12. November 2017 – 12:29
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Fast 30 Prozent aller TUI-Kunden sind Familien. Kein Wunder, wenn sich die neuen Sommerprogramme des größten deutschen Reiseveranstalters besonders um sie drehen. Eltern mit Kindern haben die Wahl zwischen 12.300 Hotels mit Familienzimmern, 16.000 Anlagen bieten Kinderanimation, 5.600 haben eine Wasserrutsche. Insgesamt hat TUI das Angebot an Familienhotels noch einmal um zehn Prozent aufgestockt.

Die Best-Family-Hotels, die sich vor allem an deutschsprachige Gäste richten, melden gleich fünf neue Anlagen in Griechenland, auf Rhodos, Kos, Korfu und dem Festland. An der Costa del Sol, in Tunesien, Kroatien und an der türkischen Riviera eröffnen weitere Best-Family-Anlagen. Die internationalen Resorts Family Life melden zwei Neuzugänge an der türkischen Ägäis und auf Zypern.

Neben den Familienhotels weitet TUI die buchbaren Aktivitäten vor Ort stark aus. „Die Piratenjagd ist der absolute Renner“, sagt Touristik-Chef Stefan Baumert. Eltern gehen mit ihren Kindern einen ganzen Tag auf Schatzsuche, ein Ausflug, der in vielen Zielgebieten buchbar ist. Speziell auf Acht- bis Zehnjährige zugeschnitten sind etwa Tauchausflüge auf Zypern. In Portugal organisiert TUI sogenannte Family Days. Das gesamte Portfolio besteht jetzt aus 300 verschiedenen Familienausflügen.

Um die Familien zu frühem Buchen zu animieren, gelten noch bis Ende November in 200 ausgewählten Hotels rund ums Mittelmeer Kindesfestpreise von 149 Euro. Auch für die Hauptsaison, sagt TUI-Manager Baumert. Er kündigt weitere Preisaktionen in den kommenden Monaten an.

Damit sich die Hotels noch mehr um die Zielgruppe Familien bemühen, vergibt TUI eine neue Auszeichnung, den Family Champion. Das Siegel bekommen Hotels, für die mindestens 30 Gästefeedbacks von Familien vorliegen, die bei der Zufriedenheit insgesamt mindestens 8,4 und bei der Familienfreundlichkeit 8,7 von zehn Punkten erreichen. Das werden zu Beginn rund hundert Häuser schaffen, die online und in den Katalogen mit dem Family-Champion-Siegel gekennzeichnet werden.

 

12. November 2017 – 12:08
meiersbuchungsmaske

Die Einführung des neuen Buchungssystems Phoenix Unlimited bei den Frankfurter Marken der DER Touristik im vergangenen Jahr dürfte dem stationären Vertrieb bislang vor allem wegen zahlreicher Pannen und Hindernisse im Gedächtnis geblieben sein. Doch nun will der Fernreisespezialist des Hauses, Meiers Weltreisen, zeigen, was die neue Technik alles kann. Die jüngste Neuerung, die seit dem Wochenende freigeschaltet ist, betrifft die Buchung komplexerer Flugpauschalreisen mit Zwischenstopp in einem der Golfstaaten. "Viele Kunden, die via Dubai, Abu Dhabi, Doha oder Muscat zu den Zielen des Indischen Ozeans, auf die Malediven oder nach Südostasien weiterreisen, nutzen die Zeit für einen Stopover-Aufenthalt am Golf", weiß Geschäftsführer Matthias Rotter. Bislang mussten Reisebüros bei solchen Buchungen jeden Schritt einzeln eingeben: Flug ab Deutschland, Aufenthalt, Weiterflug, Aufenthalt am Zielort, Rückflug, möglicher weiterer Zwischenstopp und so weiter. Nun genügt es, wenn sie für den Hinflug den Abflugtag und den Tag der gewünschten Ankunftstag am endgültigen Reiseziel eingeben. Das System berechnet dann alle möglichen Flugkombinationen und stellt sie dar. Der Expedient muss im Pauschalarrangement lediglich noch das gewünschte Hotel für den Zwischenstopp hinzufügen und die Buchung ist fertig. Falls es bei der gewählten Flugkombination Hindernisse gebe, etwa wie ein Flug auf der Malediven-Hauptinsel Male zu spät ankomme, um am selben Tag noch zur gebuchten Insel weiterzufliegen, weise das System darauf hin und integriere auf Wunsch eine Zwischenübernachtung in das Paket, versichert Rotter. Die neue Systematik schaffe für Buchungen mit den Golfstaaten-Carriern eine erhebliche Erleichterung und sei branchenweit bislang einzigartig, ist der DER-Touristik-Chef überzeugt.

 

12. November 2017 – 11:34
meiersweltreisen

Mehr als dreieinhalb Jahrzehnte lang blieben sie standhaft, und weder der Beginn des 21. Jahrhunderts noch die kurz darauf erfolgte Übernahme der LTU Touristik durch Rewe, von den zahlreichen Besserwissern ganz zu schweigen, konnte daran etwas ändern. Meier’s Weltreisen behielt, allen Regeln der deutschen Grammatik zum Trotz, den Apostroph. Bis jetzt jedenfalls. Denn im Zuge einer umfassenden Auffrischung des Markenbildes inklusive des Katalog-Layouts zum Sommer 2018 fällt das im angelsächsischen Sprachraum für den Genitiv gebräuchliche, hierzulande aber vor allem sprachregelresistenten Pommesbudenbesitzern vorbehaltene Häkchen weg. Dabei hätte es dessen gar nicht mehr zwangsläufig bedurft. Denn der Duden beharrt zwar darauf, dass vor der Genitivendung normalerweise kein Apostroph gesetzt werde und es deshalb "Brechts Dramen" heißen müsse. Unter dem Eindruck der normativen Kraft des Faktischen räumen aber selbst Deutschlands oberste Sprachrichter ein: "Der Apostroph wird gelegentlich zur Verdeutlichung der Grundform eines Personennamens gebraucht." Beispielhaft erwähnt werden dabei : "Andrea's Blumenecke (zur Unterscheidung vom männlichen Vornamen Andreas)" und "Willi's Würstchenbude".

Christian Schmicke

 

09. November 2017 – 12:26
venedigkreuzfahrtschiffwikipediadalbera

Nachdem in den vergangenen Tagen der Beschluss des italienischen Verkehrsministeriums, große Kreuzfahrtschiffe aus der Innenstadt von Venedig zu verbannen, für Schlagzeilen sorgte, hat sich nun der DRV zur Frage des Schadens und Nutzens von Kreuzfahrten für die angelaufenen Zielgebiete zu Wort gemeldet. Wenig überraschend betont der Ausschussvorsitzende "Schiff" des Verbandes, Aida-Chef Felix Eichhorn, zunächst einmal die wirtschaftliche Bedeutung des Kreuzfahrttourismus für die Zielgebiete. "Mit jedem Kreuzfahrtschiff besuchen hunderte Reisende vor Ort kulturelle Sehenswürdigkeiten und Restaurants, kaufen im Einzelhandel ein und nutzen regionale Ausflugsangebote", erklärt er. Als Branche sei die Kreuzfahrtindustrie damit "auch Entwicklungsmotor in den Destinationen".

Branche erkennt Widerstände. Gleichwohl ist es der Branche nicht entgangen, dass ausgerechnet in einige besonders beliebten Destinationen diskutiert wird, inwieweit zusätzliche Kreuzfahrtreisende, die angesichts des starken Wachstums des Sektors zu erwarten sind, sie überfordern könnten. Man nehme diese Sorgen, die unter dem Stichwort "Overtourism“ diskutiert werden, ernst und forciere Lösungsoptionen, heißt es vom DRV. Als positives Beispiel wie Wachstum gestaltet werden könne, nennt der Verband die nördlich von Schottland gelegenen Orkney-Inseln, die durch eine gezielte Steuerung der Besucherströme, sowohl den Bewohnern der Insel als auch dem Thema Nachhaltigkeit gerecht würden.

Entzerrung von Saisonzeiten. Klar sei, dass für die Bevölkerung in den Reisezielen die Vorteile des Kreuzfahrttourismus die Belastungen deutlich überwiegen müssten, hat der Verband erkannt.  Zur Entlastung der Reiseziele könnten beispielsweise Schritte beitragen, die Saisonzeiten am Mittelmeer zu verlängern. Die Mittelmeerregion biete schließlich ganzjährig attraktive Wetterbedingungen. Gleichwohl sei die touristische Infrastruktur in vielen Regionen nur auf die Hauptsaison ausgelegt. Auch das staatliche Tourismus-Marketing konzentriere sich häufig allzu sehr auf diese Monate und betone die ohnehin stark frequentierten Wochenenden. Deutlich besser wäre es, die Nebensaison stärker einzubeziehen. Dann könnten Reedereien ihre Routen flexibler planen und die Destinationen profitierten von ganzjährig stabileren Tourismuseinnahmen.

Räumliche Entzerrung von Touristenströmen. Doch auch die Reedereien selbst stünden in der Pflicht, meint der DRV. Oftmals konzentriere sich das touristische Angebot für Kreuzfahrtpassagiere auf wenige Hotspots. Nachhaltig konzipierte Ausflüge müssten stärker gefördert werden. Intelligente Smartphone-Anwendungen ermöglichten es dabei, Touristen mittels personalisierter Angebote über weniger bekannte Ausflugsziele zu informieren – die Touristenströme ließen sich damit besser managen.

Zudem drängt der Verband auf den Bau neuer Häfen, um neue Regionen für Kreuzfahrten zu erschließen. Das rasche Wachstum der Industrie biete den Destinationen dazu gute Gelegenheiten, glaubt er.

 

09. November 2017 – 10:47
marc-herrgott

Die FTI-Tochter für Luxusreisen will den Vertrieb über Reisebüros intensivieren. Als Anreiz für Agenturen, die bislang kein größeres Geschäftsvolumen mit dem Veranstalter generieren, hebt die Basisprovision für Reisebüros von acht auf zehn Prozent an. Neben der Basisprovision bietet der Luxus-Reiseveranstalter zwei weitere Provisionsstufen. Ab einem Gesamtumsatz von 50.000 Euro wird der Umsatz mit elf Prozent vergütet, ab 75.000 Euro gelten zwölf Prozent. Zusatzleistungen wie beispielsweise An- und Abreisepakete werden weiterhin mit fünf Prozent angerechnet. Ergänzend zu den neuen Stufen werden die Windrose-Umsätze seit dem aktuellen touristischen Geschäftsjahr vollständig auf die Provisionsstufen der FTI Group angerechnet.

Auch am Produkt hat Windrose gearbeitet. Neben einem erweiterten Angebot an "Sun & Beach"-Produkten seien Angebote aus dem Bereich Gruppenreisen um 20 Prozent ausgebaut worden, sagt Geschäftsführer Marc Herrgott. Zudem sei die Nachfrage im individuellen FIT-Geschäft angestiegen. Die Kunden wünschten verstärkt individuelle und maßgeschneiderte Angebote. Dieser Bereich solle weiter ausgebaut werden.  

 

08. November 2017 – 18:42

Vier von fünf Reisenden aus Deutschland orientieren sich bei der Reisesuche an den Empfehluungen des stationären Vertriebs. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Studie des Technikdienstleisters Travelport, an der 11.000 Reisende aus 19 Ländern teilnahmen. In der repräsentativen Studie wurde untersucht, inwieweit die Befragten, die alle mindestens einen Hin- und Rückflug während der vergangenen zwölf Monate gebucht hatten, digitale Möglichkeiten bei Planung und Buchung einer Reise sowie während der Reisen selbst nutzen. Eine Erkenntnis: Reisende aus Deutschland setzten im Vergleich zu anderen Nationen verhältnismäßig wenig auf die digitalen Möglichkeiten und belegen im Länder-Ranking in dieser Hinsicht sogar den letzten Platz. Dabei  informieren sich Bundesbürger durchaus umfangreich und bei mehreren Quellen, bevor sie ihre Reiseentscheidung treffen, heißt es in der Studie. Neun von zehn Befragten nutzen dabei auch Informationen von Bewertungsportalen und anderen Websites vor der Entscheidung. Allerdings ist fast die Hälfte der Befragten skeptisch, ob sie den Bewertungen trauen kann.

Gut die Hälfte der Reisenden aus Deutschland wertet das digitale Angebot als wichtigen Faktor für die Auswahl der Airline. Während der Reise ist es für rund zwei Drittel der Deutschen wichtig, den Kontakt zu Freunden und Verwandten beziehungsweise Kollegen über soziale Medien und Messenger-Dienste aufrechtzuerhalten. Allerdings gibt jeder zweite Geschäftsreisende an, die Zeit auf dienstlichen Reisen auch als Auszeit von der Familie zu betrachten.

 

08. November 2017 – 14:51
katalonienprotestfotowikipediaarnaugir

 

Bei dem angekündigten Generalstreik in Katalonien haben Demonstranten am Mittwoch mehrere Straßensperren errichtet und auch eine Eisenbahnlinie zeitweilig lahmgelegt. Dem Aufruf zur Arbeitsniederlegung seien am Mittwoch seien zunächst aber nur wenige Katalanen gefolgt, berichten spanische Medien wie die Zeitung "El País". In Barcelona wurde der Verkehr unter anderem auf der Avinguda Diagonal, einer der wichtigsten Straßen der katalanischen Hauptstadt, behindert. Zudem blockierten die Demonstranten die Fahrbahnen an etwa 70 Stellen, vor allem auf denjenigen Straßen, die ins Zentrum von Barcelona führen. Andere Streikende haben sich nach Informationen der ARD-"Tagesschau" an Eisenbahnstrecken postiert – die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Barcelona in Richtung Frankreich sei unterbrochen, hieß es. Im Berufsverkehr sorgten die Straßenblockaden für kilometerlange Staus. Busse und Bahnen boten teilweise nur einen Notdienst an. Der Betrieb in Geschäften und Unternehmen lief dagegen offenbar weitgehend normal.

Zu dem Streik hatten zunächst mehrere Regionalgewerkschaften aufgerufen, um gegen Arbeitsmarktreformen zu protestieren. Die katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter hatten sich dem Aufruf später angeschlossen, um die Freilassung der inhaftierten Politiker der von Madrid abgesetzten separatistischen Regionalregierung zu fordern. Anträge von Arbeitgeberverbänden, den Streik für illegal zu erklären, da es sich um einen politischen Ausstand handele , waren von Gerichten abgewiesen worden.

 

08. November 2017 – 14:05

Der Portalbetreiber hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres zwar den Umsatz um zehn Prozent von 84,6 Millionen Euro auf 93,2 Millionen Euro gesteigert, zugleich vergrößerte das Unternehmen aber  im dritten Quartal den Verlust. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen war allein im dritten Quartal mit drei Millionen Euro negativ, für die ersten neun Monate summiert sich der Verlust auf 4,5 Millionen Euro. Im Vorjahr stand im dritten Quartal noch ein Vorsteuergewinn von einer Million Euro in den Büchern.

Steigende Kosten. Den Verlustanstieg führt Holidaycheck auf gestiegene Kosten für Marketing und Personal zurück. Dabei handele es sich um „gezielte Investitionen zum nachhaltigen Ausbau des Produkt- und Beratungsangebots für Urlauber“. Die Aktie des Unternehmens sackte nach der Bekanntgabe der Zahlen um 3,8 Prozent ab, bevor sie sich im Tagesverlauf wieder leicht erholte.

Auch Priceline und Tripadvisor mit Problemen. Die schwierige  Situation von Holidaycheck ist kein Einzelfall. Am Dienstag verlor die Aktie von Tripadvisor nach der Bekanntgabe von Quartalszahlen satte 23 Prozent, der Kurs der Booking-Mutter Priceline sackte um 13,5 Prozent ab. Die Aktie von Expedia gab am selben Tag um 2,8 Prozent nach und hat seit dem 26. Oktober 19 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Priceline-Chef Glenn Fogel hatte gegenüber Analysten vor einer erwarteten Verlangsamung des Wachstums gewarnt; zugleich hatte er erklärt, dass das Werbebudget seines Unternehmens gegenüber dem Vorjahr um 55 Prozent angestiegen sei. Tripadvisor-Finanzchef Ernst J. Teunissen räumte ein, dass der Umsatz pro Kunde im Jahresvergleich um elf Prozent zurückgegangen sei.

In der Klemme. Beobachter sehen die Buchungsportale in einer Zwickmühle. Zum einen intensivieren die großen Hotelketten ihre Anstrengungen, den Direktvertrieb anzukurbeln und locken Kunden mit groß  angelegten Kundenbindungsprogrammen auf ihre Websites. Zum anderen wandert ein Teil der Kundschaft zu Ferienvermietungsanbietern wie Homeaway oder gleich in die Sharing Economy zu Airbnb ab. Parallel dazu wächst das Engagement und die Bedeutung von Google bei der Suche nach Flügen, Hotels oder kompletten Reisepaketen. Dies führt dazu, dass die klassischen Online-Buchungsportale einen immer größeren Aufwand im Marketing und bei der Marketing- und Suchmaschinenoptimierung betreiben müssen, um genügend Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Christian Schmicke

 

08. November 2017 – 10:43
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Jahrelang wurde heftig dagegen protestiert und darüber gestritten. Nun folgt der erbitterten Debatte um Kreuzfahrtschiffe in der Altstadt von Venedig endlich eine Entscheidung. Künftig sollen große Schiffe mit mehr als 55.000 Tonnen nicht mehr durch das historische Zentrum der Lagunenstadt fahren. Das teilte das italienische Verkehrsministerium in Rom nach einem Treffen mit den regionalen und lokalen Vertretern Venedigs und des Veneto mit. Stattdessen sollen die Ozeanriesen eine andere Route befahren und in Marghera am Festland anlegen. Allerdings dürften noch drei bis vier Jahre ins Land ziehen, bis das dafür notwendige neue Kreuzfahrtterminal gebaut ist. Zudem sieht der Plan nach Informationen italienischer Medien vor, dass Schiffe mit über 96.000 Tonnen, anders als heute, in die Lagune einfahren dürfen, wenn auch nicht in die Innenstadt. Das empört die Gegner der Riesenkähne.

In Venedig kommen auf etwa 55.000 Einwohner rund 17 Millionen Besucher pro Jahr. Dort tobt seit langem eine intensive Auseinandersetzung zwischen Umwelt- und Kulturschützern auf der einen sowie Touristikern und Geschäftsleuten auf der anderen Seite über zu viele Touristen im Allgemeinen und die Rolle des Kreuzfahrtourismus im Besonderen. Wiederholt kam es zu größeren Protestaktionen gegen die Megaliner, die direkt durch die Altstadt fahren. Die Unesco hat bereits damit gedroht, die Lagunenstadt von der Liste der Welterbe zu streichen.

 

07. November 2017 – 17:49
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Der vorläufige Insolvenzverwalter Stephan Thiemann erklärt nach Berichten von Kunden, die eine für das nächste Jahr gebuchte JT-Reise kostenlos stornieren konnten, es gebe noch keine generelle Entscheidung über ein Stornorecht. Aus insolvenzrechtlichen Gründen werde man jeden Einzelfall für Reisen nach dem 1. Januar 2018 betrachten. Dabei werde das Unternehmen "im Sinne der Kunden pragmatisch vorgehen“.

Pech haben Kunden, die bereits Anzahlungen für Reisen ohne gültigen Sicherungsschein im nächsten Jahr geleistet haben. Denn "aufgrund klarer Regelungen des Insolvenzrechts“ könnten diese nicht erstattet werden, so Thiemann, sondern sie müssten zur Insolvenztabelle angemeldet werden. Dass die Kunden von diesen Beträgen im Rahmen eines Insolvenzverfahrens größere Summen wiedersehen, ist eher unwahrscheinlich. Für Reisen bis zum Jahresende mit Ausnahme derjenigen mit Airberlin-Flügen hatte der Insolvenzverwalter zuletzt eine Absicherung ihrer Durchführung erreicht.

Aktuell führe er "Gespräche mit potenziellen Kaufinteressenten, um eine Lösung für das Unternehmen zu erreichen“, sagt Thiemann. Nähere Angaben will er unter Verweis auf die Vertraulichkeit der Gespräche nicht dazu machen.

Christian Schmicke

 

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