19. Oktober 2017 – 13:22
michaelstoibertraffics

Nach dem Wechsel von COO Marc Herrgott zum Berliner Veranstalter Windrose hat der Chef des Berliner Travel Tech-Unternehmens Traffics, Salim Sahi, einen Nachfolger gefunden. Michael Stoiber verantwortet als Director Operations die Bereiche Produkt, Entwicklung, Support, Finanzen und Personal. Der 37-Jährige war zuvor als Berater für Holidaycheck, Berge & Meer, Schmetterling Reisen und auch für Traffics aktiv. Davor arbeitete er für die FTI-Gruppe – unter anderem als Director IT & Operations bei BigXtra und Sonnenklar TV.

Parallel zu der Neu-Anstellung organisiert Sahi sein Führungsteam neu und stattet einige Mitarbeiter mit mehr Verantwortung aus. Guido Bennecke, bisher Vertriebschef, ist nun auch für das Marketing verantwortlich und erhält unternehmensintern den Titel „Director“. Außerdem wird Matthias Deppe, in der Vergangenheit Head of of Supplier Relationship, zum Director of Supplier Relationship. Jasmin Schmidt, die erst kürzlich zu Traffics kam, wird nun Direktorin für die strategische Unternehmensentwicklung. Sie war zuletzt bei der Scout-24-Gruppe tätig.

 

19. Oktober 2017 – 08:00
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"Wenn der Gesamtmarkt schrumpft und Du Erfolg haben willst, musst du vom kleineren Marktvolumen einen größeren Teil abschöpfen“, sagt Hicabi Ayhan. Der Manager ist bei FTI als Group Destination Director für die Türkei zuständig und kann in diesem Jahr eine Erfolgsstory erzählen. So sei der Umsatz mit Türkei-Reisen im auslaufenden Geschäftsjahr um 20 Prozent und die Gästezahl um 18 Prozent auf imposante 816.000 gestiegen.

Das klingt erstaunlich angesichts eines Gesamtmarktes, der sich in diesem Jahr, ähnlich wie im Vorjahr bei rund 3,5 Millionen Türkei-Besuchern und damit um rund 30 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2015 einpendeln dürfte. Eines der Erfolgsrezepte liege in der starken personellen Besetzung der Türkei-Abteilung, sagt Ayhan. 40 Mitarbeiter seien ausschließlich mit der Türkei beschäftigt, beobachteten den Markt, überprüften, welche Hotels gut nachgefragt seien und welche nicht, checkten Preisbilder justierten das Angebot ständig. „Wir wissen genau,  welche Angebote zu welchem Preis funktionieren“, so der FTI-Manager.

Kapazitäten gehalten. Ein weiterer Punkt liege darin, dass sich FTI nach den Verhaftungen deutscher und deutsch-türkischer Staatsbürger in der Türkei und anschließenden Warnungen von politischer Seite nicht wie andere Anbieter aus dem Markt zurückgezogen habe. Das habe sich im Kurzfrist-Geschäft ausgezahlt, weil FTI sowohl im Flugbereich als auch in der Hotellerie noch Kapazitäten zur Verfügung stellen konnte. Wie schon im Vorjahr sei die Last-Minute-Nachfrage vor allem für die Sommerferien stark gewesen und habe FTI das beachtliche Gästeplus beschert. Dabei sei der Vertrieb über Online-Kanäle deutlich stärker gewesen als der Verkauf über stationäre Reisebüros.

Im nächsten Sommer will der Münchener Veranstalter erneut eine Schippe drauf packen und setzt dabei verstärkt auf  die türkische Ägäis. Dafür legt FTI eine eigene Charterkette mit der Fluggesellschaft Tailwind nach Bodrum auf, die mit 16 deutschen Startflughäfen hierzulande nahezu flächendeckend ist und obendrein zwölf weitere europäische Airports bedient. Auf diese Weise komme für die Ägäis eine zusätzliche Flugkapazität von rund 100.000 Sitzen zusammen, berichtet FTI-Pauschalreise-Chef  Sven Schikarsky. In die Sommersaison startet FTI dort bereits mit Beginn der Osterferien Ende März und beendet die Charterkette erst Mitte November.

Christian Schmicke

 

18. Oktober 2017 – 18:07
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Auf Anfrage von Gloobi hat der vorläufige Insolvenzverwalter von JT Touristik einige zusätzliche Angaben dazu gemacht, wie die Aufrechterhaltung der Verträge für gebuchte Reisen zwischen dem 1. November und dem 31. Dezember zustande kommen soll. Einen Sicherungsschein erhalten die Kunden nicht. Er ist in diesem Fall auch nicht erforderlich, weil der Insolvenzverwalter eine besondere Lösung ausgearbeitet hat: Die Urlauber entrichten den Reisepreis demnach erst nach ihrer Rückkehr von der gebuchten Reise. Reisebüros sollten ihre Kunden darüber informieren, um zu verhindern, dass die Kunden bereits vorher Zahlungen leisten. Auch vom Veranstalter selbst sollen die Kunden in den nächsten Tagen entsprechend informiert werden.

In die Röhre schauen dagegen diejenigen Kunden, deren Flug mit Airberlin erfolgt wäre, die den Flugbetrieb nach und nach bis zum 27. Oktober einstellt. Ihre Reisen konnten nicht sichergestellt werden. Anzahlungen, die Kunden möglicherweise schon entrichtet haben, können sie erst nach der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens als Forderungen geltend machen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie einen nennenswerten Betrag zurück erhalten, ist gering. Der Anteil der betroffenen Kunden mache aber weniger als fünf Prozent aus, versichert Insolvenzverwalter Stephan Thiemann.

Woher die finanziellen Mittel für die Durchführung der Reisen stammen, verrät Thiemann nicht. Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass der bisherige Insolvenzabsicherer Generali das Geld so lange vorschießt, bis es durch Zahlungen der Kunden wieder verfügbar ist. In einer Mitteilung vom Montag war der Versicherer explizit für seine konstruktive Rolle gelobt worden. Mit der Summe werden überwiegend die Forderungen von Hoteliers und Incoming-Dienstleistern bedient. Die Einnahmen durch Kundenzahlungen werden auf einem Treuhandkonto verbucht und anschließend an den beteiligten Geldgeber zurückgezahlt.

Christian Schmicke

 

18. Oktober 2017 – 07:32

Der vorläufige Insolvenzverwalter des Berliner Reiseveranstalters JT Touristik, Stephan Thiemann, hat in Verhandlungen mit der Generali Versicherung erreicht, dass gebuchte Reisen bis einschließlich 31. Dezember stattfinden können. Bisher waren nur die Trips bis Ende Oktober garantiert, weil danach die verpflichtende Kundengeldabsicherung mit der Generali ausläuft. Wie genau das Verhandlungsergebnis aussieht, lässt Thiemann offen.

Alle Pauschalreisen mit Airberlin abgesagt

„Ausgenommen von dieser Lösung sind sämtliche Reisen, die einen Flug mit Air Berlin beinhalten“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Alle Reisen mit einem Abreisedatum ab 28. Oktober 2017 müssen leider abgesagt werden, weil Air Berlin ab diesem Tag den Flugbetrieb einstellt und keine Alternativen zur Verfügung stehen.“ Davon seien allerdings weniger als fünf Prozent der Buchungsvorgänge betroffen, sagt Thiemann.

Keine Aussage macht Thiemann darüber, ob JT Touristik für gebuchte Reisen nach dem 31. Oktober Anzahlungen entgegengenommen hat und was damit passiert. Meldungen zufolge sollen diese Kundengelder auf einem angeblichen Treuhandkonto geparkt worden sein. JT Touristik hatte am 29. September Insolvenz angemeldet. Der Veranstalter zählt mit 175 Millionen Euro Umsatz und rund 350.000 Kunden zu den größeren Anbietern der Branche. Thiemann will ihn sanieren und fortführen.

 

17. Oktober 2017 – 12:27
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Die FTI Group hat einen neuen Chef für ihre Luxusmarke Windrose gefunden. Marc Herrgott übernimmt zum 1. November das Ruder bei dem Berliner Veranstalter. Er löst Ute Dallmeier ab, die das Unternehmen nach rund drei Jahren auf eigenen Wunsch verlässt. Sie übernimmt die Geschäftsführung von vier First Reisebüros in Mönchengladbach.

Herrgott kommt vom Traveltech-Unternehmen Traffics. Hier verantwortete er als Chief Operating Officer unter anderem die operative Führung der Bereiche Produkt, Entwicklung, Support, Finanzen und Personal. Veranstalter-Erfahrung sammelte er unter anderem bei Tui und ihrer Luxusmarke Airtours sowie im Yield Management von Alltours.

Bereits seit dem vergangenen Monat ist Stephan Braun Mitglied der Führungsriege von Windrose. Braun bleibt in Personalunion beim Gesellschafter FTI für die Entwicklung und Umsetzung konzernstrategischer Projekte verantwortlich.

 

17. Oktober 2017 – 10:57
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Nachdem die Reederei ihr 1.000-Kabinen-Schiff "Fascination“ bis Ende Januar an die nationale Koordinationsstelle der Vereinigten Staaten für Katastrophenhilfe verchartert hat, muss Carnival rund 31.000 bereits gebuchte Gäste umbuchen oder ihre Buchungen kündigen. Die Kunden erhalten ihre Anzahlungen zurück und ihnen werden Vorschläge für alternative Reisemöglichkeiten gemacht. Außerdem verspricht die Reederei Preisnachlässe auf künftige Buchungen. Die Fascination ist normalerweise im Ganzjahresbetrieb auf siebentägigen Reisen von der puertoricanischen Hauptstadt San Juan aus unterwegs. Die US-Regierung will das Schiff für Wiederaufbauarbeiten auf den US Virgin Islands einsetzen.

 

17. Oktober 2017 – 09:53

Eigentlich wollte Insolvenzverwalter Stephan Thiemann am Montag verkünden, wie es mit gebuchten Reisen ab dem 1. November bei dem Berliner Veranstalter weitergehen soll. Dazu hatte seine Kanzlei am Freitag eigens eine Pressemitteilung herausgegeben. Doch nun scheinen sich die Gespräche um eine Absicherung der Reisen in die Länge zu ziehen. Nach aktuellem Stand soll am heutigen Dienstag eine Lösung präsentiert werden. Unterdessen halten die Berichte an, nach denen Kunden von JT Touristik von Hoteliers in den Zielgebieten nach ihrer Anreise ein weiteres Mal zur Kasse gebeten werden, obwohl sich der Insolvenzabsicherer Generali für alle Reisen bis Ende Oktober verpflichtet hat, nicht geleistete Zahlungen auszugleichen.

 

16. Oktober 2017 – 16:49

Die Lufthansa Group habe ihr Interesse zum Aufbau einer "NewAlitalia“ am Montag mit der Einreichung eines Angebots bekundet, heißt es in einer Mitteilung. Dabei habe man sich "gegen die Abgabe eines Angebots für die gesamte Airline entschieden“. Lufthansa sei lediglich an „Teilen des weltweiten Netzverkehrs und des europäischen Punkt-zu-Punkt-Verkehrs“ interessiert. Das Angebotsschreiben enthalte ein Konzept für eine neu strukturierte Alitalia, die "mit einem fokussierten Geschäftsmodell eine nachhaltige wirtschaftliche Perspektive entwickeln könnte“, teilt die Fluggesellschaft mit. Über die Details des Angebots sei mit den zuständigen Kommissaren Stillschweigen vereinbart worden.

 

16. Oktober 2017 – 15:44
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Zum Fahrplanwechsel hebt die Deutsche Bahn mal wieder die Tarife an. Die so genannten Flexpreise, also die Kosten für Tickets ohne Zugbindung, steigen in der zweiten Klasse um durchschnittlich 1,9 Prozent, in der 1. Klasse um durchschnittlich 2,9 Prozent. Preiserhöhungen erfolgen auch bei den Streckenzeitkarten und der BahnCard 100, die um durchschnittlich 1,9 Prozent teurer werden. Insgesamt beziffert DB-Fernverkehrschefin Birgit Bohle den Preisanstieg auf durchschnittlich 0,9 Prozent.

Je nach Strecke und Reisetag klettert der Flexpreis in der zweiten Klasse um bis zu 3,5 Prozent. Eine Ausnahme bildet die neue ICE-Strecke zwischen München und Berlin, auf der 150 Euro im Flextarif berechnet werden. Das sind 18 Euro oder 13,6 Prozent mehr als bisher, allerdings verkürzt sich dafür die Fahrzeit von bisher sechs auf viereinhalb Stunden; und mit dem "Sprinter", der ohne Zwischenstopp unterwegs ist, sind es nur noch knapp vier Stunden. Von den Erhöhungen ausgenommen bleiben die am stärksten genutzten Strecken über die Verbindung Karlsruhe – Basel, zum Beispiel Frankfurt – Basel. Grund dafür sind nach Auskunft der Bahn die jüngsten Einschränkungen während der Rheintalbahn-Sperrung. Die neuen Preise gelten ab Fahrplanwechsel am 10. Dezember. Wer bis zum 9. Dezember seine Reise bucht, fährt noch zu den alten Preisen. Zuletzt hatte die Bahn die Preise vor einem Jahr erhöht – damals um 14 Prozent.

 

16. Oktober 2017 – 13:42
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Irma und Maria haben den deutlichen Wachstumskurs der Region in den vergangenen Wochen erheblich gestört. Nach Angaben von Joy Jibrilu, der Vorsitzenden der Caribbean Tourism Organisation, lagen die Ankünfte in den karibischen Mitgliedsstaaten Ende Juni mit 16,6 Millionen noch um 5,2 Prozent über dem ersten Halbjahr 2016. Aus Europa betrug  das Wachstum sogar knapp acht Prozent. Der Kreuzfahrtmarkt bewegte sich mit 15,3 Millionen Ankünften um vier Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Dieses Wachstum dürfte nun angesichts der Hurrikan-Schäden bis zum Jahresende auf ein bis zwei Prozent reduzieren, vermutet Jibrilu. Bei einer Konferenz auf Grenada rief sie die Mitgliedsstaaten dazu auf, gemeinsam an einer Strategie zur Wiederherstellung des touristischen Aufschwungs zu arbeiten. Neben den notwendigen Arbeiten an der touristischen und allgemeinen Infrastruktur gehe es dabei auch um die richtige Kommunikation, betonte Jibrilu.“Wir müssen die Welt daran erinnern, dass die Entfernung zwischen Barbados und Belize sechs Mal so groß ist wie zwischen Toronto und Montreal, dass es von New York nach Chicago nur halb so weit ist, wie von den Bahamas nach Granada, und von Guyana nach Kuba doppelt so weit wie von London nach Rom“, sagte sie. Insgesamt gelte es, den betroffenen Inseln schnell zu helfen und im übrigen dafür zu sorgen, dass die Welt im Hinblick auf den überwiegenden Teil der Region erfahre: „Wir haben geöffnet.“

 

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