21. März 2018 – 14:59

Die Holidaycheck Group hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 121,6 Millionen Euro erreicht; das sind 13,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit übertraf das Unternehmen nach eigener Aussage seine ursprüngliche Prognose, die von einem Umsatzwachstum zwischen fünf und zehn Prozent ausging. Allerdings erhöhten sich trotz des Umsatzanstiegs auch die Verluste. Das Vorsteuerergebnis belief sich auf minus 5,7 Millionen Euro nach minus drei Millionen Euro im Vorjahr..

Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet der Vorstand der Burda-Tochter eine weitere Steigerung der Umsatzerlöse zwischen acht und 13 Prozent. Große Hoffnungen setzt das Unternehmen dabei in das Ende Januar gestartete Kreuzfahrtportal. Mit rund 54.000 Schiffsbewertungen und 130.000 Fotos von Kreuzfahrern ist Holidaycheck zwar schon lange als Bewertungsplattform für Kreuzfahrten aktiv, doch wegen der im Vergleich zu klassischem Badeurlaub deutlich größeren Komplexität in Bezug auf Kabinentypen und Fluganbindungen startete das Projekt erst jetzt. Dabei arbeitet Holidaycheck mit dem Kreuzfahrtspezialisten Ehoi zusammen, von dem die Kreuzfahrtangebote und Schiffsinformationen stammen. Das Angebot richtet sich besonders an Kreuzfahrt- Einsteiger, die mit praktischenTipps zu den Eigenheiten der Urlaubsform Kreuzfahrt versorgt werden. Zur Kundenbetreuung wurde nach Aussage von CEO Georg Hesse gegenüber dem "Handelsblatt" ein eigenes Kreuzfahrteam Team aufgebaut. "Wir sind ein echtes Reisebüro mit 100 Leuten am Telefon", sagte er gegenüber der Zeitung.

Die Holidaycheck Group vereint unter ihrem Dach die Portale der Marke Holidaycheck, das Portal Mietwagencheck sowie die Zoover-Hotelbewertungsportale und die Meteo-Vista- und Weer-Online-Wetterportale. Das Unternehmen beschäftigt rund 450 Mitarbeiter.

21. März 2018 – 12:44
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Am Donnerstag nimmt der Veranstalter JT Touristik unter Führung seines neuen Gesellschafters Lidl den Vertrieb wieder auf. Begleitet wird der Neustart von einer Gutschein-Aktion für Reisebüros. Den Büros mit einem neuem JT-Agenturvertrag spendiert der Discounter für die erste Buchung bei dem Berliner Veranstalter insgesamt 500 Lidl-Gutscheine im Wert von 50 Euro. Voraussetzung dafür ist ein Reisepreis von mindestens 300 Euro. Die Gutscheine werden nach Buchungseingang postalisch an die Reisebüropartner versendet.

Christoph Hahn, Geschäftsführer Reisen bei Lidl Digital International, bezeichnet den stationären Vertrieb als "elementare Säule für unsere Zusammenarbeit". Das Programm des dynamisch paketierenden Veranstalters soll sich aus Last-Minute- und Pauschal- sowie Hotel-Only-Reisen zusammensetzen. Neben Destinationen wie Spanien, der Türkei, Griechenland oder den Vereinigten Arabischen Emiraten gehören auch Interkont-Ziele wie Thailand zum Portfolio. Darüber hinaus werden Städtereisen und erdgebundenen Trips in Deutschland angeboten.

20. März 2018 – 17:50
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Der Bundesgerichtshof hat am Dienstag entschieden, dass Fluggesellschaften Tickets ohne Erstattungsmöglichkeit im Falle einer Stornierung verkaufen dürfen. Geklagt hatten zwei Lufthansa-Kunden. Der Ausschluss des Kündigungsrechts benachteilige die Fluggäste nicht "unangemessen entgegen der Gebote von Treu und Glauben", begründeten die Richter das Urteil. Über bestimmte Gebühren, die Lufthansa erstattet hatte, hinausgehende ersparte Aufwendungen ergäben sich, anders als bei anderen Dienstleistungen, bei einem Luftbeförderungsvertrag allenfalls in geringfügigem Umfang, da die Aufwendungen der Fluggesellschaft im Wesentlichen Fixkosten seien, die für die Durchführung des Fluges insgesamt anfielen. Diese verringerten sich praktisch nicht, wenn ein einzelner Fluggast an dem Flug nicht teilnehme. Eine "anderweitige Verwendung der Arbeitskraft" des Luftverkehrsunternehmens komme nur dann in Betracht, wenn der Flug bei seiner Durchführung ausgebucht sei und daher ohne die Kündigung ein zahlender Fluggast hätte zurückgewiesen werden müssen.

In dem konkreten Fall, der verhandelt wurde, buchten die Lufthansa-Kunden im November 2014 für den 22./23. Mai 2015 Flüge von Hamburg nach Frankfurt mit Anschlussflug nach Miami und von Los Angeles über Frankfurt am Main nach Hamburg zum Gesamtpreis von 2.766,32 Euro. Der Buchung lagen für die innerdeutschen Teilstrecken die Buchungsklasse Economy (Y) und für die interkontinentalen Teilstrecken die Klasse Premium Economy (N) zugrunde, für die die Bedingungen vorsahen, dass eine Stornierung der Tickets nicht möglich sei. Lediglich die nicht verbrauchten Steuern und Gebühren seien erstattbar. Zuschläge seien nicht erstattbar."

Die Kläger stornierten am 20. März 2015 die Flüge wegen einer Erkrankung und verlangten die Erstattung des Flugpreises. Lufthansa  erstattete ihnen ersparte Steuern und Gebühren in Höhe von jeweils 133,56 Euro. Mit der Klage wollten die Kunden die Rückzahlung der verbleibenden Differenz in Höhe von jeweils 1.249,60 Euro und die Erstattung vorgerichtlicher Rechtsanwaltskosten  erwirken. Das lehnten die Richter nun höchstinstanzlich ab.

 

20. März 2018 – 17:28
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Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde: Ob selbstfahrende Autos, zunehmende Automatisierung in der Industrie oder die Verbreitung von intelligenter Technik wie Alexa & Co – KI beeinflusst längst unser Leben. Das sehen nach Ergebnissen der Studie „Sex, Lies and AI“, die die Marketingagentur SYZYGY in Deutschland, den USA und Großbritannien durchführte, auch 57 Prozent der deutschen Erwachsenen so. Nicht wenige sind angesichts der Entwicklungen besorgt. So denkt fast jeder vierte Deutsche mit Angst an die. Dabei steht für 16 Prozent der Befragten die Sorge um fehlende Kontrolle im Vordergrund. 41 Prozent glauben, künstliche Intelligenz könne eine Bedrohung für das Überleben der Menschheit darstellen. Außerdem befürchten 25 Prozent der Menschen in Deutschland, dass Teile ihrer heutigen Arbeit innerhalb der nächsten fünf Jahre durch den Einsatz von KI ersetzt werden könnten. Deshalb wünschen sich 88 Prozent der Befragten bei der Nutzung von KI ethische Verhaltensregeln.

Hoffnung auf ein besseres Leben – und bessere Geschäfte. Indes gibt es auch zahlreiche Optimisten. So hoffen 51 Prozent der Deutschen, dass ihr Leben durch KI einfacher wird. 38 Prozent rechnen mit Zeitersparnis, ebenso viele nutzen bereits KI-Anwendungen in Form von virtuellen Assistenten wie Siri und Alexa. Sprachbots sind auch für die Touristik ein großes Thema. So beschäftigen sich Technologieanbieter wie Amadeus intensiv damit, wie intelligente Systeme mit Sprachsteuerung das Reisen erleichtern können. So können etwa per Stimme über Alexa Skill für die Reiseplanungs-Website CheckMyTrip von Amadeus bereits  Informationen über gebuchte Flüge und Hotels abgefragt werden. Die Stimme informiert auch darüber, ob es im Hotel W-Lan gibt, ob der Flug Verspätung hat oder wann der Transfer wo startet. Die Beispiele für die Nutzung von Sprachbots werden immer zahlreicher. So können Kunden bei Condor über das Chatbozt "Timmy" Extras buchen, und auch der Autovermieter Sixt ist seit einiger Zeit via Alexa buchbar.

Vor allem die Chancen der neuen Technologie wird auch Bernhard Steffens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Amadeus-Tochter Traveltainment, im Blick habben, wenn er sich am 12. April in Frankfurt auf Einladung des Travel Industry Clubs zum Erfahrungsaustausch über das Thema „Artificial Intelligence: Die Zukunft der Interaktion zwischen Kunden und Anbieter" trifft. Mit ihm diskutieren Max Waldmann, CEO der Hotel Beacons GmbH, Microsoft-Managerin  Birgit Davidian und Stefan Spiegel, Chef des Beratungsunternehmens Yukon.

Der Networking-Abend des Travel Industry Clubs zum Thema "Artificial Intelligence: Die Zukunft der Interaktion zwischen Kunden und Anbieter"findet am 12. April ab 18:30 Uhr im D-Lab der Deutschen Bahn in Frankfurt statt. Nähere infos finden Interessierte hier, zur Anmeldung gelangen Sie hier.

 

 

 

20. März 2018 – 15:53

Die GfK hat das Phänomen der sogenannten Influencer für die Touristik beleuchtet und gelangt zu dem Ergebnis, dass die Branche um das Thema nicht herumkomme, "wenn die Touristik die Urlauber und Kunden von morgen nicht verpassen möchte". Dabei verhalte es sich mit dem Influencer Marketing beim Thema Reisen ganz anders als in anderen Branchen, analysiert GfK-Marktforscherin Daniela Briceño Schiesser. Würden Computerspiele, Kosmetik oder Mode beworben, sei es der jeweilige Influencer, der von seinem persönlichen Typ und der Ausrichtung seines Profils oder Blogs entscheidend ist. Bei Reisethemen spiele der Influencer selbst dagegen eine eher untergeordnete Rolle, denn der User suche thematisch, beispielsweise nach Seychellen, Kreuzfahrt oder Ausgehtipps in London. Einschlägig bekannte Figuren wie die Lochis, Bibi oder Dagi Bee seien auch in der Reise-Community die bekanntesten Influencer, einflussreich seien sie deshalb aber noch nicht, so Briceño Schiesser.

"Fragt man ganz gezielt, welche Influencer der Befragte im Reisebereich kennt, so fallen die Antworten sehr unterschiedlich aus. Neben klassischen Influencern, wie zum Beispiel Reisebloggern oder -fotografen, werden auch Reiseveranstalter, Kreuzfahrtreedereien oder Carrier selbst als Influencer wahrgenommen. Aber auch Lieschen Müller kann Einfluß auf die Wahl des Reiseziels oder der Unterkunft haben, sofern der Content authentisch transportiert wird", erklärt die Expertin. Beiträge von Influencern besäßen eine hohe Glaubwürdigkeit, obwohl die Werbung in ihren Beiträgen vom Nutzer durchaus als solche wahrgenommen werde.

Insgesamt hat sich laut GfK knapp die Hälfte der reiseaktiven Online-Bevölkerung im Alter von 14 bis 60 Jahren in Deutschland hat bereits Influencer-Posts auf Youtube, Instagramm oder Facebook bewusst angesehen. Die Nutzerreichweite beträgt insgesamt 43 Prozent, in der Altersgruppe der 20 bis 34-Jährigen sind es mehr als 50 Prozent. Das Thema Reisen hat bei Influencern und ihren Nutzern eine hohe Relevanz – übertroffen nur noch vom Themenbereich Kochen/Food. Die meisten sehen sich Videos, Posts oder Fotos aus dem Bereich Reisen an, wenn sie selbst eine Reise planen (64 Prozent), zu einem großen Teil aber auch dann, wenn sie zufällig auf Interessantes stoßen (49 Prozent). Jeder Fünfte hat sich nach Erkenntnissen der Marktforscher sogar aufgrund eines Videos oder Social-Media-Beitrags schon einmal zu einer Reisebuchung oder Reservierung inspirieren lassen.

 

20. März 2018 – 10:15
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Überraschende Kehrtwende bei dem Ferienflieger, den der Ex-Formel-1-Pilot Niki Lauda gerade erst aus dem Nachlass der insolventen Niki übernommen hat: Ryanair will die Mehrheit an der Fluggesellschaft übernehmen. Das gab der irische Billigflieger heute bekannt. Demnach sei eine verbindliche Vereinbarung mit Niki Lauda abgeschlossen worden, Laudamotion "weiterzuentwickeln und auszubauen“, heißt es in der Mitteilung. Ryanair werde zunächst 24,9 Prozent der Anteile übernehmen und diese vorbehaltlich der Zustimmung durch die EU Wettbewerbsbehörden auf 75 Prozent aufstocken. Niki Lauda soll dem neu geschaffenen Board von Laudamotion vorstehen und "weiterhin für die Implementierung der Strategie – die Etablierung von Laudamotion als österreichische Low Fare Airline – verantwortlich sein", teilt Ryanair mit. Ryanair werde zudem finanziellen und Management-Support sowie sechs Flugzeuge im Wetlease zur Verfügung stellen, um das angekündigte Laudamotion-Flugprogramm mit 21 Flugzeugen sicherzustellen. Airline-Chef Michael O'Leary kann sich in diesem Zusammenhang einen Seitenhieb auf den Konkurrenten Lufthansa nicht verkneifen. "Laudamotion wird von der Partnerschaft stark profitieren. Die Airline bekommt Zugang zur Ryanair-Flotte und unsere finanziellen Ressourcen. Laudamotion kann damit in einem Markt, der mit Austrian und Swiss von der Lufthansa-Gruppe und ihren Hochpreistickets dominiert wird, rascher wachsen", lautet sein Kommentar.

Die Kosten für drei Viertel der Anteile an Laudamotion beziffert Ryanair auf "weniger als 50 Millionen Euro", wobei man im ersten Jahr weitere 50 Millionen für Start-Up und Kosten aus dem operativen Bereich übernehmen werde. Es sei geplant, mit dem bestehenden Management-Team von Laudamotion weiterzuarbeiten und man rechne damit, im dritten Jahr der Partnerschaft profitabel operieren zu können. Der Plan dafür sieht laut Ryanair ein Wachstum der bestehenden Airbus-Flotte auf 30 Flugzeuge vor.

Laudamotion-Partner Condor, der über seine Vertriebskanäle Flüge der österreichischen Flugloinie vertreibt, sieht die Zusammenarbeit im Zuge einer Übernahme durch Ryanair nicht gefährdet. In einem Statement heißt es dazu: "Wir freuen uns für Niki Lauda, in Ryanair einen starken Partner gefunden zu haben, der den Business Plan von Laudamotion unterstützt. Unsere Kooperation besteht natürlich fort und wird von den heutigen Nachrichten nicht berührt." Zu der naheliegenden Frage, ob Ryanair Laudamotion-Flüge künftig ebenfalls über die eigene Website vermarktet, will sich die Airline auf Nachfrage nicht äußern.

 

20. März 2018 – 10:01
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Schon länger kursierten Gerüchte darüber, nun ist es amtlich: Tui Cruises behält die "Mein Schiff 2" bleibt vorerst in der Flotte. Eigentlich sollte das Schiff im März 2019 nach der Indienststellung der neuen "Mein Schiff 2" zur britischen Schwesterreederei Marella Cruises wechseln. Das soll nun erst 2022 passieren. Wybcke Meier, Chefin der Tui-Kreuzfahrtmarke, begründet den Verbleib des Schiffes in der Flotte mit einer „ungebrochen hohen Nachfrage in den deutschsprachigen Märkten". Dies rechtfertige eine größere Kapazität als ursprünglich geplant. Nun müssen für die alte "Mein Schiff 2“ ein neuer Name und neue Routen gefunden werden. Beides soll im Aprtil bekannt gegeben werden.

Die "Mein Schiff 2" fährt seit Mai 2011 im Dienst der Hamburger Kreuzfahrtreederei. Die ehemalige "Celebrity Mercury" wurde Ende Februar 2011 von der Reederei Celebrity Cruises an Tui Cruises übergeben und anschließend auf der Lloyd Werft umgebaut. Zusammen mit den beiden Neubauten, die dieses und nächstes Jahr in Dienst gestellt werden, verfügt die Flotte über eine Kapazität von 17.800 Betten.

Marella Cruises übernimmt anstelle der "Mein Schiff 2" die "Sky Sea Golden Era" von Royal Carribean. Die US-Reederei hat gerade das Ende eines Joint-Ventures mit der chinesischen Ctrip-Gruppe zum Herbst verkündet. Inhalt des Joint ventures waren Kreuzfahrten mit der "Sky Sea Golden Era", die in China vermarktet wurden.

 

19. März 2018 – 17:00
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QTA-Sprecher und RTK-Chef Thomas Bösl äußert sich im Interview zur Warnung des Rechtsexperten der Verbraucherzentrale Bundesverband, Felix Methmann, Kunden müssten bei der Buchung von Reisen im Reisebüro künftig "ganz besonders vorsichtig sein", und es werde mehr Gerichtsverfahren geben. Außerdem spricht er über den Stand der Vorbereitungen auf das Inkrafttreten des neuen Pauschalreiserechts am 1. Juli.

Das Gespräch führte Christian Schmicke

Felix Methmann hat Reisebüros vorgeworfen, sie würden sich mit dem Verkauf verbundener Reiseleistungen aus der Verantwortung stehlen. Ist da etwas dran?
Nein, ich habe keine Ahnung, wie Herr Methmann darauf kommt. Das neue Reiserecht verpflichtet die Reisebüros ja gerade dazu, ihre Kunden ausdrücklich darauf hinzuweisen, wenn sie verbundene Reiseleistungen buchen, und sie ein entsprechendes Formblatt unterschreiben zu lassen. Außerdem haben die Reisebüros doch gerade in jüngster Vergangenheit so oft für ihre Kunden die Feuerwehr gespielt und das Beste herausgeholt, obwohl sie selbst Leidtragende der Entwicklungen waren. Das sollte Herr Methmann eigentlich wissen. Die Zeit bis zum Inkrafttreten der neuen Gesetzgebung im Juli wird immer knapper.

Wie gut sind ihre Büros vorbereitet?
Wir haben sehr früh mit der Informationsarbeit begonnen. Im ersten Schritt wurden die Reisebüros online zu den Auswirkungen des neuen Pauschalreiserechts geschult. Anschließend wurde dieses Wissen in Präsenzseminaren vertieft. Und im nächsten Schritt geht es um die Schulungen für die praktische Umsetzung der Informationspflichten gegenüber dem Kunden. Damit starten wir in den nächsten Wochen.

Wo sehen Sie bei den Reisebüros noch Handlungsbedarf?
Was die Vorbereitungen im Sinne von Schulungen betrifft, sind wir sehr gut aufgestellt. Nun ist es wichtig, dass diejenigen Reisebüros, die das noch nicht getan haben, die technischen Voraussetzungen schaffen, um die Herausforderungen des neuen Reiserechts zu meistern. Denn ohne ein modernes Midoffice-System sind die gewachsenen Anforderungen des Gesetzgebers an die Herausgabe und Archivierung von Formularen kaum zu bewältigen.

19. März 2018 – 15:09
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Das geht aus Bemerkungen des Chefs der weltweit größten Kreuzfahrtgesellschaft Carnival,Aarnold Donald, hervor. Bei einer Podiumsdiskussion auf der Fachmesse „Seatrade Cruise Global“ in Florida erklärte er, dass die großen Kreuzfahrtgesellschaften nach Gesprächen mit Dubrovniks Bürgermeister Mato Frankovic eingewilligt hätten, ihre Fahrpläne untereinander abzustimmen, um zu vermeiden, dass zu viele Besucher gleichzeitig die kleine Altstadt überfluten. Nach Informationen des Fachblatts „Travel Weekly“ wurde  Agreement nach mehreren Treffen im Januar erzielt.

Dass zu viele Kreuzfahrtgäste gleichzeitig die engen Gassen von Dubrovnik bevölkern, ist den Einwohnern und örtlichen Politikern schon lange ein Dorn im Auge. Hinzu kommt, dass die Kreuzfahrer während ihres meist nur dreistündigen Aufenthalts nicht viel Geld in der Stadt lassen. Seinen Höhepunkt erreichte der Andrang von Kreuzfahrern 2013 als binnen eines Jahres 943.000 Besucher durch die Stadt gespült wurden. Allein im Spitzenmonat August waren es damals 154.000. Vergliche damit hat sich die Lage in den vergangenen Jahren ein wenig entspannt. Kamen 2016 noch fast 800.000 Kreuzfahrtgäste, so waren es im vergangenen Jahr nach Auskunft der Hafenbehörde  „nur“ noch 680.000, mit einer Spitze im Juli von 114.000 Ankünften.

Trotz der Rückgänge drängte die Zeit, um Lösungen zu finden, denn die Unesco hatte Dubrovnik mit dem Entzug des Welterbe-Status gedroht. Nun scheint auch die Kreuzfahrtindustrie begriffen zu haben, dass sie sich mit einem ungeregelten Zustrom von immer mehr Gästen in beliebten Häfen ins eigene Fleisch schneidet. Jedenfalls wird Donald mit den Worten zitiert: „Letztendlich wollen unsere Gäste keine übervölkerten Orte besuchen. Wenn die Sehenswürdigkeiten, die jeder besuchen will, missbraucht werden, werden die Kunden nicht mehr kommen.“ Eine Regulierung sei daher ebenso im eigenen Interesse wie auch im Interesse der Städte, die man anlaufe.

Als Alternative zu Dubrovnik beginnt sich offenbar die Hafenstadt Sarande im Süden Albaniens zu etablieren, in deren Nähe ebenfalls zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu finden sind. In diesem Jahr wird Sarande unter anderem von MSC und der Holland America Line angelaufen.  

 

19. März 2018 – 12:45
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Aaron Hocking übernimmt als neuer Regional Director EMEA beim Erlebnisreiseanbieter Intrepid die Rolle von Michael Edwards, der Ende letzten Jahres zum Chief Growth Officer befördert worden war. Barbara Glanz, General Manager B2B Europe, berichtet an Hocking. Dieser begann seine touristische Laufbahn vor zwölf Jahren und hat seither in verschiedenen Vertriebsfunktionen in Europa, Nordamerika und Australien gearbeitet. Zuletzt war er General Manager of Global Sales für den Geschäftsbereich Peak DMC der Intrepid-Gruppe, in dem die Aktivitäten der lokalen Zielgebietsagenturen gebündelt sind.

 

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