02. Juli 2018 – 18:03

Kaum hat Konkurrent Royal Caribbean angekündigt, zwei Drittel der Anteile an der Luxusmarke Silversea Cruises inklusive ihrer vier Schiffe starken Expeditionsflotte zu übernehmen, da schlägt Marktführer Carnival Corporation zurück. Die eigene Luxusmarke Seabourn kündigte an, zwei reine Expeditionsschiffe der Ultra-Luxusklasse zu bauen, die 2021 und 2022 in Dienst gestellt werden sollen. Bislang hatte die Reederei saisonal Antarktisreisen mit der 450 Passagiere fassenden "Quest"  angeboten, doch nun will sie mit den beiden Neubauten mit Eisbrecherqualitäten den Markt im Topsegment der Expeditionsreisen aufmischen. Die Schiffe sollen je 170 Meter lang sein und mit 132 Suiten Platz für 264 Passagiere bieten. Details zu Design und Ausstattung will die Carnival-Tochter im weiteren Verlauf des Jahres preisgeben, Buchbarkeit und Routen sollen im nächsten Jahr veröffentlicht werden.

Mit den zwei neuen Expeditionsschiffen dringt Seabourn tiefer in ein kleines, feines Marktsegment vor, das zwar investitions- und personalintensiv ist und keine skalenökonomischen Effekte zulässt, zugleich aber wegen seiner exorbitanten Tagesraten bei den Reedereien immer beliebter wird. Nach einer Analyse des Fachportals "Cruise Industry News“ stehen in diesem Segment allein bis 2022 ganze 32 Bestellungen für neue Schiffe auf der Agenda.

 

02. Juli 2018 – 16:46
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Der Technikdienstleister für Anbieter von Touren und Events Bookingkit hat auf der Basis von Buchungsdaten die Vorlieben und Zahlungsbereitschaft bei buchbaren Freizeitangeboten in vier deutschen Metropolen analysiert. Erhoben wurden die Daten für Berlin, Köln, Hamburg und München.

Insgesamt am meisten lassen sich Touristen und Einheimische den Spaß in München kosten. Hier kommen pro Buchung im Schnitt rund 140 Euro zusammen, in Hamburg sind es 121 Euro, in Berlin 109 und in Köln 104 Euro.

Innerhalb der einzelnen Angebotssparten gibt es deutliche regionale Unterschiede, hat Bookingkit ermittelt. So sei die bevorzugte Fortbewegungsform bei Stadtführungen in Berlin das Segway, während in München und Köln eher Besichtigungen mit dem Fahrrad auf dem Plan stehen. In Hamburg werden dagegen auffällig viele Oldtimertouren verkauft. Unter den sportlichen Angeboten steht laut Bookingkit in Berlin das Stehpaddeln an der Spitze, während in München häufiger Tanz-Workouts gebucht werden und die Hamburger Mannschaftssportarten bevorzugen.

In allen drei Städten sind Kochkurse beliebt. Dabei erkennt Bookingkit die größte Popularität derartiger kulinarischer Angebote in Köln aus. Im Mittelpunkt kölscher Kochkurse stehe häufig die asiatische Küche, während in Hamburg regionale und italienische Kochkunst bevorzugt werde und Gäste und Bewohner von München auf gesunde Küche Wert legten. Schlusslichter im Kochkurs-Ranking sind die Berliner. Sie kochten im Städtevergleich weniger gern, und wenn, dann italienisch, erklärt Bookingkit.

 

02. Juli 2018 – 16:42

Das Travel-Management-Unternehmen erweitert sein im November gestartetes "Advantage"-Programm um ein Angebot für weltweiten mobilen Internetzugang. Wie die TMC mitteilt, erhalten Geschäftsreisende mit dem Baustein "WiFi" unterwegs Zugriff auf das Netz von 300 Mobilfunk- und Internet-Service-Providern in mehr als 120 Ländern. Unternehmen und ihre Mitarbeiter können über das Advantage-Programm die auf Reisen benötigten Pocket-WiFi-Geräte und einen vergünstigten Zugang zu den Leistungen der Internetprovider buchen. Egencia arbeite ausschließlich mit vertrauenswürdigen Anbietern zusammen, das vorab geprüfte W-Lan sei daher sicherer und zuverlässiger als kostenlose Flughafen- oder andere öffentliche Hotspot-Angebote, argumentiert der Dienstleister. Die Gagdgets unterstützen (nahezu) jedes Gerät – iPhone, iPad, Android Smartphones, PC und Mac, Laptops, Kameras sowie andere Handheld-Geräte.

Bisher umfasste das allen Egencia-Kunden zugängliche Programm Vergünstigungen und Vorteile in den Bereichen Park-Service, Visa-Abwicklung, Unterstützung beim Reiserisikomanagement, Entschädigung für Flugverspätungen und Zugang zu Flughafen-Lounges.

SSB

 

02. Juli 2018 – 15:45

Der Taifun "Prapiroon" nähert sich mit Windgeschwindigkeiten von über 120 Stundenkilometern und Spitzen von bis zu 180 Stundenkilometern der koreanischen Halbinsel und der Insel Kyushu im Süden Japans. Nach Prognosen der Meteorologen soll der Tropensturm die Regionen am Dienstag erreichen. Die Meteorologische Behörde warnt vor Erdrutschen, heftigen Regenfällen und starken Winden. In Südkorea hat der Sturm bereits im Vorfeld zu Starkregen und Überschwemmungen geführt. Zahlreiche Flüge fielen aus und 16 Nationalparks wurden für Besucher gesperrt. Im Süden der Insel Kyushu rechnen die Wetterdienste am Dienstag mit Niederschlägen bis zu 300 Litern pro Quadratmeter. Im Norden Kyushus werden bis zu 200 Liter erwartet, ebenso im Südwesten der kleinsten japanischen Hauptinsel Shikoku. Prapiroon ist bereits der siebte Taifun der laufenden Saison.

 

02. Juli 2018 – 12:18
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Das touristische Comeback von Ländern wie Ägypten, der Türkei und Tunesien wirkt sich nun offenbar auf die Einreisezahlen in der stärksten Auslandsdestination der Deutschen, Spanien, aus. Nach aktuellen Zahlen des Nationalen Statistikinstituts reisten in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres 2,7 Prozent weniger Deutsche auf die Iberische Halbinsel sowie die Balearen und Kanaren als im Vorjahreszeitraum. Mit 3,9 Millionen stellten sie hinter den Briten, von denen knapp 6,3 Millionen nach Spanien reisten, weiterhin die größte Besuchergruppe. Auch aus Großbritannien ging die Zahl der Reisenden zurück, und zwar um 2,3 Prozent. Insgesamt konnten die Spanier die Besucherzahl allerdings steigern. Mit knapp 28,6 Millionen kamen von Januar bis Mai zwei Prozent mehr als 2017. Starken Anteil hatten daran die USA, deren Reisende für eine Steigerung um fast elf Prozent auf knapp eine Million verantwortlich zeichneten. Eine deutliche Zunahme registrierten die Iberer auch aus Portugal (+12,8%), Russland (+9,1%) und den Niederlanden (+8,9%).

 

02. Juli 2018 – 11:53

Die deutschsprachige Website ist bereits online, allerdings sind die Inhalte noch ein wenig fragmentarisch. Aber das soll sich rasch ändern. Mit My Booking Rewards will sich neues, anbieterübergreifendes Prämienprogramm für Reiseverkäufer in Deutschland etablieren. Die Geschäftsidee ist die einer B2B-Plattform, über die Hotels und andere touristische Leistungsträger wie Airlines, Reedereien, Mietwagengesellschaften oder Destinationen Belohnungen für Reiseverkäufer ausloben können. Den Reisebüros werden auf der Website Verkaufshilfen und E-Learnings  zur Verfügung gestellt und sie erhalten für Buchungen Prämien in Form von Geldbeträgen, die auf eine Mastercard geladen werden, Freinächten oder Teilnahmen an Framtrips. Der Vorteil für sie liege darin, dass sie sich nicht auf dem Portal jedes einzelnen Anbieters separat registrieren müssten, sondern über My Booking Rewards als zentrale Plattform mit den Leistungsträgern in Kontakt treten könnten, heißt es von dem Unternehmen.

Reisebüro-Mitarbeiter können sich kostenfrei auf www.mybookingrewards.com registrieren. Wenn sie eines der am Programm beteiligten Hotels reservieren, müssen sie ihre Buchung auf der Plattform registrieren. Nach der Abreise des Gastes werden dann die Prämien, die bis zu 50 Euro pro Buchung betragen können, gutgeschrieben.

My  Booking Rewards hat den Hauptsitz in Großbritannien und ist seit sieben Jahren dort und in den USA  aktiv. Ansprechpartnerin für deutsche Reisebüros sowie für Anfragen von Dienstleistern, die sich an dem Programm beteiligen wollen, ist Marketing- und PR-Spezialistin  Sonja Oestreicher. Sie ist telefonisch unter 0 61 71 / 7 03 61 46 und per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar.

29. Juni 2018 – 16:26
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Der Münchener Veranstalter zählte zu denjenigen, die ihr Engagement in dem Land am Nil auch während der touristischen Krise nicht zurückfuhren. Das verwundert nicht. Schließlich ist FTI-Gesellschafter Samih Sawiris nicht nur Ägypter, sondern als großer Hotelinvestor auch mit Projekten wie dem Ferienort El Gouna eine der führenden Figuren in der Touristik des Landes. Schon seit Jahren feiert sich FTI als Marktführer in Ägypten und spätestens seit dem vergangenen Jahr erhält das Unternehmen angesichts seltener werdender Negativ-Schlagzeilen aus dem gleichwohl autoritär regierten Land auch von der Nachfrageseite kräftigen Rückenwind.

In diesem Jahr setzt sich die Erfolgsstory fort. So schätzt FTI-Geschäftsführer Ralph Schiller, dass sich die Buchungseingänge um satte 60 Prozent über denen des Vorjahres einpendeln. Zum nächsten Winter baut der Veranstalter daher sein Ägypten-Angebot kräftig aus. So fliegt Lufthansa im Winter im Vollcharter für FTI zwei Mal pro Woche nach Hurghada und drei Mal nach Marsa Alam. Insgesamt stehen laut FTI-Chef Dietmar Gunz im Winter 155 wöchentliche Verbindugen auf dem Plan. Allein für das wichtigste Flugziel Hurghada wird die Kapazität um fast 50 Prozent auf 110 Flüge pro Woche ausgebaut.

Luxor- und Kairo-Flüge von El Gouna

Neben dem reinen Badetourismus will Gunz auch die Nilkreuzfahrten, für die die Nachfrage im Gesamtmarkt nach wie vor zu wünschen übrig lässt, wieder ankurbeln. Dabei setzt er zum Winter auf eine neue Strategie. Der wöchentliche Luxor-Flug aus Deutschland, den der Veranstalter bisher anbot, fällt weg. Dafür werden jetzt von El Gouna aus zwei tägliche Verbindungen nach Luxor angeboten. Hinzu kommen drei Flüge pro Tag in die Hauptstadt Kairo. Dafür hat man eigens die Start- und Landebahn des eigentlich gar nicht für touristischen Flugverkehr konzipierten Flugplatzes von El Gouna ausbauen lassen und das Terminal, das laut Gunz eher eine Lounge ist, mit den erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet.

Wer von Deutschland aus nach Luxor will, muss damit von Hurghada erst einmal die rund 25 Kilometer nach El Gouna zurücklegen, um von dort abzufliegen. Dafür seien Urlauber aber auch außerordentlich flexibel, sagt Gunz. Denn sie könnten ihren Reisetermin für die Stadt der Paläste unabhängig vom Anreisetag aus Deutschland planen und die Aufenthaltsdauer individuell festlegen. Nebenbei wächst auf diese Weise auch das Angebot an verfügbaren Schiffen, da sich die Gäste auf deren Abfahrtstage einstellen können. 20 Nilkreuzer sind derzeit über FTI buchbar.

Christian Schmicke

 

29. Juni 2018 – 14:58
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Gemeinsames Marketing soll der Schlüssel zum gemeinsamen Erfolg von Veranstaltern und Reisebüros sein. Und so buhlen beide Seiten um die Gunst des anderen – die Veranstalter um die Ausstellungsflächen der Reisebüros und diese um möglichst effiziente und idealerweise kostenarme Werbe- und Vermarktungsinstrumente von den Veranstaltern. Letzteren geht allerdings ein früher selbstverständliches Element langsam verloren. Denn in immer mehr Reisebüros verschwinden die einst selbstverständlichen Katalogwände, die den Veranstaltern eine günstige Präsentationsfläche boten. Darin prominent mit möglichst vielen Covern vertreten zu sein, war von ihrer Seite oft eine Voraussetzung für weitere Marketingunterstützung für die Agenturen. Das funktioniert nun nicht mehr so einfach.

Die Klassiker sind nach wie vor beliebt

Das heißt aber keineswegs, dass die klassischen Instrumente des Reisebüromarketings passé wären. Insbesondere die Schaufenster der Ladenlokale spielen nach wie vor eine entscheidende Rolle. Während bei konzernnahen oder -eigenen Reisebüroketten die Frage, wer sich darin tummelt, meist schnell und zentral geklärt ist, bleibt der Wettbewerb um die Fensterflächen der ungebundenen und Kooperationsbüros hart. Und so investieren Tui, DER Touristik, Thomas Cook, FTI & Co. in möglichst attraktive Tools. Mit Erfolg: Bei einer Online-Umfrage für Reise vor9, an der sich rund 200 Reisebüros beteiligten, gaben 70 Prozent der Büros an, dass sie die vorgefertigten Dekos der Veranstalter immer nutzen. 20 Prozent tun dies gelegentlich, ganz darauf verzichten kann oder will nur eine kleine Minderheit.

Laut Tui geht dabei auch in diesem Bereich der Trend immer mehr zur Nutzung hochwertiger, beleuchteter und teilweise auch digitaler Angebote. So seien Agenturen etwa mit LED-beleuchteten Tui-Smiles, beleuchteten Stelen für Angebote und einem Rahmensystem mit hochwertig bedruckten Stoffbahnen ausgestattet worden, heißt es. Auch FTI kämpft als Nummer vier im Markt in vielen Büros, die nicht an einen der drei Konzerne gebunden sind, um die Rolle des Leitveranstalters und lässt sich nach eigener Aussage hochwertige Deko-Elemente einiges kosten.

Gemeinsame Kundenabende für jedes zweite Büro kein Thema

Alle übrigen Instrumente werden von den Reisebüros im Vergleich dazu deutlich weniger genutzt. Am häufigsten kommen noch Gehwegaufsteller zum Einsatz, die gut die Hälfte der befragten Büros immer und weitere 22 Prozent gelegentlich platzieren. Give-aways der Veranstalter verwendet immerhin ein Drittel routinemäßig, 60 Prozent greifen nach Bedarf dazu. Die Info-Stelen für aktuelle Angebote haben bei rund einem Viertel der Büros standardmäßig Einzug gehalten, mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer nutzt die Monitor-Displays dagegen nicht. Auch gemeinsame Kundenabende mit den Veranstaltern sind die fast 50 Prozent der Büros kein Thema. Immerhin führen aber 46 Prozent solche Aktionen gelegentlich durch.

Dabei ist das Angebot der Veranstalter an den stationären Vertrieb durchaus breit gefächert. Sie versuchen, unterschiedliche Akzente zu setzen, um sich vom Wettbewerb abzuheben. So betont Schauinsland Reisen, man entwickle „im persönlichen Kontakt mit den Vertriebspartnern neue und individuelle Ideen“.  FTI setzt auf "Rundum-Pakete mit On- und Offline-Werbung, die sich über alle Kanäle erstreckt". Zudem bauen die Münchener das Angebot an E-Learnings, Webinaren, Inforeisen stetig aus und mahnen an, die Reisebüros sollten diese Angebote stärker nutzen. Denn Agenturen, die davon Gebrauch machten, "performen auch finanziell besser", heißt es: "Manche Vertriebspartner sollten deshalb mehr Fokus auf die Ausbildung der Mitarbeiter legen."

Tui und Thomas Cook setzen stark auf Digitalisierung. Der Marktführer hebt dabei etwa Monitore, eine interaktive Weltkarte, iPads und Virtual-Reality Brillen hervor, wie sie auch Thomas Cook den Büros zur Verfügung stellt.  Die Oberurseler binden ihre Agenturen unter anderem mit vorgefertigten Facebook-Posts und Videomaterial ein und unterstützen sie nacheigenem Bekunden vor allem Agenturpartner besonders im "Postbooking-Bereich", also zwischen Reisebuchung und Urlaubsantritt, mit Möglichkeiten zum Verkauf von Zusatzleistungen.

Bei Werbung dominieren die klassischen Kanäle

Wichtig sind den Veranstaltern auch gemeinsame Werbemaßnahmen, die sie mit Kostenbeteiligungen und  personalisierten Vorlagen unterstützen. Schauinsland erklärt etwa, dass das Familienunternehmen mit den Reisebüros derzeit erfolgreich gemeinsame Werbeaktionen auf Großflächenplakaten lanciere. Insgesamt nutzt von den Teilnehmern der Reise-vor9-Umfrage allerdings nur ein überschaubarer Teil solche Angebote. Zwei Drittel von ihnen sind nie, weitere 30 Prozent ab und zu mit Plakatwerbung aktiv.

Beliebtestes Medium für gemeinsame Werbung sind nach wie vor lokale Tageszeitungen. Zwölf Prozent der befragten Reisebüros werben dort ständig und knapp 50 Prozent ab und zu zusammen mit Veranstalterpartnern. Online-Werbung betreibt dagegen nur eine Minderheit. Weniger als neun Prozent befassen sich intensiv damit, gut 30 Prozent von Fall zu Fall und gut 60 Prozent nie. Auch Social-Media-Werbung mit den Veranstaltern genießt bei vielen Agenturen noch Exotenstatus. Für 53 Prozent ist sie ein Fremdwort.

Gleichwohl wünschen sich viele Büros von ihren Handelsherren noch mehr Unterstützung. Mehr als 50 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen in Sachen Dekos und Aufsteller Luft nach oben, jeweils jedes dritte Büro würde ein stärkeres Engagement bei Kundenabenden und gemeinsamen Werbeaktionen begrüßen. Aus Kommentaren wird deutlich, dass sich die Verkaufsprofis nicht unbedingt um mehr, sondern bessere oder individueller auf sie abgestimmte Instrumente wünschen.

Christian Schmicke

Die komplette Geschichte über aktuelle Trends im gemeinsamen Marketing von Reisebüros und Veranstaltern lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Reise vor9 Magazins. Wussten Sie schon, dass jedes Reisebüro ein Abonnement kostenlos erhält? Wenn Ihre Agentur noch nicht im Verteiler ist, einfach eine E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

29. Juni 2018 – 12:41

Kommt nach der Pauschalreiserichtlinie noch ein weiteres Bürokratiemonster aus Brüssel? Der DRV befürchtet für Reisebüros, die noch Bahnfahrkarten verkaufen, neues Ungemach. Hintergrund sind Pläne der Gemeinschaft, die Fahrgastrechteverordnung im Eisenbahnverkehr neu zu fassen. Reisende sollen dadurch mehr Informationen und Hilfe bei Verspätungen und Zugausfällen erhalten. Dabei sollen auch Fahrkartenverkäufer, die nur eine Vermittlerfunktion haben, stärker in die Pflicht genommen werden. Das betreffe derzeit rund 2.100 Reisebüros mit DB-Lizenz, erklärt der Branchenverband. Diese müssten nach aktuellen EU-Plänen Reisende auch nach ihrem Reiseantritt über Verspätungen und Anschlussverbindungen informieren. Außerdem wären sie verpflichtet, Hilfeleistungen im Fall von Verspätungen zu leisten, also Mahlzeiten anzubieten und für eine möglicherweise notwendige Hotelunterbringung zu sorgen sowie einen Beschwerdemechanismus einzurichten.

"Lebensfremdes" Pflichtenpaket

Das alles sei bisher Aufgabe des Bahnunternehmens, so der DRV in seinem aktuellen "Politikbrief". Und so sollte es auch bleiben. Es sei "lebensfremd", Fahrkartenverkäufer in die Mithaftung zu nehmen, obwohl sie mit der Verspätung oder dem Zugausfall nichts zu tun hätten. Sie seien schließlich an der Vertragsbeziehung zwischen Reisenden und Bahnunternehmen nur mittelbar beteiligt.

Der Fahrkartenverkauf sei für Reisebüros schon jetzt wenig rentabel, heißt es in dem Positionspapier. Wenn die typischerweise kleinen und mittelständischen Reisebüros die neuen Pflichten umsetzen müssten, wäre dies das Aus für den Fahrkartenverkauf. Das Nachsehen hätten dann viele ältere Reisende, die ihre Tickets nicht online kaufen könnten, und Menschen im ländlichen Raum. Gerade hier erfüllten die vielen tausend stationären Reisebüros eine "wichtige Flächendeckungsfunktion".

Im Europäischen Parlament sei der Fremdenverkehrsausschuss für das Thema zuständig, informiert der DRV. Dieser werde demnächst einen Bericht vorlegen, die Beratungen dürften sich indes noch längere Zeit hinziehen.

29. Juni 2018 – 08:00
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Vor gut zwei Jahrzehnten startete FTI-Chef Dietmar Gunz den ersten Versuch, in dem kleinen westafrikanischen Land touristisch aktiv zu werden und baute die erste All-inclusive-Anlage Gambias. Doch der Ansatz versandete. Heute besuchen das Land rund 150.000 Ausländer pro Jahr, die meisten aus Großbritannien, gefolgt von Holländern und Belgiern. Bei FTI waren lediglich noch einige Strandhotels und eine kleine Rundreise im Katalog zu finden. Nun also der Neustart: Zur Wintersaison will der Veranstalter mit zwei Hotels seiner Eigenmarken deutsche Gäste in das afrikanische Land locken. Dabei handelt es sich um ein Beach Hotel der neuen FTI-Fünf-Sterne-Marke Kairaba sowie das Coral Beach Hotel, das früher zu Sheraton gehörte und nun unter der Marke Labranda vertrieben wird. Insgesamt hat FTI zum nächsten Winter zehn Hotels in Gambia im Programm.

Dafür legt Gunz Vollcharter mit Small Planet Airlines von Köln-Bonn, Frankfurt, München und Leipzig-Halle in die Hauptstadt Banjul auf. Die Maschinen legen während des gut sechsstündigen Fluges einen Tankstopp in Agadir ein. Das Gambia-Projekt solle ein langfristiges Engagement werden, das FTI mit der Gründung einer Hotelschule untermauern wolle, sagt der FTI-Chef und schwärmt von kilometerlangen Stränden, bunten Märkten, der artenreichen Tierwelt in der breiten Mündung des Gambia River und den zum Unseco-Welterbe zählenden Steinkreisen von Wassu. Auch im nächsten Sommer will er Reisen in das Land anbieten. Gambia hat zwei ziemlich klar voneinander abgegrenzte Jahreszeiten. In unseren Winter- und Frühlingsmonaten ist es sonnig und trocken, von Juni bis Oktober herrscht ein tropisch-feuchtes Klima und es ist Regenzeit.

 

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