deutschland werden Sie bei der Gelegenheit an Bord bringen?
Aus dem deutschsprachigen Raum werden es mehr als 800 sein. Das ist eine großartige Gelegenheit, um einer großen Zahl von Reiseverkäufern unser Produkt vorzustellen. Gerade in Märkten, in denen man noch nicht zu den größten Playern zählt, hat man diese Chance nicht alle Tage. Noch ist hierzulande nicht jedem Reiseverkäufer bewusst, wie stark wir in unser Produkt investiert und es zum Premium-Angebot entwickelt haben.

Wie sehr trübt es Ihre Freude, dass Norwegian Cruise Line im nächsten Jahr nicht mehr von Hamburg aus fährt?
Natürlich ist das für uns im deutschen Markt schade. Wenn ein Schiff von einem Hafen im eigenen Land abfährt, verbessert das die Sichtbarkeit – auch weil man sich bei großen Events wie den Hamburg Cruise Days präsentieren kann. Aber wir planen auch für das nächste Jahr durchaus mit Wachstum. Unsere Gäste aus Deutschland starten von vielen verschiedenen Häfen aus, gerade auf der Fernstrecke. Speziell unsere Alaska-Reisen, mit denen wir stark aufgestellt sind, sind sehr populär.

Warum fährt im nächsten Jahr kein Schiff Ihrer Flotte mehr ab Deutschland?
Eigentlich beruht das auf einem Luxusproblem. Wir sind als Reederei sehr international aufgestellt, und so konkurrieren die Häfen um die Rolle des besten Ausgangspunktes für die internationalen Märkte. Für Gäste aus Australien, zum Beispiel, ist es einerlei, ob wir von Hamburg oder von Southampton aus fahren, weil sie oft ohnehin über die Emirate fliegen. Aus Nordamerika ist die Fluganbindung nach London hingegen deutlich günstiger – auch das spielt bei solchen Überlegungen eine Rolle. Aber es handelt sich keineswegs um eine generelle Entscheidung gegen Hamburg.

Wie schwer ist es, in einem Markt mit so starken nationalen Platzhirschen wie in Deutschland zu bestehen?
Mit dieser Situation kommen wir gut zurecht. Die starken Marken bewirken ja zunächst einmal, dass die Kreuzfahrt als Reiserform stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt. Einsteiger wählen sicher häufig ein deutschsprachiges Schiff, und es gibt natürlich einen Teil der Kunden, die ein solches Schiff bevorzugen. Aber wie auch beim Urlaub an Land wünscht sich ein nennenswerter Anteil der Reisenden eine internationale Atmosphäre und möchte sich mit Menschen aus anderen Nationen und Kulturen austauschen. Um das Potenzial dieses Segments mache ich mir keine Sorgen.

 

15. April 2018 – 10:22
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von Christian Schmicke

Was bleibt nach der geplanten Übernahme des Niki-Nachfolgers von der ursprünglich geplanten Ferienfluggesellschaft übrig? Wenn es beim aktuellen Stand der Dinge bleibt, nicht viel. Wer im Netz nach Laudamotion sucht, landet auf der Ryanair-Website. Die Tarifstruktur für die Flüge der Lauda-Airline ist ebenfalls die von Ryanair und auch die Preise selbst entsprechen der bekannten Ryanair-Logik, indem sie bei 19,99 Euro starten.

Eine Anfrage von Gloobi.de, wie Reisebüros Laudamotion-Flüge buchen und damit Geld verdienen können, blieb zunächst unbeantwortet; später versicherte man, dass an einer Lösung gearbeitet werde. Ryanair bietet weder externe Schnittstellen noch eine andere offizielle Möglichkeit der Paketierung von Flügen mit anderen Leistungen – außer über die Website Ryanair Holidays. Nach dem Bruch mit dem bisherigen Vertriebspartner Condor steht Laudamotion vorerst ohne B2B-Vertrieb da. Wenn das kein Provisorium, sondern das Ergebnis der verwirrenden Entwicklungen der vergangenen Wochen ist, gibt das den bereits kursierenden Spekulationen, Niki Lauda habe beim Kauf der Niki-Überreste lediglich die Rolle eines Strohmanns von Ryanair gespielt, neue Nahrung.

Denkbar ist unterdessen auch, dass Ryanair-Chef Michael O'Leary in Laudamotion ein Vehikel sieht, das es ihm ermöglicht, mit der Touristik auf Tuchfühlung zu gehen, ohne den Markenkern der auf chronischen Autismus gepolten Ryanair zu verwässern. Dafür allerdings müsste sich im Laudamotion-Vertrieb noch einiges tun.

 

14. April 2018 – 21:54

Während die Muttergesellschaft Lufthansa deutlich den Schwenk auf ihre Direktvertriebskanäle forciert, wirbt die Tochter Eurowings offensiv um die Gunst der Reisebüros. Unter anderem soll ein Reisebüro-Buchungswettbewerb für die neuen Strecken von Düsseldorf nach New York, Fort Myers und Miami für zusätzliches Geschäft sorgen. Um den stationären Vertrieb dafür zu gewinnen, lockt Eurowings Reisebüros unter anderem mit Freitickets unterschiedlicher Buchungsklassen für USA-Flüge. Damit soll sowohl dem Vertrieb der neuen Strecken als auch der neuen Premiumklasse „Bizclass“ auf die Sprünge geholfen werden. Reisebüros und Veranstalter seien ein „wichtiger Teil der Vertriebsstrategie von Eurowings“, heißt es dazu von der Airline. Details zum Wettbewerb finden Expedienten auf der Eurowings-Website.

Einen aktiven Vertrieb kann die Lufthansa-Tochter gut gebrauchen – schließlich präsentiert sie derzeit ein rasant wachsendes Flugangebot. Zudem gibt es mit der Premiumklasse „Bizclass“ für die Langstrecke ein neues Produkt, das neben Geschäftsreisenden auch auf Urlauber zielt. Für diese Zielgruppe benötigt Eurowings die aktive Unterstützung der Touristik.

13. April 2018 – 15:00

Das Travel Agent Affiliate Programme (TAAP) von Expedia hat gegenüber Gloobi.de Details zum neuen dynamischen Vergütungsmodell erläutert, das im deutschen Markt bereits in Kraft ist und im Laufe des Jahres weltweit umgesetzt werden soll. Das Konzept der neuen Systematik basiere auf einem "Beteiligungsmodell" für die Reisebüros an den Einnahmen, die Expedia selbst von den Hoteliers erhalte, teilt die OTA mit. Es ist in vier verschiedene Vergütungslevel eingeteilt. Für die niedrigste Stufe “Basic” zahlt Expedia Agenturen 3,5 Prozent Provision, in der Stufe “Basic Plus” gibt es sieben Prozent. Für Buchungen von Hotels, die sich in die Stufe „Premium" eingruppiert haben, liegt die Vergütung bei neun Prozent und für “Premium Plus”-Buchungen gibt es elf Prozent. Nach Angaben einer Sprecherin sind rund 60 Prozent der Hotels, die Expedia vertreibt, in den Kategorien „Premium“ und Premium Plus“ gelistet.In welche Stufe ein Hotel eingruppiert wird, darüber entscheidet der Hotelier. So ist es möglich, dass ein Haus in nachfragestarken Zeiten weniger Vergütung zahlt als in Phasen, in denen es erfahrungsgemäß zu Auslastungsproblemen kommt.

Die neue Systematik löst eine Vorläuferregelung ab, bei der sich die Provision danach richtete, ob der Kunde sofort oder erst nach der Ankunft im Hotel zahlt. Im ersten Fall gab es neun, im zweiten Fall sieben Prozent Provision. Diese Unterscheidung entfällt nun, der Zahlungszeitpunkt spielt keine Rolle mehr. Auch die Kategorie der GDS-Buchungen, bei denen für Unterkünfte, die via Amadeus & Co. erfolgen, drei Prozent gezahlt wurden, gibt es nicht mehr. Nach Aussage von Diego Pedrani, Senior Director von Expedia Partner Solutions, basiert das neue TAAp-Provisionsmodel auf den „Anliegen und Bedenken“ des stationären Vertriebs, dem man zugehört habe. Die genannten Vergütungsstufen sind bei Einzelagenturverträgen umsatzunabhängig, für Ketten und Kooperationen gelten gegebenenfalls separate Regelungen.

13. April 2018 – 13:32
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Der Leipziger Veranstalter LMX Touristik lanciert eine neue Produktlinie für Rundreise-Kombinationen, Kombinationsreisen, Stopover-Reisen und Reisebausteine wie Hotels, Ausflüge, Transfers und Mietwagen. Für „LMX individuell“ nutzt er die seit dem vergangenen Sommer im Einsatz befindliche Technologie der Tochter Suntrips. LMX Touristik hatte den damals insolventen Asienspezialisten Ende 2016 übernommen und verwendet dessen Buchungstechnologie nun für Bausteinreisen in weitere Zielgebiete. Die Marken Suntrips und LMX Individuell sollen in Kürze in die eigens dafür gegründete gegründete LMX Special Tours GmbH integriert werden, die von LMX-Gründer Markus Hartwig geführt wird. Auch Suntrips soll sich vom reinen Asien-Spezialisten zum breiter aufgestellten Fernreiseveranstalter entwickeln.

Die Reisebausteine können einzeln gebucht oder kombiniert und als Pauschalreise in einem einzigen Buchungsvorgang verkauft werden. Die Veranstalterhaftung übernimmt dabei LMX Individuell. Neben einer Vielzahl von Bausteinleistungen hat LMX Individuell auch zahlreiche Rundreisen im Programm. Diese sind mit allen anderen Reisebausteinen, zum Beispiel als Voraufenthalt oder Badeverlängerung, flexibel und individuell kombinierbar, kündigt LMX-Gesellschafter Hartwig an. Insgesamt sollen für LMX Individuell Reisebausteine in über 5.000 Destinationen weltweit zur Verfügung stehen. Zusätzlich seien zahlreiche Low-Cost-Airlines buchbar und als weitere Ergänzung seien deutsche und europäische Busverbindungen von Flixbus in das Portfolio integriert worden.

Zusatzprovision bis Ende Oktober. Ansprechpartner für Reisebüros ist das LMX-Team in Berlin, das auch die Fernreisemarke Sun Trips betreut. LMX Individuell zahlt Reisebüros unabhängig von der Partnerstufe eine Grundprovision von zehn Prozent und lobt  zum Start der neuen Marke eine Zusatzprovision von zwei Prozent aus, die für Buchungen bis Ende Oktober gültig ist. Die volle Provision wird auch  für einzeln gebuchte Reisebausteine wie zum Beispiel Nur-Hotel Buchungen, Transfers und Ausflüge gewährt.

Reisebüros könnten die neue Buchungstechnologie auch als „White Label“-Endkundenlösung in die eigene Reisebüro-Homepage integrieren und sie damit ihren eigenen Kunden direkt zur Verfügung stellen, erklärt Hartwig. „Die daraus resultierenden Buchungen werden ebenfalls zum vollen Provisionssatz abgerechnet und die Kundendaten verbleiben beim Reisebüro“, versichert er.

Die Angebote sind ab sofort buchbar im LMX-Agentweb (http://www.lmx-agent.com) oder direkt unter http://www.lmx-individuell.de. Eine Anbindung an Toma zur Darstellung und Übernahme der getätigten Buchungen sei in Arbeit und solle in Kürze freigeschaltet werden, kündigt Hartwig an.

 

12. April 2018 – 17:06
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Die EU Kommission will mit der Initiative „A New Deal for Consumers“ die Verbraucherrechte stärken. Die neuen Rahmenbedingungen ermöglichen Sammelklagen gegen Unternehmen und fordern mehr Transparenz von Online-Marktplätzen. Neue Rahmenbedingungen machen den Weg frei für kollektive Verbraucherklagen gegen Unternehmen. So kann eine Verbraucherorganisation im Auftrag einer Gruppe von Geschädigten Klage einreichen, um eine kollektive Entschädigung herbeizuführen. Dazu zählen beispielsweise Schadenersatzansprüche, Rechte auf Rückzahlung, Preisnachlass, Ersatz oder Reparatur.

Dass Wirtschafts- und Unternehmerverbände über die EU-Pläne nicht jubeln würden, war von vornherein klar. Und auch die im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung festgehaltenen Pläne in dieser Sache stoßen nicht auf ungeteilte Zustimmung. So hat nun der DRV hat bei einer Verbändeanhörung im Bundesjustiz- und Verbraucherschutzministerium zur Musterfeststellungsklage Nachbesserungen gefordert. Der Koalitionsvertrag sieht die Einführung einer Musterfeststellungsklage spätestens zum 1. November vor. Der vorliegende Gesetzentwurf berge „erhebliche Risiken für die Branche durch die Einführung eines Verbandsklagerechts“, erklärt der DRV.

Grundannahmen treffen nicht auf Reisen zu. Zum Einen basiere der Gesetzentwurf auf der Annahme von standardisierten Massengeschäften für Musterfeststellungsklagen, argumentiert der Verband. Pauschalreisen seien aber häufig keine standardisierten Produkte. Sie würden zumeist dynamisch und individuell auf Kundennachfrage zugeschnitten. Daher seien Reisen in der Regel nicht in allen Punkten exakt vergleichbar. Wenn es zum Beispiel um die Bewertung von Belästigung durch Baulärm in einem Hotel gehe, komme es genau auf die Lage des jeweiligen Zimmers an. Gäste mit Zimmer an der Ostseite des Hotels könnten nicht in gleichem Maße Reisemängel geltend machen wie Urlauber mit Zimmer an der Westseite.

"Zu geringe Fallzahlen." Zweitens solle, wenn es nach dem aktuell vorliegenden Gesetzentwurf geht, bereits eine Betroffenheit von zehn Verbrauchern zusammen mit 40 Unterstützern ausreichen, um eine Musterfeststellungsklage zuzulassen. Dies widerspreche aber der Begründung des Gesetzentwurfes, in dem von „standardisierten Massengeschäften“ die Rede ist. Diese Fallzahlen seien zu gering – der DRV plädiert daher dafür, dass eine größere Gruppe von Betroffenen vorhanden sein muss. Außerdem hält es der Verband für „unerlässlich, dass klargestellt wird, dass es sich um Verbraucher handeln muss, die den gleichen Sachverhalt in allen Punkten geltend machen können“. Dies müsse im Gesetzestext selbst oder in der Gesetzesbegründung klar gestellt werden. Es müsse deutlich gemacht werden, dass die die Dienstleistung charakterisierenden Kriterien bei den Betroffenen identisch – und nicht etwa nur ähnlich oder gleichgelagert – sein müssten.

Schadenshöhe wird nicht berücksichtigt. Außrerdem kritisiert der DRV, dass der Gesetzentwurf derzeit nicht nach der Höhe der entstandenen Schäden unterscheide. Kleine und große Schadenshöhen sollten gleichermaßen über eine Musterfeststellungsklage verfolgt werden können. Der Verbandwill erreichen, dass die Zulässigkeit einer Musterfeststellungsklage von einem Mindeststreitwert abhängig zu machen.

EU-Pläne gehen noch weiter. Der Richtlinienentwurf der EU-Kommission gehe über die deutschen Pläne noch weit hinaus, zeigt sich der DRV besorgt. Denn er sehe vor, dass Verbraucherschutzorganisationen und Wirtschaftsverbände bei potenziellen Verstößen gegen verbraucherschützende Vorschriften auch ohne vorheriges Mandat der Geschädigten vor Gericht ziehen und dabei in bestimmten Fällen auch zugleich Schadenersatz einfordern könnten. Nach dem jetzigen Entwurf würden zudem Anreize zur Bildung einer europäischen Klageindustrie gesetzt – dies müsse „unbedingt verhindert“ werden. Daher spreche man sich „insgesamt gegen die Einführung einer europäischen Sammelklage aus“.

 

12. April 2018 – 15:47
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Holger Schmeding wird zum 1. Mai Geschäftsführer des Geschäftsreisedienstleisters BCD Travel. Er übernimmt die Nachfolge von Stefan Vorndran, der das Unternehmen im Februar verließ und die Geschäftsführung von Europcar in Deutschland übernimmt. Schmeding leitet BCD gemeinsam mit Arbeitsdirektorin Gerlinde Binder leiten.

Der 57-Jährige ist seit mehr als 30 Jahren im Geschäftsreisebereich aktiv. Er arbeitete unter anderem bei den Vorgängerunternehmen von BCD Travel in den Bereichen Sales und Key Account. 2006 wurde der gelernte Reiseverkehrskaufmann in die Geschäftsleitung von BCD Travel berufen und war dort für Strategie und Innovation verantwortlich. 2010 wechselte er in die Geschäftsführung der BCD-Tochter Numiga. Seine Position bei dem Spezialisten für Reisekosten-Abrechnung behält er bei.